Zu dick für die Amtsärzte: Brandenburg verbeamtet Lehrkräfte, die in Berlin abgelehnt wurden

by PoroBraum

4 comments
  1. Ist dieser extreme Fokus auf die körperliche Gesundheit bei Verbeamtungen überhaupt noch zeitgemäß? Gleichzeitig legt man doch angeblich so wahnsinnig hohen Wert auf Gleichstellung und Antidiskriminierung, auch und besonders in Berlin. Oder begnügt man sich da mit Lipoenbekenntnissen, die so lange richtig und wichtig sind, bis sie etwas kosten (könnten)? 

    EDIT: Bitte meinen Post nicht missverstehen – ich finde, dass wir bei Antidiskriminierung usw. grundsätzlich auf dem richtigen Weg sind; auch das Anliegen will ich überhaupt nicht schmälern. Ich verstehe nur nicht, warum das ausgerechnet bei Beamtenwärter*innen explizit so ausgehebelt wird. Ich sollte es als “normaler” Arbeitgeber einmal wagen, eine*n Bewerber*in abzulehnen mit dem Argument “zu fett” (oder ähnliches) – da wäre ganz schnell (und völlig mit Recht) eine Klage nach AGG im Briefkasten.

  2. Ist schon sinnvoll.

    Beamte haben eh schon viel viel viel mehr Krankheitstage als normale Angestellte und der Staat muss nun mal bis zu ihrem Lebensende für sie aufkommen.

    Eine gewisse Prüfung im Voraus macht da definitiv Sinn, da Beamte anschließend eh völlige Narrenfreiheit haben.

    Den deutschen Beamtenstatus sollte es in der Form eh nicht geben, da kann man zumindest vorher auf Menschen filtern, die halbwegs auf ihre Gesundheit achten.

  3. Ich stelle einfach mal [das hier](https://www.ardmediathek.de/video/reschke-fernsehen/fatshaming-war-gestern-diskriminierung-einfach-wegspritzen/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLm5kci5kZS80ODY3XzIwMjQtMDItMDgtMjMtMzU) in den Raum. In der Folge argumentieren nicht wenige Ärzte (und Andere), dass dick sein nicht unbedingt durch die Dicken selbst verschuldet ist.

    [Dieser Berliner Amtsarzt](https://www.spiegel.de/start/verbeamtung-luegen-ist-keine-gute-idee-a-a831c315-902f-4ee1-8f3d-81056052ae57) wiederum berichtete 2022, es gäbe keine starren Kriterien zur Beurteilung mehr. Es scheint mir dennoch so, als würde Dicksein als einfach sichtbarer Makel schärfer be- und verurteilt als diverse andere gesundheitliche Probleme.

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