Nachdem wir keinen Fernseher mehr haben, wollte ich die Gelegenheit nutzen, einmal so richtig Bekanntschaft mit dem GebührenInkassoService zu machen – und renne direkt auf ein schwarzes Loch zu.

[https://www.gis.at/faq/abmeldung](https://www.gis.at/faq/abmeldung)

Gesagt getan, also das Formular heruntergeladen, ausgefüllt und mit Unterschrift versehen, wieder gespeichert und per eMail an die angegebene Adresse verschickt. Unmittelbar darauf kam eine Antwortmail mit dem Betreff “[Dies ist eine automatisch generierte Antwort. Bitte hierauf nicht antworten]”, Absender [kundenservice@gis.at](mailto:kundenservice@gis.at), wo sich dann bei mir die Frage stellt, ob die Adresse ein totest Postfach ist oder mein Anliiegen einfach nur im Mistkübel landet, denn “Aufgrund einer technischen Umstellung kann es derzeit bei der Bearbeitung Ihres Anliegens zu Verzögerungen kommen.” hört sich nicht tatsächlich nach “Wir haben Ihre Abmeldung erhalten” an.

Ich hege also den Verdacht, dass “Die Gebührenpflicht erlischt frühestens mit Ende jenes Monats, in dem Ihre [Abmeldung](https://www.gis.at/fileadmin/user_upload/Documents/Abmeldung_.pdf) bei der GIS einlangt” dahingehend interpretiert wird, dass die Abmeldung nicht eingelangt ist.

Absolut identische Antwortmail kam auch zu meinem Widerruf des SEPA Mandats, ebenso auf eine erneute Mail mit der Abmeldung als PDF im Anhang.

In allen Fällen wurde weder der Betreff der gesendeten Mails zitiert, noch irgendein tasächlicher Bezug zu meiner Teilnehmernummer hergestellt.

Nun gut. Ich harre jetzt mal der Dinge, aber meine Vermutung ist, dass nochmaliges Senden wieder das gleiche Ergebnis zeitigt, die Gebühren wie üblich im März versucht werden, vom Konto eingezogen zu werden und der SEPA-Mandatswiderruf ignoriert wird. Meiner Bank werde ich die Mail mit dem Widerruf vorlegen und den Einzug rückgängig machen.

Woraufhin ich garantiert Post von einem Inkassoservice bekommen werde, dem wohl ein persönlicher Besuch mit der Aufforderung, gefälligst in die Wohnung gelassen zu werden, vorausgehen wird.

Die GIS ist tatsächlich genau der Drecksverein, wie er immer dargestellt wird.

Überraschtes Pikachu-Face.

8 comments
  1. Dauert bei mir immer mindestens einen Monat. Ich retournier den RSb immer per E-Mail und krieg die gleiche Nachricht, ein paar Wochen später meldet sich dann ein echter Mitarbeiter und bestätigt mir den Erhalt.

  2. Ungefähr ein Jahr nach meiner Abmeldung hab ich mal einen Anruf bekommen, die nette Dame von der GIS meint: “Da muss man sich einmal im Jahr davon befreien, das gilt nicht dauerhaft”

    Ahh alles klar, hab sie dann nach ein paar Minuten diskutieren weggedrückt. Das war jetzt ca. 5 Jahre her. In der Zwischenzeit war nur einmal persönlich jemand vor Ort. Zum Glück war ich net daheim…

    Die probierens immer wieder, einfach ignorieren oder wenn soeinen mal im Haus hast gleich hamdrahn

  3. Ist mir auch so gegangen – hab ihnen die Meldung von 2017 nochmal geschickt mit der Aufforderung, die Abmeldung zu bestätigen und den RSb Brief eingeschrieben beantwortet. Mal schaun, wann die Antwort auf die Email kommt ^^

  4. Dabei ginge es so einfach. Läuft eh alles digital. Einfach ein Monatsabbo verlangen, wie es die Streamingdienste ja auch machen, und fertig. Wer nicht zahlt hat keinen Zugang. wäre für mich als Auslandsösterreicher dann auch interessant weil jetzt kann ich in der Mediathek ca 80% der Angebote nicht einmal sehen weils für ausländische IPs gesperrt sind.

    Edit: oder gleich via Steuern abziehen- so machens es in Schweden.

  5. Unpopuläre Meinung: Nachdem ORF Inhalte auch über’s Internet abrufbar sind, sollten internetfähige Geräte auch zu den Empfangsgeräten, Fernseher+Radio, zählen.

    Im Ausgleich dafür das Streamingangebot in der TVthek ausbauen und dann is die ständige Diskussion ums GIS-Abmelden beendet.

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