Hannover: Vater wegen Quecksilber-Vergiftung seiner Tochter zu 13 Jahren Haft verurteilt

by wozer

13 comments
  1. Ich habe mich während des lesens sehr zusammenreißen müssen mein Handy nicht gegen die Wand zu werfen. Mein Hasslevel ist auf dem Niveau Darth Sidious.

  2. Hoffentlich erholt sich das Kind irgendwann komplett von dem Mordanschlag und hoffentlich kommen den Tätern die Haftjahre möglichst lange vor.

  3. Abgesehen davon was für widerliche Menschen das sind, muss ich mich auch ganz ernsthaft fragen wie die glauben konnten damit nicht erwischt zu werden.

  4. Zur Präzisierung:

    >sie [räumten] ein, dem **einjährigen** Mädchen am 24. Juli 2023 gemeinsam Quecksilber in den linken Fuß und rechten Knöchel gespritzt zu haben

    Dabei dachte ich, nach dem Jesiden-Artikel könnte es heute nicht mehr schlimmer kommen. Aber wie es eben so ist, schlimmer geht immer.

  5. Das arme Mädchen! Was geht in den Köpfen der Täter vor sich? Die haben alles Menschliche verloren.

  6. Der eigenen Tochter und dann haben das auch noch zwei Erwachsene gemeinsam beschlossen, nie wieder rauslassen. Beide.

  7. >Ich räche mich an meiner Ex, inem ich ihrer und *meiner* Tochter Gift spritze, und das Kind so maximal quäle.

    Das kann sich wirklich keiner mehr ausdenken. Da muss für “niederer Beweggrund” noch ne Tiefgarage gebuddelt werden. Viel tiefer kann man menschlich einfach nicht mehr sinken…

  8. „Laut Anklage wollte sich der Mann (…) mit der Tat an der Mutter des Kindes rächen, die ihn kurz nach der Geburt des Mädchens verlassen hatte. Der Vater und seine neue Freundin hätten gewusst, dass das Gift nicht unmittelbar zum Tod führt, und der Einjährigen besonders starke Schmerzen zufügen wollen.“

    – Eine versuchte Tötung eines Babys
    – Besonders verwerfliche Gesinnung, weil klar misogyn und dann noch sadistisch am unbeteiligten Kind auslassen.
    – Lebenslange gravierende körperliche Folgen für das Kind. Eine solche Quecksilvergiftung heilt nicht einfach aus.

    Zusammenfassend ein anschauliches Beispiel, warum ich die maximale zeitige Freiheitsstrafe von 15 Jahren in Deutschland für zu niedrig halte. Österreich und die Schweiz haben zB 20 Jahre. Andere westliche Staaten wie England liegen noch mal deutlich drüber.

    Nicht falsch verstehen: 12 bzw. 13 Jahre Haft sind nicht „nichts“. Berücksichtigen muss man aber die in Deutschland extrem täterfreundliche Vollstreckungsregelung: Nach 2/3 der Zeit haben Täter einen Anspruch (!), entlassen zu werden, sofern sie nicht gefährlich sind (57 StGB). Gut möglich, dass die Täter hier also in ~8 Jahren wieder draußen sind. Das halte ich angesichts der Tatschwere nicht für angemessen.

    Schon klar, 40 Jahre muss man niemanden wegsperren. Aber zB 20 Jahre Haft wären durch das Unrecht der Rat mE definitiv gerechtfertigt. Da wäre der Vater mit 50 draußen und hätte immer noch seinen ganzen Lebensabend in Freiheit, das wäre nicht drakonisch.

    Hanno Berger hat übrigens 8 Jahre Haft wegen Steuerhinterziehung bekommen.

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