Bedenke dass man als Mann nach wie vor von vielen schlecht angesehen wird wenn man depressiv ist oder sonstige psychische Probleme hat. Grade Chefs sehen das gerne als schwäche oder Leute führen alles, was ihnen an dir nicht passt darauf zurück.
Das Patriarchat erwartet auch, dass Männer immer stoisch und selbstsicher sein müssen und Männer, die Schwäche zeigen verlieren oft allen Respekt auch in Beziehungen.
Als Mann ende 20 der mit Depressionen und Angststörungen kämpft kann ich dir sagen dass die Hälfte der Menschen dich sofort als Weichling und unmännlich abstempelt, wenn du offen mit deinen Psychischen Problemen bist. Dass die meisten Frauen einen Mann wollen, der stark und resistent ist ist auch ein Problem.
Wenn man das ganze aber angehen will kriegt man keinen Platz beim Psychologen weil eben doch sehr viele diese Probleme haben und durchaus daran arbeiten wollen.
Ohren steif halten
Es ist was es ist, ich rechtfertige mich nicht
Die meisten würden gerne, aber find mal einen Kassenpsychologen der a) zu dir passt und b) nicht erst in 10 Monaten einen Termin frei hat und c) nicht 100km von dir weg wohnt.
Teilweise sind unsere Anlaufstellen aber auch einfach schlecht.
Du gehst hin und willst dein Leben fixen und dann kommen die mit “Ja lass ma über unsere Gefühle reden”
Ja bro, ich fühl mich schlecht, WEIL mein Leben shit ist. Über meine Emotionen reden bringt mir genau null.
Meine Conclusio ist also: Einfach geradeaus, selbst Lösungen finden, selbst alles in die Hand nehmen. Niemand kann mir helfen außer ich selbst.
Vor nicht mal zwanzig Jahren wurdest du auf´s übelste stigmatisiert wenn du auch nur “annähernd” psychisch krank warst. Kann mich noch zu gut daran erinnern wenn jemand “abgestempelt” worden ist. Ist ja eigentlich heute auch noch so. Teilweise.
geh aus meinem Kopf raus
Mein Motto ist: Leben heißt Leiden
,,Ma biste der Hund Ma biste der Baum‘‘
“Wie gehts?”, “Irgendwie muss es weiter gehen.”
Das fühl ich.
Zeit zu schlittern und einfach beides zu machen. Ich überleg mir auch immer ganz genau wem ich was erzähle, besonders was Therapie angeht.
Meine Ex is auch damals gegangen, als meine Depressionen schlimm wurden. Bis es so weit is, merkste einfach nich, wie die Leute drauf sind.
This is the way
Traurig aber wahr. War mitte meiner 20er auch geplagt von inneren dämonen. Aber irgendwann habe ich gewonnen, ohne Therapie. Sozusagen selbst Therapiert. Das hat mich sehr emotionskalt gemacht. Jetzt mit mitte 30 fühle ich mich als könnte mich nichts aus der bahn werfen, egal wer stirbt oder was ich verliere. Un das ist jetzt meine Angst…einfach zu kalt zu sein. Irgendwann einfach probleme anderer nicht mehr mit Empathie nachvollziehen zu können. Zu emotionslos zu werden und irgendwann die augen zu öffnen und merken was man durch das kalte dasein alles im leben verloren hat und es nichtmehr rückgängig zu machen ist. Und wenn das kickt…dann ist alle Hoffnung verloren.
Ich habe eine sehr emotionale Freundin die ich über alles liebe, ich bin so dankbar das ich durch sie immer wieder wachgerüttelt werde mich selbst nicht zu verlieren
Bin mittlerweile in meiner 2ten Therapie bezüglich meiner Panikattacken. Mein engster Kreis weiß Bescheid. Aber ja. Sonst wissen es eben viele nicht. Aber ich hatte es sogar schon einmal erlebt, dass man mich damit als schwach darstellen wollte. „Haha! Du tust was für deine mentale Gesundheit? Pussy!“ (natürlich kein Zitat).
