Ich habe persönlich nichts mit sozialer Arbeit am Hut, aber ein bisschen mit Sport. Und mir ist unverständlich, warum das Thema nicht im Artikel aufgemacht wird. Zumindest der Teil der “Dreiecksbeziehung” mit dem 17 jährigen schreit nach 188 StGB, das Recht in der Schweiz ist da ziemlich eindeutig.
Aus der Handreichung von Swiss Olympic
“Sexuelle Handlungen mit Abhängigen
(Art. 188 StGB); Beziehung Leitende – Athletinnen
und Athleten
Sobald der Athlet bzw. die Athletin das Schutzalter von 16 Jahren überschritten hat, ist Art. 187 StGB nicht mehr anwendbar. Bei sexuellem Kontakt mit einer solchen minderjährigen Person stellt sich dann die Frage der möglichen Ausnützung einer Abhängigkeit.
Strafbar gemäss Art. 188 StGB ist, wer mit einer minderjährigen Person von mehr als 16 Jahren, die von ihm durch ein Erziehungs-, Betreuungs- oder Arbeitsverhältnis oder auf andere Weise abhängig ist, eine sexuelle Handlung vornimmt, indem er diese Abhängigkeit ausnützt.
Erforderlich ist eine Autoritätsstellung, welche auf
eine gewisse Dauer angelegt ist und vom Täter oder der Täterin ausgenutzt wird. Ein Ausnutzen liegt dann vor, wenn sich die minderjährige Person der Autorität des Täters oder der Täterin beugt, welche aus dem Abhängigkeitsverhältnis resultiert. Dies ist dann der Fall, wenn der oder die Überlegene offen oder versteckt Druck ausübt, oder wenn der oder die Jugendliche sich nicht zu widersetzen wagt, weil er oder sie Nachteile befürchtet.
Bei Personen über 18 Jahren ist eine Strafbarkeit gegeben, wenn der Täter oder die Täterin eine wirtschaftliche oder anderweitige Notlage oder Abhängigkeit seines Opfers ausnutzt (s. Art. 193 StGB).”
SO2020_Orientierungshilfe_Broschuere_de_web.pdf
> «In der offenen Kinder- und Jugendarbeit war es lange Zeit üblich, dass auch Jugendarbeitende sexuelle Kontakte zu Jugendlichen hatten.» In Berlin habe man bis in die Neunzigerjahre Strassenkinder an pädophile Straftäter vermittelt, da nur diese Kinder hätten lieben können.
Na dann ist ja gut, wa?
Da hat wohl wer seiner Community einen Bärendienst getan…
Das ist ja komplett daneben!
Die LGBTQ+ Leute die sich in den Bereichen diversity, jugendarbeit, social justice usw beschäftigen müssen sich in meinen Augen viel mehr und viel deutlicher von den coomern abgrenzen und diese explizit sogar ausgrenzen. Das ist kein kink-shaming, aber bei jedem der Buchstaben aus dem Buchstabensalat ist nunmal ein großer Anteil coomer und die passen da absolut nicht rein. Die müssen ihr eigenes Ding machen und ihre sex-parties woanders feiern, in anderen communities.
Wegen fehlgeleiteter Maximaltoleranz traut man sich das aber meistens nicht und sex-duos wie diese beiden Ehemänner nutzen dann das ganze als Front. Gut, dass in diesem Fall jemand den Mund aufgemacht hat
Das sind ca 3 Ozeane an Wasser auf die Mühlen von Leuten wie meinem Kumpel der die komplette Bewegung verdammt als “pedo groomer Bewegung”. Holy shit ehy
Applaus, ganz toll gemacht, Menners. :/
Schlechte Menschen gibt es überall, bei Heteros wie auch bei anders gesinnten.
Das zu lesen tut einfach mehrfach weh. Zu allererst natürlich bezüglich der Opfer dieses Machtmissbrauchs.
Dann, dass, wie schon geschrieben, jeder nicht-heterosexuellen person, echt ein bärendienst getan wurde. Sehs schon kommen als Lesbe zu erklären, dass das auch für uns homosexuelle/queere Menschen kein normales oder gar akzeptiertes verhalten ist.
Was aber für mich fast noch am schlimmsten ist: diese Personen erleben sowieso schon Diskriminierung und benachteiligung, während oft bereits andere traumatisierende Erfahrungen gemacht wurden. Und dann werden sie auch noch sexuell ausgebeutet innerhalb eines Machtgefälles.. Da sucht jemand hilfe und findet sowas. Einfach ekelhaft.
