Wenns nach dem geht, würde man den Sozialstaat abschaffen, wen interessiert was der denkt.
Ach das Jahrhundert ist noch jung.
Gab es letztes Jahrhundert noch teurere?
> “Bisher ist es gut gelungen, den Beitragssatz entgegen allen Prognosen stabil zu halten”, hob Roßbach hervor.
Ja klar, man kippt ja stattdessen Steuern drauf.
Wie dreist von diesem Arbeitgeberpräsidenten. Die Renten sind doch unter anderem zu niedrig, weil die Gehälter zu niedrig sind. Wir haben Altersarmut, weil die Rentner früher zu wenig bekommen haben, und die Arbeiter heute zu wenig bekommen. Mit anderen Worten, das Versagen unseres Sozialsystems ist die direkte Konsequenz der Lobbyarbeit seines asozialen Vereins.
[deleted]
Komisch, dass sich die Herren Christian “Sozialmoratorium” Lindner und Friedrich “bei-Sozialausgaben-sparen” Merz dazu noch gar nicht in der Springerpresse geäußert haben. Gegen arme Kinder, Arbeitslose oder Migranten zu polemisieren, das geht ihnen sonst schnell über die Lippen, aber bei Rentnern hört der Spaß scheinbar auf…
Renten sind das Thema, mit denen Mitte-Rechts junge Menschen abholen kann.
Ein Typ, dessen (größtenteils ererbtes) Vermögen auf rund 200.000.000 Euro geschätzt wird, beschwert sich darüber, dass andere Leute zu viel Geld bekommen. Und ein Großteil der jungen Deutschen stimmt ihm begeistert zu, weil es ja dieses Mal gegen die Alten geht.
Im nächsten Schritt werden Leute wie Dulger dann die Streichung weiterer Sozialleistungen fordern, natürlich in Verbindung mit Steuererleichterungen für sich selbst. Bis dahin sind dann aber wieder neue Kultur- und Generationenkämpfe in der öffentlichen Debatte angekommen, so dass keiner es merkt.
Wer wissen will, wohin diese Art von Politik führt, der muss nur in die USA schauen. Dort sind fast alle Träume der Arbeitgeberverbände und weiter Teile der Jugend in Kontinentaleuropa verwirklicht: Es gibt keine umlagefinanzierten Sozialsysteme, fast keine Sozialleistungen, die Steuern sind niedrig und der Staat hält sich in weiten Teilen aus dem Leben raus. Wer wissen will, ob das funktioniert, dem empfehle ich eine USA-Reise abseits der Touristenpfade. Die Zeltstädte Kaliforniens, die Mobilheimsiedlungen der Appalachen oder die verfallenen Industriestädte des Mittleren Westens dürften einen gewissen Heilungsprozess einleiten.
11 comments
Haben wir noch Superlative? Keine mehr?
teuerstes Sozialgesetz des Jahrhunderts bis jetzt
Wenns nach dem geht, würde man den Sozialstaat abschaffen, wen interessiert was der denkt.
Ach das Jahrhundert ist noch jung.
Gab es letztes Jahrhundert noch teurere?
> “Bisher ist es gut gelungen, den Beitragssatz entgegen allen Prognosen stabil zu halten”, hob Roßbach hervor.
Ja klar, man kippt ja stattdessen Steuern drauf.
Wie dreist von diesem Arbeitgeberpräsidenten. Die Renten sind doch unter anderem zu niedrig, weil die Gehälter zu niedrig sind. Wir haben Altersarmut, weil die Rentner früher zu wenig bekommen haben, und die Arbeiter heute zu wenig bekommen. Mit anderen Worten, das Versagen unseres Sozialsystems ist die direkte Konsequenz der Lobbyarbeit seines asozialen Vereins.
[deleted]
Komisch, dass sich die Herren Christian “Sozialmoratorium” Lindner und Friedrich “bei-Sozialausgaben-sparen” Merz dazu noch gar nicht in der Springerpresse geäußert haben. Gegen arme Kinder, Arbeitslose oder Migranten zu polemisieren, das geht ihnen sonst schnell über die Lippen, aber bei Rentnern hört der Spaß scheinbar auf…
Renten sind das Thema, mit denen Mitte-Rechts junge Menschen abholen kann.
Ein Typ, dessen (größtenteils ererbtes) Vermögen auf rund 200.000.000 Euro geschätzt wird, beschwert sich darüber, dass andere Leute zu viel Geld bekommen. Und ein Großteil der jungen Deutschen stimmt ihm begeistert zu, weil es ja dieses Mal gegen die Alten geht.
Im nächsten Schritt werden Leute wie Dulger dann die Streichung weiterer Sozialleistungen fordern, natürlich in Verbindung mit Steuererleichterungen für sich selbst. Bis dahin sind dann aber wieder neue Kultur- und Generationenkämpfe in der öffentlichen Debatte angekommen, so dass keiner es merkt.
Wer wissen will, wohin diese Art von Politik führt, der muss nur in die USA schauen. Dort sind fast alle Träume der Arbeitgeberverbände und weiter Teile der Jugend in Kontinentaleuropa verwirklicht: Es gibt keine umlagefinanzierten Sozialsysteme, fast keine Sozialleistungen, die Steuern sind niedrig und der Staat hält sich in weiten Teilen aus dem Leben raus. Wer wissen will, ob das funktioniert, dem empfehle ich eine USA-Reise abseits der Touristenpfade. Die Zeltstädte Kaliforniens, die Mobilheimsiedlungen der Appalachen oder die verfallenen Industriestädte des Mittleren Westens dürften einen gewissen Heilungsprozess einleiten.