Beim Vergleich der Steuersysteme in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt sich laut einer neuen Untersuchung: Deutsche Milliardäre bleiben deutlich unter den Höchststeuersätzen.
In der Schweiz, in der es eine Vermögensteuer gibt, zahlen Milliardäre durchschnittlich 32 Prozent Steuern bei einem Höchstsatz von bis zu 41,5 Prozent. Das Schweizer Steuersystem sei progressiver als das in Deutschland und in Österreich, sagte der Referent für soziale Ungleichheit bei Oxfam, Manuel Schmitt. Er forderte eine Besteuerung hoher Vermögen auch in Deutschland und Österreich, “damit auch die Superreichen ihren fairen Beitrag zum Gemeinwohl leisten”. Stattdessen setze Finanzminister Christian Lindner (FDP) zum “Kahlschlag” bei der Entwicklungszusammenarbeit und bei den Sozialausgaben an.
Eine Vermögensteuer nach Schweizer Modell brächte Deutschland Mehreinnahmen von 73 Milliarden Euro, errechneten die Verfasserinnen und Verfasser der Studie. Sie schlagen vor, dass die Bundesregierung das Geld nutzen könnte, um das auf 20 Milliarden Euro geschätzte Haushaltsloch zu stopfen und so Kürzungen im Entwicklungsetat zu vermeiden. Auch dringend benötigte Investitionen für den Klimaschutz und mehr soziale Gerechtigkeit ließen sich so finanzieren.
Die Studienautoren haben für ihre Analyse die jeweilige Steuer- und Abgabenquote typischer Vertreter der reichsten 0,1 Prozent anhand einer Modellrechnung ermittelt. Zusätzlich haben die Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den Steuersatz konkreter Milliardäre wie beispielsweise der BMW-Erben Susanne Klatten und Stefan Quandt anhand öffentlich zugänglicher Daten über Unternehmensbeteiligungen und aus Geschäftsberichten berechnet.
Süddeutsche Zeitung 18. April 2024
Das ist ja komisch, ich dachte immer wenn man Superreiche mehr besteuert dann verlassen sie das Land mit ihren Millionen und Milliarden, aber irgendwie scheinen die Milliardäre aus Ländern wie der Schweiz und Österreich nicht nach Deutschland zu kommen? Scheint doch die Steueroase schlecht hin zu sein für Superreiche.
Ist das etwa alles nur Panikmache vor einem Szenario was nie eintreffen wird um den Leuten einzureden man müsste die Superreichen und ihr Vermögen beschützen? Nee, das ist es bestimmt nicht.
Hängt die Vermögenssteuer nicht vom Kanton ab?
Naja da gibt es ja eine ganz einfache Lösung. Lars Feld muss wohl nochmal ein paar Überstunden schieben und eine Studie herbeiphantasieren die das alles widerlegt.
“Das glaub ich net.”
Alles klar, wir haben verstanden, höhere Steuern für die Superreichen müssen her. Mit dem neuen Fette-Bonzen-Besteuern-Gesetz gibt es eine zusätzliche Abgabe von 30% des Einkommens auf alle Einkommen über 45’000€; Kapitaleinkünfte sind davon ausgenommen.
r/Finanzen Auswanderfraktion in Trümmern
Dafür zahlen Arbeitnehmer in Deutschland mit ~70, 80k brutto Jahreseinkommen viel mehr als umgerechnet in der Schweiz. Wegen den „starken Schultern“ und so.
Wer in Deutschland ein vernünftiges Einkommen hat, aber kein nennenswertes Vermögen und auch nichts erbt, wird in Deutschland im westlichen Vergleich besonders stark belastet.
Das ist jetzt natürlich schon blöd für all die Milliardäre, die aus steuerlichen Gründen ihren Wohnsitz in die Schweiz verlegt haben
Scheiss mal auf Milliarden, mir der Verfolgung und Marginalisierung von Bürgergeld Empfängern machen wir MILLIONEN
Damit könnte Lindner Werbung für die FDP machen.
Damit könnte Lindner Werbung für die FDP machen.
Damit könnte Lindner Werbung für die FDP machen.
Der Artikel hat aber einfach einen wichtigen Teil bezüglich der Besteuerung in der Schweiz “vergessen”.
Auch wenn du in der Schweiz auf dein Privatvermögen Steuern bezahlst, kannst du den eh schon marginalen Steuersatz noch um ein Vielfaches reduzieren z.B. durch Wohnsitznahme in einer steuergünstigen Gemeinde/einem steuergünstigen wie Zug, Investition in Immobilien, Investition in Anteile an kollektiven Kapitalanlagen mit direktem Grundbesitz, Investition in Wertschriften oder Gegenstände ohne Kurswert etc.
>Mit dieser Initiative wird die Europäische Kommission aufgefordert, eine europäische Vermögenssteuer einzuführen. Diese Steuereinnahmen würden in die Eigenmittel der Union fließen und die von den Mitgliedstaaten kofinanzierten EU-Maßnahmen für den ökologischen und sozialen Wandel sowie für die Entwicklungszusammenarbeit maßgeblich und nachhaltig flankieren. Das Geld wäre der Bekämpfung von Klimawandel und Ungleichheit gewidmet und würde eine gerechtere Beteiligung der Menschen in Europa an der Verwirklichung dieser Ziele ermöglichen.
Ach, und ich dachte das Problem wären Arbeitslose, Asylanten und Niedriglöhner!
