Bin selber Autofahrer. Immer noch zu billig. Unter 1€ fürs Parkten pro Tag im Jahr. Wow
Finde ich gut. Mir war sowieso noch nie klar warum der Azubi mitm Clio so viel fürs Parken zahlen muss wie der Chef mit nem Q7.
Aber der Preis ist immernoch sehr günstig.
Sehr gut, dass man sich hier mal am echten Problem Fläche orientiert und nicht über Ideologie behaftete non-issues wie Gewicht oder Bauform an die Sache herangeht.
Ja klar ist noch zu günstig, aber schon mal ein Schritt in die Richtige Richtung, wo man hier ja selbst den ADAC und damit eine große Lobby überzeugen kann.
Irgendwo muss man anfangen und ein Anstieg von jetzigen 30,79 zu mit unter 196,23€ sind schon Erhöhung um eben bis zu fast 640% das ist nicht ohne, wenn man aber erstmal ein System hat was funktioniert und akzeptiert wird, kann man die Preise immer noch anpassen. Auch die Begründung das man mit dem Ausweis keinen Garantierten Platz hat, finde ich relevant in der Berechnung auch wenn ich die Grundgebühr eben für zu niedrig halte mit nicht mal 50ct pro Woche.
Gute Idee, ohne Dramatisierung, gerne mehr davon in Zukunft.
Linear zur Fläche ist unfair. Die Größe und insbesondere die Breite muss überproportional berücksichtigt werden.
(Grundgebühr × B × L)^(1 + (B – 1,6 m)^)
-> Smart Fourtwo: 140 €
-> BMW X6: 2.319 €
-> Ford F-150: 48.711 €
Was mich als Betroffene da eher nervt, ist, dass der ÖPNV in der Stadt leider der letzte Rotz ist und auch kein bisschen fahrradfreundlich. Besserung ist nicht in Sicht. Wenn ich am Wochenende meine Eltern besuchen wollte gibt es Stadtteile (!), die von Bussen alle zwei Stunden angefahren werden.
Genauso beschissen ist das Amwohnerparken in der Altstadt. Alles ist voll mit Touris, aber kontrolliert, ob Nicht-Anwohner auf Anwohnerplätzen stehen wird auch kaum und da hat die Stadt leider verlauten lassen, dass das nicht zu verbessern sei, man habe ja kein Personal.
Und selber das Ordnungsamt rufen geht auch manchmal nicht, wenn die Anwohnerparkplätze in einer einspurigen Einbahnstraße sind. Soll ich dann warten bis das Ordnungsamt da war und hinter mir alles anstauen lassen?
Weniger als einen Euro pro Tag ist immer noch sehr fair, aber alles andere an der Entscheidung kotzt mich an. Ich bin leider berufsbedingt auch aufs Auto angewiesen und kann da auch erst einmal nichts dran ändern.
Ich weiß nicht, ob das wirklich die richtige Anreizstruktur ist. Wer ein mehrere zehntausend Euro teures Gefährt kauft, der wird sich nicht von solchen doch minimalen Unterschieden in den Parkgebühren abschrecken lassen. Um beim Beispiel aus dem Artikel zu bleiben: Ich glaube nicht, dass sich jemand, der Interesse an einem VW Tiguan hat, sich dann aufgrund der 92€/Jahr günstigeren Parkgebühren für einen Smart entscheidet. Dafür ist der Unterschied dann noch zu gering – und selbst, wenn er höher wäre, würde ich einen kompletten Bann von übergroßen Autos bevorzugen, denn es gibt halt irgendwie keine logische Begründung, dass Reiche dann trotzdem alles mit dicken Karren zuparken dürfen.
Vor dem Hintergrund, dass ein einzelner Parkplatz die Kommune jährlich im Schnitt zwischen 3500 und 5000 EUR kostet*, ist eine adäquate Kostenbeteiligung der Verursacher dringend notwendig. Wir als Allgemeinheit subventionieren bei einem Betrag von 200 EUR immer noch ca 4000 EUR, also 20 mal soviel wie der direkte Verursacher. *(Quelle: Jung & naiv, #683 mit Mobilitätsforscher Andreas Knie — auch insgesamt eine super spannende Folge!)
