Der IWF senkte seine Prognose für die deutsche Wirtschaft deutlich, wie die Finanzorganisation in Washington mitteilte. Demnach wird nur noch ein mageres Wachstum von 0,2 Prozent für möglich gehalten. Ende Januar hatte der IWF Deutschland noch ein Plus von 0,5 Prozent zugetraut. Keine andere große Wirtschaftsnation auf der Welt muss sich mit derart schlechten Werten begnügen.
Endlich mal wieder was wo wir ganz vorne sind! Beim letzten Platz! Schlaaand!
Man muss es so sehen, wir haben einfach das größte Potenzial zur Verbesserung.
>Der IWF verwies zur Begründung unter anderem auf den anhaltend schwachen Konsum. Deutschland war stärker als andere große Volkswirtschaften vom russischen Angriff auf die Ukraine betroffen, der hierzulande zu höheren Energiekosten führte.
Danke Merkel.
>Die Weltwirtschaft sei erstaunlich widerstandsfähig, sagte IWF-Chefvolkswirt Pierre-Olivier Gourinchas. »Trotz vieler düsterer Prognosen hat die Welt eine Rezession vermieden.« Es habe keine unkontrollierten Lohn-Preis-Spiralen gegeben.
Stattdessen sind nur die Preise gestiegen, nicht die Löhne – hurra, was für eine tolle Nachricht!
> Es habe keine unkontrollierten Lohn-Preis-Spiralen gegeben. »Stattdessen ist die Inflation, fast so schnell wie sie gestiegen ist, jetzt auf dem Weg nach unten.
Juchu, es wird wieder günstig! /s
Ein schönes Zitat aus der Süddeutschen:
Der IWF widerspricht damit auch Bundesfinanzminister [Christian Lindner](https://www.sueddeutsche.de/thema/Christian_Lindner), der sich für die angeblichen “Rekordinvestitionen” im Haushalt regelmäßig selbst lobt. Allerdings hebt Lindner immer nur auf die Bruttoinvestitionen ab, die in der Tat höher sind als in manch früheren Jahren. Für Ökonomen ist aber der Nettobetrag entscheidend, also die Differenz aus den Bruttoinvestitionen und dem Wertverfall der schon vorhandenen Infrastruktur. Hier liege “Deutschland unter den entwickelten Volkswirtschaften der Welt beinahe am Tiefpunkt”, so der Fonds, der auch anregt, die Schuldenbremse zu lockern: Selbst bei einem Etatdefizit von einem statt wie bisher maximal 0,35 Prozent des BIP würde die Staatsschuldenquote weiter sinken.
Am deutschen Wesen wird die Welt genesen.
Ach, nicht? Ja gut.
die Tatsache, dass auch Italien und Japan so schlecht dran sind wie Deutschland, während Länder wie Polen, die extrem vom Ukrainekrieg betroffen sind, stark wachsen, zeigt eher auf tiefliegendere Probleme außer dem Ukrainekrieg.
Ein ganz großes Problem ist halt der Fachkräftemangel. Deutschland ist nunmal eins der ältesten Länder der Welt, und mit einer sinkenden Geburtenrate wird sich das auch nicht mehr ändern. Es ist halt teuer wenn ein Drittel der Bevölkerung Rentner sind. Glaub nicht, dass Deutschland in den nächsten Jahrzehnten je wieder einen Wachstum wie in den Jahren vor Corona sehen wird.
Und wenn man das jetzt monatlich wiederholt, wird das auch nicht besser. Wirtschaft explodiert nicht plötzlich und es gibt gute Gründe, warum man so etwas eher über ein ganzes Jahr betrachtet (Statistik 101)
Und nächstes Jahr klopfen wir und wieder auf die eigene Schulter, weil Deutschland auf dem ersten Platz der Industrienationen bei der CO2 Einspaarung ist.
Eisenbahntechnisch soll Deutschland ja in etwa auf dem Stand der USA sein.
Danke Merkel!
ich dachte es hieß minus 0,5% jetzt plus 0,2% das ist eine steigerung von 0,7%
Wenn unsere Nachkommen nach 4 Jahren Schule im sweatshop Schuhe für wohlhabende Nationen nähen können die immerhin froh sein, dass wir die Schuldenbremse eingehalten haben.
Hey aber die Einzelperson bei uns stößt weniger Co2 aus als in anderen Ländern! Und wir haben das beste sozialsystem mit der allerbesten medizinischen Versorgung! Und unsere Ärzte gehen demnächst mit Anfang 60 in Rente! Moment mal..
