Bayern kürzt Kunst- und Musikstunden – aber nicht Religion

by HalloHerrNoob

26 comments
  1. 3 Stunden pro Woche Religionsunterricht. 3 Stunden?!! Lernen die da die Bibel auswendig oder wofür brauch man so viel Stunden? Das ist ja fast mehr als ich damals in der Sekte, wo ich aufgewachsen bin, an Gottesdiensten pro Woche mitmachen musste, wtf

  2. >Musikalische Bildung öffne Herz und Geist für das Miteinander und für die Auseinandersetzung mit den Ungewissheiten unserer Zeit: »Denn Musik erreicht den Menschen in einer beispiellosen Breite und Tiefe – Söder und seine Bildungsministerin offenbar nicht.« Wer die Musik so ins Abseits stelle, werde seiner politischen Verantwortung nicht gerecht »und versündigt sich an der Zukunft unserer Kinder«.

    Mal losgelöst vom vorliegenden Fall: Wer hatte den richtigen Musikunterricht in der 3. udn 4. Klasse? Bei uns haben alle (also 2) Musiklehrer mit jeder einzelnen Klasse nichts weiter gemacht als Blockflötenunterricht, die komplette Grundschule lang, selbst am Gymnasium gabs einen Lehrer der von der 5. bis zur 7. nichts anderes mit seinen Schülern gemacht hat. Das hat bei insofern das Herz für Miteinander geöffnet, das wir alle gemeinsam den Musikunterricht gehasst haben und ich vermute das der gute Herr eine sehr romantisierte Sicht auf den tatsächlichen Musikunterricht hat.

  3. Ach der bayrische Religionsunterricht. Sagen sie da den Mädchen immer noch, dass sie Schlampen sind, wenn sie die Pille nehmen? Für sowas muss natürlich genügend Zeit eingeplant werden.

  4. Leute die verwundert sind sollten sich mal den ersten Artikel des bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen durchlesen.

    >(1) Die Schulen haben den in der Verfassung verankerten Bildungs- und Erziehungsauftrag zu verwirklichen. Sie sollen Wissen und Können vermitteln sowie Geist und Körper, Herz und Charakter bilden. **Oberste Bildungsziele sind Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung**, vor der Würde des Menschen und vor der Gleichberechtigung von Männern und Frauen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft, Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur, Umwelt, Artenschutz und Artenvielfalt. Die Schülerinnen und Schüler sind im Geist der Demokratie, in der Liebe zur bayerischen Heimat und zum deutschen Volk und im Sinn der Völkerversöhnung zu erziehen.

    https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayEUG/true

  5. Wenn die Kinder nicht frühzeitig indoktriniert werden sterben sonst ja auch die Unions Wähler aus.

  6. Je weniger Spaß die Kinder in der Schule haben, desto besser lernen sie, wissen wir doch alle.

  7. Also nur mal so nebenbei, ich betrachte mich als eher konservativ und bin auch Bayer, aber in letzter Zeit schäme ich mich nahezu täglich, für den Södolf und seine Entourage in Grund und Boden. 🤦‍♂️

  8. Laut Artikel sollen mehr Stunden bei Detusch und Mathe hinzukommen, deswegen muss bei anderen Fächern was weggestrichen werden. Was mich überracht ist dass eventuall auch Englisch verkürzt wird. Bei uns in der Grundschule gab es dieses Fach noch nicht, das kam erst mit dem Gymnasium.

  9. Sind die Kinder dümmer geworden oder der Unterricht schlechter? Mangelt es gar an etwas? Trägt jemand die Verantwortung?

    Egal, noch etwas mehr dünngestreckter Mathe- und Deutschunterricht wird sie schon zum Lernen motivieren.

  10. Meiner Meinung nach ist es generell Quatsch Religionsunterricht an Schulen zu haben.
    Ethik für jeden fände ich erheblich sinnvoller.
    Und da war doch was von wegen Trennung von Kirche und Staat, Schulen sind staatlich, also hat Religion dort absolut gar nichts verloren.
    Noch schlimmer fand ich’s zu meiner Schulzeit.
    Da der Kreis in dem ich zur Schule gegangen bin erzkatholisch ist, mussten selbst wir Nicht-Religiösen gezwungenermaßen zu einzelnen Gottesdiensten im Jahr.
    Und das sieht wahrscheinlich in Bayern nicht anders aus.

    Wie man in einer modernen Welt überhaupt noch so einen Bullshit wie Religionen praktizieren kann erschließt sich mir schon nicht, aber lasst den Quatsch doch zumindest an STAATLICHEN Schulen.

  11. Wozu der ganze Schmarrn mit Musik, Kunst, Ethik, Geschichte, das braucht man doch eh nicht? Kinder müssen frühzeitig für die Arbeitswelt klar gemacht werden, und nur dazu ist die Schule da.

    /s aber ich kenne Leute die tatsächlich so denken, und es graust mir.

  12. Oh ich finde Kreativität wird schon soderso viel zu wenig gefördert. Tatsächlich relativ interessant, bei uns haben ukrainische Kinder aus dem Kriegsgebiet eine kleine Kunstausstellung aufgestellt und wie gut die Bilder sind ist wirklich faszinierend. Bei uns konnte zu Schulzeiten maximal einer zeichnen. Dort sieht jedes Bild absolut gut aus. Finde es enorm traurig wie wenig auf Kreativität gesetzt wird und das in Deutschland wo historisch gesehen gute Künstler hervorgebracht hat. Kreativität ist so wichtig.

  13. Bayern ist mehr Ungarn als Deutschland. Der irre Mini-Diktator dreht so langsam völlig durch.

  14. Offen gesagt finde ich das als jemand, der in Bayern Abitur gemacht und nicht religiös ist die richtige Entscheidung.

    Religionsunterricht war in sinnvolle kulturelle Bildung, in der Mittelstufe vor Allem über alle wichtigen Weltreligionen, in der Oberstufe über philosophische und ähnliche Grundfragen.

    Kunst und Musik war ab später Mittelstufe ziemlich unnötige Spezialthemen undfür mich unangenehme Praxis, beides für mich neben Sport die unwichtigsten Fächer.

    Bei all der, ich möchte schon fast sagen Hetzte, hier in den Kommentaren, Religionunterischt wäre christliche Schulung bis Indoktrination merkt man klar, dass die Personen nicht in Bayern zur Schule gegangen sind.

    Vielleicht hatte ich aber auch immer nur gute/die richtigen Lehrer.

    Edit: war übrigens in evangelischer Religionslehre, ich weiß nicht wie dass bei den Katholen ist.

  15. Finde ich nicht so schlimm. Wir hatten einen ziemlich coolen Lehrer in Ethik und das waren mit die spannendesten Stunden.

    Während wir in der 5ten nicht mal eine Klasse im Ethikunterricht waren, waren es schon 3 (von insgesamt 5) in der Oberstufe.

  16. Sieht wohl so aus, als haben sie Angst davor, dass ihnen die Wähler in Zukunft wegsterben. Oder liegt es wohl mehr daran, dass religiöse Menschen eher dazu neigen Dinge nicht weiter zu hinterfragen.

    Religion gehört in die eigenen vier Wände, nicht in die Schule.

    Kommt schon, die CDU/CSU ist so christlich wie die SPD sozialdemokratisch. Uff.

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