Mehrwertsteuer wieder bei 19 Prozent: Weniger Gäste, weniger Umsatz

by AnraoWi

38 comments
  1. Das Preisniveau ist halt insgesamt wesentlich höher jetzt in der Gastronomie, die Mehrwertsteuer ist da nicht der entscheidende Faktor. Natürlich wirkt sich das auf die Nachfrage aus.

  2. Also fuer das Trinkproblem habe ich eine super Loesung:

    einfach den Gaesten direkt auch Leitungswasser hinstellen 🙂 Aber oh nein, dann kann den Gaesten ja garnicht 4 Euro fuer eine Cola aus der Tasche ziehen :((

  3. Ich würde vorschlagen das Bürgergeld zu senken, langzeitarbeitslose zur sozialer Arbeit verpflichten, das Renteneintrittsalter zu erhöhen und den Lokführern das streiken zu verbieten.

    Bringt jetzt den Gastronomen nicht unmittelbar was aber ich glaub da bin ich auf der gleichen Linie wie die FDP Spitze.

  4. Als ob die Mehrwertsteuer das ausschlaggebende ist. Kleinen Unterschied machts bestimmt, aber grundsätzlich ist die Preisexplosion Schuld daran.

    Wenn Preise stärker wachsen als Löhne, haben die Leute eben weniger Geld für nicht-lebenswichtige Vergnügungen- Und es werden sowieso schon schlechte/Preis-Leistungsverhältnisse halt eher sichtbar.

    Effektiv gehe ich nicht mehr draußen Essen, weil es zu teuer ist. Aber falls es doch mal dazu kommt, bleibt definitiv das Getränk weg, welches schon stets überteuert war, aber welches man sich früher doch schon ab und an gegönnt hatte. Und ich stapfe auch ganz sicher nicht mehr in Buden, die Speisen anbieten, welche ich auch selber auf vergleichbarem oder besseren Niveau zubereiten könnte.

  5. Gastronomie ist eh Luxus und nichts was unbedingt notwendig wäre.

  6. Ein Restaurantbesuch ist halt ein Luxusgut gewesen und wieder geworden, da gehe ich nicht zu dem 0815 Laden. Auch haben fast keine Gastrobetriebe mehr genügend Mitarbeiter, wenn einige schließen müssen haben die anderen wieder Mitarbeiter. Der Markt kann da gerne mal regeln.

  7. Komisch, dass auch die Liefer und Mitnehmpreise gestiegen sind. Davon war die Rückkehr zum alten Satz ja gar nicht betroffen.

    Lieferpizza für 19€. Vorher für 8,90€. Merkt ihr selbst ne?

  8. Letztens im Biergarten:

    Schweinsbraten mit Knödel 15€

    Ofenkartoffel mit Kräuterquark 15€

    Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

  9. Der Döner ist bei mir in der Umgebung inzwischen bei 9,50€ angekommen. Ich frag mich eher wie solche Läden überhaupt noch existieren können, gibt es ernsthaft Leute denen das noch so viel wert ist?

  10. Fun Fact: Früher war die MwSt. außer Haus auch schon immer 7%. Die Differenz wurde sich schon immer vom Haus eingestrichen und nicht an die Konsumenten weitergegeben. (Wollte ich nur mal erwähnen)

    Weiterer Fun Fact: Die schon seit Jahrzehnten abzusehende Abwärtsspirale aus unternehmerischen Unvermögen, Fachkräftemangel und Qualitätsverlust verjagen Gäste und den Umsatz.

  11. Inzwischen spricht halt nicht mal mehr der Preis für eine mittelmäßige Lieferservice Pizza. Anstatt 3 mal im Monat irgendwo hin zu gehen und mir auch noch irgendwann mal nen Döner zu holen gehen wir jetzt nurnoch einmal im Monat essen, aber dafür eben lieber etwas besser

  12. Kann mich nicht daran erinnern, dass irgendein Restaurant die Senkung weitergegeben hätte. Stattdessen sind in den letzten Jahren die Preise eher explodiert.

