
Am Freitag Nachmittag wollten einige Kollegen und ich einen TV-Artikel zum OGH Urteil gegen Besitzstörungsklagen für “Falschparker” ansehen. Vorher wurde jedoch noch [ein Interview](https://tvthek.orf.at/profile/Studio-2/13890037/Studio-2-vom-23-02-2024/14214826) mit der Juristin “Oksana Stavrou” gesendet, dass mir ein bisschen sauer aufstößt. Die Dame wurde schon letztes Jahr zum Ukraine Krieg interviewt.
>Am Samstag jährt sich der Krieg in der Ukraine zum zweiten Mal. Oksana Stavrou spricht unter anderem wie es ihr in den zwei Jahren ergangen ist und wie sie dieser erlebt hat.
An und für sich ein gutes Interview und ich war wirklich beeindruckt, wie gut sie deutsch gesprochen hat. Bis dann unten eingeblendet wird, dass die Dame **seit 2003 in Österreich lebt.** 21 Jahre lebt sie in Österreich – und dann wird **SIE** interviewt, wie es **IHR** in den 2 Jahren ergangen ist? WTF? Nicht das Leute interviewt werden, die wirklich geflüchtet sind und sich ein Leben hier aufbauen müssen – nein, eine Juristin wird eingeladen, damit sie über ihre Eindrücke, ihre Spendenaufrufe und geschriebenen Artikel und Bücher sprechen kann. Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich über diese Scheinheiligkeit kotzen möchte.
by UncaBear
5 comments
Orge gschicht, danke, dass du uns an deinem Ärger teilhaben hast lassen.
Vermutlich ist der Krieg für sie sogar richtig profitabel, wenn sie auf ihrer Webseite schreibt:
*Publizistik*
*Ukraine Expertise*
*Russland Krieg*
Das Interview beginnt buchstäblich mit den Worten, dass die Dame seit 2003 in Österreich lebt.
Bitte nur authentische Kriegsopfer in meinem Fernsehen. Wenn Sie nicht mindestens 2 enge Familienmitglieder verloren haben, sind Sie hier falsch. Und bitte schön arm aussehen fürs Interview und am besten vor der Kamera zu weinen beginnen!
Glaubst du nicht, dass die meisten geflüchteten Leute einfach nur weg vom Krieg wollen, und kein Interesse an Fernseh-Auftritten haben?
ich kenne mehrere Ukrainer hier in Österreich, die fast täglich mit der Verwandtschaft in der Ukraine in Kontakt ist……wenn nicht gerade die zivile Infrastruktur in deren Städten angegriffen wird.
Ich denke, diese Frau wird sehr wohl was zu berichten haben, wie es jetzt gerade ihren Landsleuten geht.
So nebenbei erwähnt, kaum ein geflüchteter Ukrainer will sich hier ein Leben aufbauen, weil die alle zurück in ihre Heimat wollen.
Ich würde nicht in einem Land auf Dauer leben wollen, wo so rechte Gartenzwerge sich für einen Freundschaftsvertrag mit dem ruzzischen Angreifern kaufen lassen.
Mir würde wohl täglich das Kotzen kommen, wenn ich da als ukr. Flüchtling einen Herbert Kickl von Patriotismus schwatzen hören würde oder wenn ich schon das schwarze Giebelkreuz auf gelben Grund irgendwo auf einer Bankfiliale sehen würde.