Really interesting and if you haven’t already decided what to vote I really recommend reading this.
>Zwar hat die Schweiz die Tabakkonvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2004 unterzeichnet, bis jetzt aber nicht ratifiziert. Heute gilt das Abkommen, das griffige Regeln zur Kontrolle von Tabakwaren vorschreibt, in 179 Staaten. Nicht aber zum Beispiel in den USA, in Marokko und der Schweiz.
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>Und so herrscht hier eine Tabakgesetzgebung, die mit derjenigen der EU nicht kompatibel ist. Sie ist schlicht zu löchrig.
>
>Deshalb belegt die Schweiz in der Tobacco Control Scale, mit der Gesundheitsorganisationen die Tabakregulierungsdichte in Europa messen, Rang 35. Von 36.
>
>[…]
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>Doch Cottier ist nicht nur FDP-Nationalrat, er ist auch FDP-Nationalrat aus dem Kanton Neuenburg.
>
>Hier hat Philip Morris, einer der grössten Tabakkonzerne der Welt, einen wichtigen Firmensitz, wenn nicht den wichtigsten. In Neuenburg stehen Produktionsstätten sowie das Forschungs- und Entwicklungszentrum des Konzerns, der hier mehr als 1500 Personen beschäftigt und unter anderem die Zigarettenmarken Marlboro und Chesterfield sowie den Tabakerhitzer Iqos herstellt.
>
>Vor allem aber ist der Konzern einer der wichtigsten Steuerzahler von Stadt und Kanton Neuenburg: Rund zwei Drittel aller Unternehmenssteuern stammten von ihm, sagt eine gut informierte Quelle.
>
>[…]
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>Seither dürfen in der EU keine Zigaretten mehr hergestellt werden, deren Emissionswerte über 10 Milligramm Teer, 1 Milligramm Nikotin und 10 Milligramm Kohlenmonoxid pro Zigarette liegen.
>
>In der Schweiz dagegen ist die Produktion solcher Zigaretten noch immer erlaubt – für den Export ins Ausland. Und dieser Export ist eine zentrale Ertragssäule der drei grossen Tabakkonzerne in der Schweiz. Japan Tobacco International (JTI) exportiert rund 85 Prozent der Zigaretten, die der Konzern in der Schweiz herstellt. Bei Philip Morris sind es rund 80 Prozent, bei British American Tobacco (BAT) rund 50 Prozent, wie Firmensprecher sagen.
>
>[…]
>
>Auch in anderen Kantonen bestehen enge Verbindungen zwischen Industrie und Politik. Im Kanton Waadt etwa haben sowohl Philip Morris als auch British American Tobacco einen Firmensitz. BAT produziert im jurassischen Dorf Boncourt Zigaretten, Japan Tobacco International im luzernischen Dagmersellen. Neben Philip Morris gehören auch die beiden anderen Konzerne zu den grössten Tabakproduzenten der Welt. Es ist kaum Zufall, dass Nationalrätinnen aus praktisch all diesen Standortkantonen im Präsidium des Komitees gegen die Initiative sitzen, über die nun abgestimmt wird.
TL;dr: Switzerland is heaven for tobacco companies & the usual ~~corruption~~ lobbyism with right-wing politicians.
“freedom” is a stupid argument when it is about to wellbeing of children.
And the usefulness of advertising in general for the society and the planet is anyway questionable. This is just made for making people consuming more. So it’s making people either waste more natural resources or ruin their health, typically for a very moderate benefit – artificially fabricated by marketing. The party which benefits from advertising for consumers products is to 99% ONLY the seller, not the society, not the individual (and the society pays later on for mitigating the long term damages…).
How do people sleep at night knowing they basically produce or help produce products that poison people?
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Really interesting and if you haven’t already decided what to vote I really recommend reading this.
>Zwar hat die Schweiz die Tabakkonvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2004 unterzeichnet, bis jetzt aber nicht ratifiziert. Heute gilt das Abkommen, das griffige Regeln zur Kontrolle von Tabakwaren vorschreibt, in 179 Staaten. Nicht aber zum Beispiel in den USA, in Marokko und der Schweiz.
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>Und so herrscht hier eine Tabakgesetzgebung, die mit derjenigen der EU nicht kompatibel ist. Sie ist schlicht zu löchrig.
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>Deshalb belegt die Schweiz in der Tobacco Control Scale, mit der Gesundheitsorganisationen die Tabakregulierungsdichte in Europa messen, Rang 35. Von 36.
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>Doch Cottier ist nicht nur FDP-Nationalrat, er ist auch FDP-Nationalrat aus dem Kanton Neuenburg.
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>Hier hat Philip Morris, einer der grössten Tabakkonzerne der Welt, einen wichtigen Firmensitz, wenn nicht den wichtigsten. In Neuenburg stehen Produktionsstätten sowie das Forschungs- und Entwicklungszentrum des Konzerns, der hier mehr als 1500 Personen beschäftigt und unter anderem die Zigarettenmarken Marlboro und Chesterfield sowie den Tabakerhitzer Iqos herstellt.
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>Vor allem aber ist der Konzern einer der wichtigsten Steuerzahler von Stadt und Kanton Neuenburg: Rund zwei Drittel aller Unternehmenssteuern stammten von ihm, sagt eine gut informierte Quelle.
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>Seither dürfen in der EU keine Zigaretten mehr hergestellt werden, deren Emissionswerte über 10 Milligramm Teer, 1 Milligramm Nikotin und 10 Milligramm Kohlenmonoxid pro Zigarette liegen.
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>In der Schweiz dagegen ist die Produktion solcher Zigaretten noch immer erlaubt – für den Export ins Ausland. Und dieser Export ist eine zentrale Ertragssäule der drei grossen Tabakkonzerne in der Schweiz. Japan Tobacco International (JTI) exportiert rund 85 Prozent der Zigaretten, die der Konzern in der Schweiz herstellt. Bei Philip Morris sind es rund 80 Prozent, bei British American Tobacco (BAT) rund 50 Prozent, wie Firmensprecher sagen.
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>Auch in anderen Kantonen bestehen enge Verbindungen zwischen Industrie und Politik. Im Kanton Waadt etwa haben sowohl Philip Morris als auch British American Tobacco einen Firmensitz. BAT produziert im jurassischen Dorf Boncourt Zigaretten, Japan Tobacco International im luzernischen Dagmersellen. Neben Philip Morris gehören auch die beiden anderen Konzerne zu den grössten Tabakproduzenten der Welt. Es ist kaum Zufall, dass Nationalrätinnen aus praktisch all diesen Standortkantonen im Präsidium des Komitees gegen die Initiative sitzen, über die nun abgestimmt wird.
TL;dr: Switzerland is heaven for tobacco companies & the usual ~~corruption~~ lobbyism with right-wing politicians.
“freedom” is a stupid argument when it is about to wellbeing of children.
And the usefulness of advertising in general for the society and the planet is anyway questionable. This is just made for making people consuming more. So it’s making people either waste more natural resources or ruin their health, typically for a very moderate benefit – artificially fabricated by marketing. The party which benefits from advertising for consumers products is to 99% ONLY the seller, not the society, not the individual (and the society pays later on for mitigating the long term damages…).
How do people sleep at night knowing they basically produce or help produce products that poison people?