Beitragsservice droht mit Zwangsvollstreckung und ignoriert mich…

by DryEstablishment7085

18 comments
  1. Moin, ich habe im Januar dieses Schreiben vom Beitragsservice erhalten. Ich bin noch nie aus- oder umgezogen. Selbstverständlich zahlt unser Haushalt bereits Gebühren. Leider wurde mir am Telefon nicht mehr als „hamse wohl nich’ jezahlt” gesagt. Auf mehrere Anfragen via Kontaktformular wurde nicht reagiert. Kann ich die sache als erledigt ansehen?

  2. Anwalt oder Verbraucherzentrale, da gibt es anwaltlichen Rat kostengünstig. 

  3. Kenne einige die diese Briefe sammeln, wie Trophäen – zu Besuch war bei denen noch nie jemand. Aber gut, die zahlen auch nicht…

    Ich würde wahrscheinlich mal einen Juristen mit der Sache betrauen, alternativ solange die Hotline nerven bis du jemand halbwegs kompetentes ran bekommst.

  4. Lass dich (anwaltlich) beraten. Ist ein vollstreckungsfähiger Titel erst in der Welt, wird es nicht einfacher die Vollstreckung zu verhindern. Das „Vollstreckungsorgan“ hat es relativ einfach, wenn es sich auf einen solchen Titel berufen kann. „An der Tür“ wirst du nichts (mehr) regeln können.

  5. Läuft alles über eine GEZ-Nummer? Falls nicht, die Mitwohnenden nach deren Nummer fragen und der GEZ mitteilen. Die achten nicht darauf, wenn sie doppelt abkassieren…

  6. Festsetzungsbescheid abwarten, Widerspruch einlegen, gegebenenfalls Anfechtungsklage erheben.

    Dann wird sich ja zeigen, ob die Beiträge wirklich geschuldet werden. 

  7. Hatte dasselbe für eine Adresse an der ich nie gemeldet war, Kontakt Formular und Telefon wurde auch ignoriert. Auf ein Einschrieben zusammen mit einer Meldebescheinigung vom Bürgeramt aus der hervor ging, dass ich an der angebliche Adresse nie gemeldet war kam dann recht schnell eine Antwort, dass sie das Konto wieder gelöscht haben.

    Nächster Schritt wäre sonst Anwalt gewesen.

  8. Ach ja der öffentliche Rundfunk.

    Gehälter wie in der Privatwirtschaft (laut KEF sogar höher).

    Vollstrecken darf man aber wie der Staat ohne vor Gericht erstrittenem Titel.

  9. Auch mal einen solch tollen Fall gehabt, dass ich anscheinend als eigener Haushalt gezählt wurde, obwohl ich mit meiner Freundin zusammenwohne.

    Ich habe ihnen eine leicht pissige Mail geschrieben in der sowas stand wie: “Wenn Sie nicht lesen können ist das nicht mein Problem, wir sind eine Wohngemeinschaft, ich schulde Ihnen kein Geld. Andernfalls können Sie sich gerne bezüglich einer rechtlichen Absprache an XY wenden.”

    * Danach kam dann wirklich nur “ganz kleinlaut” – “Wir haben das Verfahren (?) eingestellt” oder sowas. Erst ein riesen Aufriss gemacht und dann nichtmal mehr die Freundlichkeit besessen sich zu entschuldigen o.ä.
    * Das sind halt echt Dullis, denen egal ist ein Haushalt 2x zahlt. Sonst wie die anderen bereits sagten, einfach OFFIZIELLEN Einspruch einlegen, auch die Nummern raussuchen die quasi angemeldet sich für die Adresse (Quasi Kundennummer bei der GEZ) und dann denen schicken.
    * Im härtesten Fall müsste man sich halt ehrlich Hilfe bei Jurist: innen suchen, aber ich denke nicht dass das soweit kommt.

