“Geradeso in Zeit” ^Just ^in ^Time funktioniert nur solange, wie die Lieferketten gut geölt sind. Aber wenn man LKW Fahrer eben tritt und Knechtet dann wird es immer enger.
Neulich ist mein kleiner Spiegel im Badezimmer auseinander gefallen und ich wollte mir einen neuen kaufen. Kein einziger Laden in der unmittelbaren Umgebung hatte einen Kack Schminkspiegel! Und ich wohne schon direkt an der Innenstadt meines Ortes (keine Großstadt aber schon größer). Musste dann wohl oder übel einen im Internet bestellen weil nur dafür setzte ich mich doch nicht 30 min in Auto um nach Hannover rein zu fahren.
Das kann ich nur so bestätigen. Vom Elektrorasierer, über die Heißluftfritteuse bis hin zum Proteinpulver in einem Laden, welcher von der Firma direkt ist… Alles musste ich im Netz bestellen weil es vor ort ein sehr schlechtes Angebot gibt
Der Einzelhandel muss irgendwo die Kosten drücken. Onlinehandel muss keine Ladenfläche und kein Verkaufspersonal stemmen. Das Ungleichgewicht wird auf Dauer dazu führen, dass die Gewinnschere auseinander geht und der Einzelhandel irgendwo sparen muss.
Leider ist der Einzelhandel bereits so “lean” dass man nichts mehr weg trimmen kann, ohne auch das Kerngeschäft zu beeinträchtigen.
Zackbumm nur noch Schnelldreher und Produkte mit großen Margen im Programm. Irgendwann kommst du ins Geschäft, kaufst dir einen Fahrradreifen, aber bekommst dort keine passende Luftpumpe. Die Pumpe hat u viel Platz und zu wenig Gewinn abgeworfen. Aber der Kunde ist verärgert und kommt nicht mehr wieder, da seine Komplementärgüter (Luftpumpe) nicht bekommt. Da kann man ja direkt beides Online bestellen.
Der Händler wirft nun also auch die Fahrradflicken aus dem Sortiment und stellt noch einen weiteren teuren Rennreifen rein.
Abspülen und wiederholen.
Gäbe es etwas, was für den Kunden noch bequemer ist als Onlinehandel, würde es dem Onlinehandel genauso gehen.
Nicht zu vergessen die massiv unterbezahlten und mies gelaunten VerkäuferInnen, überhöhte Preise und das Gefühl das sich in den Läden seit 1983 nichts vom Interieur und Konzept geändert hat. Selber schuld wenn der Einzelhandel draufgeht… schonmal Kaufhäuser in den Niederlanden oder in Dänemark gesehen? Welten unterschied.
Git sortierter Einzelhandel, wenn er funktioniert ist wirklich das beste, was es gibt. Jemand mit Ahnung hat schon eine Vorauswahl getroffen, sodass ich nicht 1000 Produkte anschauen muss, kann mir vor Ort vielleicht noch was dazu sagen, ich kann das Teil direkt mitnehmen und sofort benutzen, absolut mega.
Aber wenn der Einzelhandel diese Vorteile nicht bietet, dann isser halt scheiße.
Ich wollte mir mal fürs Ehrenamt eine Kochgarnitur kaufen. Daß meine Größe nicht vorrätig ist. Geschenkt.
Aber: Den Preis kann ich ihnen am Montag nennen, ich erreiche keinen mehr beim Lieferanten, war schon etwas straff.
Kommt tatsächlich immer wieder vor, dass genau das Produkt, welches ich suche, nicht auf Lager ist.
Da ist dann einfach ein leerer Platz im Regal und auf Nachfrage gibt’s dann auch im Lager nichts mehr.
Erstaunlich, dass mir das immer mal wieder passiert.
