Sprachbegabte: ist das eine sinnvolle Wortkombination?
Das wird bald richtig bitter auf dem eh schon mistigen Mietmarkt werden.
Als Hausbesitzer danke ich allen Beteiligten für die Sicherung des langfristigen Werterhalts meiner Immobilie.
Architekt hier: True.
Wir haben gerade 3 kleinere MFH (4-6 Wohneinheiten) auf Eis, weil sich diese nicht rechnen. Alle schon kurz vor oder schon mit genehmigtem Bauantrag. Neubau ist derzeit nicht unter 15€/m2 Kaltmiete realisierbar. Und da reden wir von Einstiegspreisen, nicht high end.
Daher gehe ich davon aus, dass sich die Mieten über die nächsten 10 Jahre da hin bewegen werden (wahrscheinlich sogar schneller).
Hohe Baukosten, hohe Zinsen, wenig Förderung, gestiegene Bürokratie/Anforderungen.
Mit dem Mix dürfte es spannend werden die Neubau Ziele zu erreichen.
An allen kostenseitigen Stellschrauben im Wohnungsbau kann gedreht werden. Sowohl die Planungskosten wie auch die Genehmigungskosten können durch Typengenehmigungen reduziert werden. Die Baulandpreise können reduziert werden, wenn wir endlich mal Bauland an allen Haltestellen des ÖPNVs freigeben, welche wir sowieso als Gemeinschaft finanzieren. An der S-Schönfließ im Berliner Umland werde ich von Feldern begrüßt. An der S-Hochdahl-Millrath bei Düsseldorf steht ein Oberflächenparkplatz vor mir. [Wir fällen großflächig Wälder in Gemeinden wie Fichtenwalde für freistehende Einfamilienhäuser](https://www.reddit.com/r/Stadtplanung/comments/18eypm6/efhsuburbanisierung_im_erweiterten_umland_von/), aber wenn ein Oberflächenparkplatz nachverdichtet werden soll, dann sind die Parkplätze schützenswert. Im Bereich der Baukosten lässt sich bei den Materialkosten wenig verändern. Bei den Personalkosten sind durch den seriellen Wohnungsbau Einsparpotenziale vorhanden.
In keinem der Bereiche schöpfen wir die Einsparpotenziale vollständig aus.
> Denn dass Europas Hauptstädte zu wenig günstige Wohnungen haben, ist schon lange der Fall. Die durchschnittlich steigenden Baugenehmigungen haben daran nichts geändert. Die Lage hat sich eher verschärft.
Dass das Angebot wächst, heißt halt nicht, dass die Nachfrage nicht noch schneller wächst. Jetzt ist höchstens die Frage, ob die Nachfrage aufgrund externer Faktoren unabhängig vom Angebot wächst oder ob es induzierte Nachfrage ist und somit die beste Lösung wäre, überhaupt nichts mehr zu bauen, wie es manche Leute ja in Sachen Verkehrsinfrastruktur für angebracht halten.
Da in Deutschland mehr Menschen sterben als geboren werden, dürften sowohl Miet- als auch Häuserpreise auch schon kurzfristig fallen
I repeat: Bankenkrise incoming 😀
Jahrelang niedrigen Zinsen, aber der Staat hat den Wohnungsbau einfach ignoriert.
Für den sozialen Wohnungsbau hätte der Bund jährlich so viel Geld ausgeben müssen, wie er dem Straßenverkehr zuschießt. Dann hätten wir das Problem nicht.
Das es auch nicht besser wird erkennt man daran das während dieser Krise noch striktere Regulierungen oben drauf gepackt werden – für den Klimaschutz natürlich.
Wann entstehen denn wieder Sulms bei uns?
Und ein paar sitzen auf Bauplätzen als “Wertanlage” die sie Jahrzehnte nicht bebauen. Ihre Vorfahren haben es ja hart erarbeitet, deshalb ist Leerstandsspekulation mit geerbten Bauplätzen wohl in Ordnung 🤔
Bin immer noch der Meinung dass selbst diese Aussage rein was den Wohnungsbau von Staatlicher Seite angeht einfach quatsch ist.
Wenn wir uns anschauen wie viel Geld die Kommunen bzw. Länder und Bund für Wohngeld etc. über dem Mietschnitt zahlen müssen, kann man alleine mit den “Überkosten” schon einiges an Wohnraum bauen, das wird ja auch nicht besser werden wenn der Markt weiter überhitzt.
Alleine deswegen weil Wohnraum immer gebraucht wird, sind selbst erhöhte Kosten für den Staat tragbar, da sich diese über mehrere Dekaden immer einspielen werden und das selbst ohne an vorhandenen Stellschrauben zu drehen.