  10. Vorallem dürfen die nur 3 Jahre nachfordern weil nach 3 Jahren es zu Verjährung kommen würde

  11. Die wichtigsten Hinweise sind schon von anderen mitgeteilt worden, aber auch noch mal hier: klär das unbedingt, ob anwaltlich oder mit Anschreiben. Freunden von mir sind teilweise die Konten gepfändet worden, weil sie die Schreiben ignoriert haben. Das hat bei denen dann lange gedauert und noch viel Ärger gebracht. Ich stand selbst auch schon mal kurz davor.
    Das Online-Formular von denen kannste leider in die Tonne drücken. Digitalisierung – es könnte so einfach sein…

  12. Ruf mal an. Die Hotline ist ziemlich kompetent meiner Erfahrung nach und unsere Doppeltrechnung war nach 5 min Telefonat erledigt. 

  13. Mit „freundlichen“ Grüßen…
    Hatte ich auch mal. Mein Tipp:

    Einschreiben für 4€ hin schicken mit Willensbekundung zur Zahlung und Angebot vom 70€ Raten Zahlung pro Monat.
    Gesetzlich (meine ich, bin kein Anwalt) besteht kein Grund zur Pfändung wenn eine Bekundung zur Zahlung vorliegt und ein adäquates Angebot zur Schuldtilgung vorliegt…
    Daher Einschreiben, nur damit kannst du den Eingang des Schreibens rechtlich nachweisen…

    Hat bei mir geklappt

    P.s. niemals SEPA Mandat erteilen! Als ich das gemacht hatte, haben die zufällig meine Ratenzahlungsvereinbarung verloren und alles eingezogen…

  14. Oh das hatte ich letztens auch so ähnlich. Wollten von mir dass ich ca. 2 Jahre doppelt zahle, ich habe Einspruch eingelegt, Belege geschickt dann kam nichts mehr. Paar Monate später waren dann ohne Vorwarnung alle Konten gesperrt. War gar nicht so erfreulich, vor allem da ich relativ alleine in einer neuen Stadt wohne und die Bank mir nicht helfen wollte „da ich mich über das Telefon nicht eindeutig identifizieren kann“.

    Waren die stressigsten Wochen meines Lebens da ich nicht an meinen Lohn kam aber ich habe es überlebt.

    Im Endeffekt musste ich trotz allem doppelt zahlen und habe jetzt einen fetten Schufa Eintrag. Mein Paypal war auch ne ganze Weile gesperrt da ich mein Konto nicht ausgleichen konnte. Nachdem ich mit dem Support geredet habe konnten die das aber wiederherstellen.

  15. Ziemlich genau den selben Betrag wollten die neulich auch von mir, allerdings ohne direkt mit Zwangsvollstreckung zu drohen. Witzigerweise berief sich das Anschreiben auf ein Weiteres, welches ich nie erhalten hatte (ging vmtl an die ehemaligen Adresse).

    In meinem Falle war es ein WG Zimmer für das von dem Hauptmieter jeweils der Rundfunkbetrag gezahlt worden ist und aus dem ich seit etwa 3 Jahren ausgezogen bin.

    Nachdem ich mit einer recht freundlichen Hotline Dame den Sachverhalt besprochen hatte, sollte ich meine Meldebescheinigung online über deren Kontaktformular übermitteln. Das hat auch gut geklappt und die nächste Forderung/Antwort hat nur 3 Monate auf sich warten lassen.

    War dann der Zeitraum bis vor dem Umzug also etwa 1/4 des vorherigen Betrages. Die kamen vermutlich nicht damit klar, dass es einen Hauptmieter/Rundfunkzahlerwechsel gab.

    Es wurde zwar durchgängig von unserem WG Konto gezahlt, aber der Ummeldetag im Bürgeramt des vorherigen Hauptmieters stimmte nicht mit dem Übergabedatum zum neuen HM überein (1.1. statt Mitte des Jahres).

    Ich muss meine ehemaligen Mitbewohner wirklich dafür loben, dass sie noch lückenlos die Zahlungen und An- sowie Abmeldungen nachweisen konnten. Das habe ich denen wieder online übers Kontaktformulat zugeschickt, seidem warte ich auf Antwort.

    Ich war auch drauf und dran in die Tastatur zu beißen und mich zu fragen, warum ich jetzt deren job machen muss…

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