NATO organisiert zur Abschreckung Großmanöver mit 90.000 Soldaten

by Maxi_We

15 comments
  1. Richtig und wichtig. Zumal ja alleine das Üben des reinen Aufmarsches ja bereits wichtig ist, um in Zukunft die Verteidigungsfähigkeit der NATO zu gewährleisten. Jede Lektion die unsere Streitkräfte jetzt auf dem Manöver bitter lernen muss, spart im Ernstfall Zeit und Blut.

    Es kann nicht oft genug in das vergessliche kollektive Hirn der deutschen Gesellschaft gehämmert werden: Die Zeit von Friede, Freude Eierkuchen ist vorbei. Wenn wir uns jetzt nicht für die Verteidigung unserer Demokratie und Freiheit nach Innen- aber insbesondere auch nach Außen wappnen, dann wird es viel zu spät sein, wenn der Ernstfall eintritt.

    Europa muss lernen, sich selbst zu verteidigen. Am besten mit, aber im schlimmsten Falle auch ohne die Amerikaner auf ihrer Seite.

  2. Wir müssen ganz schnell wieder Verteidigungsfähig werden!!! Der russische Angriffskrieg war nur der Anfang. Es wird nur noch schlimmer….. China – Taiwan oder Nordkorea – Südkorea.

  3. Return of REFORGER. Hilft aber alles wenig, wenn die notwendige Munition und Waffen nicht in hinreichender Menge zur Verfügung stehen. Europa hätte schon vor 700 Tagen mit der Produktion anfangen müssen.

  4. Gut dass sowas gemacht wird. Aber heißt das, dass an den Gerüchten über eine (weitere) russische Invasion doch was dran ist? Hatte das bisher als dummes Gelaber abgetan.

  5. Wird da auch die Eskalation mit Atomwaffen geübt? Ansonsten wäre das doch ein ziemlich sinnloses Manöver, da bei einem offenen Krieg zwischen Russland und NATO früher oder später oder je nach Kriegsverlauf eine Seite die Nerven verlieren könnte und sich dann gegenseitig nuklear eingeäschert wird.

  6. Es wird keinen Krieg geben ihr Schlaumeier. Nuklearmächte können nicht gegeneinander Krieg führen ohne auf atomare Abschreckung zu setzen.

    Ganz egal wie oft hier hardcore Propaganda gegen den Kreml geführt wird, so doof sind die auch nicht. Was hat er denn davon Jahre Krieg zu führen, um dann am Ende sein Land zu zerstören?

  7. Naja, solange sie keine 99 Luftballons in Grenznähe steigen lassen …

  8. Können die nicht banal 367620 (Stand Anfang 2024) * 75kg Hackfleisch aufm Kremel verteilen, damit Putin ein Gefühl bekommt, was allein die, in diesem sinnlosen Krieg, gestorben russischen Soldaten sind. Aus Sicht der Nato wäre das zum Netto Preis sicher billiger als dieser Aufmarsch und würde mit absoluten Abstand mehr Eindruck hinterlassen.

  9. Diese Nato-Manöver im Osten sind langjährige gängige Praxis.

    Vor der Krim hat man es als falsches Signal bezeichnet das die Beziehungen belastet. Damals hat man Abschreckung aber dementiert, und Sicherheitsbedenken von Russland klein geredet. Denn was ist dabei solche Manöver bei Verbündeten durchzuführen?

    So oder so es hat den Krieg 2014 nicht verhindert.

    Auch die Jahre danach gab es die Großmanöver und grade in Deutschland wurde es umstritten als Säbelrasseln bezeichnet.

    So oder so es hat den Krieg 2022 nicht verhindert.

    Jetzt geht’s weiter aber jetzt wird es Abschreckung genannt obwohl das ja historischer Quatsch ist?

