Mietexplosion in Dublin: Was passiert, wenn die Wohnungsnot eskaliert?

by Gandhi70

25 comments
  1. >In Irland lässt sich beobachten, was passiert, wenn die Wohnungskrise eskaliert: Seit 2013 haben sich die Mieten in der Stadt etwa verdoppelt. Der durchschnittliche Mietpreis für eine Einzimmerwohnung liegt derzeit bei knapp 2000 Euro monatlich.

    Wow, im Vergleich dazu ist München ja hinterste Provinz…

  2. Passiert wenn zu wenige Wohnungen gebaut werden. Denn wenn politisch auf Eigentum gesetzt wird wollen die Eigentümer natürlich nicht dass mehr gebaut wird und dadurch ihre Immobilienwerte gesenkt werden

    Immobilien als Investment zu sehen war vielleicht der größte Fehler der westlichen Welt

  3. Es kann halt nicht jeder erwarten ein eigenes Zimmer bewohnen zu können

    /s

  4. Das muss dieser Markt sein, der das schon regelt. Praktisch ein Musterland für die FDP.

  5. Freue mich, wenn ich in ‘nem Jahr mit meinem Master fertig bin, ein solides Einstiegsgehalt verdiene und direkt bei meinen Eltern im Dachgeschoss einziehen kann, weil ich mir sonst nirgendwo die Miete leisten kann 😀

  6. Kann man nur wegziehen. Eine andere Option gibt es kurzfristig nicht.

  7. Das Problem in Dublin ist auch der sogenannte „Urban Sprawl“. Anstatt mehrstöckige Gebäude mit vielen Wohnungen zu bauen, will jeder in seinem eigenen Reihenhaus wohnen. Dadurch erstreckt sich die Stadt sehr weit nach außen. Die Qualität der Gebäude ist meist recht schlecht. Verschärfend kommt hinzu, dass der öffentliche Nahverkehr extrem schlecht und teuer ist, eigentlich gibt es nur Busse und ein paar Bahnen. Eine U-Bahn befindet sich seit mehreren Jahrzehnten in Planung bzw. inzwischen, glaube ich, im Bau. Dafür sind die Gehälter ganz gut und es gibt viele Arbeitsplätze und gute Firmen. Aber die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist, wie im Artikel beschrieben, katastrophal. Und keiner unternimmt was…

  8. Mietexplosion in Berlin: Was passiert, wenn die Wohnungsnot eskaliert?

  9. Genossenschaften, Genossenschaften, Genossenschaften. Alles andere ist Murks und immer dem Profit Einzelner untergeordnet.

  10. Immerhin wurde der Charakter der Nachbarschaften nicht verändert, keine Flächen versiegelt und die schwanzlose Dreischwanzeidechse nicht gefährdet. Ein großer Erfolg!

  11. Scheiß Bauvorschriften in Deutschland. Im Ausland ist das viel besser, deshalb sind da auch die Mieten günstiger.

  12. Wie kann es eigentlich sein, dass diese Mietpreise in jedem Land in jeder Großstadt explodieren und es die Politik nirgendwo schaffe, das hinzukriegen?

  13. Bin mir sicher die AUSLÄNDAAA sind schuld und es hat nichts damit zu tun dass die Reichen mit billigem Geld der Nationalbanken nicht mehr wissen wohin mit ihrer Kohle

  14. Habe 2022 bis 2023 dort ein Praktikum gemacht. Es war der pure Wahnsinn, wenn man als Student aus einer mittelgroßen deutschen Stadt, in der man 450€ für 30m² Warmmiete zahlt, plötzlich 1.750€ dieselbe Fläche zahlen muss. Eine Arbeitskollegin hatte ein WG-Zimmer für fast 2.000€ im Monat.

    Kurz nach meiner Ankunft wurde auch eine Kampagne gefahren, in der Familien dazu aufgerufen wurden, ein Zimmer zu vermieten. Zeltstädte in der Stadt waren relativ normal an einigen Stellen.

    Neue Wohnungen oder Hochhäuser werden auch kaum gebaut, weil die Leute lieber in ihren eigenen Häusern wohnen, bzw. diese Häuser Fläche wegnehmen. Im Stadtteil Sandyford steht seit 2008 ein Rohbau, der einfach nicht fertig wird. Soll für Wohnungen genutzt werden, aber es geht einfach nicht voran.

