
McFit: Preiserhöhung per Drehkreuz war illegal. Vor zwei Jahren sorgte die Fitnesskette McFit mit einer Preiserhöhung per Drehkreuz für Schlagzeilen, die Verbraucherzentralen klagten. Nun urteilte ein Gericht: Die Praxis war unzulässig.
by bedbooster
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[deleted]
Da ist so einiges illegal. In Stuttgart gibt es seit Jahren keine funktionierende Lüftung, aber auch keine Fenster.
Als ich darum bat, mir das Geld für die Monate während der Corona-Schließung zu erstatten, kam eine Standardantwort, geht nicht, gibt’s nicht. Hab dann mit Sammelklage gedroht und zack da gings dann doch.
Geräte sind monatelang kaputt, es gibt Löcher im Boden, die mit Panzertape zugeklebt sind.
Bin nur noch da wegen Nähe zu Arbeit und Wohnort und wegen der Öffnungszeiten (gehe gern früh morgens). Dreck.
Was ist eine Preiserhöhung durch Drehkreuz?
Ich glaube das war eigentlich allen bewusst, dass das so nicht geht aber die haben sich halt überlegt ob viele Leute das nicht einfach so akzeptieren und die Kosten des möglichen Gerichtsverfahrens als kleiner eingeschätzt.
Abo haben sie eh schon auf 30€ für Neukunden erhöht
Haben sie bei meinem alten Studio auch so gemacht. Da war wohl ein kleiner Zettel auf der Theke angeklebt (quasi auf der Arbeitsfläche vom Tisch, wer guckt da bitte drauf?), dass der Preis um 5 Euro angehoben werden muss. Den habe ich aber nicht gesehen, trotz regelmäßigen Besuches im Studio. Als sie dann plötzlich mehr abgebucht haben als im Vertrag (25€ anstatt 20€ mtl.) habe ich angerufen und mich beschwert. Da meinte der am Telefon nur patzig zu mir “Wenn Sie davon nichts wissen, dann waren sie wohl ewig nicht mehr im Studio. Wir haben das hier beschildert, selbst Schuld”. Hab ihn dann aufgeklärt, dass eine einseitige Vertragsänderung unrechtmäßig ist und ich sehr wohl 2-3 mal wöchentlich da war.
Als ich mich per E-Mail über das Mitarbeiterverhalten und die Vertragserhöhung beschwert habe hieß es, dass sei keine einseitige Vertragsänderung sondern eine “freiwillige Unterstützung”, um weiter trainieren zu können? Keine Ahnung, wo sie das freiwillig her hatten, aber nun gut. Sie haben mir “freundlicherweise” angeboten, ich könnte eine kostenlose Getränkeflat oder das Trainieren in allen Studios bekommen als Gegenwert. Habe ich beides nicht gebraucht, hatte da schon die Schnauze voll.
Ein Glück war da meine Mindestvertragslaufzeit schon abgelaufen und habe dann zum Ende des nächsten Monats kündigen können – dachte ich zumindest. Natürlich aber auch erst, nachdem sie mir ein falsches Kündigungsdatum bestätigt haben (ein Jahr später) und erstmal zwei Monate auf meine E-Mails nicht reagiert und munter weiter abgebucht haben. Mit dem neuen, “freiwillig erhöhten” erhöhten Preis, versteht sich. Erst als ich mit dem Anwalt gedroht habe bekam ich mein Geld wieder und meine ursprüngliche Kündigungsfrist bestätigt. Fand ich alles in allem eine hart miese Vorgehensweise.
Ganz ehrlich? Hätte man mich _gefragt_ ob ich mit einer freiwilligen Erhöhung die gestiegenen Kosten mittragen will, dann hätte ich das gerne gemacht. Ich mochte das Studio und die Kurse, aber wer mich so behandelt, dem helf ich garantiert nicht.
Ist das nur subjektiv, oder sind Fitnessstudios bei solchen Sachen besonders scummy?