Familienunternehmer – Reinhold Würth spricht sich offen gegen AfD aus

by YouWeatherwax

18 comments
  1. > In einem Schreiben an seine Belegschaft empfiehlt der Patriarch, die Partei nicht zu wählen. Würth begrüßt die Demos gegen Rechtsextremismus – und eine Haltung von Kanzler Scholz.

  2. Sehr gut. Die AfD ist eine anti-demokratische und rechtsextreme Partei.

  3. Dann kaufe ich ja seit Jahren in der Richtigen Firma ein

  4. Hui, macht die völlig überteuerte Firma doch wieder sympathisch

  5. An diesem Punkt, und nur diesem bis jetzt, wünsche ich mir etwas Amerikanisierung. Es wäre einfach Urkomisch zu sehen wie die ersten Deppen anfangen jede Schraube aus ihrem hab und gut zu reißen.

  6. Also grundsätzlich, Ehrenmann, dass er so Stellung bezieht.

    >Vergleichen zwischen dem Aufstieg der AfD und dem Ende der Weimarer Republik samt der Machtübernahme Adolf Hitlers erteilt Würth allerdings eine klare Absage. Damals habe das ganze deutsche Volk „bitter unter den Forderungen des Versailler Vertrags, einer Hyperinflation und riesengroßen Arbeitslosigkeit gelitten“. Der Zulauf zu Hitler sei „Folge einer bittertiefen Notsituation“ aller Deutschen gewesen.

    Finde ich aber doch etwas kritisch. Ich verstehe was er sagen will, aber das geht dann doch in eine vollkommen verkehrte Richtung. Auch in den Jahren bis 1933 gab es keine Entschuldigung dafür Faschos zu wählen.

  7. Dann wird wohl in ostdeutschen Handwerksunternehmen demnächst umgestockt.

  8. Und diesen seinen Worten werden nun welche konkreten Taten folgen, um dieses Ziel zu erreichen, der AfD den Zulauf abzudrehen?

    €dit: interessantes Votingverhalten. Ist doch nur eine Frage, was er konkret getan hat, außer ein paar Worte loszuwerden.

  9. Aus wiwo Artikel zitiert:

    >Bloß wegen ein bisschen Spaß an der Freude Rabatz zu machen und aus Unmut über die Ampelregierung die AfD zu wählen, ist einfach zu wenig

    >Rekapitulieren wir einfach einmal, in welcher Zeit wir leben: Im Gegensatz zur Weimarer Zeit muss in unserer heutigen Bundesrepublik Deutschland kein Mensch hungern oder frieren. Die Sozialeinrichtungen des Bundes und der Länder überschütten geradezu die Bedürftigen mit Hilfsangeboten

    >Der Zulauf zu Adolf Hitler sei „Folge einer bittertiefen Notsituation“ aller Deutschen gewesen. Denn das Volk habe „bitter unter den Forderungen des Versailler Vertrags, einer Hyperinflation und riesengroßen Arbeitslosigkeit gelitten“.

    >Heutzutage sehe es anders aus. Die meisten Bürger in Deutschland hätten laut Würth einen „guten oder mindestens angemessenen Arbeitsplatz“.

    Vielleicht geht es den Arbeitnehmern bei Würth ganz gut (?), gleichzeitig leiden aber gerade Millionen von Arbeitnehmern unter Reallohnverlusten. Ich vermute, dass solche Aussagen von Multimilliardären nicht dabei helfen die Wählerschaft der AfD zu verkleinern.

  10. Hatte Würth sich nicht auch aus den USA zurück gezogen als Trump President war?

  11. Die Message ist gut aber der Inhalt ist leer. Zumindest im Artikel. Was seltsam ist wenn er sich schon aktiv mit Brief dazu meldet.

    Das die Menschen nicht hungern und frieren ist nicht die Hürde für politische Zufriedenheit. Ob das stimmt mal beiseite, natürlich wählen mehr Leute AfD als sie frieren.

    Das Taurus nicht geliefert wird bewegt Niemanden. “Zum Glück liefern wir Taurus nicht” höre ich selten. Ich höre die Gegenseite die sich davon wunder versprechen wie bei der Panzerlieferung. Das pickt er als Lob raus? Sicherlich gab es wie er sagt “das ein oder andere positive Gesetz” aber das wäre wohl erwähnenswert gewesen. Grade da negatives stärker Wahrgenommen wird.

  12. Können bitte die Bosse von Bosch, Metabo, Wera usw sich auch noch gegen die AfD äußern? Dann kann ich sorgenfrei in den Baumarkt

  13. Artikeltext für alle, bei denen die Paywall zuschlägt:

    # Reinhold Würth spricht sich offen gegen AfD aus

    In einem Schreiben an seine Belegschaft empfiehlt der Patriarch, die Partei nicht zu wählen. Würth begrüßt die Demos gegen Rechtsextremismus – und eine Haltung von Kanzler Scholz.