    Ich hoffe wirklich, dass es bei uns nicht dieselben Ausmaße annimmt (was wohl schon zu spät ist, wenn man mal nach Berlin schaut) und dass sich die Situation dort wieder irgendwie entschärft.

    Besteuerung von Großunternehmen wäre bestimmt ne Finanzierungsmöglichkeit, aber dann hauen die ja alle ab…

  15. Leider wie in Deutschland… jahrelang verschleppt weil teuer und politisch unattraktiv, dazu noch viele Interessen denen man auf die Füße treten könnte wenn Miet und Immobilienpreise sinken.
    Jetzt kommt langsam die Situation wo es angegangen werden muss weil es auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt drückt…nur inzwischen ist das Problem leider so groß, dass nur massive und schmerzhafte Eingriffe helfen.

    Das sollte uns in DE eigentlich zu denken geben…aber wir treten das Problem auch nur von einer Legislaturperiode zur nächsten. Und bei uns kommt noch die Schuldenbremse hinzu…selbst wenn der politische Wille da wäre hier wirklich ein Zeichen zu setzen, no tengo dinero.

  16. “Einfach in einer Villa wohnen, wenns keine Wohnungen gibt”

    – Scholz

  17. Passiert halt wenn man sich viele Menschen ins Land holt und neu bauen unwirtschaftlich ist. Wir haben hier die selbe Situation nur noch nicht so schlimm.

  18. Während meines Auslandssemesters an der University of Limerick habe ich vor 2 Jahren für mein Zimmer in einer 6er WG auf’m Campus rund 800€ gezahlt. Angemerkt werden muss hierbei, dass jeder ein eigenes Bad mit Dusche hat und WLan & Co. bereits mit im Preis drinnen waren (war zusätzlich eines der teuersten Student Accommodations). In anderen Studentenwohnheimen lag die Miete immerhin “nur” bei ca. 600€, dafür hatte man 7 Mitbewohner:innen, mit welchen man sich 2 Badezimmer teilen musste. Unterkünfte außerhalb der Uni haben auch so um die 500-500€ gekostet, wsren aber teilweise sehr ranzig wie auch die 8er WGs.

    Eine (Cost of) Living Crisis gabs auch damals schon, die scheint sich aber nochmal verschlimmert zu haben. Damals wussten einige der Student:innen im Mai noch nicht, wo sie im August wohnen würden (man konnte max. 1 in derselben Unterkunft bleiben, danach musste man sich neu bewerben) Teilweise haben Leute die letzten Semster wohl in Autos gepennt, weil sie keine (bezahlbaren) Wohnungen gefunden haben. Die Wohnungen die es gibt, sind häufig auch sehr ranzig (Klamotten plötzlich voller schwarzer Schimmel etc./Schimmel insgesamt ein großes Problem). Neben den hohen Preisen und Mangel an Wohnplatz kommt auch noch hinzu, dass die Uni enorm viele Internationale Studenten annimmt (z.B. Erasmus), die häufig die Plätze in den student accommodations kriegen.

    tl;dr, Dublin ist nur eine von vielen Städten in Irland mit einer cost of living/accommodation crisis. Leidtragende sind häufig die lokalen Studierenden/jungen Menschen.

  19. Mietzuschuss von 25% für Ärmere? Erstmal Mietenl um 25% erhöhen 😎

  20. Sie haben vielleicht keinen bezahlbaren Wohnraum, aber dafür jede Menge Expats in Finance und IT und ein riesiges GDP dank Milliarden anderem Ländern abgezwackten Steuergeld. Ist doch super! /s

  21. Das passiert halt wenn Konzerne mit Monopol-Stellung quasi Geld drucken können, dadurch absurd hohe Gehälter zahlen können und sich dann zwecks Steueroptimierung dort niederlassen. Blöd für die lokale Bevölkerung. Aber auf meiner Sicht liegt ein Teil des Problems echt in den Tech-Monopolen und der krassen Marktzentrierung.

  22. Noch lachen hier alle, aber wir sind am Beginn der zweiten Industrialisierung….

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