“Wie Ikea den Planeten plündert” auf Arte: Das unmögliche Möbelhaus

by Pumuckl4Life

16 comments
  1. **Billy, Kallax, Lack: Die Produkte stehen in Wohnzimmern auf der ganzen Welt. Als weltweit führender Möbelproduzent verarbeitet Ikea jedes Jahr 20 Millionen Kubikmeter Holz. Trotz des immensen Verbrauchs wirbt der Großkonzern mit Umweltbewusstsein. Zu Recht? Der Dokumentarfilm deckt die weltweiten Verbindungen zwischen dem Möbelmulti und einer unkontrollierten Holzproduktion auf.**

    IKEA ist der weltweit führende Möbelproduzent. Um Produkte wie das Bücherregal „Billy“, das Regal „Kallax“ und den Beistelltisch „Lack“ auf der ganzen Welt verkaufen zu können, verarbeitet der Großkonzern jedes Jahr 20 Millionen Kubikmeter Holz – einen Baum alle zwei Sekunden. Trotz dieses immensen Verbrauchs wirbt der Konzern, der einen Jahresumsatz von über 44 Milliarden Euro erwirtschaftet, mit Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit. Ein grünes Image, das beim Verbraucher ankommt.

    Doch die Realität sieht anders aus. Das Filmteam verfolgte mehr als ein Jahr lang die Produktionskette von IKEA – von den Wäldern im hohen Norden Schwedens über die Küsten Neuseelands bis hin zu Plantagen in Brasilien und den Waldgebieten von Polen und Rumänien. In einer internationalen Recherche deckte das Team die Verbindungen zwischen dem Möbelmulti und einer intensiven und unkontrollierten Holzproduktion auf.
    Der Dokumentarfilm untersucht, wie IKEA trotz ständiger Wiederaufforstung zur Zerstörung der Biodiversität beiträgt und den illegalen Holzhandel befeuert. Zum Beispiel in Rumänien, wo der Konzern 50.000 Hektar Wald besitzt und unterduchschnittliche Produktionsbedingungen herrschen. Hier begehren Aktivistinnen und Aktivisten unter Lebensgefahr gegen die Holzmafia auf. „Wie IKEA den Planeten plündert“ gewährt Einblicke in ein globales Unternehmen, das mit seinem diskreten und expandierenden Holzbusiness Profit macht – als sei dieser Rohstoff, der im Kampf gegen den Klimawandel eine entscheidende Rolle spielt, unerschöpflich.

  2. Ich will nicht wissen, wie schnell unsere Wälder verschwinden würden, wenn stattdessen jedermann auf hochwertige Möbel aus stabilem Massivholz bestehen würde.

  3. Naja, das sollte eigentlich jedem klar sein, wenn man andauernd neue Holzmöbel kauft und die alten wegschmeißt. Natürlich geht dafür ne riesige Menge Holz drauf, da kann IKEA auch nichts gegen machen.

  4. Deswegen empfehle ich allen über Kleinanzeigen auf Möbeljagd zu gehen.

    Erste eigene Bude? Kleinanzeigen hat alles was du für eine Erstaustattung an Möbeln brauchst. Zu kleinem Geld oder sogar Gratis.

    Du brauchst ein einzelnes, spezielles Stück? Gerade in den Großstädten ist das Angebot so enorm dass immer was passendes auf Kleinanzeigen zu finden ist.

    Du ärgerst dich bei neuen Möbeln, dass der Kater/das Kind/sonstwer so schnell Kratzer reinmacht? Einfach was gutes gebrauchtes auf Kleinanzeigen nehmen.

    Du suchst hochwertige Möbel die dich und die nächsten 10 Generationen überdauern? Auch das gibts in Form von privaten Verkäufern oder Antiquitätenhändlern auf Kleinanzeigen.

  5. In der Schule haben wir IKEA schon besprochen, in der Ausbildung für Kaufmann. Da war noch die Rede von Rodungen in Russland und ähnliches Verhalten für Hölzer wie z.B. Teak. Da forstet keiner mehr an, was dort produziert wird.

  6. Ich fand die Doku sehr spannend und es regt zum Hinterfragen an. Was mir allerdings gefehlt hat ist die kritische Auseinandersetzung mit dem Wettbewerb. Wie machen es denn die Anderen (gibt ja noch ramschigere Waren zu kaufen) und wo bekommen die hochwertigen Möbelproduzenten ihre Rohstoffe her?

    Ich will Ikea nicht verteidigen, die Wegwerfmentalität ist für’n Arsc*. Die günstigen Preise haben jedoch auch zur Demokratisierung des Wohnens beigetragen.