Einzelhandel provoziert es aber auch raus. Ich hatte mir lokal (für knapp 30€ mehr als Auflinie) ein PC Gehäuse gekauft welches ich nicht mal ausgepackt habe. Wollte es zurück geben, weil ich mich doch gegen Hochrüstung meines pcs entschieden habe und darauf hin gab es vom Laden nur ein: „also da es vor Ort kein 14 tägiges Rückgaberecht gibt, nehmen wir das nicht zurück“. Musste das dann auf Kleinanzeigen für 70% des auflinie Preises verkaufen. Lektion gelernt.
Ich erinnere mich gern an eine Zeit zurück, in der vor jedem größeren Elektronikgeschäft 1-2 Spielekonsolen aufgebaut waren, an denen man allein oder zu zweit die neusten Spieledemos oder gar vollständige Spiele daddeln konnte. Das war ein gigantischer Kundenmagnet und eine Win-Win-Situation für Kunden und Händler.
Klar, das hätte heutzutage wenig Sinn, aber es gäbe ein Dutzend vergleichbarer Ideen, um Kunden einen Mehrwert gegenüber einem Onlinekauf zu bieten. Rumnörgeln und den Kunden dafür verantwortlich machen, dass er einfach das bessere Angebot wahrnimmt, ist aber natürlich leichter. Auf kurze Sicht. Bis man pleite ist.
Ein online Versandhandel von Waren verschiedener Hersteller an Endkunden ist ebenfalls Einzelhandel.
Das Gegenstück zum Versandhandel ist der stationäre Handel in Ladengeschäften.
Und ja, es wird in Ladengeschäften regelmäßig bevorzugt die Ware angeboten, die sich schnell verkauft, also von der Masse angenommen wird. Kaum ein stationärer Händler kann es sich leisten, Dinge in vielen Geschäften ewig im Regal zu lagern, die kaum nachgefragt werden. Ein Versandhändler kann aber zentral irgendwo im Hinterland selten gefragte Ware lagern und an zig Kunden EU-weit verkaufen.
Das Gegenstück zum Einzelhandel ist nicht der Versandhandel, sondern der Großhandel.
Haben Sie das gerade da? – “Nein” – Können Sie das bestellen? – “Leider gar keine Lust”
Ich möchte ja wirklich gerne mehr offline kaufen, aber es ist manchmal einfach ein Krampf. Ich gebe auch gerne einen Euro mehr aus, aber wenn dann noch es online so wirklich unfassbar viel billiger ist, dann fällt mir es wirklich schwer den lokalen Laden zu supporten. Bspw. Ein Fahrradschlauch oder Reifen kostet im Laden gerne das doppelte wie das gleiche Produkt online.
Wollte mir eine Campingmatratze vom Decathlon bestellen. Vor Ort geschaut, natürlich nicht da. Online bestellt und das Teil kommt in einem Riesengroßen unnötigen Pappkarton obwohl es eh in einer Tragetasche verpackt war. Fühlt sich irgendwie auch scheisse an aber was will man machen.
Ich wollte mal im Einzelhandel ein USB Hub kaufen. War in einem Markt vor Ort und hab dort jemanden gefragt, nachdem ich in den Regalen nichts gefunden hab. Die Verkäuferin hat mich angeschaut, als hätte ich sie auf einer Fremdsprache beleidigt. Hat dann angefangen zu Kichern und gefragt was das ist und ob das sie nicht sicher ist sowas jemals hier gesehen zu haben. Habe ihr mitgeteilt, dass es wohl mal Hubs gab. Da immer noch das Preisschild hängt. Fazit; Das Teil gab es nicht auf Lager und man musste es extra bestellen, ABER die bestellen nur einmal in der Woche und das Mittwoch. Es war Donnerstag. Hab dann bei Amazon bestellt.
Irgendwo geht den Leuten bei sowas auch das Verständnis aus. Ich hab kein Problem damit ein paar Euro mehr zu zahlen, vor allem wenn ich ein Produkt sofort brauche. Aber in vielen Läden braucht man keinen Service mehr erwarten und bevor ich jemandem die Welt erkläre, frage ich lieber ein paar Fremde im Internet und bestelle gewisse Sachen einfach gleich Online.