Bis es hier mal generell mehr akzeptiert wird, wird es wohl noch lange dauern und ungesundes männliches Verhalten wird es wohl immer geben. Allein die Suizidraten sollten doch zeigen, dass es mehr bedarf. Ohne meine PKV würde ich wohl noch heute auf einen Platz warten (hab im Mai 23 angefangen).
Verzeihung für fehlende Formatierung und damit so eine Wand an Text, ich bin am Handy.
Joa, man trainiert sich halt einfach an, auf seine Gefühle und Bedürfnisse zu scheißen, um glücklich zu sein, egal wie scheiße das Leben gerade ist.
Zumindest hat das für mich ganz gut funktioniert… immerhin bin ich nun seit über einem Jahr frei von suizidalen und selbst-verletzenden Gedanken und Taten.
Ich bin tatsächlich in der Lage meine Gefühle und Empfinden so bewusst zu kontrollieren, dass ich z.B. Gefallen an etwas finde, wo eigentlich nur Abneigung oder Unlust ist oder, dass ein Essen mir schmeckt obwohl es das normalerweise nicht tut. Ist hilfreich wenn ich mir mal nicht leisten kann was ich will oder es gerade nicht zur Verfügung steht. Oder mich einfach auf „Glücklich“ oder wenigstens „Normal“ umstellen kann, wenn mal wieder ein Trauma für eine Panikattacke sorgt. Auch wenn das dann halt erst nach der Panikattake greift. Daran arbeite ich noch, die gehen mir auf den Sack.
Es ist wie’s si
Man kann problemlos beides machen
“Ist halt so wie es ist”
Ignorieren und überwinden.
Nun, ich habe es mehrfach versucht aber mir wurde gesagt meine Probleme wäre ja völlig normal und keine richtigen Probleme (auch wenn ich selber das so empfinde) und ich solle es doch stattdessen mit Coaching probieren. Nachdem man bei schambehafteten Themen, die man noch nie jemanden erzählt hat sich geöffnet hat fühlt man sich bei der Aussage sehr vor dem Kopf gestoßen.
Danke für nichts.
Ja so geht’s mir grade. Seit Monaten scheiße auf der arbeit. Es ist nicht mal krasser Druck, aber es ist nichts schönes mehr. Jeden Tag will ich davor weglaufen. Ab Sonntag mittag ist meine Stimmung schlecht, weil ich weiß, dass ich am Montag wieder auf Arbeit muss.
Zuhause ist es auch nicht besser. Meine Freundin hat Bedürfnis an die Beziehung, die ich (aktuell) nicht erfüllen kann. Deswegen selbst sehr hoffnungslos, kaum gute Gefühle für mich. Egal wo ich bin, immer nur dieses Herzrasen und der Druck auf der Brust. Nie leicht.
Meine einzige Freude ist zocken. Aber so eine klassische Sucht bringt halt auch nichts. Hab ein dreivierteljahr für einen Therapieplatz gebraucht, aber bis jetzt hat das auch noch gar nicht geholfen.. Die hat selbst gesagt, dass sie keinen Rat weiß, wenn ich von meiner Situation erzähle.
Wo Therapieplatz?
Ich fühl mich beobachtet. Muss aber sagen, dass ich man lebt für gewöhnlich zu Leuten sage, bei denen ich jetzt unbedingt mehr ins Detail gehen will.
Hab über 16 Absagen,
Warteliste beträgt mittlerweile 3 Jahre,
Meine Krankenkasse steckt 0% eigen verantwortung rein
Hab multiple veraltete überweisungen,
Aber klar doch, wir Männer rufen nie nach Hilfe.
Es ist wie es ist
Wir leben in einer Epidemie der Einsamkeit. Männer können sich nur wesentlich schlechter ausdrücken.
„Und, wie geht’s?“
„Es geht. Den Bach runter, aber es geht.“
Es tut sein, wie das manchmal.
Therapieplatz finden – stressig, unwahrscheinlich, ungewiss
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“und, wie geht’s?”