  13. Hab kürzlich zum ersten Mal wieder selbst Schnitzel zuhause gemacht.

  14. Wir gehen auch sehr, sehr selten noch auswärts essen. Nicht weil wir es uns nicht erlauben können, sondern einfach weil es in der unmittelbaren Umgebung (ländlich) nichts gibt, was meine Frau oder ich nicht zu Hause ebenbürtig hinbekommen. Steak, Pizza, gute Nudelgerichte etc. Einzig der nahegelegene Inder sieht uns hin und wieder. Die restlichen Restaurants sind leider nicht (mehr) auf dem Niveau, als dass sich 60€ für 2 Personen erklären ließen.

  15. TL;DR: Surprised-Pikachu-Face.

    Also eigentlich hätte die ganze UST-Senkung und Erhöhung nicht vom Kunden bemerkt werden dürfen. So war es geplant. Das haben die Restaurants aber nicht gemacht. Und deswegen heulen sie jetzt rum. Tut mir leid, aber wer doof ist muss halt zahlen. 🙂

    Die Rechnung war Folgende:

    Vorher… 100 EUR Mahlzeit, blieb (ca.) 81,- EUR beim Restaurant und ca. 19,- EUR gehen an das FA.

    Dann Senkung auf 7% UmSt.

    Die gleiche Mahlzeit; 100 EUR; jetzt blieben 93,- EUR beim Restaurant und 7,- EUR gehen ans FA. D.h. die Restaurants hatten ca. 15% mehr verdient und diese 15% sind vom Steuerzahler bezahlt worden, also auch von denen, die nie ein Restaurant von Innen gesehen haben.

    Da die Mahlzeit selbst nicht teurer geworden ist, ist davon auszugehen, dass das Kundenverhalten gleich bleibt. Also sind die 15% “mehr” durchaus realistisch zu erreichen.

    Jetzt kam wieder die Erhöhung auf 19%; auch weil der Steuerzahler keine Lust hat solche “Sozialschmarotzer”, wie die Presse das immer gerne nennt, auf ewig durchzufüttern. 🙂

    Also hätten die Restaurants “nur” auf ihre 15% verzichten sollen. Die steuerliche Förderung war abgelaufen. Die Mahlzeit würde immer noch 100 EUR kosten und der Kunde hätte nie was bemerkt.

    Aber wer nun mal raffgierig ist wollte die 15% die man mal hat, nicht mehr abgeben. Das war so klar, als die “Presse” davon schrieb dass die Restaurants sich beschweren, dass dadurch für den Kunden ja alles teurer werden würde.

    Also was haben die Restaurants gemacht? Ihre 15% behalten und die Erhöhung der UST von 7% auf 19% auf den Preis der Mahlzeit draufgehauen. Die kostete jetzt nicht mehr 100 € sondern 111,- €

    Am 01.01. hat der Kunde also bemerkt, dass der Preis sich für Ihn mal eben so um 11% verteuert hat. Damit setzen automatisch “Ausweicheffekte” ein.

    Das Problem für das Restaurant: Wenn der Kunde gar nicht mehr kommt, kriegt man nicht mal mehr die “ursprünglichen” 81,- EUR der Rechnung.

    Der Witz ist, dass die Restaurants das genau so auch wussten. Aber man versucht halt trotzdem eine Preiserhöhung durchzudrücken, wenn man die Schuld so schön auf den Staat/das Finanzamt abwälzen kann.

    Dass das aber nicht klappen würde, war klar. Dafür sind Restaurants nicht wichtig genug. Andere Branchen können das bringen, Restaurants nicht.

  16. Samstag beim Italienier:
    Schnitzel mit Pommes: 30 Euro
    Pizza mit Thunfisch: 16 Euro
    Zwei kleine Bruschetta: 8 Euro
    Getränke ab 3,50 – alle Zimmerwarm.

    Ich hol jetzt meinen Grill aus der Garage, auswärts Essen ist erstmal tabu.

  17. Mein größtes Problem seit Corona sind noch nichteinmal die deutlich höheren Preise sondern die gleichzeitig deutlich schlechterer Qualität in vielen Restaurants. Habe wirklich das Gefühl es werden immer mehr Fertiggerichte einfach nur aufgewärmt und die Qualität des Essens ist einfach deutlich schlechter geworden. Wenn ich ähnliche Resultate zuhause mit ner Knorr/Maggi Fix Packung hinbekomme, wieso dann Essen gehen?