  7. Habe mit meiner Frau dutzende Ikea Möbel seit zwei Jahrzehnten. Zwanzig Mal umgezogen.

    Kallax ist nicht mehr unser stil, den haben wir bei Kleinanzeigen verkauft und durch n anderes Ikea Regal ersetzt….

  8. Die Realität ist doch, dass a) fast alle anderen das auch machen (nur halt zahlenmäßig weniger, entsprechend ihrem Marktanteil), und b) die, die es nicht so machen, ausschließlich Möbel produzieren, die sich der Normalsterbliche nicht leisten kann.

  9. Da wird mal wieder die größte und bekannteste Marke rausgesucht, ohne einzuordnen, wie es um die Konkurrenz bestellt ist

    Wer ein Billy oder gar ein günstigeres Regal wie Baggebö in Erwägung zieht, geht sicher nicht zum Schreiner oder zum Öko-Massivholzhersteller, sondern nach Ansicht der Doku vielleicht zu XXXLutz oder gar Jysk und dem Lutz-Billigheimer Poco

    Ist die Ware da wirklich ethischer.und nachhaltiger produziert? Soweit ich verglichen habe, schien bei Ikea zumindest für Märkte in DACH viel mehr in Europa produziert zu werden, als selbst beim oft doppelt so teuren XXXLutz oder Höffner. Ich bin daher eher noch bewusst zu Ikea anstatt zu anderen Möbelhäusern gegangen.

    Ich bezweifel stark, dass die Alternativen besser sind, solange wir nicht von Massivholz und Designern für min vierfachen Preis reden

    IMHO ist Ikea auch nicht gleich Ikea. Das 30 Euro Baggebö Made in Belarus ist wie ein 25 Euro Jyskregal oder 50 Euro Poco/Mömax echt nur was für den einmaligen Aufbau. PAX kann man aber locker öfter aufbauen und damit auch potentiell Jahrzehnte nutzen. Ersetzt werden Einzelteile bei Bedarf.

  10. Für einen Korpus eines Kleiderschrankes zahle ich bei einschlägigen Herstellern alleine für den Korpus meine 1500€.
    Bei Ikea kriege ich einen vollwertigen Kleiderschrank für einen Bruchteil des Preises. Dieses Spiel kann man mit jedem x-beliebigen Möbelstück spielen.

    Natürlich greife ich in der heutigen wirtschaftlichen Zeit auf die preiswerte Variante zu, da Stelle ich die Nachhaltigkeit mal ganz nach hinten an.

  11. Grad wer etwas mobil ist, kommt bei Ikea gut weg! Mit sind beim Umzug ins Ausland zwei Teile für Möbel zerbrochen. Ich bin in einem anderen Kontinent mit anderen Maßsystem zu Ikea gestiefelt und habe passenden Ersatz bekommen. Für das andere Möbelstück gab es keine Rettung, weil keine Ersatzteile.
    Aus der Sicht ist Ikea nachhaltiger 😉

  12. Wie oft kaufen sich die Leute neue Möbel? Mein ältestes Billy Regal ist über 20, das neuste ca 9, Schreibtisch ist 9, Esstisch habe ich vor 9 Jahren gebraucht gekauft, PAX Schrank ist knapp 15.

    Eigentlich fast die gesamte Einrichtung ist Ikea und wenn es vernünftig aufgebaut wurde hält es fast ewig, vorausgesetzt man geht damit pfleglich um und beim Umzug nicht alles kaputt macht…

    In dieser Preisklasse gibt’s nichts besseres, vor allem wenn man auf die Verarbeitung schaut. Und was nachhaltiges in guter Qualität kann sich doch keiner Leisten…Bett für 1000, Esstisch für 2k plus 4 Stühle jeweils 500…ja ne.

  13. Ich habe da noch nie eingekauft. Naja, Möbel halten bei mir auch ewig. 🤔

  14. Klar sind schöne Massivholzmöbel nachhaltiger. Aber hab erstmal das Geld für.

    IKEA sehe ich hier aber nicht in der Kritik. Die Alternative für Viele zu billigen Möbeln wären nicht langlebige Luxusmöbel, sondern keine Möbel. Am Ende ist es immer einfach die Hersteller von billigem Zeug zu kritisieren. Dass sie aber nur so groß sind, weil der Bedarf nach billigem Zeug hoch ist, wird da gerne vergessen. Ist halt Gesellschaftskritik auf Kindergartenniveau. Das Problem sitzt halt aber viel tiefer und ist eben nicht IKEA, H&M und co.

  15. Jo und die anderen Möbelhäuser holen ihre Möbel vom Weihnachtsmann oder was?

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