54 statt 49 Euro: Deutschlandticket könnte mehr als 10 Prozent teurer werden – Golem.de

by proclaimshaping

37 comments
  1. Und das wird dann in den Ausbau der Öffentlichen gesteckt, oder? ODER???

  2. Noch nicht mal ein Jahr alt das Ticket und schon überlegt man das teurer zu machen.

  3. > Der Preis des auch als 49-Euro-Ticket bekannten sogenannten Deutschlandtickets könnte in diesem Jahr auf bis zu 54 Euro steigen. Das wäre eine Preiserhöhung um mehr als 12 Prozent im Vergleich zur Einführung im vergangenen Jahr.

    🤨

  4. Man muss es solange verteuern, bis die Nachfrage einbricht, dann kann man es wieder abschaffen, weil es ja keinen Bedarf für einfachen und preiswerten ÖPNV gibt.

    Nicht auszudenken, wenn der Erfolg des Tickets dazu führen würde, dass man über eine solide ÖPNV finanzierung nachdenken müsste.

    Schmerzhafterweise muss ich hier sogar einer Wissing-Aussage zustimmen, dass bei dem Verkehrsverbund-Wildwuchs noch viel Einsparungspotential liegt. Wenn man hier die Posten auflöst, wo abgehalfterte Politiker (Chef)Sessel warm-pupsen, könnten wir wahrscheinlich blattvergoldete U-Bahnen in jedes Brandenburgische Dorf bauen.

  5. Ich mache jetzt einfach mal einen vergleich:

    Aachen ist eine Stadt die 270km entfernt ist und ich schon häufiger besucht habe.

    Das 49€ Ticket hab ich dafür schon häufiger benutzt und über Neujahr bin ich mal mit Auto hingefahren zu nem Freund.

    Realität ist, mit der Bahn brauch ich immer zwischen 5-8 Stunden (best und worst case) obwohl immer 3,5h versprochen werden. Mit dem Auto 2,5-3,5h

    Ticket Kostet 49€, Spritverbrauch wenn ich mit 10L/100km rechne bei 1,70€: 51€.

    Weniger Stress, mehr Zeit, flexibel ohne ende, sitze in der Wärme und das für nur 2€ mehr. Das 49€ Ticket wird ab jetzt nur noch in betracht genommen solange kein Monatswechsel anliegt und der Spontane Ticketkauf nach dem 10. im Monat schließt sich genau deswegen auch aus.

    Edit: Leute, mein post beginnt mit „ich mach mal einen **einfachen** vergleich“ das es nicht besonders tief geht hätte damit abgegolten werden müssen. Das nun mehrere Leute so schön in kleinheit mit mischkalkulationen ect pp ankommen für das debunken ohne aber dabei zu merken worum es geht, ist außerhalb der Intention von diesem post und wenig wert, meiner Meinung nach, da zum Zeitpunkt X der Kosten/Komfort ratio vom Auto der Bahn überwiegt gemittelt mit der **grobheit eines Daumens**.

    Long story short: Ich will nur untermauern das steigende Preise nicht geil für die Bahn ist, wenn ich ein Ticket nur für eine einmale Reise von A nach B durch halb Deutschland haben will.

  6. Bei mir ist es so, ich bin nicht auf das Auto angewiesen und nutze den ÖPNV auch recht selten.

    Würde das Ticket 30€ im Monat kosten, hätte ich es aus Bequemlichkeit definitiv als Abo und würde es einfach laufen lassen. Dauerhaft 50 € mit recht unflexiblen Start- & Kündigungsfristen ist mir persönlich aber zu viel für die sporadische Nutzung.

    So bekommen die Verkehrsbetriebe halt alle 2 Monate mal ~10€ von mir anstatt konstant 30€ / Monat, ohne das deren Auslastung dadurch größer wäre. Und in meiner Bubble geht es vielen so, da könnte ich spontan 5-10 Leute nennen.