  10. Atombomben sollten Abschreckung genug sein. Das ist doch der Sinn dieser Waffen. Man muss den Russen nur klar machen, dass, wenn auch nur ein russischer Soldat Nato-Gebiet betritt, die Chance extrem hoch ist, dass das Ende der Welt eingeleitet wird.

  11. Meine 2 Cents dazu:

    Als ehemaliger Soldat fand ich üben gut. Wer Übungen durchführt, diese vernünftig auswertet, der verbessert sich tatsächlich. Man entdeckt Fehler, kann diese beseitigen für die Zukunft. Zudem schafft man für die Soldaten Bilder.

    Fragt euch bitte, was peinlicher/schlimmer wäre: Bundeswehr schafft nichts, weil keinen Plan von irgendwas, weil nicht geübt. Oder man kann etwas, weil man es geübt hat.

    Zu dem Thema Atomwaffen, weil das rumgeht: Aus meiner Sicht sind Atomwaffen eher ein politisches Mittel, statt ein militärisches. Grundsätzlich stellt euch mal die Frage: In einem funktionierenden Staat, wer gibt da Atomwaffen frei? Das sind die Befehlshaber. Die Grundsatzfrage für einen Einsatz wird immer von der Regierung bzw. einem Politiker entschieden. Weil der Einsatz von taktischen Atomwaffen ist politisch so ziemlich das schlimmste, was man machen kann. Danach gibt es kein zurück mehr.

    Die NATO hat schon deshalb vor dem Mauerfall verschiedene Pläne für eine Kriegsführung im konventionellen Sinn und für eine mit Atomwaffen gehabt.

    Generell kenne ich keinen Soldaten mit gesundem Menschenverstand, der geil auf Krieg ist. Wir halten da Üben nur für notwendig, damit man auf den Worst-Case vorbereitet ist.

    Zuletzt betrachtet Deutschland nicht aus der Brille Landesverteidigung. Schaut euch Deutschlands Lage in Europa an. Wir sind zwangsläufig bei Konflikten in Europa Transitland. Das ist eine Mammutaufgabe für unsere marode Infrastruktur. Wenn von diesen 90000 Mann sag ich mal nur 600000 durch Deutschland müssen. Die müssen verpflegt werden, schlafen, durch das Land schnell kommen. Da braucht man Routen für und Rasträume. Das ganze Material zudem, sofern es nicht stationiert wird, sind locker Pi mal Daumen 25.000 20 Fuß Ct. Wahrscheinlich eher mehr. Jetzt fragt euch mal, ob unsere Deutsche Bahn, respektive die Cargo-Sparte und DB-Schenker mit Lkws das schaffen würden. Die Illusion, dass große Cargoschiffe der USA beispielsweise in die Ostsee fahren, die könnt ihr streichen. Das macht man nicht. Die Fracht wird in den Niederlanden, respektive an der Nordsee gelöscht werden.

    Da diese Übungen lange her sind, halte ich dies für notwendig, damit wir wieder Erfahrungen in diesem Bereich kriegen. Gleichzeitig kann man sich mit seinen Partnern beüben und neue Sachen von diesen lernen, austauschen und setzt ein außenpolitisches Zeichen. Ich persönlich nehme Russland lieber zu ernst, als so zu tun, man würde nie die NATO angreifen.

    Sry für die Textwall.

  12. Wieso funktioniert hier die Atomare Abschreckung nicht?

    Wie ist die Dokrin von der NATO falls ein Angriff mit konventionellen Mitteln nicht abgewehrt werden kann?

    Ich weiß die NATO ist ein Verteidigungsbündnis, aber würden die Soldaten auch bis nach Moskau marschieren, wenn die baltischen Statten angegriffen werden?

    Falls man wegen der Angst vor russischen Atomwaffen nicht einmarschieren würde, wieso könnte es sein, dass das in der anderen Richtung nicht funktioniert? Und Russland ggf. aufgrund der NATO Atomwaffen nicht von einem Angriff absehen würde?

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