Immo Preise und leer stehende Wohnungen. Heute im Standard

30 comments
  1. Wenn es so weitergeht, werden die Leute halt anfangen, Wohnungen und Häuser zu besetzen. Und damit meine ich nicht nur ein paar Punks, sondern normale Durchschnittsbürger, denen der Lebensraum unter den Füßen weggekauft wurde. Die Polizei wird es sich dann gut überlegen, ob sie auf Seiten der Bevölkerung oder der Spekulanten steht.

    Ich wünsche mir nicht dass es soweit kommt. Aber wenn die Schere zwischen Arm und Reich weiter aufgeht, wird es unvermeidbar.

  2. Nennt mich Kommie, aber meiner Meinung nach gibt es keinen valide Grund, dass einzelne Immobilien besitzen dürfen sollten, wenn sie sie nicht selbst verwenden. Ist eine reine Umverteilung von arm zu reich und ein selbstverstärkender Regelkreis. Und treibt Immobilienpreise künstlich nach oben, zum Nachteil derer, die sich keine leisten können.

  3. Anfang 2021 habe ich mir ein älteres Haus angesehen um 1,5 Millionen Euro in Bezirk Baden, normales Haus ohne Keller und keine Garage, und keine Villa oder sonstiges. Ich habe ein Anbot für 1 Million gemacht und wurde abgewiesen.
    Das Haus wird mittlerweile für 1,7 Millionen inseriert. Der Verkäufer denkt sich bestimmt „gleich mal höher inserieren damit wir uns dann auf 1,5 Millionen einigen“ weil ansonsten kann ichs mir gar nicht erklären.

  4. Das Problem ist die Spekulation mit Wohnraum. Auf unbenützte Häuser/Wohnungen gehören saftige Leerstandsabgaben. Dasselbe gilt für Zweitwohnsitze. Wer meint sich solch einen Luxus gönnen zu müssen (denn das ist es nunmal), der soll auch entsprechend zahlen.

  5. Die Immobilie als Wertanlage, so lange einige wenige (investment Firmen und dergleichen) Wohnraum ansammeln und die Preise hochtreiben koennen fuer das portfolio, wird das wohl noch so weiter gehen.

  6. Das sind 2 paar Schuhe:
    Wenn man Eigentum kauft, dann sind die Eigentumspreise relevant. Die sind in den letzten Jahren durch die Decke gegangen und viel stärker als die Mieten gestiegen.

    Wenn man eine Immobilie vermietet, sind die Mietpreise relevant. Wenn du einen Altbau mit verdammt niedriger Miete hast, den Vermieter ned rausbekommst uns dir die Sanierung nicht leisten kannst, stehst du mitn Rücken zur Wand. Wenn du das ganze sanierst und an Eigentümer weiterverkaufst, machst hingegen viel Kohle.

    Dann muss man Leerstand öfter in Kauf nehmen, da sind aber nicht die bösen Immo Eigentümer schuld sondern schlichtweg der Fakt, dass du eine Wohnung so günstig vermieten musst, dass es nicht annähernd proftiabel ist.
    Das ist halt die Kehrseite von einem regulierten Miet Markt.

    Man sollte immer bedenken:
    Wenn eine Immobilie leer steht ist das für den Immo Eigentümer nicht geil. Man muss weiterhin Grundsteuer oder weitere Steuern zahlen und gleichzeitig hat man keine Einnahmen.

  7. Ich. In verdammt froh vor 7 Jahren die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich war damals 27 Jahre alt und wollte ej. Haus bauen. Ich habe 8Jahre in meinem Kinderzimmer länger gelebt und die “mögliche Miete” gespart. Das war eine gute Basis.

    Jetzt als frisch gebackener Familien Vater bin ich froh. Als Single schon diese harte und nicht leichte Entscheidung getroffen zu haben.

    Es ist jetzt schön. Family Haus und kaum Schulden.

    Wäre jetzt alles anderes.

    Und nebenbei hat mein Grundstück und mein Haus soooo an Wert gewonnen das einem schlecht wird.

    LG

  8. Ändert sich nix an der Situation so seh ich (promovierender Ingenieur) nicht wie ich jetzt oder in Zukunft eine Immobilie besitzen soll. Egal ob Wohnung oder Haus. Das wird viel zu teuer.

    Wie sollen andere sich das dann leisten?

  9. Und dank den Investoren und großzügigen Regelungen in Ö, werden immer weiter unleistbare Wohnungen gebaut, und die Grünfläche immer weiter zu betoniert.

    Super find ich nur, dass in die Wohnungen bei uns, keiner einzieht, seit fast 5 Jahren. Stehen die meisten einfach leer.☺️ Ich hoffe für die Projektleiter, dass das so geplant war🥰

  10. Der Standard Artikel ist von Juni:

    >In Wien gab es 2015 rund 10.000 langfristig leerstehende Wohnungen, was einem Prozent des Wohnungsbestands entspricht.

  11. Wohnungen und Häuser sind zum Wohnen und Hausen. Sie sollten so wenig Investment sein, wie Bananen. Eine unbewohnte Wohmimmobilie sollte als reiner Luxus gelten und saftig besteuert werden, sodass sich Spekulation nicht rentiert.

  12. Das Immobilien und Wohnraum als Investment genutzt werden weil man sonst den Wert des eigenen Geldes heute kaum mehr erhalten kann ist wirklich kein neues Problem.

    Das all jene die sich den Einstieg in diese Investmentart geleistet haben nun vehement dagegen sind das zu ändern wundert kaum.