“ja, muss”
„Was ist denn los?“
– „Bin nur Müde“
“Muss”
Mann lebt (ich setz mich ja schon)
Bedenke dass man als Mann nach wie vor von vielen schlecht angesehen wird wenn man depressiv ist oder sonstige psychische Probleme hat. Grade Chefs sehen das gerne als schwäche oder Leute führen alles, was ihnen an dir nicht passt darauf zurück.
Das Patriarchat erwartet auch, dass Männer immer stoisch und selbstsicher sein müssen und Männer, die Schwäche zeigen verlieren oft allen Respekt auch in Beziehungen.
Als Mann ende 20 der mit Depressionen und Angststörungen kämpft kann ich dir sagen dass die Hälfte der Menschen dich sofort als Weichling und unmännlich abstempelt, wenn du offen mit deinen Psychischen Problemen bist. Dass die meisten Frauen einen Mann wollen, der stark und resistent ist ist auch ein Problem.
Wenn man das ganze aber angehen will kriegt man keinen Platz beim Psychologen weil eben doch sehr viele diese Probleme haben und durchaus daran arbeiten wollen.
Ohren steif halten
Es ist was es ist, ich rechtfertige mich nicht
Die meisten würden gerne, aber find mal einen Kassenpsychologen der a) zu dir passt und b) nicht erst in 10 Monaten einen Termin frei hat und c) nicht 100km von dir weg wohnt.
Teilweise sind unsere Anlaufstellen aber auch einfach schlecht.
Du gehst hin und willst dein Leben fixen und dann kommen die mit “Ja lass ma über unsere Gefühle reden”
Ja bro, ich fühl mich schlecht, WEIL mein Leben shit ist. Über meine Emotionen reden bringt mir genau null.
Meine Conclusio ist also: Einfach geradeaus, selbst Lösungen finden, selbst alles in die Hand nehmen. Niemand kann mir helfen außer ich selbst.
Vor nicht mal zwanzig Jahren wurdest du auf´s übelste stigmatisiert wenn du auch nur “annähernd” psychisch krank warst. Kann mich noch zu gut daran erinnern wenn jemand “abgestempelt” worden ist. Ist ja eigentlich heute auch noch so. Teilweise.
geh aus meinem Kopf raus
Mein Motto ist: Leben heißt Leiden
,,Ma biste der Hund Ma biste der Baum‘‘
“Wie gehts?”, “Irgendwie muss es weiter gehen.”
Das fühl ich.
Zeit zu schlittern und einfach beides zu machen. Ich überleg mir auch immer ganz genau wem ich was erzähle, besonders was Therapie angeht.
Meine Ex is auch damals gegangen, als meine Depressionen schlimm wurden. Bis es so weit is, merkste einfach nich, wie die Leute drauf sind.
This is the way
Traurig aber wahr. War mitte meiner 20er auch geplagt von inneren dämonen. Aber irgendwann habe ich gewonnen, ohne Therapie. Sozusagen selbst Therapiert. Das hat mich sehr emotionskalt gemacht. Jetzt mit mitte 30 fühle ich mich als könnte mich nichts aus der bahn werfen, egal wer stirbt oder was ich verliere. Un das ist jetzt meine Angst…einfach zu kalt zu sein. Irgendwann einfach probleme anderer nicht mehr mit Empathie nachvollziehen zu können. Zu emotionslos zu werden und irgendwann die augen zu öffnen und merken was man durch das kalte dasein alles im leben verloren hat und es nichtmehr rückgängig zu machen ist. Und wenn das kickt…dann ist alle Hoffnung verloren.
Ich habe eine sehr emotionale Freundin die ich über alles liebe, ich bin so dankbar das ich durch sie immer wieder wachgerüttelt werde mich selbst nicht zu verlieren
Bin mittlerweile in meiner 2ten Therapie bezüglich meiner Panikattacken. Mein engster Kreis weiß Bescheid. Aber ja. Sonst wissen es eben viele nicht. Aber ich hatte es sogar schon einmal erlebt, dass man mich damit als schwach darstellen wollte. „Haha! Du tust was für deine mentale Gesundheit? Pussy!“ (natürlich kein Zitat).