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Bin selber Autofahrer. Immer noch zu billig. Unter 1€ fürs Parkten pro Tag im Jahr. Wow
Finde ich gut. Mir war sowieso noch nie klar warum der Azubi mitm Clio so viel fürs Parken zahlen muss wie der Chef mit nem Q7.
Aber der Preis ist immernoch sehr günstig.
Sehr gut, dass man sich hier mal am echten Problem Fläche orientiert und nicht über Ideologie behaftete non-issues wie Gewicht oder Bauform an die Sache herangeht.
Ja klar ist noch zu günstig, aber schon mal ein Schritt in die Richtige Richtung, wo man hier ja selbst den ADAC und damit eine große Lobby überzeugen kann.
Irgendwo muss man anfangen und ein Anstieg von jetzigen 30,79 zu mit unter 196,23€ sind schon Erhöhung um eben bis zu fast 640% das ist nicht ohne, wenn man aber erstmal ein System hat was funktioniert und akzeptiert wird, kann man die Preise immer noch anpassen. Auch die Begründung das man mit dem Ausweis keinen Garantierten Platz hat, finde ich relevant in der Berechnung auch wenn ich die Grundgebühr eben für zu niedrig halte mit nicht mal 50ct pro Woche.
Gute Idee, ohne Dramatisierung, gerne mehr davon in Zukunft.
Linear zur Fläche ist unfair. Die Größe und insbesondere die Breite muss überproportional berücksichtigt werden.
(Grundgebühr × B × L)^(1 + (B – 1,6 m)^)
-> Smart Fourtwo: 140 €
-> BMW X6: 2.319 €
-> Ford F-150: 48.711 €
Was mich als Betroffene da eher nervt, ist, dass der ÖPNV in der Stadt leider der letzte Rotz ist und auch kein bisschen fahrradfreundlich. Besserung ist nicht in Sicht. Wenn ich am Wochenende meine Eltern besuchen wollte gibt es Stadtteile (!), die von Bussen alle zwei Stunden angefahren werden.
Genauso beschissen ist das Amwohnerparken in der Altstadt. Alles ist voll mit Touris, aber kontrolliert, ob Nicht-Anwohner auf Anwohnerplätzen stehen wird auch kaum und da hat die Stadt leider verlauten lassen, dass das nicht zu verbessern sei, man habe ja kein Personal.
Und selber das Ordnungsamt rufen geht auch manchmal nicht, wenn die Anwohnerparkplätze in einer einspurigen Einbahnstraße sind. Soll ich dann warten bis das Ordnungsamt da war und hinter mir alles anstauen lassen?
Weniger als einen Euro pro Tag ist immer noch sehr fair, aber alles andere an der Entscheidung kotzt mich an. Ich bin leider berufsbedingt auch aufs Auto angewiesen und kann da auch erst einmal nichts dran ändern.
Ich weiß nicht, ob das wirklich die richtige Anreizstruktur ist. Wer ein mehrere zehntausend Euro teures Gefährt kauft, der wird sich nicht von solchen doch minimalen Unterschieden in den Parkgebühren abschrecken lassen. Um beim Beispiel aus dem Artikel zu bleiben: Ich glaube nicht, dass sich jemand, der Interesse an einem VW Tiguan hat, sich dann aufgrund der 92€/Jahr günstigeren Parkgebühren für einen Smart entscheidet. Dafür ist der Unterschied dann noch zu gering – und selbst, wenn er höher wäre, würde ich einen kompletten Bann von übergroßen Autos bevorzugen, denn es gibt halt irgendwie keine logische Begründung, dass Reiche dann trotzdem alles mit dicken Karren zuparken dürfen.
Vor dem Hintergrund, dass ein einzelner Parkplatz die Kommune jährlich im Schnitt zwischen 3500 und 5000 EUR kostet*, ist eine adäquate Kostenbeteiligung der Verursacher dringend notwendig. Wir als Allgemeinheit subventionieren bei einem Betrag von 200 EUR immer noch ca 4000 EUR, also 20 mal soviel wie der direkte Verursacher. *(Quelle: Jung & naiv, #683 mit Mobilitätsforscher Andreas Knie — auch insgesamt eine super spannende Folge!)