“Ab Mitte des Jahres werden Firmen beginnen, Mitarbeiter zu entlassen”

by ManInNight

9 comments
  1. Bei 750.000 fehlenden Wohnungen, denke ich das muss Satire sein.

  2. > Wir haben im November eine Umfrage unter unseren Mitgliedern gemacht, und da ist das Thema der überbordenden Bürokratie genannt worden – wie lange man für Genehmigungen braucht. Das zweite Thema ist der Fachkräftemangel, der die Firmen in Berlin und Brandenburg umtreibt.

    > Drittes Thema sind die zu geringen Aufträge oder Neuaufträge, die 2023 reingekommen sind, sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor.

    Wie kann man denn gleichzeitig zu viele und zu wenig Leute haben?

    Wieso werden Fachkräfte entlassen, wenn einer der 3 Punkte ein Fachkräftemangel ist?

  3. > Ein weiterer Punkt sind die Genehmigungen nach Straßenrecht. Wenn sie eine Baugenehmigung haben, brauchen sie erneut eine Genehmigung, um einen Bauzaun auf dem Fußweg oder auf der Straße aufzustellen, Bei den sogenannten Genehmigung nach Straßenrecht gibt es überhaupt keine Fristen. Das heißt, die Behörden können die abarbeiten, wie sie gerade Zeit haben oder Personalkapazitäten. Und das führt natürlich dazu, dass wir in Berlin, aber auch in Brandenburg inzwischen bei Genehmigungen Wartezeiten von bis zu einem Jahr haben. 

    Das ist ganz normal und da kann niemand was gegen tun 🙃

  4. Wir haben seit 12 Jahren Wohnungsknappheit mit sehr eindeutiger Prognose. Seit 2 Jahren zeichnet sich on top der massiven Wohnungsknappheit noch extremer Einbruch im Neubau. Und Staat und Gesellschaft schauen zu, ohne ernsthafte Maßnahmen zu treffen. Es gab in den letzten 10 Jahren keine Kehrtwende, keine ambitionierten Reformen, selbst die mittelmäßigen Ziele die wir uns gesetzt haben, wurden verfehlt. Und es scheint niemandem wirklich zu jucken, im Gegenteil, anti-Wohnungsbaurethorik ist ziemlich beliebt.

    Wir haben unsere Misere verdient, leider.

    EDIT: Ich meine, die Sache mit den Entlassungen. Jeder der sich auch nur hobbymäßig mit Wohnungsbau beschäftigt weiß, wie kritisch es ist wenn Arbeitnehmer die Branche einmal verlassen haben. Die kehren nämlich nicht zurück. Und was hat die Bundesregierung gemacht, seitdem absehbar ist, was für ein Einbruch bevorsteht? Ziemlich genau gar nichts. Wir müssten den Leuten Geld in den Arsch blasen, wenns sein muss indem sie das gleiche Haus 10 Mal abreisen und wiederaufbauen, stattdessem: business as usual mit nen Paar marginalen Verbesserungen und ein GEG was vielleicht gar nicht so schlimm ist, aber eine kommunikative Apokalypse war.

  5. Wir sind einfach nur total gefickt. Wir fahren mit Vollgas gegen die Wand. Und diese Wand ist nicht erst seit Gestern da und wir werden auch nicht langsamer.
    Die Probleme denen wir uns schon lang hätten stellen sollen werden immer mehr.
    Langsam wird es hinten höher als vorne.
    Und Monat für Monat wird nur wieder drauf hingewiesen wie ernst die Lage ist und zwar seit Jahren.
    Ich habs schon mal gesagt und ich sags gern wieder. Das is langsam die reinste Shitshow

  6. A) Es findet eine Marktbereinigung unter den Baufirmen statt. Wir hatten bis vor wenigen Jahren noch eine Hochkonjunktur, jeder Dapp konnte Häuser verkaufen
    B) Sehr viele (leider auch oder gerade im Osten) Firmen arbeiten im Modus „Das haben wir immer (seit der Wende) so gemacht“.
    C) Solange alles sehr gut lief, sah man keine Notwendigkeit zu investieren. Wenn es schlecht läuft, will man sein Geld zusammenhalten und investiert nicht…. Da beißt sich die Katze in den Schwanz
    D) Den meisten Firmen fehlt die Sicherheit in dem, was sie tun. Zur Hochkonjunktur war es egal, ob man immer 100% richtig kalkuliert hat oder nicht, man hat sich da nicht drum gekümmert. Und dieses Schätzen, egal ob zu wenig oder zu viel, bricht einigen das Genick.
    E) Aus der Fertighausindustrie hört man schon wieder von gegenläufiger Aufwärtstendenz im Westen und Süden. Auch hier wieder, im Osten dauert es traditionell länger bis es ankommt (ohne Wertung!)
    F) Das klassische EFH ist erstmal im Keller, kleinere MFH sowie Bauen im Bestand sind das Gebot der Stunde. Werden aber auch wieder andere Zeiten kommen.

  7. In den Bauämtern will niemand ein Risiko eingehen, die Angst vor Klagen ist sehr hoch. Daher lieber liegen lassen.

  8. Da haben sich die ganzen neuen Bürogebäude ja richtig gelohnt

  9. Man beachte die anderen Post vom Threadersteller. Hauen alle in die gleiche Kerbe, angereichert mit Habeck Gebashe. Man könnte fast meinen, es steht eine politische Agenda dahinter.

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