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Ich habe persönlich nichts mit sozialer Arbeit am Hut, aber ein bisschen mit Sport. Und mir ist unverständlich, warum das Thema nicht im Artikel aufgemacht wird. Zumindest der Teil der “Dreiecksbeziehung” mit dem 17 jährigen schreit nach 188 StGB, das Recht in der Schweiz ist da ziemlich eindeutig.
Aus der Handreichung von Swiss Olympic
“Sexuelle Handlungen mit Abhängigen
(Art. 188 StGB); Beziehung Leitende – Athletinnen
und Athleten
Sobald der Athlet bzw. die Athletin das Schutzalter von 16 Jahren überschritten hat, ist Art. 187 StGB nicht mehr anwendbar. Bei sexuellem Kontakt mit einer solchen minderjährigen Person stellt sich dann die Frage der möglichen Ausnützung einer Abhängigkeit.
Strafbar gemäss Art. 188 StGB ist, wer mit einer minderjährigen Person von mehr als 16 Jahren, die von ihm durch ein Erziehungs-, Betreuungs- oder Arbeitsverhältnis oder auf andere Weise abhängig ist, eine sexuelle Handlung vornimmt, indem er diese Abhängigkeit ausnützt.
Erforderlich ist eine Autoritätsstellung, welche auf
eine gewisse Dauer angelegt ist und vom Täter oder der Täterin ausgenutzt wird. Ein Ausnutzen liegt dann vor, wenn sich die minderjährige Person der Autorität des Täters oder der Täterin beugt, welche aus dem Abhängigkeitsverhältnis resultiert. Dies ist dann der Fall, wenn der oder die Überlegene offen oder versteckt Druck ausübt, oder wenn der oder die Jugendliche sich nicht zu widersetzen wagt, weil er oder sie Nachteile befürchtet.
Bei Personen über 18 Jahren ist eine Strafbarkeit gegeben, wenn der Täter oder die Täterin eine wirtschaftliche oder anderweitige Notlage oder Abhängigkeit seines Opfers ausnutzt (s. Art. 193 StGB).”
SO2020_Orientierungshilfe_Broschuere_de_web.pdf
> «In der offenen Kinder- und Jugendarbeit war es lange Zeit üblich, dass auch Jugendarbeitende sexuelle Kontakte zu Jugendlichen hatten.» In Berlin habe man bis in die Neunzigerjahre Strassenkinder an pädophile Straftäter vermittelt, da nur diese Kinder hätten lieben können.
Na dann ist ja gut, wa?
Da hat wohl wer seiner Community einen Bärendienst getan…
Das ist ja komplett daneben!
Die LGBTQ+ Leute die sich in den Bereichen diversity, jugendarbeit, social justice usw beschäftigen müssen sich in meinen Augen viel mehr und viel deutlicher von den coomern abgrenzen und diese explizit sogar ausgrenzen. Das ist kein kink-shaming, aber bei jedem der Buchstaben aus dem Buchstabensalat ist nunmal ein großer Anteil coomer und die passen da absolut nicht rein. Die müssen ihr eigenes Ding machen und ihre sex-parties woanders feiern, in anderen communities.
Wegen fehlgeleiteter Maximaltoleranz traut man sich das aber meistens nicht und sex-duos wie diese beiden Ehemänner nutzen dann das ganze als Front. Gut, dass in diesem Fall jemand den Mund aufgemacht hat
Das sind ca 3 Ozeane an Wasser auf die Mühlen von Leuten wie meinem Kumpel der die komplette Bewegung verdammt als “pedo groomer Bewegung”. Holy shit ehy
Applaus, ganz toll gemacht, Menners. :/
Schlechte Menschen gibt es überall, bei Heteros wie auch bei anders gesinnten.
Das zu lesen tut einfach mehrfach weh. Zu allererst natürlich bezüglich der Opfer dieses Machtmissbrauchs.
Dann, dass, wie schon geschrieben, jeder nicht-heterosexuellen person, echt ein bärendienst getan wurde. Sehs schon kommen als Lesbe zu erklären, dass das auch für uns homosexuelle/queere Menschen kein normales oder gar akzeptiertes verhalten ist.
Was aber für mich fast noch am schlimmsten ist: diese Personen erleben sowieso schon Diskriminierung und benachteiligung, während oft bereits andere traumatisierende Erfahrungen gemacht wurden. Und dann werden sie auch noch sexuell ausgebeutet innerhalb eines Machtgefälles.. Da sucht jemand hilfe und findet sowas. Einfach ekelhaft.