    Ist ja nicht so als sei der ÖPNV ein knappes Gut bei dem man über den Preis die Nachfrage steuern muss. Das ist doch gerade im Städtischen Bereich ein super Beispiel dafür, dass man mit geringeren Preisen vermutlich weit mehr in die Kassen spülen würde ohne dass man größartig mehr dafür Leisten müsste…

    Man will wohl einfach nicht, dass der ÖPNV attraktiver und erfolgreicher wird.

  7. Warum gehört wichtige Infrastruktur wie Bahn, Nahverkehr und Krankenhäuser in Deutschland nicht zu den allein über Steuern finanzierten Blöcken, die dann auch nicht profitbasiert arbeiten — sozusagen damit die Gesellschaft wiederum produktiver (und gesünder) ist?

  8. Anstatt es billiger zu machen…
    Da hilft auch die Preispsychologie der x9 oder x4 nicht mehr.
    Giergeilheit, mehr kann ich dazu nicht sagen.

  9. Und hier habe ich gehofft, dass das Zwangs-Semesterticket das jedes Jahr 10€ teurer wird irgendwann mal den PReis von 6 Deutschlandtickets erreicht damit es kein Zwang mehr wird. :/

  10. Früher hätte man sagen können, ist ja nur ein Döner mehr. Heute ist’s dann Brot mit Soße

  11. Also kostete das 9€-Ticket dann bald mehr als 49€, hm. 🙁

  12. Man stelle sich vor die Politik macht mit einer Maßnahme das Autofahren um 10% teurer.

    Edit: Siehe Antworten unten von getriggerten Autofahrern als Beispiel.

  13. Jedes Jahr ne moderate Erhöhung und das Ticket wird auf mittlere Sicht unattraktiv.

    Ab 1.Juli gilt vermutlich in Berlin das 29€/AB-Ticket.

    Wenn es ähnliche Angebote in anderen Ballungsräumen gibt, kann ich mir vorstellen, dass das D-Ticket auch aus dieser Richtung massiv an Attraktivität einbüßt.

    Die allermeisten Abonnenten nutzen das Ticket vermutlich zu großen Teile im eigenen Verkehrsverbund, für die seltene Fahrt außerhalb lohnt sich dann irgendwann der Aufpreis zum D-Ticket schlicht nicht mehr.

    Ich fände es schade, wenn Deutschland eine der wenigen eigenen Innovationen der letzten Jahrzehnte so gedankenlos begräbt…

  14. Gott ist das dumm. Die Öffentlichen gehören gefördert bis zum umfallen, stattdessen wird es madig gemacht wo es nur geht.

  15. Es ist doch eigentlich ganz einfach. Wenn man “Verkehrswende” will und letztlich das Ziel ist, dass Leute auf ihren privaten PKW verzichten* braucht es ein attraktives Alternativangebot – vom dem man auch sicher sein kann, dass es das in eins, zwei oder fünf Jahren noch gibt.

    Das 9€ Ticket war ein glücklicher Unfall und – unfreiwillig – eine der größten Errungenschaften der FDP in der aktuellen Bundesregierung. Man hat aber als Kunde und Pendler mit dem Ticket das Gefühl, dass es sowohl in der Landes- als auch Bundespolitik, trotz Lippenbekenntnissen, kein sonderliches Interesse a dem Ticket gibt. Sonst wäre man nicht fortlaufend dabei es zu zerreden und die Weiterexistenz in Frage zu stellen.

    *zumindest Städter oder auf den Zweitwagen der Familie.

  16. Ganz ehrlich:

    Auch für 54€ ist das noch ein guter Deal für jeden Pendler! Meine Freundin würde schon ohne den ag Zuschuss im Vergleich zu ihrem alten Jobticket 80€ sparen.

  17. Dabei sind mir die 49€ schon zu teuer. Das 9€ Ticket hab ich selbst geholt wenn ich nicht gefahren bin, bis 30€ würde ich das Abo auch ganzjährig laufen lassen. Aber alles darüber nehm ich maximal nen Monat mit wenn ich mal ne Reise vorhab.

  18. Immer noch günstiger als viele normale Monatstickets der Verkehrsverbünde.

  19. Weniger wäre natürlich besser, aber 54€ finde ich persönlich auch noch okay, kommt aber natürlich darauf an, wie viel man fährt.
    Vorher lag mein Monatsticket bei knapp 90€ und das war nur in meiner Stadt gültig.