  18. Hier in meiner Ecke sind ständig alle Lokale in die ich gehe und an denen ich vorbeilaufe voll, vor allem am Wochenende aber auch unter der Woche abends. Interessant wie unterschiedlich das ist.

  19. Also ich war in der letzten Zeit in diversen Großstädten in Deutschland und im Ausland unterwegs.
    Alle Restaurants und Bars waren gerappelt voll! Kp wo dieses “Ich hab kein Geld für Gastro” herkommt”
    Vlt. auf dem Dorf so aber nicht in den Städten.

    Zum Thema Wasser: In jedem Land wo angeblich weniger Wasser zur Verfügung steht als in Deutschland gibt es kostenloses Wasser am Tisch….z.B. USA, Italien, Frankreich und Niederlande…nur bei uns kostet es 5€ die Flasche wtf…

  20. Praktisch alle Restaurants, in die ich so gegangen bin, haben schon nach oder während COVID die Preise erhöht und jetzt NOCHMAL. Fühlt sich aktuell nach durchschnittlich +50% an.

    Ich habe leider schon mehreren meiner Lieblingslokale mit einem “erstickt dran” den Rücken gekehrt. Ist dann wohl leider so.

  21. Ja. Versteh ich auch. Es hat sich ja nicht nur der Preis über die Mwst verändert, sondern auch über die Qualität und Grösse des Produkts.

    Früher hat man nen Burger im Lokal mit Beilagen bekommen. Jetzt kostet der Burger schon viel und die teilweisen winzigen Beilagen kosten dann nomal 5 Euro on top.

    Ich geh nicht mehr draussen essen, oder nur mehr selten, auch wenn ichs mir leisten kann. Es ist einfach _zu_ teuer geworden.

  22. Finde interessant wie man sich bei der Diskussion um die MwSt auf die Gastronomie versteift.
    Ich finde es gerade im Handwerk krass, was die MwSt hier an Mehrkosten bedeutet. Du hast einen Auftrag der 10k Euro kostet? Mal eben 1.900€ gehen an den Staat.

    Ich habe mal ausgerechnet dass von 100€ die ich brutto verdiene nur 20€ netto bei meinem Gegenüber (egal ob jetzt Gastronomie oder Handwerk) ankommen. Das finde ich ziemlich krass.

    Gewerbe können das alles gegenrechnen, privat trägt das komplett selbst.

  23. Mal eine Frage:

    Gastro jammert, sie seien arme Schweine und können davon nicht leben, Kunden sagen, sie seien arme Schweine und können sich Gastronomie nicht mehr leisten, Gastromitarbeiter sagen, sie seien arme Schweine und sie verdienen nicht genug, Finanzamt sagt, sie seien arme Schweine und alle Gastronomen seien borderline-kriminell usw. Alles was damit zusammenhängt jammert rum. Wer gewinnt hierbei eigentlich?

  24. Hoffe, dass das ein Weckruf für die Gastro ist sich mal neu zu erfinden und mir ein Glas Wasser umsonst anzubieten.
    Eure größte Konkurrenz bin ich der Hobbykoch. Wenn ich es billiger und besser machen kann, dann habt ihr ausgedient.
    Ich gehe hauptsächlich in vietnamesische Restaurants, weil ich keine Lust auf 2 Tage Brühe kochen habe, genau so wenig wie ich für 30€ Schnitzel, Pommes und Salat zahlen will.
    Wer in Zeiten von teurem Essen nicht gut kocht hat schlichtweg ausgedient.

  25. >Die Mehrwertsteueranpassung ärgert den Gastronomen besonders. “Wir sind da hilflos, haben null Kontrolle über die äußeren Umstände. Und das Versprechen, die Senkung beizubehalten, wurde einfach gebrochen.” 

    Gab es echt mal son Versprechen? Ich hab die Mehrwertsteuersenkung als kurzzeitige Coronahilfsmaßnahme in Erinnerung.

  26. > Und das Versprechen, die Senkung beizubehalten, wurde einfach gebrochen.