Alles was ich besitze ist zu 99% von Amazon und 1% von anderen Onlineshops. Wenn du im Amazon-Marketplace kaufst, unterstützt du ja auch andere Unternehmen, die unbekannt sind, nicht in der Nähe und/oder keinen eigenen Onlineshop haben. Aber ich setz mich sicher nicht ins Auto und bezahle mit Zeit, Stau, Stress, Verschleiß, Parkgebühren, Spritkosten und Gedränge durch Menschenmassen um dann im MediaMarkt die Auswahl aus 10 schlechten Laptops zu haben, weil das Regal nicht mehr Platz hat, anstatt von tausenden die ich dazu noch nach Preis, Farbe, Speicher etc filtern kann
Naja
Es gibt halt guten und schlechten Einzelhandel. Und ein gut Sortiertes Fachgeschäft mit Personal das Ahnung hat ist mir tausend mal lieber als jeder online Store.
Außerdem wird es den Einzelhändlern teilweise aktiv schwer gemacht. Ich arbeite Seit einiger Zeit in eine kleinen Fachladen für Musikinstrumente. Da ist es so das einige Hersteller uns garnicht erst beliefern wollen weil wir zu wenig Ihrer Pordukte verkaufen. Die gehen lieber zu Thoman (Quasi Amazon für Musiker) denn die nehmen das Produkt direkt Hundert oder Tausendfach.
Oder wenn sie dir Zeug andrehen wollen, was überhaupt nicht ist was du wolltest, weil das halt da ist.
Hab hier drei verschiedene Läden mit Wolle und Häkelnadeln abgeklappert, alle diverse Angebote für Nadeln in Stärke 4 oder größer, aber keiner eine in Größe 2 oder kleiner, wie ich sie gebraucht hätte, obwohl die sogar teilweise Garn in der Größe anbieten.
Kapitalismus tut Kapitalismus Dinge und Menschen die alles ausser Kapitalismus als Träumerei und Utopie bezeichnen sind ausser Rand und Band.
Wenn ihr mit mir den Kapitalismus abschaffen wollt sagt bescheid, aber wenn nicht dann haltet euren Mund wenn Kapitalismus Dinge geschehen.
Ich wünschte ich könnte lokal Elektronik Bauteile kaufen, leider gibt es sowas wie einen radioshak in Deutschland nicht. Auch der baumarkt ist ein absoluter Witz. Will ich 5 Schrauben im Netz bestellen? Nein! Hat der lokale baumarkt eine ausreichende Auswahl? Nein!
Ich brauche aktuell einen Verbindungsstecker mit dem ich 2 Ethernet Kabel verbinden kann. Auf Amazon gibt es die in günstig erst im 3er Pack für 6€ oder so, Lieferung muss sich ja auch lohnen also verständlich. Aber mein Büro liegt direkt gegenüber vom lokalen Media Markt, also schnell rüber und mal gucken was es da kostet. Gibt es nicht. Das ist ein winziges Plastikteil, die brauchen echt keinen Lagerplatz und könnte da in einem grabbeltisch liegen. Aber wieder einmal ist Media Markt keine Option. Die haben damals aber natürlich kleine Läden die sowas noch in irgendeiner Schublade hätten verdrängt, also ist das auch keine Option. Aber Handyhüllen für 100 Modelle in 100 Farben hätte ich kriegen können.
Das einzige an Einzelhandel was mich jedesmal zufrieden macht sind Brettspielläden. Die beiden die ich ab und an besuche sind zwar ca. 10% teurer als Amazon aber ich kann hingehen, sagen welche Spiele ich aktuell gerne spiele und bekomme etwas in die Richtung in die Hand inklusive Erklärung warum das was für mich sein könnte. Das ist mir den Aufpreis wert.