17 comments
Beim Vergleich der Steuersysteme in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt sich laut einer neuen Untersuchung: Deutsche Milliardäre bleiben deutlich unter den Höchststeuersätzen.
In der Schweiz, in der es eine Vermögensteuer gibt, zahlen Milliardäre durchschnittlich 32 Prozent Steuern bei einem Höchstsatz von bis zu 41,5 Prozent. Das Schweizer Steuersystem sei progressiver als das in Deutschland und in Österreich, sagte der Referent für soziale Ungleichheit bei Oxfam, Manuel Schmitt. Er forderte eine Besteuerung hoher Vermögen auch in Deutschland und Österreich, “damit auch die Superreichen ihren fairen Beitrag zum Gemeinwohl leisten”. Stattdessen setze Finanzminister Christian Lindner (FDP) zum “Kahlschlag” bei der Entwicklungszusammenarbeit und bei den Sozialausgaben an.
Eine Vermögensteuer nach Schweizer Modell brächte Deutschland Mehreinnahmen von 73 Milliarden Euro, errechneten die Verfasserinnen und Verfasser der Studie. Sie schlagen vor, dass die Bundesregierung das Geld nutzen könnte, um das auf 20 Milliarden Euro geschätzte Haushaltsloch zu stopfen und so Kürzungen im Entwicklungsetat zu vermeiden. Auch dringend benötigte Investitionen für den Klimaschutz und mehr soziale Gerechtigkeit ließen sich so finanzieren.
Die Studienautoren haben für ihre Analyse die jeweilige Steuer- und Abgabenquote typischer Vertreter der reichsten 0,1 Prozent anhand einer Modellrechnung ermittelt. Zusätzlich haben die Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den Steuersatz konkreter Milliardäre wie beispielsweise der BMW-Erben Susanne Klatten und Stefan Quandt anhand öffentlich zugänglicher Daten über Unternehmensbeteiligungen und aus Geschäftsberichten berechnet.
Süddeutsche Zeitung 18. April 2024
Das ist ja komisch, ich dachte immer wenn man Superreiche mehr besteuert dann verlassen sie das Land mit ihren Millionen und Milliarden, aber irgendwie scheinen die Milliardäre aus Ländern wie der Schweiz und Österreich nicht nach Deutschland zu kommen? Scheint doch die Steueroase schlecht hin zu sein für Superreiche.
Ist das etwa alles nur Panikmache vor einem Szenario was nie eintreffen wird um den Leuten einzureden man müsste die Superreichen und ihr Vermögen beschützen? Nee, das ist es bestimmt nicht.
Hängt die Vermögenssteuer nicht vom Kanton ab?
Naja da gibt es ja eine ganz einfache Lösung. Lars Feld muss wohl nochmal ein paar Überstunden schieben und eine Studie herbeiphantasieren die das alles widerlegt.
“Das glaub ich net.”
Alles klar, wir haben verstanden, höhere Steuern für die Superreichen müssen her. Mit dem neuen Fette-Bonzen-Besteuern-Gesetz gibt es eine zusätzliche Abgabe von 30% des Einkommens auf alle Einkommen über 45’000€; Kapitaleinkünfte sind davon ausgenommen.
r/Finanzen Auswanderfraktion in Trümmern
Dafür zahlen Arbeitnehmer in Deutschland mit ~70, 80k brutto Jahreseinkommen viel mehr als umgerechnet in der Schweiz. Wegen den „starken Schultern“ und so.
Wer in Deutschland ein vernünftiges Einkommen hat, aber kein nennenswertes Vermögen und auch nichts erbt, wird in Deutschland im westlichen Vergleich besonders stark belastet.
Das ist jetzt natürlich schon blöd für all die Milliardäre, die aus steuerlichen Gründen ihren Wohnsitz in die Schweiz verlegt haben
Scheiss mal auf Milliarden, mir der Verfolgung und Marginalisierung von Bürgergeld Empfängern machen wir MILLIONEN
Damit könnte Lindner Werbung für die FDP machen.
Damit könnte Lindner Werbung für die FDP machen.
Damit könnte Lindner Werbung für die FDP machen.
Der Artikel hat aber einfach einen wichtigen Teil bezüglich der Besteuerung in der Schweiz “vergessen”.
Auch wenn du in der Schweiz auf dein Privatvermögen Steuern bezahlst, kannst du den eh schon marginalen Steuersatz noch um ein Vielfaches reduzieren z.B. durch Wohnsitznahme in einer steuergünstigen Gemeinde/einem steuergünstigen wie Zug, Investition in Immobilien, Investition in Anteile an kollektiven Kapitalanlagen mit direktem Grundbesitz, Investition in Wertschriften oder Gegenstände ohne Kurswert etc.
https://eci.ec.europa.eu/038/public/#/screen/home
>Mit dieser Initiative wird die Europäische Kommission aufgefordert, eine europäische Vermögenssteuer einzuführen. Diese Steuereinnahmen würden in die Eigenmittel der Union fließen und die von den Mitgliedstaaten kofinanzierten EU-Maßnahmen für den ökologischen und sozialen Wandel sowie für die Entwicklungszusammenarbeit maßgeblich und nachhaltig flankieren. Das Geld wäre der Bekämpfung von Klimawandel und Ungleichheit gewidmet und würde eine gerechtere Beteiligung der Menschen in Europa an der Verwirklichung dieser Ziele ermöglichen.
Ach, und ich dachte das Problem wären Arbeitslose, Asylanten und Niedriglöhner!
Das ist ja komisch!
Ich bin nicht wirklich überrascht..