    Wenn wir als Gegenmaßnahme eine Leerstandsabgabe machen sollten wir das selbe auch für unbenutzte Fahrzeuge, ruhendes Kapital, etc. machen.

    Schwer umzusetzen, daher kümmern wir uns um eine hohe Inflation, die trifft wenigstens alle immer und überall 😀

  13. Eine moderate Lösung (im Verhältnis zur Enteignung), die mir hier einfiele, wäre, ab einer gewissen Zeit Leerstand zwangsweise einen Mieter zu vermitteln, der die Wohnung zum Richtwertmietzins anmietet. Die Einnahmen darauf bekommen zwar noch immer der Eigentümer, aber immerhin wäre die Wohnung dann nicht mehr unbenutzt.

  14. Einerseits kann ich Leute verstehen die bisher ihr GEld konservativ angelegt hatten, dass sie in Immobilien investieren.

    Andererseits bin ich der Angeschissene weil ich, obwohl mind Top 5% beim Arbeitseinkommen, mir keine Immobilie leisten kann die auch nur annähernd dem entspricht, was sich meine Elterngeneration von einem Top 5% Arbeitseinkommen leisten konnte.

    Daher bin ich mittlerweile aus der Immosuche ausgestiegen, auch weil ich mir nicht die bald notwendigen 250+k Eigenmittel ansparen kann

  15. jeder der mehr als 2 immobilien hat gehört enteignet… a haus zum wohnen und eins zum vermieten muss genug sein!

    und vorallem nimma an ausländische investoren verkaufen die dann paar hundert wohnungen in wien haben und die dann vernachlässigen, leerstehen lassen und generell verranzen! Obdach ist menschenrecht, daraus gewinn zu schlagen is afoch nur oasch.

  16. Ich finde Immobilien gehören nicht in privathände oder dubiose Immobilienhändler. Siehe Bruck an der Leitha – häuser unter 400.000 nie zu finden…

  17. Freut mich, die Gesamtsituation!

    Ich meine, ich hab nicht sehr viel Hoffung in die Intelligenz der Leut, aber der eine oder andere versteht vielleicht die Immosituation als Denkanstoß, wie in der freien Marktwirtschaft halt letztlich 99% abstinken, von denen mindestens 66% fantasieren, aber eh zu “den Reichen” zu gehören und “die Armen” sind doch alles irgendwie Sozialschmarotzer, die ihnen persönlich auf der Tasche liegen würden und an allem Schuld wären.

    Freut mich, dass sich mittlerweile nichtmal mehr Gutverdiener Immos leisten können – viel Hoffnung hab ich ja ned, aber vielleicht wachen doch ein paar auf und hinterfragen die freie Marktwirtschaft.

  18. Ist das nicht was das der Markt von sich regeln sollte? Wenn ich als Immo Eigentümer die Wohnungen nicht wegbekomme senke ich denk Preis, sodass sie auch leistbarer werden?

  19. Swiad Zeit für a KPÖ in der Regierung. In Graz machen sie gute Arbeit. Da die SPÖ in dem Leben wohl nix mehr zambringt sind sie scheinbar die Einzigen die so eine Situation wie in den USA verhindern können.

  20. Mal meine Theorie dazu:
    Die Immobilienblase wird platzen – sofern es nicht ein disruptives Ereignis gibt, dass die Demographie verändern wird – wie z.B ein Durchbruch in der Medizin, eine Flüchtlingsflut oder ein Babyboom.

    Ansonsten wird die aktuelle Boomer / 60+ Bevölkerung, die derzeit sehr viel Wohnraum ihr eigenen nennt, diesen irgendwann vererben.
    Hinzu kommt eine mögliche Änderungen der Geldpolitik – die Zinsen werden steigen, was Immobilienkredite verteuern wird und die Nachfrage bremst.

    Grund für den Boom war der Wohlstand, Medizinischer Fortschritt und die Neigung zur Wohnung ausserhalb des Elternhauses. Der Baubedarf ist immens gewesen, jetzt ist eher die Leistbarkeit ein Problem (Leerstand ist bereits teilweise Realität).

    Weiters spricht auch vermehrt Homeoffice (Abwanderubg aus Ballungsgebieten mit hohen Wohnraumpreisen) für einen fallenden Markt.

    Geht es Demographisch und mit der Bebauung so weiter wird der Baubedarf irgendwann mehr als gedeckt sein und es geht in die andere Richtung – man kann ggf keine Mieter mehr finden – je nach Gegend.

    Dass die Immobilienpreise nicht Fallen, wird nur eintreten, wenn sich die Inflation weiter stark verschärft (kein gegensteuern der EZB) dann geht die Spekulation weiter – oder es kommt und wie oben genannt starke Zuwanderung oder Menschen die länger leben und Wohnraum weiterhin benötigen.

    Wann das ” platzen der Blase ” passiert ist die große Frage – aber ich kann mir vorstellen, dass wir uns bald in einem fallenden Markt wiederfinden könnten – in 2 Jahren vll. Aber: ich bezweifle dass es schnell runter geht. Wird eher so langsam runtertertröpfeln 😆

    Edit: in touristisch attraktiven Regionen könnten halt noch Ausländer die Preise treiben – siehe Tirol/Kitzbühel/nähe München

  21. Ich frage mich, wie der technologische Fortschritt und das Aufkommen des Home-Office die Lage beeinflussen wird. Wenn ich nur einen Tag die Woche ins Büro muss und das Auto eh fast alleine fährt (falls keine Öffis da) dann können viele einfach irgendwo wohnen und die kleinen, halb ausgestorbenen Dörfer langsam wieder besiedeln wo alles billig ist…

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