Machen profitablen Wohnungsbau unmöglich … Aber sollte Wohnungsbau überhaupt profitabel sein müssen?
In Deutschland ist alles eine Krise geworden
Zu. Wenig. Baufläche.
Früher warens die Trabbis, heut sinds die Wohnungen.
Mit ists recht, das wird mein goldenes Ticket raus hier.
Vorbild bei einem vernünftigen Mietmarkt einer Großstadt ist Tokyo.
Eigentlich wäre es doch schlau ne kleine räudige Wohnung irgendwo zu kaufen für 100 k oder so und die dann exorbitant teuer (aber natürlich noch legal) zu vermieten oder? Warum mache ich das nicht?
Tja jetzt wird wohnen ein Luxus den sich nur noch zunehmend reiche leisten können.
Der Markt kann kein Angebot schaffen weil die Nachfrage zu groß ist.
Kaum haste die FDP in der Regierung, und schon wird die Marktwirtschaft knapp.
unattraktiv ist es zudem auch, Mieten ist auf lange Sicht auch viel günstiger, Erhaltung der Substanz liegt in der Verantwortung des Vermieters, Naturkatastrophen kosten auch nur dem Vermieter, am Lebensende braucht man sich dann nicht so sehr um das Erbe kümmern.
Und Ich muss für einen Baukredit keine 2K im Monat zahlen um das Haus in 25 Jahren abzubezahlen. Ich zahle aktuell gerade mal 750,- Kaltmiete für ca. 70m² nach Generalsanierung bzw. Thermische Sanierung.
Bei uns in der Straße wird immer noch sehr enthusiastisch gebaut.
Erst Männer in dunklen Limousinen, dann ein paar osteuropäische Bauarbeiter die 12h durcharbeiten, zack zwei Monate später steht noch ein Haus.
Ich wage einfach mal die Behauptung, dass ein Großteil der steigenden Baukosten von Bauvorschriften kommt, die bei näherer Betrachtung überflüssig oder überhöht sind.
Deutschland braucht ebenfalls eine grundlegende Baurechtsreform und eine Änderung der Bodenpolitik. Es darf nicht sein, dass in Ballungszentren mit hohem Zuwachs die Ausweisung von Neubaugebieten unendlichl langsam vorankommt und man deshalb bereits ca. 50% der Baukosten in das Grundstück stecken muss.
26 comments
Bald^TM platzt endlich die Blase
>zunehmend unmöglich.
Sprachbegabte: ist das eine sinnvolle Wortkombination?
Das wird bald richtig bitter auf dem eh schon mistigen Mietmarkt werden.
Als Hausbesitzer danke ich allen Beteiligten für die Sicherung des langfristigen Werterhalts meiner Immobilie.
Architekt hier: True.
Wir haben gerade 3 kleinere MFH (4-6 Wohneinheiten) auf Eis, weil sich diese nicht rechnen. Alle schon kurz vor oder schon mit genehmigtem Bauantrag. Neubau ist derzeit nicht unter 15€/m2 Kaltmiete realisierbar. Und da reden wir von Einstiegspreisen, nicht high end.
Daher gehe ich davon aus, dass sich die Mieten über die nächsten 10 Jahre da hin bewegen werden (wahrscheinlich sogar schneller).
Hohe Baukosten, hohe Zinsen, wenig Förderung, gestiegene Bürokratie/Anforderungen.
Mit dem Mix dürfte es spannend werden die Neubau Ziele zu erreichen.
An allen kostenseitigen Stellschrauben im Wohnungsbau kann gedreht werden. Sowohl die Planungskosten wie auch die Genehmigungskosten können durch Typengenehmigungen reduziert werden. Die Baulandpreise können reduziert werden, wenn wir endlich mal Bauland an allen Haltestellen des ÖPNVs freigeben, welche wir sowieso als Gemeinschaft finanzieren. An der S-Schönfließ im Berliner Umland werde ich von Feldern begrüßt. An der S-Hochdahl-Millrath bei Düsseldorf steht ein Oberflächenparkplatz vor mir. [Wir fällen großflächig Wälder in Gemeinden wie Fichtenwalde für freistehende Einfamilienhäuser](https://www.reddit.com/r/Stadtplanung/comments/18eypm6/efhsuburbanisierung_im_erweiterten_umland_von/), aber wenn ein Oberflächenparkplatz nachverdichtet werden soll, dann sind die Parkplätze schützenswert. Im Bereich der Baukosten lässt sich bei den Materialkosten wenig verändern. Bei den Personalkosten sind durch den seriellen Wohnungsbau Einsparpotenziale vorhanden.
In keinem der Bereiche schöpfen wir die Einsparpotenziale vollständig aus.
