Drei Jahre Haft für Arzt wegen Suizidhilfe

by Hirti

24 comments
  1. Das Bundesverfassungsgericht hat bereits vor Jahren geurteilt, dass zu einem selbstbestimmten Leben auch der selbstbestimmte Tod gehört und dass die Politik dafür einen rechtlichen Rahmen vorgeben müsse. Leider hat Hr Spahn das ganze damals absolut nicht interessiert und so ist seitdem nicht viel passiert.

  2. Sterbehilfe ist wichtig und muss legalisiert werden. Allerdings stimme ich den Richtern zu, das sie bei Fällen mentaler Erkrankungen ein Graubereich ist.

    Klassiker wäre ein Alzheimer Patient der vor seiner Erkrankung den Willen geäußert hat Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen falls er an Alzheimer erkrankt, sich dann aber mit Händen und Füßen dagegen wehrt, das diese Vollzogen wird.

  3. Auch wenn ich grundsätzlich für eine freie Sterbehilfe bin, und die jetzigen Zustände widerwärtig finde, ist das Thema extrem schwierig sobald mentale Erkrankungen im Bild sind.

    Ob ich jetzt dafür wäre den Arzt zu verurteilen, weiß ich nicht. Ich weiß bloß, dass dies hier jedoch keine moralisch klare Angelegenheit ist.

    Depression ist halt mehr als nur eine “Charakterhaltung/Einstellung” sondern eine tatsächlcihe Krankheit, welche persönliche Neigungen und Ansichten stark beeinflusst. Weiß ich aus eigener Erfahrung.

  4. Prinzipiell denke ich schon, dass es Fälle von Sterbehilfe geben sollte, aber insgesamt scheint mir eine Spanne von nur zwei Wochen zwischen Kontaktaufnahme und Tod doch verdammt kurz. Gerade, wenn die Person an Depressionen leidet und mit einer Behandlung dieser vielleicht auch eine ganz andere Sichtweise auf das Ende des Lebens einhergehen würde.

  5. Ist halt echt übel wie hierzulande das Thema Sterbehilfe und Suizid verschwiegen wird. So nach dem Motto über was nicht gesprochen wird das existiert halt nicht. Wünschte mir hier einen deutlich liberaleren Umgang mit diesen Themen wie z.B. in der Schweiz oder Belgien.

    Zumindest sollten die Parteien und Politiker mal öffentlich dazu Stellung beziehen meinetwegen auch Ablehnun, das wäre wenigstens ehrlich. Dieses ewige Schweigen halte ich nicht mehr aus.

  6. Also auch wenn es da auf jeden Fall Neuerungen braucht auf dem gebiet kannst du halt definitiv nicht einfach 2 Wochen nach dem du jemanden kennen lernst als mehr oder weniger erste Option sagen, Jo dann wird die jetzt halt umgelegt.

  7. Tja, das selbstbestimmte Sterben ist wohl immernoch ein Thema für die private Altersvorsorge. Hab schon überlegt, eine entsprechende Dosis Heroin oder Fentanyl im Tresor einzulagern.

  8. Er hätte den Patient einfach mit dem Auto überfahren müssen, dann wäre er straffrei davon gekommen.

    Sterbehilfe durch SUV-Fahrer.

  9. Naja, Sterbehilfe bei einer schweren körperlichen Erkrankung ist legitim, bei einer schweren psychischen Erkrankung jedoch nicht? Wer bin ich denn, dass ich Menschen dazu zwingen will, mit einer Depression zu leben?

  10. Naja, Sterbehilfe bei einer schweren körperlichen Erkrankung ist legitim, bei einer schweren psychischen Erkrankung jedoch nicht? Wer bin ich denn, dass ich Menschen dazu zwingen will, mit einer Depression zu leben?

  11. Ja 2 Wochen sind wenig, er hat offensichtlich alles Dokumentiert.

    Nur weil es keine gesetzliche Grundlage gibt heißt es nicht das man nicht recht auf Sterbehilfe hat.

    Das sie nun tote Frau geäußert hat das sie andernfalls suizid begehen würde udn damit zwangsweise PErsonen miteinbeziehen die dadurch im bestenfall schokiert sind im schlimmstenfall Traumatieisert doer schlimmere leiden davon tragen. Der Arzt hat mMn es richtig gemacht.

    Der Gestzgeber ist Schuld daran das es keine Lösung dafür gibt, den es soll eine Lösung geben. Und dann soll es halt vom Psychologen zum Arzt gehen und gut ist. Der Prozess sollte einige Dokumente und unterschriften miteinbeziehen und dann soll man selbstbestimmt durhc fremde hilfe sterben dürfen. Wenn man das möchte.

