
Fischreserven in Nord- und Ostsee rechnerisch aufgebraucht | Ohne Importe wären die Fisch-Kühltheken in deutschen Supermärkten ab heute leer. Denn rechnerisch wurden die Fischreserven des laufenden Jahres nach Angaben von Umweltschützern in Nord- und Ostsee aufgebraucht – früher als angenommen.
by Lurchi1
16 comments
Zeit sich an Wollkrabben zu gewöhnen
Der “End of Fish Day” wurde 2019 von Brot für die Welt, Fair Oceans und Slow Food Deutschland ins Leben gerufen. Ich habe mal die vergangenen Stichtage herausgesucht:
* 2019: 5. April
* 2020: 4. April
* 2021: 19. März
* 2022: 11. März
* 2023: 6. März
* 2024: 29. Februar
Bei uns gibts heute auf der Betriebsversammlung Lachs und Forellenbrötchen. Glück gehabt. Heute gibts noch welche. xD
haha Karpfen macht blubb
Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Ich könnte jetzt schon brechen.
Hört doch endlich auf Tiere zu essen ffs
Meine Familie von einer Nordseeinsel würde sagen:
“dIeSe vErDaMmTeN sEeHuNdE fReSsEn uNs aLlEs wEg!!!”
Gratuliere @Menschen
Dann sollts auch keinen Fisch mehr geben bis nächstes Jahr.
Fisch schmeckt eh nicht
See-Fisch hat heutzutage aber auch eine ziemliche Belastung.
(Beispiel: [“…alarming levels of toxins in Pacific Ocean marine life”](https://www.news-medical.net/news/20230926/Is-your-seafood-safe-New-study-reveals-alarming-levels-of-toxins-in-Pacific-Ocean-marine-life.aspx) – und Nord-und Ostsee werden wohl kaum besser sein)
Vor vielen Jahren schon las ich mal irgendwo einen Meeresbiologen sagen, dass die nächste Essens-Katastrophe alles aus dem Meer kommende sein wird. Er bezog sich dabei auf Beschmutzung, nicht auf das andere Problem, die Menge.
Wer gerne “Schwellenwerte” zitiert, der sollte beachten, dass die administrativ sind. Zum Beispiel ist der [medizinische Grenzwert für Blei 0](https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28851584/) (und Quecksilber, welches schlimmer ist, und in Kombination zeigte mal eine lethal-dose Studie eine Vertausendfachung der toxischen Wirkung). Da das aber unrealistisch und unmöglich erreichbar ist, liegt der rechtlich geltende Grenzwert deutlich höher. Ebenso ist die Studienlage für sehr langfristigen Kontakt mit niedrigen Werten sehr schlecht, das meiste wird über relativ schnell durchzuführende “lethal dose” Studien (meistens mit Ratten) gemacht. Noch schlimmer sieht es mit Daten über die Wirkung verschiedener Stoffe zusammen aus. Wie mein Beispiel für die Blei-Quecksilber Kombo zeigt, kann das die Wirkung der jeweils nur alleine wirkenden Stoffe erheblich überschreiten (ja okay, dass sie sich gegenseitig hemmen kann auch passieren).
Und wenn jemand denkt, wenn das so schlimm wäre, dann hätten wir das doch längst gemerkt? Äh.. ja wie denn?? Und wer sagt denn, dass so einiges, was wir heute sehen, da nicht schon lange drin steckt?
Viele schauen, wenn das diskutiert wird, immer nur auf “Tod” als Zielgröße. Aber da der Körper nicht nur durch die Zellen selbst, sondern auch in denen drin eine unglaubliche Parallelität aufweist, und weil er außerdem ziemlich lange für Probleme an einer Stelle an einer anderen kompensieren kann (zu einem Preis!), ist das ein schlechter Maßstab. Es gibt noch viel, sehr viel Leid, oder ein schlechter arbeitendes Gehirn (was die meisten nur bei Extremen als Gesundheitsproblem bemerken), lange vor dem Tod!
Man wird ja nicht krank! Die Verschlechterung erfolgt ganz ganz langsam über Jahrzehnte – und dann kann man es immer mit “man wird ja älter” und “ich hab einfach zu viel Stress” abtun.
Bloß, weil wir immer noch sehr schlecht dabei sind, solche komplexen kleinen aber vielfach verknüpften Zusammenhänge ohne sofortiges großes gut mess- oder sichtbares Signal zu untersuchen, weil wir einfach die Mittel nicht haben, weder technisch noch methodisch, macht das Universum ja nicht aus Rücksicht auf uns halt.
[The Marine Scientists Who Study Fish but Won’t Eat Them](https://deeply.thenewhumanitarian.org/oceans/articles/2018/01/31/the-marine-scientists-who-study-fish-but-wont-eat-them
) (Wegen beidem, Menge und Verschmutzung)
[Widespread ocean pollution threatens the health of more than 3 billion people, international study led by Boston College researchers shows](https://www.bc.edu/bc-web/bcnews/science-tech-and-health/earth-environment-and-sustainability/landrigan-ocean-report.html)
Zeit weniger Fisch zu essen.
Bzw nur noch aus Aquakultur zu essen.
Essen wir das alles selbst oder geht da – wie bei Rindfleish – ein Großteil in den Export außerhalb Europas?
Der Mensch zerstört den Planeten.
Was ein dummer Affe..
Das “früher als angenommen” kommt mir so surreal vor.
Das Besorgnis erregende sollte nicht sein, dass sich der Tag von April auf März auf Februar verschiebt. Nein, er müsste im Dezember liegen!
Und nach dem sie alles leer gefischt haben und konsequent gegen Fangquoten lobbyiert haben, werden sie jammern und Subventionen verlangen, weil ja Arbeitsplätze verloren gehen.