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“Geradeso in Zeit” ^Just ^in ^Time funktioniert nur solange, wie die Lieferketten gut geölt sind. Aber wenn man LKW Fahrer eben tritt und Knechtet dann wird es immer enger.
Neulich ist mein kleiner Spiegel im Badezimmer auseinander gefallen und ich wollte mir einen neuen kaufen. Kein einziger Laden in der unmittelbaren Umgebung hatte einen Kack Schminkspiegel! Und ich wohne schon direkt an der Innenstadt meines Ortes (keine Großstadt aber schon größer). Musste dann wohl oder übel einen im Internet bestellen weil nur dafür setzte ich mich doch nicht 30 min in Auto um nach Hannover rein zu fahren.
Das kann ich nur so bestätigen. Vom Elektrorasierer, über die Heißluftfritteuse bis hin zum Proteinpulver in einem Laden, welcher von der Firma direkt ist… Alles musste ich im Netz bestellen weil es vor ort ein sehr schlechtes Angebot gibt
Der Einzelhandel muss irgendwo die Kosten drücken. Onlinehandel muss keine Ladenfläche und kein Verkaufspersonal stemmen. Das Ungleichgewicht wird auf Dauer dazu führen, dass die Gewinnschere auseinander geht und der Einzelhandel irgendwo sparen muss.
Leider ist der Einzelhandel bereits so “lean” dass man nichts mehr weg trimmen kann, ohne auch das Kerngeschäft zu beeinträchtigen.
Zackbumm nur noch Schnelldreher und Produkte mit großen Margen im Programm. Irgendwann kommst du ins Geschäft, kaufst dir einen Fahrradreifen, aber bekommst dort keine passende Luftpumpe. Die Pumpe hat u viel Platz und zu wenig Gewinn abgeworfen. Aber der Kunde ist verärgert und kommt nicht mehr wieder, da seine Komplementärgüter (Luftpumpe) nicht bekommt. Da kann man ja direkt beides Online bestellen.
Der Händler wirft nun also auch die Fahrradflicken aus dem Sortiment und stellt noch einen weiteren teuren Rennreifen rein.
Abspülen und wiederholen.
Gäbe es etwas, was für den Kunden noch bequemer ist als Onlinehandel, würde es dem Onlinehandel genauso gehen.
Nicht zu vergessen die massiv unterbezahlten und mies gelaunten VerkäuferInnen, überhöhte Preise und das Gefühl das sich in den Läden seit 1983 nichts vom Interieur und Konzept geändert hat. Selber schuld wenn der Einzelhandel draufgeht… schonmal Kaufhäuser in den Niederlanden oder in Dänemark gesehen? Welten unterschied.
Git sortierter Einzelhandel, wenn er funktioniert ist wirklich das beste, was es gibt. Jemand mit Ahnung hat schon eine Vorauswahl getroffen, sodass ich nicht 1000 Produkte anschauen muss, kann mir vor Ort vielleicht noch was dazu sagen, ich kann das Teil direkt mitnehmen und sofort benutzen, absolut mega.
Aber wenn der Einzelhandel diese Vorteile nicht bietet, dann isser halt scheiße.
Ich wollte mir mal fürs Ehrenamt eine Kochgarnitur kaufen. Daß meine Größe nicht vorrätig ist. Geschenkt.
Aber: Den Preis kann ich ihnen am Montag nennen, ich erreiche keinen mehr beim Lieferanten, war schon etwas straff.
Kommt tatsächlich immer wieder vor, dass genau das Produkt, welches ich suche, nicht auf Lager ist.
Da ist dann einfach ein leerer Platz im Regal und auf Nachfrage gibt’s dann auch im Lager nichts mehr.
Erstaunlich, dass mir das immer mal wieder passiert.