    Martin-W. Buchenau

    18.03.2024 – 18:00 Uhr

    Familienunternehmer Reinhold Würth bezieht Stellung gegen die AfD. Foto: Marijan Murat/dpa

    Stuttgart. Der Familienunternehmer Reinhold Würth bezieht in einem Schreiben an seine Belegschaft Stellung gegen die AfD und appelliert an seine Mitarbeitenden, aber auch jeden Wähler: „Bloß wegen ein bisschen Spaß an der Freude Rabatz zu machen und aus Unmut über die Ampelregierung die AfD zu wählen, ist einfach zu wenig“, heißt es in dem Schreiben vom Montag, das dem Handelsblatt vorliegt.

    Der streitbare Unternehmer setzt sich seit jeher kritisch mit der Politik auseinander. Doch Wahlempfehlungen hat er bisher noch nie gegeben. Nun hat er damit erstmals gebrochen.

    Der 88-Jährige begrüßt, dass „viele Millionen Bürger protestierend auf die Straße gegangen sind mit dem Ziel, klarzumachen, dass sie am grundsätzlichen Politiksystem in Deutschland keine Veränderung wollen“. Er schließe sich diesem Protest voll an, schreibt der langjährige Chef und Vorsitzende des Stiftungsaufsichtsrats des Schraubenhändlers Würth.

    >> Lesen Sie auch: Unternehmen können der AfD den Boden entziehen

    Vergleichen zwischen dem Aufstieg der AfD und dem Ende der Weimarer Republik samt der Machtübernahme Adolf Hitlers erteilt Würth allerdings eine klare Absage. Damals habe das ganze deutsche Volk „bitter unter den Forderungen des Versailler Vertrags, einer Hyperinflation und riesengroßen Arbeitslosigkeit gelitten“. Der Zulauf zu Hitler sei „Folge einer bittertiefen Notsituation“ aller Deutschen gewesen.

    Davon sieht Würth Deutschland heute weit entfernt. Hierzulande müsse „kein Mensch hungern oder frieren“. Der Normalfall sei, dass die Bürger in Deutschland „wohl etabliert ein eher freiheitliches Leben leben“ könnten und einen „guten oder mindestens angemessenen Arbeitsplatz“ hätten.
    Würth äußert „Respekt“ für Bundeskanzler Scholz

    „Ich frage Sie, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was will die AfD im Rahmen dieses Systems ändern?“, schreibt Würth. Er frage sich, ob es den Deutschen einfach zu gut gehe und das Erreichte nicht mehr ausreichend geschätzt werde.

    Die Bundesregierung laufe zwar manchmal „wie ein Hühnerhaufen durcheinander“, habe aber trotzdem das ein oder andere positive Gesetz auf den Weg gebracht. Er selbst habe zudem hohen Respekt vor Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), weil er „die Taurus-Marschflugkörper nicht aus Deutschland herausgibt“. Bei aller Kritik an der Ampelkoalition seien Forderungen aus der AfD, das Parteiensystem zu ändern, nicht angebracht.

    In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Kritik, dass sich Unternehmer und Wirtschaftslenker nicht klar genug gegen die AfD positionierten. Zuletzt wagten sich aber einige Manager aus der Deckung.
    Sachsen
    Kanzler zwischen Luxusuhren und AfD-Hochburg – „Das will ich ihm mit auf den Weg geben“

    So legte Bertelsmann-Chef Thomas Rabe in einem Zeitungsinterview Mitarbeitern, die die AfD unterstützen, ein Nachdenken über eine Kündigung nahe. „Diese Mitarbeiter sollten sich prüfen, ob sie zu uns und unseren Werten passen. Wenn nicht, würde ich mir jedenfalls überlegen, ob Bertelsmann das richtige Unternehmen für mich ist“, sagte Rabe.
    Evonik-Chef warnt vor „braunem Mob“

    Auch Evonik-Chef Christian Kullmann positioniert sich stark gegen die AfD. Er wolle „den braunen Mob“ nicht im Unternehmen haben und sorge sich um Demokratie und Weltoffenheit Deutschlands, sollte die AfD weiter an Macht in den Parlamenten gewinnen, erklärte der Manager.

    Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing äußerte ebenfalls Sorge vor einem Rechtsruck bei den Landtagswahlen im Herbst in Sachsen, Thüringen und Brandenburg. „Dort geht es längst nicht mehr nur um parlamentarische Störmanöver“, sagte Sewing Ende Januar. „Dort geht es um die Zukunft unserer Demokratie – und auch unseres Standorts.“

    Knorr-Bremse-Chef Marc Llistosella sagte Ende Januar im Interview mit dem Handelsblatt: „Die AfD in der Bundesregierung wäre in der heutigen Form eine Gefahr für unseren Wohlstand. Denn mit solchen Leuten will der Rest der Welt nur bedingt Geschäfte machen.“ Schon sehr früh hatte Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller ihre Beschäftigten darauf hingewiesen, dass man mit der AfD eine Partei wähle, in der es Nazis gebe.

Leave a Reply