  20. und nächstes Jahr dann die nächste Erhöhung und übernächstes Jahr die übernächste usw. usw.

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    Ich persönlich wäre ja für ein Bürgerticket, preislich gestaffelt am Einkommen.

    Wer viel hat zahlt mehr als der der wenig hat. Man könnte das auch als Steuer machen (Soli für die Öffentlichen) oder/und einfach über die KFZ Steuer mitfinanzieren. Dann trifft es zwar auch Leute die definitv keine Alternative zum Auto haben aber eben auch welche die keine Alternative zum Auto wollen. Vlt. geht auch eine Kombi aus ein paar solchen Dingen. Alles ist besser als sozial ungerecht.

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    Ich komm selbst aus einer Gegend in der der ÖPNV keine Alternative zum eigenen Fahrzeug ist.

    für den Arbeitsweg von 30 km brauch ich mit dem Wagen ca, 30 Minuten. Mit dem ÖPNV wäre ich täglich pro Fahrt 1 1/2 Stunden unterwegs. Einfach weils keine Direktverbindung gibt und ich einen riesen Umweg mit 3 Umstiegen machen muss.

    Aber gut, das ist jetzt nicht das eigentliche Thema hier.

    Sozial ausgewogen finde ich das 49 Euro Ticket jedenfalls nicht.

  21. Ich habe vorher ca. 110€ im Monat bezahlt um mit den Öffis zur Arbeit zu kommen. Selbst für 54 ist es immer noch ein absolutes top Angebot für mich.

  22. Ich hab einen Idee um das Ticket günstig zu halten, anstatt das man das Ticket deutschlandweit macht, unterteilt man das in Geltungsbereiche und passt dann darauf die Preise an. G1 49€ führ die eigene Stadt, G2 69€ für die umliegende Orte, G3 99€ für das Bundesland, G4 119€ für Deutschland Nord, Ost, Süd oder West und G4 149€ für ganz Deutschland.

    Edit: /s für die Blöden

  23. Im VRR (alles zwischen Dortmund, Arnhem, Düsseldorf, Solingen) kostet eine Monatskarte für eine Stadt schon 80€. Wer zb von Bochum nach Düsseldorf pendelt durfte vor dem 49€-Ticket jeden Monat sogar dreistellig bezahlen. Alles bis 70-80€ geh ich mit, ab da müsste man dann mal die ganzen Spontanfahrten zusammenrechnen.

  24. Bahn Abschaffen.

    Schienenpflicht für SUVs und Crossover.

    49€ Flatrate für öffentliche Ladesäulen.

  25. Die Deutsche Bahn nimmt pro Jahr 4,4 Milliarden durch Ticketverkäufe im Nahverkehr ein. Das sind 52€ pro Person pro Jahr. Die öffentlich Rechtlichen Fernsehsender nehmen pro Jahr 8,5 Milliarden Euro über den Rundfunkbeitrag ein.

    Mein Vorschlag: Wir streichen Unterhaltung und Sport aus dem öffentlich rechtlichen Programm (nur noch Reportagen und Nachrichten) und halbieren ihr Budget. Dann nehmen wir die so erhaltenen 4+ Milliarden und ersetzen damit die Ticketverkäufe.

  26. Ist das nicht trotzdem noch völlig in Ordnung bei den einzelpreisen? Verstehe das gemecker nicht. Wenn es jetzt jedes Jahr hoch geht kann man was sagen, aber so?

  27. Aktuell als Jobticket ists der günstigste Weg für mich auf die Arbeit zu kommen. Aber mit jeder Steigerung wirds weniger atraktiv.

  28. Traurige Konsequenz (wobei ich mit noch mehr gerechnet habe) aus einem unüberlegten Finanzierungskonzept und der Unfähigkeit der Verkehrsverbünde und -unternehmen zusammenzuarbeiten.