> Denn dass Europas Hauptstädte zu wenig günstige Wohnungen haben, ist schon lange der Fall. Die durchschnittlich steigenden Baugenehmigungen haben daran nichts geändert. Die Lage hat sich eher verschärft.
Dass das Angebot wächst, heißt halt nicht, dass die Nachfrage nicht noch schneller wächst. Jetzt ist höchstens die Frage, ob die Nachfrage aufgrund externer Faktoren unabhängig vom Angebot wächst oder ob es induzierte Nachfrage ist und somit die beste Lösung wäre, überhaupt nichts mehr zu bauen, wie es manche Leute ja in Sachen Verkehrsinfrastruktur für angebracht halten.
Da in Deutschland mehr Menschen sterben als geboren werden, dürften sowohl Miet- als auch Häuserpreise auch schon kurzfristig fallen
I repeat: Bankenkrise incoming 😀
Jahrelang niedrigen Zinsen, aber der Staat hat den Wohnungsbau einfach ignoriert.
Für den sozialen Wohnungsbau hätte der Bund jährlich so viel Geld ausgeben müssen, wie er dem Straßenverkehr zuschießt. Dann hätten wir das Problem nicht.
Das es auch nicht besser wird erkennt man daran das während dieser Krise noch striktere Regulierungen oben drauf gepackt werden – für den Klimaschutz natürlich.
Wann entstehen denn wieder Sulms bei uns?
Und ein paar sitzen auf Bauplätzen als “Wertanlage” die sie Jahrzehnte nicht bebauen. Ihre Vorfahren haben es ja hart erarbeitet, deshalb ist Leerstandsspekulation mit geerbten Bauplätzen wohl in Ordnung 🤔
Bin immer noch der Meinung dass selbst diese Aussage rein was den Wohnungsbau von Staatlicher Seite angeht einfach quatsch ist.
Wenn wir uns anschauen wie viel Geld die Kommunen bzw. Länder und Bund für Wohngeld etc. über dem Mietschnitt zahlen müssen, kann man alleine mit den “Überkosten” schon einiges an Wohnraum bauen, das wird ja auch nicht besser werden wenn der Markt weiter überhitzt.
Alleine deswegen weil Wohnraum immer gebraucht wird, sind selbst erhöhte Kosten für den Staat tragbar, da sich diese über mehrere Dekaden immer einspielen werden und das selbst ohne an vorhandenen Stellschrauben zu drehen.
Machen profitablen Wohnungsbau unmöglich … Aber sollte Wohnungsbau überhaupt profitabel sein müssen?
In Deutschland ist alles eine Krise geworden
Zu. Wenig. Baufläche.
Früher warens die Trabbis, heut sinds die Wohnungen.
Mit ists recht, das wird mein goldenes Ticket raus hier.
Vorbild bei einem vernünftigen Mietmarkt einer Großstadt ist Tokyo.
Eigentlich wäre es doch schlau ne kleine räudige Wohnung irgendwo zu kaufen für 100 k oder so und die dann exorbitant teuer (aber natürlich noch legal) zu vermieten oder? Warum mache ich das nicht?
Tja jetzt wird wohnen ein Luxus den sich nur noch zunehmend reiche leisten können.
Der Markt kann kein Angebot schaffen weil die Nachfrage zu groß ist.
Kaum haste die FDP in der Regierung, und schon wird die Marktwirtschaft knapp.
unattraktiv ist es zudem auch, Mieten ist auf lange Sicht auch viel günstiger, Erhaltung der Substanz liegt in der Verantwortung des Vermieters, Naturkatastrophen kosten auch nur dem Vermieter, am Lebensende braucht man sich dann nicht so sehr um das Erbe kümmern.
Und Ich muss für einen Baukredit keine 2K im Monat zahlen um das Haus in 25 Jahren abzubezahlen. Ich zahle aktuell gerade mal 750,- Kaltmiete für ca. 70m² nach Generalsanierung bzw. Thermische Sanierung.
Bei uns in der Straße wird immer noch sehr enthusiastisch gebaut.
Erst Männer in dunklen Limousinen, dann ein paar osteuropäische Bauarbeiter die 12h durcharbeiten, zack zwei Monate später steht noch ein Haus.
Ich wage einfach mal die Behauptung, dass ein Großteil der steigenden Baukosten von Bauvorschriften kommt, die bei näherer Betrachtung überflüssig oder überhöht sind.
Deutschland braucht ebenfalls eine grundlegende Baurechtsreform und eine Änderung der Bodenpolitik. Es darf nicht sein, dass in Ballungszentren mit hohem Zuwachs die Ausweisung von Neubaugebieten unendlichl langsam vorankommt und man deshalb bereits ca. 50% der Baukosten in das Grundstück stecken muss.