Klimschutz in Norwegen: Oslo kaufte Hunderte Elektrobusse, dann kam der Winter

by tsnud

20 comments
  1. >Bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad verringerte sich die Batteriekapazität, sanken rapide die Reichweiten, fielen Fahrten aus. Was folgte? Internationale Häme, allen voran lästerte Deutschland. »Kälte legt brandneue Elektro-Busse in Oslo lahm«, freute sich die »Bild«. Die »FAZ« monierte eine »Schönwettertechnik, die nur unter Idealbedingungen Freiheit garantiert« – und erklärte Norwegen zum Sinnbild für Ökogängeleien aus Brüssel, auch wenn das Land nicht einmal in der EU ist. Das auf Empörung spezialisierte Blog »Tichys Einblick« bilanzierte: »In Oslo ist der öffentliche Verkehr komplett zusammengebrochen.«
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    >Auf der Straße vor ihm fuhren vor einer Woche zeitweise gar keine Busse, Kollegen kamen auf Glatteis mehrfach ins Schleudern, viele neue Fahrzeuge mussten vorzeitig geladen werden, weil sich die Ladekapazität an den allerkältesten Tagen bei minus 20 Grad tatsächlich halbierte. **Dass auch U-Bahnen und Züge ausfielen, spielte zumindest für die internationalen Kritiker keine Rolle.**

    Ich will nicht wissen was in einer deutschen Großstadt bei -20 °C und Schnee los wäre… gefühlt war ja halb Deutschland schon bei -2 °C und Glätte geschlossen.

    Allerdings schade das da im Artikel, der ja doch die vorhandene Problematik das chemische Reaktionen bei niedrigen Temperaturen langsamer/schlechter ablaufen beleuchtet, keine Lösungsansätze diskutiert werden außer die Innenraumtemperatur abzusenken. Kennt sich jemand mit der Thematik aus? Gibt es zusätzlich nur die Lösung öfter zu laden oder sind andere Akkus da resistenter? Oder einfach mehr Busse vorhalten?

  2. Ja echt, Norwegen, haha. Was können die schon?

    Nie fühlt man sich so gut, wie wenn man über jemand erfolgreicheren lachen kann.

  3. Kinderkrankheiten, die bald technisch gelöst sind. Moderne E Autos machen im Winter auch nicht mehr Probleme als Verbrenner.

  4. Tja, Menschen, die noch nie minus 20 erlebt haben, aber zum Teil bei minus zwei die Feuerwehr rufen, weil die Katze friert, was soll man erwarten.

  5. Dass auch so mancher Diesel bei -20 Grad nicht anspringt, wird hier natürlich nicht erwähnt. Außerdem waren die Bedingungen in den Tagen so extrem (kälte, viel Schnee), dass sogar der Flugverkehr in Südnorwegen eingestellt wurde.

    Die Busse funktionieren wunderbar an 98% der Tage pro Jahr. Auch im Winter. Für die 2-3 Tage, die noch nicht mal jedes Jahr passieren, muss man nicht die Umstellung auf Elektromobilität abblasen.

    Die Diskussion in Deutschland nervt unglaublich. “Kann kein Elektroauto fahren, muss ja einmal im Jahr mit 190 auf der Autobahn in die Toscana fahren und zwar ohne Pinkelpause!!! Das geht nicht mit Elektro!!”

  6. Die Deutsche Bahn braucht keine -20 Grad damit die Züge nicht fahren … 

  7. Oberleitungsbusse sind die ideale Technologie. Dankt mir später. 

  8. Was der Artikel verschweigt: es gab größere Probleme mit den Ladestationen für die Busse. Deswegen die vielen Ausfälle.

    Im Land des Herstellers ist es wohl nicht so kalt. Abhilfe ist aber bekannt, und wird auch entsprechend umgerüstet.

  9. 5,5% Ausfall? Das ist hier im Sommer nichtmal zu erreichen. Träumchen

  10. Guter Artikel der die Probleme aus allen Perspektiven beleuchtet.

    * Klar, weniger Reichweite bei Kälte
    * In der Organisation nicht mitgedacht und die Touren nicht angepasst.
    * Kriese im Nahverkehr nur partiell wegen der EBusse sondern weil auch UBahn und Züge ausfiehlen.
    * Auch die Fahrer trugen bei wie sie die EBusse “wie Diesel” fuhren.
    * etc

    Wie immer vielschichtig und keine einfache Lösung für einfache Menschen.

    Mal sehen was Oslo lernt und wie der nächste Winter wird.
    Man stelle sich vor, dann klappt alles geräuschlos. Das wäre ja schlimm.  /s

  11. Bild, FAZ und Tichy.. passt ja.

    Wir stinken zwar dank den Konservativen im Vergleich zu Norwegen in allen Bereichen ab. Aber was soll man von realitätsfernen rechten Spinnern schon erwarten außer Häme?

    Vernünftige, nicht spalterische Politik ist natürlich ausgeschlossen. Man ist ja schließlich nicht dafür da Deutschland voranzubringen…

  12. lol, ganz Bayern gibt bei -10 grad auf, nicht nur die Busse. Und werden die Batterien  nicht eh geheizt/gekühlt um die langlebigkeit zu erhalten oder ist das etwas dass nur Tesla mal gemacht hat oder so?

  13. >Die »FAZ« monierte eine »Schönwettertechnik, die nur unter Idealbedingungen Freiheit garantiert« – und erklärte Norwegen zum Sinnbild für Ökogängeleien aus Brüssel, auch wenn das Land nicht einmal in der EU ist.

    Habe den FAZ-Artikel gelesen, dazu die Kommentare von 200 Helmuts und Achims mit zu hohem Puls. Es gibt bei der FAZ einfach eine Gruppe von ewig-Gestrigen, die sich über eine Autokolonne mit 4 riesigen SUV freuen und mal ordentlich aufs Gas drücken um diese 120k-Euro-Panzer dann in den Himmel zu loben. Einen Artikel später tun sie so, als müssten sie mit ihrer Familie unbedingt 800km ohne Halt am Stück zurücklegen. Die haben einfach den Schuss nicht gehört.

  14. Lass mich raten, die Busse kamen aus Deutschland, wo man jeden Winter von der Kälte überrascht ist?

  15. Die richtige Wahl wäre ein Trolley-Bus System gewesen mit Diesel als Ersatzmotor. Batterien sind für Fahrzeuge, die die selbe Strecke fahren einfach nicht nötig oder praktikabel. Mit Oberleitungen hat man das Problem einfach nicht.

  16. Brachiale Ausfälle und immer noch pünktlicher und zuverlässiger als alles in Deutschland…

  17. Norwegen ist halt leider das Paradebeispiel für Klimaheuchelei. Die großen Klimaschützer, die nicht widerstehen können ihre großen Öl- und Gaslvorkommen zu fördern. Großzügige Subvention für Elektroautos, bezahlt durch den Verkauf von Öl.

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