Bis es hier mal generell mehr akzeptiert wird, wird es wohl noch lange dauern und ungesundes männliches Verhalten wird es wohl immer geben. Allein die Suizidraten sollten doch zeigen, dass es mehr bedarf. Ohne meine PKV würde ich wohl noch heute auf einen Platz warten (hab im Mai 23 angefangen).
Verzeihung für fehlende Formatierung und damit so eine Wand an Text, ich bin am Handy.
Joa, man trainiert sich halt einfach an, auf seine Gefühle und Bedürfnisse zu scheißen, um glücklich zu sein, egal wie scheiße das Leben gerade ist.
Zumindest hat das für mich ganz gut funktioniert… immerhin bin ich nun seit über einem Jahr frei von suizidalen und selbst-verletzenden Gedanken und Taten.
Ich bin tatsächlich in der Lage meine Gefühle und Empfinden so bewusst zu kontrollieren, dass ich z.B. Gefallen an etwas finde, wo eigentlich nur Abneigung oder Unlust ist oder, dass ein Essen mir schmeckt obwohl es das normalerweise nicht tut. Ist hilfreich wenn ich mir mal nicht leisten kann was ich will oder es gerade nicht zur Verfügung steht. Oder mich einfach auf „Glücklich“ oder wenigstens „Normal“ umstellen kann, wenn mal wieder ein Trauma für eine Panikattacke sorgt. Auch wenn das dann halt erst nach der Panikattake greift. Daran arbeite ich noch, die gehen mir auf den Sack.
Es ist wie’s si
Man kann problemlos beides machen
“Ist halt so wie es ist”
Ignorieren und überwinden.
Nun, ich habe es mehrfach versucht aber mir wurde gesagt meine Probleme wäre ja völlig normal und keine richtigen Probleme (auch wenn ich selber das so empfinde) und ich solle es doch stattdessen mit Coaching probieren. Nachdem man bei schambehafteten Themen, die man noch nie jemanden erzählt hat sich geöffnet hat fühlt man sich bei der Aussage sehr vor dem Kopf gestoßen.
Danke für nichts.
Ja so geht’s mir grade. Seit Monaten scheiße auf der arbeit. Es ist nicht mal krasser Druck, aber es ist nichts schönes mehr. Jeden Tag will ich davor weglaufen. Ab Sonntag mittag ist meine Stimmung schlecht, weil ich weiß, dass ich am Montag wieder auf Arbeit muss.
Zuhause ist es auch nicht besser. Meine Freundin hat Bedürfnis an die Beziehung, die ich (aktuell) nicht erfüllen kann. Deswegen selbst sehr hoffnungslos, kaum gute Gefühle für mich. Egal wo ich bin, immer nur dieses Herzrasen und der Druck auf der Brust. Nie leicht.
Meine einzige Freude ist zocken. Aber so eine klassische Sucht bringt halt auch nichts. Hab ein dreivierteljahr für einen Therapieplatz gebraucht, aber bis jetzt hat das auch noch gar nicht geholfen.. Die hat selbst gesagt, dass sie keinen Rat weiß, wenn ich von meiner Situation erzähle.
Wo Therapieplatz?
Ich fühl mich beobachtet. Muss aber sagen, dass ich man lebt für gewöhnlich zu Leuten sage, bei denen ich jetzt unbedingt mehr ins Detail gehen will.
Hab über 16 Absagen,
Warteliste beträgt mittlerweile 3 Jahre,
Meine Krankenkasse steckt 0% eigen verantwortung rein
Hab multiple veraltete überweisungen,
Aber klar doch, wir Männer rufen nie nach Hilfe.
Es ist wie es ist
Wir leben in einer Epidemie der Einsamkeit. Männer können sich nur wesentlich schlechter ausdrücken.
„Und, wie geht’s?“
„Es geht. Den Bach runter, aber es geht.“
Es tut sein, wie das manchmal.
Therapieplatz finden – stressig, unwahrscheinlich, ungewiss
“Mach’se nix” – Umsonst, zuverlässig, effektiv