Twitch darf Account “KuchenTV” nicht weiter sperren

by Dragor

18 comments
  1. Twitch darf Account “KuchenTV” nicht weiter sperren

    Stand: 31.01.2024 16:06 Uhr

    Der Onlinedienst Twitch darf den Account “KuchenTV” des Streamers Tim Heldt nicht weiter sperren. Das entschied das Landgericht Braunschweig. Heldt hatte gegen die Sperrung seines Accounts Klage eingereicht.

    Heldt habe deshalb Anspruch darauf, dass Twitch ihm seinen Account “KuchenTV” wieder freigibt, sagte ein Sprecher des Landgerichts dem NDR Niedersachsen. Demnach liegt es nun an dem Online-Dienst, wie es mit Heldts Account weitergeht. Verpflichtet, den Account freizugeben, sei Twitch jedoch nicht, erklärte der Sprecher. Details zur Begründung dieser Entscheidung sind nicht bekannt. Im Dezember wurde der Twitch-Account “KuchenTV” gesperrt, weil er gegen die Richtlinien des Online-Dienstes verstoßen haben soll. Am Dienstag wurde der Fall vor dem Landgericht Braunschweig verhandelt.

    Der Sperrung des Accounts war eine Auseinandersetzung zwischen den Streamern Tim Heldt und “Shurjoka” (bürgerlich Pia Scholz) vorangegangen. In einem Twitch-Livestream bei “KuchenTV” am 8. Dezember soll Heldt Pia Scholz unter anderem belästigt und psychisch unter Druck gesetzt haben. Scholz hatte dessen Account “KuchenTV” daraufhin wegen des Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen bei der Streaming-Plattform gemeldet.

    Twitch ist ein Online-Dienst, bei dem Nutzerinnen und Nutzer in Liveformaten ihr Publikum unterhalten können. Ursprünglich wurde die Plattform zum Übertragen von Videospielen gegründet. Auf seinen Kanälen teilt der 28-jährige Heldt aus Salzgitter regelmäßig Videos, in denen er seine Reaktionen und Meinungen zu bestimmten Themen wiedergibt. Seinem Twitch-Account folgen rund 300.000 Menschen, auf YouTube sind es mehr als eine Million Abonnentinnen und Abonnenten.

    Nach der Sperrung reichte Heldt vor dem Landgericht Braunschweig Klage ein und bat um eine schnellere, schriftliche Verhandlung. Das Landgericht hielt dennoch an einem mündlichen Verhandlungstermin am Dienstag fest, mit der Begründung, dass der Fall zu komplex sei, um ihn ausschließlich schriftlich zu verhandeln. Der 28-Jährige wandte sich daraufhin an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Am 5. Januar reichte er dort einen Antrag auf einstweilige Verfügung ein, um eine schnellere Entscheidung des Landgerichts zu bewirken. Das oberste Gericht lehnte diesen Antrag ab, unter anderem, weil Heldt nicht habe belegen können, dass ihm durch den für Dienstag anberaumten Termin ein schwerer Nachteil drohe, hieß es in dem Beschluss.

    Der Streamer war in der Vergangenheit schon mehrfach in Kontroversen verwickelt. So soll er “Shurjoka” zuletzt für ihre Auszeichnung als “Spielerin des Jahres” 2023 in einem YouTube-Video diffamiert haben. Das berichtete die Amadeu Antonio Stiftung. Laut der Organisation sind Frauen in der Streaming- und Gaming-Szene immer wieder sexistischen und frauenverachtenden Kommentaren ausgesetzt.

  2. >Der Onlinedienst Twitch darf den Account “KuchenTV” des Streamers Tim Heldt nicht weiter sperren.

    ​

    > Verpflichtet, den Account freizugeben, sei Twitch jedoch nicht, erklärte der Sprecher.

    WAT

  3. > Heldt habe deshalb Anspruch darauf, dass Twitch ihm seinen Account “KuchenTV” wieder freigibt

    und

    > Verpflichtet, den Account freizugeben, sei Twitch jedoch nicht

    Das ist doch ein Widerspruch in sich, oder lese ich da was falsch?

  4. Twitch sollte in Revision gehen, wird wahrscheinlich aber nicht passieren.

  5. Naja, das war irgendwie von vorne rein schon klar, die Anwälte von Twitch konnten vor Gericht nicht mal ihre eigenen Bangründe beweisen oder nahelegen wieso sie ihn gebannt haben ausser, “Der Kanal wurde oft gemeldet..”. find das schon irgendwie lächerlich das sie das VoD vorliegen hatten aber sich nichtmal die Zeit genommen haben rauszusuchen welche Stelle jetzt genau problematisch war, wenn es überhaupt eine gab.