Einzelhandel provoziert es aber auch raus. Ich hatte mir lokal (für knapp 30€ mehr als Auflinie) ein PC Gehäuse gekauft welches ich nicht mal ausgepackt habe. Wollte es zurück geben, weil ich mich doch gegen Hochrüstung meines pcs entschieden habe und darauf hin gab es vom Laden nur ein: „also da es vor Ort kein 14 tägiges Rückgaberecht gibt, nehmen wir das nicht zurück“. Musste das dann auf Kleinanzeigen für 70% des auflinie Preises verkaufen. Lektion gelernt.
Ich erinnere mich gern an eine Zeit zurück, in der vor jedem größeren Elektronikgeschäft 1-2 Spielekonsolen aufgebaut waren, an denen man allein oder zu zweit die neusten Spieledemos oder gar vollständige Spiele daddeln konnte. Das war ein gigantischer Kundenmagnet und eine Win-Win-Situation für Kunden und Händler.
Klar, das hätte heutzutage wenig Sinn, aber es gäbe ein Dutzend vergleichbarer Ideen, um Kunden einen Mehrwert gegenüber einem Onlinekauf zu bieten. Rumnörgeln und den Kunden dafür verantwortlich machen, dass er einfach das bessere Angebot wahrnimmt, ist aber natürlich leichter. Auf kurze Sicht. Bis man pleite ist.
Ein online Versandhandel von Waren verschiedener Hersteller an Endkunden ist ebenfalls Einzelhandel.
Das Gegenstück zum Versandhandel ist der stationäre Handel in Ladengeschäften.
Und ja, es wird in Ladengeschäften regelmäßig bevorzugt die Ware angeboten, die sich schnell verkauft, also von der Masse angenommen wird. Kaum ein stationärer Händler kann es sich leisten, Dinge in vielen Geschäften ewig im Regal zu lagern, die kaum nachgefragt werden. Ein Versandhändler kann aber zentral irgendwo im Hinterland selten gefragte Ware lagern und an zig Kunden EU-weit verkaufen.
Das Gegenstück zum Einzelhandel ist nicht der Versandhandel, sondern der Großhandel.
Haben Sie das gerade da? – “Nein” – Können Sie das bestellen? – “Leider gar keine Lust”
Ich möchte ja wirklich gerne mehr offline kaufen, aber es ist manchmal einfach ein Krampf. Ich gebe auch gerne einen Euro mehr aus, aber wenn dann noch es online so wirklich unfassbar viel billiger ist, dann fällt mir es wirklich schwer den lokalen Laden zu supporten. Bspw. Ein Fahrradschlauch oder Reifen kostet im Laden gerne das doppelte wie das gleiche Produkt online.
Wollte mir eine Campingmatratze vom Decathlon bestellen. Vor Ort geschaut, natürlich nicht da. Online bestellt und das Teil kommt in einem Riesengroßen unnötigen Pappkarton obwohl es eh in einer Tragetasche verpackt war. Fühlt sich irgendwie auch scheisse an aber was will man machen.
Ich wollte mal im Einzelhandel ein USB Hub kaufen. War in einem Markt vor Ort und hab dort jemanden gefragt, nachdem ich in den Regalen nichts gefunden hab. Die Verkäuferin hat mich angeschaut, als hätte ich sie auf einer Fremdsprache beleidigt. Hat dann angefangen zu Kichern und gefragt was das ist und ob das sie nicht sicher ist sowas jemals hier gesehen zu haben. Habe ihr mitgeteilt, dass es wohl mal Hubs gab. Da immer noch das Preisschild hängt. Fazit; Das Teil gab es nicht auf Lager und man musste es extra bestellen, ABER die bestellen nur einmal in der Woche und das Mittwoch. Es war Donnerstag. Hab dann bei Amazon bestellt.
Irgendwo geht den Leuten bei sowas auch das Verständnis aus. Ich hab kein Problem damit ein paar Euro mehr zu zahlen, vor allem wenn ich ein Produkt sofort brauche. Aber in vielen Läden braucht man keinen Service mehr erwarten und bevor ich jemandem die Welt erkläre, frage ich lieber ein paar Fremde im Internet und bestelle gewisse Sachen einfach gleich Online.
