>Gary Conroy, der die Firma vor zehn Jahren gründete, erzählt: “Wir produzieren 10 bis 15 Prozent mehr, obwohl wir weniger arbeiten. Wir haben die Arbeitszeit reduziert und die Produktivität ist nicht zurückgegangen. Im Gegenteil. Wir schaffen mehr.”
Richtig so. Der Wert, den ein Angestellter einer Firma für diese generiert, muss nicht direkt an Zeit gebunden sein. Solche Arbeitsmuster gehören in der Zeit der Industrialisierung.
Irgendwie sehe ich da Ähnlichkeiten zum Homeoffice. Man sieht die Vorteile, allerdings meint irgendwann die Chefetage, dass 40 Stunden und 5 Tage ja viel effektiver seien müssten.
Menschen sind eben keine Maschinen, bei denen man einfach sagen kann Zeit x ist gleich Output y. Die Chefs hätten das scheinbar nur gerne. Zusätzlich kommt es auf Branche und Tätigkeitsfeld an. Ich bin bei einer 40-50 Stunden Woche auch irgendwann eingeknickt (Hochbau, Versorgungstechnik, Bürojob), mittlerweile bin ich bei 32 Stunden, Produktivität ist gestiegen und der Job macht wieder mehr Spaß. Durch optimierte Prozesse und effiziente Arbeitsweise schaffe ich zum Teil mehr als manche Kollegen. Andererseits gibt es auch Kollegen die 50+ Stunden leisten und jeden Tag auch wirklich reinklotzen. Die machen aber morgens das Licht an und Abends aus, Privatleben Fehlanzeige, muss man wollen.
>Gary Conroy, der die Firma vor zehn Jahren gründete, erzählt: “Wir produzieren 10 bis 15 Prozent mehr, obwohl wir weniger arbeiten. Wir haben die Arbeitszeit reduziert und die Produktivität ist nicht zurückgegangen. Im Gegenteil. Wir schaffen mehr.”
>[…]
>Das mache sich bemerkbar. Alles läuft demnach viel effektiver, es passieren weniger Fehler, die Zahl der Reklamationen geht zurück.
>[…]
>Deutlich geworden ist auch: Die Vorteile der Vier-Tage-Woche halten an und verpuffen nicht nach wenigen Monaten. Mitarbeitende sind weniger krank, kündigen seltener und es ist auch einfacher, Fachkräfte zu finden.
Wieder ein Pilotprojekt mehr, das beweist, dass die 4-Tage-Woche im vielen Fällen auch für Unternehmen massive Vorteile bedeutet.
Ironischerweise macht das die Debatte für mich irgendwie noch frustrierender, weil man das Gefühl hat, wirklich nur gegen Ideologie und Verbohrtheit anzukämpfen. Bei Dingen, die den Arbeitgeber wirklich was kosten, kann ich zumindest noch nachvollziehen, warum man sich so sehr dagegen sträubt.
Stattdessen ist eines der großen arbeitspolitischen Themen unserer Zeit eine Maßnahme, von der in vielen Fällen beide Seiten deutlich profitieren, und wir machen trotzdem kaum Fortschritt. Wie dämlich ist das denn bitte?
Wie wäre es, wenn die Mitarbeiter die Produktivität der 4TW auf eine 5TW übertragen würden? Oder noch besser eine 6TW? Dann würde es mehr Wohlstand für alle geben!
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>Gary Conroy, der die Firma vor zehn Jahren gründete, erzählt: “Wir produzieren 10 bis 15 Prozent mehr, obwohl wir weniger arbeiten. Wir haben die Arbeitszeit reduziert und die Produktivität ist nicht zurückgegangen. Im Gegenteil. Wir schaffen mehr.”
Richtig so. Der Wert, den ein Angestellter einer Firma für diese generiert, muss nicht direkt an Zeit gebunden sein. Solche Arbeitsmuster gehören in der Zeit der Industrialisierung.
Irgendwie sehe ich da Ähnlichkeiten zum Homeoffice. Man sieht die Vorteile, allerdings meint irgendwann die Chefetage, dass 40 Stunden und 5 Tage ja viel effektiver seien müssten.
Menschen sind eben keine Maschinen, bei denen man einfach sagen kann Zeit x ist gleich Output y. Die Chefs hätten das scheinbar nur gerne. Zusätzlich kommt es auf Branche und Tätigkeitsfeld an. Ich bin bei einer 40-50 Stunden Woche auch irgendwann eingeknickt (Hochbau, Versorgungstechnik, Bürojob), mittlerweile bin ich bei 32 Stunden, Produktivität ist gestiegen und der Job macht wieder mehr Spaß. Durch optimierte Prozesse und effiziente Arbeitsweise schaffe ich zum Teil mehr als manche Kollegen. Andererseits gibt es auch Kollegen die 50+ Stunden leisten und jeden Tag auch wirklich reinklotzen. Die machen aber morgens das Licht an und Abends aus, Privatleben Fehlanzeige, muss man wollen.
>Gary Conroy, der die Firma vor zehn Jahren gründete, erzählt: “Wir produzieren 10 bis 15 Prozent mehr, obwohl wir weniger arbeiten. Wir haben die Arbeitszeit reduziert und die Produktivität ist nicht zurückgegangen. Im Gegenteil. Wir schaffen mehr.”
>[…]
>Das mache sich bemerkbar. Alles läuft demnach viel effektiver, es passieren weniger Fehler, die Zahl der Reklamationen geht zurück.
>[…]
>Deutlich geworden ist auch: Die Vorteile der Vier-Tage-Woche halten an und verpuffen nicht nach wenigen Monaten. Mitarbeitende sind weniger krank, kündigen seltener und es ist auch einfacher, Fachkräfte zu finden.
Wieder ein Pilotprojekt mehr, das beweist, dass die 4-Tage-Woche im vielen Fällen auch für Unternehmen massive Vorteile bedeutet.
Ironischerweise macht das die Debatte für mich irgendwie noch frustrierender, weil man das Gefühl hat, wirklich nur gegen Ideologie und Verbohrtheit anzukämpfen. Bei Dingen, die den Arbeitgeber wirklich was kosten, kann ich zumindest noch nachvollziehen, warum man sich so sehr dagegen sträubt.
Stattdessen ist eines der großen arbeitspolitischen Themen unserer Zeit eine Maßnahme, von der in vielen Fällen beide Seiten deutlich profitieren, und wir machen trotzdem kaum Fortschritt. Wie dämlich ist das denn bitte?
Wie wäre es, wenn die Mitarbeiter die Produktivität der 4TW auf eine 5TW übertragen würden? Oder noch besser eine 6TW? Dann würde es mehr Wohlstand für alle geben!
Beste Grüße, F. Merz