    Macht halt weiterhin den Eindruck das sperren zwar stattfinden wenn die Kanäle oft genug gemeldet werden, aber der Grund einfach ausgewürfelt wird.

  6. Hat die firma twitch auch einem deutschen ableger oder warum sollte sich eine amerikanische firma um die Rechtsprechung eines braunschweiger Gerichts scheren?

  7. Die Autorin will entweder mit Falschmeldungen beeinflussen oder ist nicht die hellste Kerze.
    Bei dem Artikel stimm eigentlich nichts und schon kurz vor der Verhandlung hat sie un-Sinn geschrieben.
    Da muss man echt aufpassen nicht zum GEZ-Wutbürger zu werden. Soll sie das doch bei Cosmopolitan und Maxi machen, wo sie auch schreibt.

  8. Ich bin 40+, hab mir das die letzte Zeit mal angesehen und bewerte das hier mal mit einem gewissen Abstand:

    Ich bin erstaunt, denn ich hätte bis vor 11 Monaten nicht erwartet, irgendwann MontanaBlack und den Girafenhalsjungen mal als die sachliche & gemäßigte Seite in einer Auseinandersetzung wahrzunehmen.

    Was mich im Rahmen dieser Kinderkacke viel mehr aufregt, ist, wie “woke” und links (hier) vermischt werden.

    Die eine Gruppe nennt sich links, “weil links ist ja für Minderheiten”. Kuchen, Monte und Fanboys machen darauf hin den linken Zuschreibungen, die “Woke” Gruppe greift das wieder auf und feuert zurück. Bumm, Zack – Repeat.

    Beide Gruppen schaden dem Ansehen klassischer linker Grundwerte und sind ein gleichgroßes Gateway nach rechts.

    Linksradikale, die ich kenne, lachen maximal über Gestalten wie Shurjoka, Dave & Co.

  9. Twitch iss ne private Firma, die können machen was die wollen und wir können uns auf den Kopf stellen

  10. Ich glaub Twitch ist Shurjoka oder KuchenTV einfach komplett egal und wollte stattdessen einen Präzedenzfall schaffen. Es ging Twitch in der Verhandlung nie darum, zu beweisen, ob KuchenTV gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hat, sondern sie wollten erreichen, dass solche Sachen in den USA verhandelt werden müssen. Wenn das ein Deutsches Gericht feststellen würde, wäre das für Twitch ein riesen Gewinn, für Deutsche Nutzer aber eine Katastrophe.

    Dafür hat Twitch gekämpft, und nie für etwas anderes. Dass das jetzt so positiv für KuchenTV ausging, ist für uns alle deshalb ein großer Erfolg.

    Ich glaub wenn Twitch lange genug kramt, finden sie bestimmt irgendwas von Kuchen, was gegen die Nutzungsbedingungen verstoßt, ich denke kein Streamer der Welt ist ohne Fehler. Aber Twitch hat diesen Fall genutzt, um etwas ganz anderes zu erwirken und ist gescheitert.

  11. Egal was man von dem Typen hält, es ist gut das sich jemand gegen unbegründete Bans wehrt. Grade bei Twitch hab ich das Gefühl das Leute sehr oft gebannt werden weil ein Moderator ein persönliches Problem mit jemandem hat.

    Manche können am laufenden Band die ToS brechen und werden nicht gebannt oder vllt maximal 3 Tage, andere brechen diese nicht Mal und werden trotzdem lifetime gebannt.

  12. KuchenTV hat mal zu Shurjoka gesagt, der Twitch Support gäbe “einen Scheiß” auf sie. Wenn man sich das Verhalten von Twitch nun anguckt, dass sie nicht mal ein einziges Zitat von Kuchen rauspicken wollten, lässt mich langsam glauben, dass, das wirklich stimmt. Twitch hat sich stattdessen lieber teure Staranwälte geholt, um die Frage zu diskutieren, ob US Gerichte hier zuständig sind, oder nicht. Nicht aber, um zu diskutieren, ob hier wirklich eine Belästigung vorlag.

    Eigentlich traurig, aber es ist halt ein gewinnorientiertes Unternehmen, dem seine Nutzer tatsächlich egal sind.

  13. Ich verstehe immer noch nicht warum ein gebannter Twitch-Account überhaupt ein Fall für die Justiz ist.

  14. Ist es Twitch nicht gerade egal was irgendein Urteil in Deutschland sagt? Schlimmster fall paar Euro Schadensersatz

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