    Biddewas? Das Versprechen, die Senkung nur vorübergehend anzubieten, wurde eingehalten.

  27. Tja, Gejammer aus einer Branchen mit einem nicht geringen Teil an Betreibern, die ihr Handwerk nie gelernt haben. Zu hohe Kosten und trotzdem Fachkräftemangel.

    Man könnte in konventionellen Restaurants natürlich mal anfangen, z.B. auf Tablets umzustellen. Eine geringere Anzahl an Servicepersonal wird besser ausgelastet, während der Gast sich nicht mehr 30 min rumschlagen muss, Blickkontakt aufzubauen, um dann 2 min zu erklären, dass man eine Coke Light statt einer normalen haben möchte.

  28. Liegt es auch nicht an den überzogenen Preisen oder? 20 € für 400 g Spargel + 10 € für ein kleines Schnitzel + 4 € für ein Kännchen Sauce Hollandaise. Aber in einem Tourismusort kann man das ja ruhig machen.

  29. Sind ca. einmal im Monat im Großmarkt für ‘Gastronomen’ (also jeden Selbstständigen, egal ob die jetzt was mit Essen am Hut haben). Spätestens seitdem wir dort eine zwanziger Packung panierte Tiefkühlschnitzel für um die 10 Euro gesehen haben, ist uns der Appetit auf viele Restaurants vergangen.

  30. Wenn man die Preise verdreifacht und dann meint das läge an den 12% mehr Mehrwertsteuer ist man halt einfach ein Clown

  31. Ich koche selbst und kann mittlerweile einfach alles worauf ich bock habe selbst machen. Das ist günstiger und meist auch leckerer.

    Ich geh nur noch essen, wenn ich dort was esse, was ich so selbst nicht machen kann.

    Der shit ist viel zu teuer.

  32. Also da ist die Gastro selber schuld, sorry not sorry.

    Wie oft kann ich bitte nur mit Bargeld zahlen? Wie oft muss ich extra nach einem Glas Wasser fragen und werde dann auch noch schief angeschaut?

    Wenn ich die Sachen zur Mitnahme bestellte, wird noch Trinkgeld erwartet und die Differenz zur 7 % MWST laden schon in der Tasche der Gastro.

  33. WIE mir kauft keiner meine Currywurst mit Fertigwurst, Fertigsoße und Fertigpommes für 14,90€ ab?

    Skandalös, alles wegen DEN GRÜÜÜNEN

    Edit: Hab die 0,4L Cola für 6,80€ vergessen.

  34. Direkt das 1. Zitat zeigt das Dilemma: 5 Gäste die Essen geordert haben, aber 4 davon haben nichts zu trinken bestellt….

    Restaurants holen sich ihren Gewinn nicht selten über die Getränke rein. Dadurch zahlt man dann mancherort 3,50€ für eine 0,33l Cola / Fanta / Sprite. Und Sprudelwasser 3€ für 0,25l-Flasche.

    Das habe ich mir auch schon desöfteren verkniffen.

  35. Vor der Pandemie: Preis bei 100%, MwSt 19%,

    Während der Pandemie und nach russischer Invasion: Preis bei 130%, MwSt 7%

    Nach der Pandemie und während russischer Invasion: Preis bei 150%, MwSt 19%

    Gastro, wenn weniger Gäste, weniger Umsatz: *surprised Pikachu*

  36. Selbst Imbisse schießen den Vogel ab. Da wird der Gyrosteller mal eben von 8.50 auf 10.50 erhöht, obwohl sie eigentlich noch 7% haben. Portion wird natürlich im Gegenzug kleiner. Also doppelte Erhöhung.

    Bleib lieber da meinem Asiaten treu. Hat 50cent erhöht. Nach der Portion gebranntene Nudeln mit knusprigen Hühnchen (2 ! dicke Scheiben in Streifen geschnitten) für 9€, kann man zufrieden ins Bett rollen.

  37. So häufig wie bei uns immer nur Bargeldzahlung möglich ist, würden mich gern mal die tatsächlichen Zahlen interessieren. Natürlich sind es weniger Gäste, wenn offensichtlich an der Steuer vorbei geführt wird.

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