    Schon bei Einführung des Tickets hätte es entweder ein System zur Aufteilung der Einnahmen, eine durch Bund und Länder erzwungene Kooperation der VV/VU oder einfach eine Komplettfinanzierung über den Bund geben müssen. Nach dem aktuellen Finanzierungsverfahren gibt es keinen Grund für die Mobilitätsanbieter für das Ticket Werbung zu machen.

    Zudem haben Mobilitätsplattformen, also die Einzigen die versuchen, Kooperation herzustellen dadurch nochmal mehr zu kämpfen – oder wie man an Mobility inside stellen sie den Betrieb einfach ein.

    Ich bekomme das selbst mit, die VV/VU können nicht kooperieren. Die sind gegenseitig so verflucht zerstritten….

  29. Irgendwo muss ja das Geld herkommen, was die GDL für ihre Mitarbeiter errungen hat.

  30. Ich bleibe dabei, dass das Größte Problem an der Preispolitik der Öffis ist, dass die Gelegenheitsfahrer so extrem viel mehr pro Strecke zahlen als Leute die regelmäßig pendeln, sodass es kaum Anreize gibt, das Auto “mal” stehen zu lassen etc.

    Wenn ich Lebensmittel in großen Mengen kaufe, kriege ich vielleicht 10-30% Rabatt. Wenn ich viel mit dem Auto statt wenig fahre, steigen auch Spritkosten und Abschreibung proportional und nur die Steuer bleiben gleich, also kostet es vielleicht auch 30% weniger pro km, wenn ich 20k statt 5k im Jahr fahre.

    Warum zum Teufel kostet ein Ticket vom Langener Bahnof, 10min Fahrt, eine Station, nach Frankfurt HBF, mich 6,30€, also hin und zurück 12,60€ oder mit Tagesticket 12,30€ ??? Wenn ich dagegen mit dem 49€ ticket an 5 Tagen die Woche dahin fahre, sinds noch 1,14€ pro Richtung. Für Pendler von Mainz aus wirds noch viel extremer.

    Es sollte statt 49€ pro Monat ein 3€ pro Tag Deutschlandticket geben, und dann noch vielleicht ein entsprechendes für den Fernverkehr von vielleicht 20€ pro Tag. Die Differenz muss irgendwie über steuern finanziert werden.

    Der Hauptgrund, warum dem nicht so ist, ist doch vermutlich, dass die Anreize fürs Auto im Vergleich eben NICHT so weit gesenkt werden sollen.

  31. Wenn Herr Weselsky so weiter macht, können wir von 54€ nur träumen

  32. *Gähn*

    Noch immer günstiger als die Alternative. Sobald es das nicht mehr der Fall ist, kauft man wieder die Alternative. So einfach ist das.

    Solange das DE-Ticket also im Preis unter dem Abo meines lokalen ÖPNV liegt, nutze ich es weiterhin.

    Realistisch finanzieren lässt sich so etwas überhaupt nur über eine entsprechende Steuer, welche eine Mehrbelastung für jeden Bürger darstellen würde. Viel Glück, dass durchgedrückt zu bekommen.

    Vielleicht schafft man’s ja auf die selbe Art wie bei der Rundfunkgebühr… Als freiwillige Abgabe, KEKW. Ich fürchte nur, das würde entsprechende Parteien unnötig Oberwasser geben.

  33. Ich hab für 2 angrenzende Waben im Ruhrgebiet vorher 116,58 Euro gezahlt. Wenn es dafür wirklich langfristig erhalten bleibt, wäre das schon klasse. Viel ätzender finde ich, dass weitere GDL-Streiks es eigentlich unmöglich machen, dauerhaft auf ein Auto zu verzichten.

  34. Vielleicht sollte man mal über ein 🇩🇪-Tagesticket nachdenken. Für 2,- € den Leistungsumfang des D-Tickets, aber ohne Zwangsabo, dafür Flexibilität. Wer damit 22x im Monat pendelt generiert in etwa die gleichen Einnahmen für die Verkehrsgesellschaften.

  35. Immernoch besser als mein zone b und c ticket wo ich am Ende noch 50€ strafe drauf zahlen muss weil die Bahn noch durch a fährt

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