Eine Schwarz-Grün-Gelbe Anti-Streik-Koalition bildet sich wie ich sehe.
> In einer mehrwöchigen Verhandlungsphase hatte sich die Bahn zuletzt auf einen Vorschlag externer Vermittler eingelassen, der 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich vorsah. Die GDL lehnte dieses Angebot jedoch ab.
Und die horrenden Bedingungen, an die das geknüpft war, werden einfach unterschlagen. Top Journalismus.
Bevor alle vor dem ersten Kaffee wieder ausrasten: Er ruft beide Seiten zu einer schnellen Einigung auf und stellt weder das Streikrecht an sich in Frage oder stellt sich hier hinter eine der beiden Parteien.
Und das ist vor dem Hintergrund, dass die aktuellen Streiks für viele belastend sind eine legitime Forderung.
> Die Beteiligten müssten nun „schnell“ zu einer Einigung kommen, so Habeck: „Es geht um Millionen von Pendlern, die zu ihrem Arbeitsplatz müssen und große Mengen von Gütern, die unsere Wirtschaft und damit auch das Land dringend braucht.“
Ich verstehe, dass das Verkehrsministerium bei der FDP liegt und Habeck nicht gleich den nächsten Ampelstreit vom Zaun brechen will. Aber so ist die Aussage ziemlich inhaltslos. GDL und Bahn würden sicher liebend gerne das mit den Streiks sein lassen wenn eine für sie akzeptable Lösung gefunden wird. Das passiert halt gerade nicht.
Die Grünen treten aber noch am ehesten als Vermittler auf. Man darf nicht vergessen, Union und FDP sind eh gegen Streiks an sich und die SPD hat das Tarifeinheitsgesetz mitgetragen weil GDL und Bahn ständig das gleiche Programm wieder abspielen.
Ich find’s sehr schön zu sehen wie ein Berufsstand seine Karten voll ausspielt. Volle gewerkschaftliche Solidarität!
Und ein wenig Neid, dass ich keinen Beruf ausübe, der einen vermeintlich mäßigen Ruf genießt, aber die Kollegen jetzt sehr schön in die Lage versetzt, der belächelnden Gesellschaft den Mittelfinger zu zeigen.
Sieht ja fast so aus als wären Lokführer eine gruppe Essentieller Arbeiter die das Land dringend braucht? Vielleicht sollte man Ihre Forderung also tatsächlich ernst nehmen? Vielleicht sollte man einen Berufszweig der scheinbar so Wichtig ist für die Infrastruktur einer Nation gegebenenfalls sogar verbeamten?
autonom fahrende Züge, darin sollten wir jetzt investieren.
Wie teuer ist es denn, den Forderungen der Zugführer nachzukommen? Beim Vorstand hat man ja auch mal schnell 20 Millionen zur Hand
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Eine Schwarz-Grün-Gelbe Anti-Streik-Koalition bildet sich wie ich sehe.
> In einer mehrwöchigen Verhandlungsphase hatte sich die Bahn zuletzt auf einen Vorschlag externer Vermittler eingelassen, der 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich vorsah. Die GDL lehnte dieses Angebot jedoch ab.
Und die horrenden Bedingungen, an die das geknüpft war, werden einfach unterschlagen. Top Journalismus.
Bevor alle vor dem ersten Kaffee wieder ausrasten: Er ruft beide Seiten zu einer schnellen Einigung auf und stellt weder das Streikrecht an sich in Frage oder stellt sich hier hinter eine der beiden Parteien.
Und das ist vor dem Hintergrund, dass die aktuellen Streiks für viele belastend sind eine legitime Forderung.
> Die Beteiligten müssten nun „schnell“ zu einer Einigung kommen, so Habeck: „Es geht um Millionen von Pendlern, die zu ihrem Arbeitsplatz müssen und große Mengen von Gütern, die unsere Wirtschaft und damit auch das Land dringend braucht.“
Ich verstehe, dass das Verkehrsministerium bei der FDP liegt und Habeck nicht gleich den nächsten Ampelstreit vom Zaun brechen will. Aber so ist die Aussage ziemlich inhaltslos. GDL und Bahn würden sicher liebend gerne das mit den Streiks sein lassen wenn eine für sie akzeptable Lösung gefunden wird. Das passiert halt gerade nicht.
Die Grünen treten aber noch am ehesten als Vermittler auf. Man darf nicht vergessen, Union und FDP sind eh gegen Streiks an sich und die SPD hat das Tarifeinheitsgesetz mitgetragen weil GDL und Bahn ständig das gleiche Programm wieder abspielen.
Ich find’s sehr schön zu sehen wie ein Berufsstand seine Karten voll ausspielt. Volle gewerkschaftliche Solidarität!
Und ein wenig Neid, dass ich keinen Beruf ausübe, der einen vermeintlich mäßigen Ruf genießt, aber die Kollegen jetzt sehr schön in die Lage versetzt, der belächelnden Gesellschaft den Mittelfinger zu zeigen.
Sieht ja fast so aus als wären Lokführer eine gruppe Essentieller Arbeiter die das Land dringend braucht? Vielleicht sollte man Ihre Forderung also tatsächlich ernst nehmen? Vielleicht sollte man einen Berufszweig der scheinbar so Wichtig ist für die Infrastruktur einer Nation gegebenenfalls sogar verbeamten?
autonom fahrende Züge, darin sollten wir jetzt investieren.
Wie teuer ist es denn, den Forderungen der Zugführer nachzukommen? Beim Vorstand hat man ja auch mal schnell 20 Millionen zur Hand