Gender Pay-Gap: Die Berufswahl spielt hierzulande doch eine Rolle.

by CeasarChiffre

18 comments
  1. Ist nicht der bereinigte Paygab zwischen 2 und 3 Prozent? 

    Was nicht heißt das da was alles Bestens ist, aber irgendwie kommts mir vor das man darstellt das man für die gleiche Arbeit ein Drittel weniger bekommt

  2. Ja, die Berufswahl spielt eine Rolle.

    Ja, Vollzeit-Teilzeit spielt eine Rolle.

    Aber auch wenn um die beiden bereinigt wird, gibt es einen Gender-Pay-Gap.

    Agenda Austria ist ein rechter/neoliberaler Think Tank. Die unterstützen hald die Erzählung, dass Frauen an schlechter Bezahlung selbst schuld sind

    >**11,3 Prozent: So hoch ist der bereinigte Gender Pay Gap**

    https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20231025_OTS0065/gender-pay-gap-gehaltsunterschiede-2023-anhang

    >Statistik Austria (nur um Teilzeit bereinigt)18,4 % aber: 31,6% des Gender Pay Gap auf Unterschiede zwischen Frauen und Männern
    hinsichtlich der in die Analyse einbezogenen Faktoren zurückgeführt werden. […] Der weitaus größere Anteil von 68,4% kann dagegen nicht durch die im Modell enthaltenen Merkmale erklärt werden.

    Also 68,4% von 18,4%=**12,59% bleibt als bereinigter Gap über**

    https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/gender-statistiken/einkommen

  3. Das ist so lächerlich wenig eigentlich. Der grobe Schnitt von ausgelernten Fachkräften ist also bei 2200 Euro Brutto. Das sind 1700 Netto.

    Bei Wohnkosten von 1000 Euro für 40qm bleibt dann nicht mehr viel Leben übrig.

    Deswegen finde ich auch das in Österreich viele in sozialer Isolation leben einfach nur wegen Geldmangel. Es ist ein bissl so wie wenn ein Kind ned auf die Skiwoche mitfahren kann weils sich die Eltern ned leisten können. Nur eben das hier Erwachsene davon betroffen sind.

    Edit: selbst wenn zwei dieser Fachkräfte sich finden und eine Familie gründen wollen ist man mit Zuschüssen und Bonussen bei maximal 3500 Euro Haushaltseinkommen.

    Was willst mit so einem Haushaltseinkommen dann bitte für eine Wohnung kaufen. Da kannst dir einen Tiefgaragenplatz nehmen.

  4. Wenn man Frauen für die gleiche Tätigkeit tatsächlich spürbar weniger zahlen könnte als Männern würde keiner Männer einstellen. Wir Corpo-Erbsenzähler haben ja auch nix zu verschenken.

  5. Welchen Gender-Pay-Gap meinst du genau?

    Der, der zwischen den Geschlechtern unabhängig von wöchentlicher Arbeitszeit und Beruf besteht?

    Der, der zwischen Geschlechtern unabhängig von wöchentlicher Arbeitszeit, aber im gleichen Beruf besteht?

    Oder der, der zwischen den Geschlechtern bei gleicher Arbeitszeit im gleichen Beruf besteht?

    Die fallen alle unterschiedlich aus, aber sind alle existent. Also, welchen meinst du?

  6. Ja natürlich spielt Berufswahl eine Rolle. Es gibt nur auch Statistiken darüber, dass sobald Frauen in eine männerdominierte Branche einsteigen, das Durchschnittsgehalt dort plötzlich sinkt. Umgekehrt sind plötzlich mehr Männer in einem Frauenberuf steigt das Gehalt dort auch.

  7. Konditorei is ja mal die ärgste Frechheit – vor allem für die Beginnzeiten

  8. Metalltechnik bei Frauen beliebter als Köchin?

    Find ich gut 👍🏻

  9. Interessant hier: Tischlerei hat mittlerweile einen großen Anteil an Mädchen und Frauen. Einzelhandel ist ebenfalls eine Frauenbranche. Daran sieht man deutlich, dass Frauen nicht dort arbeiten, wo wenig bezahlt wird, sondern dort wenig bezahlt wird, wo Frauen arbeiten.

  10. Es geht auch darum, wie es dazu kommt, dass tendenziell Frauen diese Berufe anstreben, das hat viel mit Erziehung und medialer Beeinflussung zu tun und das ist der Punkt.

  11. 1. Es wird oft in manchen Berufen mehr bezahlt, weil mejr Männer tendieren, diese aus zu üben. Wenn mehr Frauen einsteigen sinkt der Gehalt/Lohn.

    2. Frauenberufe sind genauso wichtig und “schwierig”. Krankenschwester, Pflegekräfte, Pädagoginnen verdienen viel viel mehr Geld.

  12. Von den Männern bevorzugten Berufe sind meist körperliche Schwerarbeit. Ich vermute, dass ein Knochenjob mehr Knöllchen bringt und daher die Gehälter auch besser sind.

    Genauso wie in der Schichtarbeit. Keiner geht freiwillig um 3 Uhr in der Nacht arbeiten, aber wenn der Lohn stimmt, finden sich doch Leute dafür.

    Soll das jetzt der Gender-Pay-Gap sein? Dann verweise ich auf Punkt 6. “Metalltechnik” bei Frauen und Punkt 2. bei den Männern, beides ist mit 2.560€ dotiert. Ein weiteres Bsp: Punkt 1 Frauen & Punkt 4. Männer, ebenfalls gleiches Gehalt.

    Das Problem liegt eher daran, dass sehr wichtige Jobs, welche wenig zum BIP beitragen, einfach absolut scheiße Bezahlt werden. Diese Jobs werden dann häufiger von Frauen ergriffen. Dann auch gleich in Teilzeit, weil es Finanziell die klügere Entscheidung ist die Frau, als den Mann in Teilzeit zu schicken.

    Tada, Gender-Pay-Gap von 20%. Hier können nur politische Hebel helfen. Den der Ausfall von Arbeitszeit die man für Kinder oder Pflege braucht muss vom Staat kompensiert werden. Die Leute können es sich nicht leisten auf mehrere Hundert € im Monat zu verzichten.

  13. Hat irgendjemand mal behauptet, dass die Berufswahl keine Rolle spielt???

Leave a Reply