    Das sich der Budenstag nicht einigen konnte ist übrigens schuld von konservativen.

  12. für alle die sich dafür interessieren, der podcast „justitias wille“ hat den fall begleitet. 🙂

  13. Sorry, aber innerhalb von sechs Wochen vom Erstkontakt zum Suizid: In der Zeit war ich nicht mal mit den anfänglichen diagnostischen Fragebögen durch. Ich halte es für extrem fragwürdig, wie es möglich sein soll, in dieser kurzen Zeitspanne zu dem Urteil zu gelangen, dass ein unheilbaren Leiden vorliegt, weil alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind.

  14. Du darfst in deutschland nicht einfach so sterben

  15. Mal wieder eine lachhafte Rechtssprechung. Den dt. Gerichten kann ich nur selten zustimmen.

  16. Ein kurioses Urteil. Wieso ist es Totschlag, wenn sie den Hahn selber aufgedreht hat? Wenn es Totschlag ist, warum dann drei Jahre und nicht fünf? Und wenn depressive Menschen keinen freien Willen haben, sind sie dann vertragsfähig?

  17. Also ich bin generell ja für Sterbehilfe aber gerade bei so einem speziellen Fall kann ich mich nicht guten Gewissens auf die Seite des Arztes stellen.

    Hier liegt ein massives psychisches Leiden vor und er behauptet er habe innerhalb von wenigen Wochen alleine entscheiden können das es hier kein anderen Ausweg gibt als der Freitod?

    Es klingt vielleicht hart aber bei so starken Depressionen sind Menschen nicht mehr voll Zurechnungsfähig und können weder ihre Situation noch Alternativen voll Überblicken und da ist dann halt der schnellste Weg raus aus der aktuellen Situation der Tod

    Dazu ist der Mann doch gar kein Spezialist für solche schwierigen Mentale Probleme

  18. Hätte er sie halt überfahren, dann wäre alles okay gewesen /s

  19. Halte ich für die richtige Rechtsprechung.

    Sterbehilfe ist ein schwieriges Thema. Dann geht es noch um eine recht junge Person ohne körperliche Probleme. Dann keinen Rücksprachen mit ihren Ärzten und nach 2 Wochen der ersten Selbstmordversuch. Nach Psychiatrie direkt den Nächsten, diesmal erfolgreich. Der Arzt war immer mit dabei.

    Das alles klingt für mich nicht nach einen seriösen Arzt, sondern jemand der gerne den Todesengel spielt. Vorallem wenn man seine Aussagen über Psychologen sich noch durchliest.

  20. Als jemand, der grade nach etwa einer Dekade die Depression überwunden hat finde ich das irgendwie extrem bitter.. ich weiß ganz genau wie abgedroschen usw. es klingt wenn man sagt, dass es für jeden eine Lösung gibt aber ich bin fest davon überzeugt, dass genau das der Fall ist.
    Natürlich sieht man selbst keinen Lichtblick als Betroffener und ich hatte ehrlicherweise auch schon sehr konkrete Pläne, weil ich eben absolut keine Hoffnung mehr hatte.
    Aber man weiß nicht was man nicht weiß und nur weil man eine Lösung (noch) nicht sieht, heißt das nicht, dass diese nicht existiert! Ist selbstverständlich kein leichter Weg aber ist gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels und besonders wenn man Jahre lang nur in den Abgrund geblickt hat ist der Kontrast wenn man es raus geschafft hat noch viel schöner.
    Ich hab immer noch immer mal wieder Momente in denen ich so übermannt werde von positiven Gefühlen, dass ich davon anfangen muss zu weinen, einfach weil ich so dankbar und glücklich darüber bin plötzlich die kleinsten Dinge wertschätzen zu können, etwas was ich nie für möglich gehalten hätte!

  21. Das verstehe ich nicht. Ich dachte, das Bundesverfassungsgericht hat dazu ein klares Urteil gemacht, dass Sterbehilfe rechtens ist.

  22. Wenn man schon die Sterbehilfe nicht zulässt muss man wenigstens dafür sorgen daß jeder der Hilfe benötigt sie auch bekommt. Das ist ein häufiges Argument was Gegner der Sterbehilfe anführen aber es verlogen wenn man sich nicht zeitgleich dafür einsetzt das genügend Hilfsangebote geschaffen werden.

Leave a Reply