Anstatt hier das auf irgendeine Regierung zu schieben, egal ob Merkel, Schröder oder Ampel, müsste man doch einfach mal anfangen die Probleme zu besprechen.
Und das Problem ist ein zu geringer Konsum. Es wird nicht genug Geld ausgegeben.
Ich glaube, dass das bei jungen Leuten daran liegt, dass viele lieber viel Geld für die Rente sparen, weil man sich nicht sicher ist, wie das in den kommenden Jahren weitergeht. Zusätzlich gibt es eine generelle Unsicherheit, insbesondere wegen Russland. Wir brauchen mehr Zuversicht und Vertrauen in uns. Und vielleicht etwas mehr Bereitschaft Geld für Dienstleistungen und lokale Produkte auszugeben.
Vielleicht ist es das falsche Signal der ganzen Medien so zu tun, als würde die Welt untergehen. Durch Weltuntergangsstimmung wird die Lage auch nicht besser.
In Anbetracht der in Rente gehenden Boomergeneration in Kombination mit einem trägen Investitionswillen und fehlgeleiteten Migrationspolitik wird es meiner Meinung nach sowieso schwierig noch ein Wachstum zu erzielen.
Tja und nu?
Naja, Deutschland kommt aus einer Rezession, da ist eine Steigerung auf Wachstum eigentlich etwas positives. Bei anderen Ländern wie Italien, Frankreich oder China sieht der Trend nämlich umgekehrt aus.
Mir geht der Trend alles als katastrophal schlecht zu reden ziemlich auf die Nerven.
Aber sobald wir dann genug gespart haben und die Schuldenquote runter ist, führt Christian Lindner persönlich uns ins gelobte Land
“Schon wieder”
Jemand versteht nicht wie Volkswirtschaften funktionieren. Das ist kein Fußballspiel, sondern langsame Prozesse, die sich über Quartale entwickeln.
Korrekter wäre, dass unsere Wirtschaft “immer noch” durch die negativen Effekte, die unser Wirtschaftsmodell besonders treffen, betroffen ist.
Ich verstehe nur Bahnhof. Wird der Döner wieder teurer?
22 comments
Der IWF senkte seine Prognose für die deutsche Wirtschaft deutlich, wie die Finanzorganisation in Washington mitteilte. Demnach wird nur noch ein mageres Wachstum von 0,2 Prozent für möglich gehalten. Ende Januar hatte der IWF Deutschland noch ein Plus von 0,5 Prozent zugetraut. Keine andere große Wirtschaftsnation auf der Welt muss sich mit derart schlechten Werten begnügen.
Endlich mal wieder was wo wir ganz vorne sind! Beim letzten Platz! Schlaaand!
Man muss es so sehen, wir haben einfach das größte Potenzial zur Verbesserung.
>Der IWF verwies zur Begründung unter anderem auf den anhaltend schwachen Konsum. Deutschland war stärker als andere große Volkswirtschaften vom russischen Angriff auf die Ukraine betroffen, der hierzulande zu höheren Energiekosten führte.
Danke Merkel.
>Die Weltwirtschaft sei erstaunlich widerstandsfähig, sagte IWF-Chefvolkswirt Pierre-Olivier Gourinchas. »Trotz vieler düsterer Prognosen hat die Welt eine Rezession vermieden.« Es habe keine unkontrollierten Lohn-Preis-Spiralen gegeben.
Stattdessen sind nur die Preise gestiegen, nicht die Löhne – hurra, was für eine tolle Nachricht!
> Es habe keine unkontrollierten Lohn-Preis-Spiralen gegeben. »Stattdessen ist die Inflation, fast so schnell wie sie gestiegen ist, jetzt auf dem Weg nach unten.
Juchu, es wird wieder günstig! /s
Ein schönes Zitat aus der Süddeutschen:
Der IWF widerspricht damit auch Bundesfinanzminister [Christian Lindner](https://www.sueddeutsche.de/thema/Christian_Lindner), der sich für die angeblichen “Rekordinvestitionen” im Haushalt regelmäßig selbst lobt. Allerdings hebt Lindner immer nur auf die Bruttoinvestitionen ab, die in der Tat höher sind als in manch früheren Jahren. Für Ökonomen ist aber der Nettobetrag entscheidend, also die Differenz aus den Bruttoinvestitionen und dem Wertverfall der schon vorhandenen Infrastruktur. Hier liege “Deutschland unter den entwickelten Volkswirtschaften der Welt beinahe am Tiefpunkt”, so der Fonds, der auch anregt, die Schuldenbremse zu lockern: Selbst bei einem Etatdefizit von einem statt wie bisher maximal 0,35 Prozent des BIP würde die Staatsschuldenquote weiter sinken.
