Britisch-kanadisches Handelsabkommen scheitert an Rindfleisch und Käse

by Gandhi70

4 comments
  1. Ach ja, ein weiteres erfolgreiches bilaterales Abkommen, mit dem die Briten die EU ersetzen.
    Die sind echt so gefickt…

  2. > “Die zollfreien Käseexporte aus Großbritannien werden Ende 2023 eingestellt, […] sodass die britischen Erzeuger mit höheren Zöllen von 245 Prozent rechnen müssen.”

    Bei dem Steuersatz kann man den Export ja komplett vergessen.

  3. Das lustige und Interessante Detail dabei ist, dass das Handelsabkommen CETA zwischen Kanada und der EU die genannten Probleme gelöst hatte. Das Agrarjournal [Elite Magazin](https://www.elite-magazin.de/news/nachrichten/ceta-kanadier-furchten-europaischen-kase-13369.html#:~:text=Das%20zwischen%20der%20EU%20und,aus%20Schlachtkuh%2D%20und%20Kälberverkauf%20rechnen.) schreibt dazu:

    > Zusätzliche 16.000 t von hochqualitativem Käse sowie 1.700 t Industriekäse dürfen nun zollfrei aus der EU in den kanadischen Markt eingeführt werden, insgesamt summiert sich das Einfuhrkontigent der EU nach Kanada nun auf über 30.000 t pro Jahr. Während die großen europäischen Käseproduzenten davon profitieren können (die Milcherzeuger wirtschaftlich direkt wohl kaum), kommt das Handelsabkommen bei den kanadischen Milcherzeugern gar nicht gut an. Sie fürchten den zusätzlichen Druck den der europäische Käse auf die heimische Produktion ausübt. Sie können etwa 7,7 Prozent ihres nationalen Käsemarktes verlieren und damit sehr wohl wirtschaftliche Effekte im Milcherlös zu spüren bekommen.

    Auch dürfen ausschließlich nur hormonbefreite Rindfleischexporte in die EU eingeführt werden.

    > Die europäischen Milchkuh-/Rinderhalter müssen derweil aufgrund erhöhter Rindfleischexporte aus Kanada mit niedrigeren Einnahmen aus dem Mastrinder-, Schlachtkuh- sowie auch dem Kälberverkauf in die Mast rechnen. Laut CETA-Vertrag kann Kanada in die EU mehr hormonfreies Rindfleisch (65.000 Tonnen, bisher 15.000 Tonnen) zollfrei einführen.

Leave a Reply