Laut einer repräsentativen Onlineumfrage sprechen sich knapp zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreich für die Zulassung von im Labor kultiviertem Fleisch aus. 66 Prozent würden es begrüßen, wenn diese Produkte auch in Österreich hergestellt würden.

by linknewtab

16 comments
  1. > Bauernbund-Präsident Georg Strasser bezeichnete die am Dienstag vorgestellten Ergebnisse als unseriös. Die Umfrage sei nicht repräsentativ und von einer NGO lanciert worden, die es sich zum Ziel gesetzt habe, die natürliche Lebensmittelproduktion zu verteufeln, so Strasser. So würden „Sorgen und Ängste bei unseren nachhaltig produzierenden Bauernfamilien“ geschürt. Durch tendenziöse Fragestellungen sei bewusst ein Ergebnis provoziert worden, das in eine gewisse Richtung zeigen soll. Das sei eine Kampfansage und man wollen nicht zulassen, „dass dieser Kampf auf dem Rücken unserer Bäuerinnen und Bauern ausgetragen wird“, so Strasser.

    > „Hinter Laborfleisch steht eine riesige Industrie-Lobby. Es geht um die Frage, ob wir uns künftig mit Kunstfleisch aus der Fabrik oder mit natürlichen, regionalen Lebensmitteln ernähren wollen“, gab Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) zu bedenken. „Industrielles Laborfleisch“ stehe im Widerspruch „zu unseren bäuerlichen Familienbetrieben und unserer natürlichen Lebensmittelproduktion. Hier werden Inhaltsstoffe und Methoden eingesetzt, deren Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt noch keiner gänzlich kennt“.

  2. Find ich eigentlich sehr gut. Mir persönlich ist es eigentlich vollkommen egal wo das essen herkommt, ob aus dem Labor, vom Tier oder eine vegane Variante aus Pflanzen, hauptsache es schmeckt.

    Hab schon öfters Tierprodukte durch z.B Vegane ersetzt weil ich kaum einen Unterschied schmecke und jetzt wo die Preise auch deutlich besser sind macht es das ausprobieren von anderen Sachen auch wesentlich einfacher, das heißt es kostet nicht mehr soviel mehr um gegen das Tierleid zu sein.

  3. Da bin ich von meinen Landsleuten jetzt aber positiv überrascht.

  4. Joa, warum nicht. Wenn es nicht gesundheidschädlich ist, und “fleischiger” als die veganen Produkte ist, nur her damit.

  5. Kann mir nicht vorstellen dass man das irgendwie auf irgendwelche tragbaren Kosten bekommt. Zellkultur ist sauteuer. Auch auf großer Skala. Vor allem wenns nicht nur Bakterien oder Hefezellen sind, sondern Gewebe von Säugetieren.

    Das auf eine bezahlbare Skala zu bringen um da hunderte Gramm zu produzieren für ein paar Euro, ich seh es nicht wie das gehen sollte. Nichtmal ansatzweise.

  6. Zelluläre Landwirtschaft wäre eine Zukunftsfähige Industrie in der Deutschland bereits über gute Vorraussetzungen verfügt und der Zug noch nicht abgefahren ist.

    Chips und Software haben wir bereits verpasst, noch eine Industrielle Revolution zu verschlafen können wir uns nicht erlauben. Die Regierung sollte gezielt fördern und vernünftige Rahmenbedingungen schaffen.
    Zugegebenermaßen hat die EU hier einiges mitzureden, da es um Lebensmittel geht.

  7. Wie wäre es mit künstlichem Fleisch aus China? Weil das ist was wir bekommen werden.

  8. Ist denn mittlerweile irgendwo der erste Laden in Sicht, der Burger mit Laborfleisch verkauft? Hab schon viel zu oft gelesen, dass “bald” einer in den Niederlanden, den USA, Israel ist sonstwo öffnen soll, aber irgendwo hab ich nie wieder was davon gehört. Würde so ein Teil wahnsinnig gerne mal testen…

  9. Ist ohne Tiere gezüchtetes Fleisch energieeffizienter und emissionsärmer?

  10. > Er forderte eine breite Diskussion sowie Transparenz und eine umfassende Folgenabschätzung in der EU. Sonst drohe, „dass wir uns beim Essen in eine blinde Abhängigkeit einiger weniger internationaler Großkonzerne begeben“. Gemeinsam mit Italien und Frankreich „habe ich deshalb vor der drohenden Marktzulassung eine breite Diskussion auf EU-Ebene gefordert“, so der Minister.

    Das ist so dämlich, dass es schmerzt. Genau so vernichtet man die europäischen Start-ups und manövriert Europa in Abhängigkeit.

    Mehr zum Thema gibt es z.B. hier: https://www.greenqueen.com.hk/eu-agrifish-council-cultivated-meat-austria-italy-ba/

    > Additionally, there were concerns about cultivated meat “being monopolised among a few large-scale industrial producers” and how that would affect small-scale farmers, but GFI Europe argues that these foods can be made by “companies of all shapes and sizes” (over 50 of the 160+ startups in this space are European), and can work alongside existing farming methods to diversify and strengthen our food supply.

  11. Verbraucher-Umfragen zu Lebensmittel sind tatsächlich wenig wert.

    In einer Umfrage vom NDR geben 70% der Befragten an dass Ihnen Bio Qualität wichtig ist. Marktanteil von Bio liegt bei unter 7%.

    Leute antworten was sie denken was “die richtige Antwort” ist, nicht was sie tun. Beim Einkauf ist all das vergessen.

  12. Wäre auch dafür.

    Und richtig toll wäre es, wenn man das mit Thunfisch hinbekäme.

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