Alles was ich besitze ist zu 99% von Amazon und 1% von anderen Onlineshops. Wenn du im Amazon-Marketplace kaufst, unterstützt du ja auch andere Unternehmen, die unbekannt sind, nicht in der Nähe und/oder keinen eigenen Onlineshop haben. Aber ich setz mich sicher nicht ins Auto und bezahle mit Zeit, Stau, Stress, Verschleiß, Parkgebühren, Spritkosten und Gedränge durch Menschenmassen um dann im MediaMarkt die Auswahl aus 10 schlechten Laptops zu haben, weil das Regal nicht mehr Platz hat, anstatt von tausenden die ich dazu noch nach Preis, Farbe, Speicher etc filtern kann
Naja
Es gibt halt guten und schlechten Einzelhandel. Und ein gut Sortiertes Fachgeschäft mit Personal das Ahnung hat ist mir tausend mal lieber als jeder online Store.
Außerdem wird es den Einzelhändlern teilweise aktiv schwer gemacht. Ich arbeite Seit einiger Zeit in eine kleinen Fachladen für Musikinstrumente. Da ist es so das einige Hersteller uns garnicht erst beliefern wollen weil wir zu wenig Ihrer Pordukte verkaufen. Die gehen lieber zu Thoman (Quasi Amazon für Musiker) denn die nehmen das Produkt direkt Hundert oder Tausendfach.
Oder wenn sie dir Zeug andrehen wollen, was überhaupt nicht ist was du wolltest, weil das halt da ist.
Hab hier drei verschiedene Läden mit Wolle und Häkelnadeln abgeklappert, alle diverse Angebote für Nadeln in Stärke 4 oder größer, aber keiner eine in Größe 2 oder kleiner, wie ich sie gebraucht hätte, obwohl die sogar teilweise Garn in der Größe anbieten.
Kapitalismus tut Kapitalismus Dinge und Menschen die alles ausser Kapitalismus als Träumerei und Utopie bezeichnen sind ausser Rand und Band.
Wenn ihr mit mir den Kapitalismus abschaffen wollt sagt bescheid, aber wenn nicht dann haltet euren Mund wenn Kapitalismus Dinge geschehen.
Ich wünschte ich könnte lokal Elektronik Bauteile kaufen, leider gibt es sowas wie einen radioshak in Deutschland nicht. Auch der baumarkt ist ein absoluter Witz. Will ich 5 Schrauben im Netz bestellen? Nein! Hat der lokale baumarkt eine ausreichende Auswahl? Nein!
Ich brauche aktuell einen Verbindungsstecker mit dem ich 2 Ethernet Kabel verbinden kann. Auf Amazon gibt es die in günstig erst im 3er Pack für 6€ oder so, Lieferung muss sich ja auch lohnen also verständlich. Aber mein Büro liegt direkt gegenüber vom lokalen Media Markt, also schnell rüber und mal gucken was es da kostet. Gibt es nicht. Das ist ein winziges Plastikteil, die brauchen echt keinen Lagerplatz und könnte da in einem grabbeltisch liegen. Aber wieder einmal ist Media Markt keine Option. Die haben damals aber natürlich kleine Läden die sowas noch in irgendeiner Schublade hätten verdrängt, also ist das auch keine Option. Aber Handyhüllen für 100 Modelle in 100 Farben hätte ich kriegen können.
Das einzige an Einzelhandel was mich jedesmal zufrieden macht sind Brettspielläden. Die beiden die ich ab und an besuche sind zwar ca. 10% teurer als Amazon aber ich kann hingehen, sagen welche Spiele ich aktuell gerne spiele und bekomme etwas in die Richtung in die Hand inklusive Erklärung warum das was für mich sein könnte. Das ist mir den Aufpreis wert.