Am deutschen Wesen wird die Welt genesen.
Ach, nicht? Ja gut.
die Tatsache, dass auch Italien und Japan so schlecht dran sind wie Deutschland, während Länder wie Polen, die extrem vom Ukrainekrieg betroffen sind, stark wachsen, zeigt eher auf tiefliegendere Probleme außer dem Ukrainekrieg.
Ein ganz großes Problem ist halt der Fachkräftemangel. Deutschland ist nunmal eins der ältesten Länder der Welt, und mit einer sinkenden Geburtenrate wird sich das auch nicht mehr ändern. Es ist halt teuer wenn ein Drittel der Bevölkerung Rentner sind. Glaub nicht, dass Deutschland in den nächsten Jahrzehnten je wieder einen Wachstum wie in den Jahren vor Corona sehen wird.
Und wenn man das jetzt monatlich wiederholt, wird das auch nicht besser. Wirtschaft explodiert nicht plötzlich und es gibt gute Gründe, warum man so etwas eher über ein ganzes Jahr betrachtet (Statistik 101)
Und nächstes Jahr klopfen wir und wieder auf die eigene Schulter, weil Deutschland auf dem ersten Platz der Industrienationen bei der CO2 Einspaarung ist.
Eisenbahntechnisch soll Deutschland ja in etwa auf dem Stand der USA sein.
Danke Merkel!
ich dachte es hieß minus 0,5% jetzt plus 0,2% das ist eine steigerung von 0,7%
Wenn unsere Nachkommen nach 4 Jahren Schule im sweatshop Schuhe für wohlhabende Nationen nähen können die immerhin froh sein, dass wir die Schuldenbremse eingehalten haben.
Hey aber die Einzelperson bei uns stößt weniger Co2 aus als in anderen Ländern! Und wir haben das beste sozialsystem mit der allerbesten medizinischen Versorgung! Und unsere Ärzte gehen demnächst mit Anfang 60 in Rente! Moment mal..
Anstatt hier das auf irgendeine Regierung zu schieben, egal ob Merkel, Schröder oder Ampel, müsste man doch einfach mal anfangen die Probleme zu besprechen.
Und das Problem ist ein zu geringer Konsum. Es wird nicht genug Geld ausgegeben.
Ich glaube, dass das bei jungen Leuten daran liegt, dass viele lieber viel Geld für die Rente sparen, weil man sich nicht sicher ist, wie das in den kommenden Jahren weitergeht. Zusätzlich gibt es eine generelle Unsicherheit, insbesondere wegen Russland. Wir brauchen mehr Zuversicht und Vertrauen in uns. Und vielleicht etwas mehr Bereitschaft Geld für Dienstleistungen und lokale Produkte auszugeben.
Vielleicht ist es das falsche Signal der ganzen Medien so zu tun, als würde die Welt untergehen. Durch Weltuntergangsstimmung wird die Lage auch nicht besser.
In Anbetracht der in Rente gehenden Boomergeneration in Kombination mit einem trägen Investitionswillen und fehlgeleiteten Migrationspolitik wird es meiner Meinung nach sowieso schwierig noch ein Wachstum zu erzielen.
Tja und nu?
Naja, Deutschland kommt aus einer Rezession, da ist eine Steigerung auf Wachstum eigentlich etwas positives. Bei anderen Ländern wie Italien, Frankreich oder China sieht der Trend nämlich umgekehrt aus.
Mir geht der Trend alles als katastrophal schlecht zu reden ziemlich auf die Nerven.
Aber sobald wir dann genug gespart haben und die Schuldenquote runter ist, führt Christian Lindner persönlich uns ins gelobte Land
“Schon wieder”
Jemand versteht nicht wie Volkswirtschaften funktionieren. Das ist kein Fußballspiel, sondern langsame Prozesse, die sich über Quartale entwickeln.
Korrekter wäre, dass unsere Wirtschaft “immer noch” durch die negativen Effekte, die unser Wirtschaftsmodell besonders treffen, betroffen ist.
Ich verstehe nur Bahnhof. Wird der Döner wieder teurer?