Bundesländer wollen Pflicht zu betrieblichen Datenschutzbeauftragten abschaffen

by ColdFemboi

3 comments
  1. >Für die Streichung machte sich im Vorfeld bereits Bayern in der Länderkammer stark. Im Innenausschuss haben insgesamt Politiker von CDU und CSU eine starke Stellung. Doch Thomas Spaeing, Vorstandsvorsitzender des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten (BvD), lehnt den Appell entschieden als Schritt in die falsche Richtung ab: “Das Weglassen des Datenschutzbeauftragten befreit die Unternehmen nicht von den Anforderungen der DSGVO”, erklärte er gegenüber heise online. “Es wäre so, als wenn man mit der Abschaffung des Steuerberaters die Steuerbürokratie vereinfachen wollen würde. Diese Änderung setzt also an der ganz falschen Stelle an. Will man Bürokratie verhindern, sollte man eher auf die umfassenden Dokumentationspflichten in der DSGVO schauen.”

  2. > Würde das Plenum des Bundesrats dem Ruf des Ausschusses folgen, blieben Unternehmen mit der Umsetzung von komplexen und teils hochriskanten Prozessen allein, gibt Spaeing zu bedenken

    Ohne jetzt auf das für und wider des Vorschlags insgesamt einzugehen: Das ist doch nur ein Strohmann – niemand verbietet den Unternehmen, hier bei Bedarf Datenschutzbeauftragte anzustellen oder auf externe Expertise zurückzugreifen. Gerade große Unternehmen haben sowieso ein Interesse, solche Stellen zu unterhalten, da potenzielle Strafzahlungen eh höher sind als die Gehälter der Datenschutzbeauftragten.

  3. Ich glaube kein Unternehmen, dass von jemandem bei klarem Verstand geführt wird, wird auf einen Datenschutzbeauftragten verzichten. Meist holt man sich doch eh jemanden externen dazu, der einmal im Jahr die Schulung für die Belegschaft macht und ansonsten bei Bedarf beratend tätig wird.

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