>**Das Heilbronner Landgericht hat einen 21-Jährigen Unfallverursacher zu neun Jahren Haft wegen Mordes verurteilt. Bei dem Unfall war ein Familienvater getötet worden.**
>Im sogenannten Raser-Prozess hat das Landgericht Heilbronn am Montag einen 21-Jährigen wegen Mordes zu neun Jahren Haft nach Jugendstrafrecht verurteilt. Seinen Führerschein muss er abgeben. Der Mann war im Februar vergangenen Jahres mit seinem über 300 PS-starken Auto in einer Tempo-40-Zone in der Wollhausstraße mit rund 100 Kilometern pro Stunde in das Auto eines Familienvaters geprallt. Wie ein verkehrstechnisches Gutachten ergab, hatte dieser keine Chance, den Unfall zu verhindern. Der 42 Jahre alte Mann starb noch an der Unfallstelle, seine Frau wurde schwer, die beiden Kinder leicht verletzt.
>Kurz zuvor soll der 21-Jährige fast eine Frau auf einem Zebrastreifen angefahren haben, die gerade noch ausweichen konnte. Da der Mann nach diesem Vorfall erneut stark beschleunigte, geht die Staatsanwaltschaft von einem bedingten Tötungsvorsatz aus. Der Fahrer habe den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen, heißt es.
>**Verteidigung plädierte auf fahrlässige Tötung**
>Eine Anwältin der Nebenkläger hatte eine lebenslange Haftstrafe nach Erwachsenenstrafrecht und einen lebenslangen Führerscheinentzug gefordert. Die Verteidigung des Angeklagten sieht als Tatbestand lediglich fahrlässige Tötung. Ihr Mandant habe in den wenigen Sekunden bis zum Unfall nicht vorsätzlich gehandelt.
Meiner Meinung nach noch immer viel zu wenig. Wenn er 30 ist kommt er wieder raus und darf den Führerschein erneut machen.
Hätte halt vor seinem geistigen Auge einen freien Nürburgring sehen sollen.
Endlich mal. Hoffe so sehr, dass diese Art von Urteil Schule macht. Was da in letzter Zeit an Rechtsprechung abging, war ja nur noch zum Verzweifeln.
Nun bitte auch noch direkt mehrjähriger Führerscheinentzug und Auto beschlagnahmen wenn man mit 100 durch ne 40er oder 30er Zone ballert aber nur durch Glück niemanden erwischt. Der Tatbestand ist de facto derselbe.
Ich find es vorallem schockiered, dass die Anwältin des Angeklagten lediglich fahrlässige Tötung darin sieht. WER MIT RUND 100(!) DURCH NE 40ER ZONE RAST, IST DEFINITIV NICHT FAHRLÄSSIG TÄTIG!
[removed]
9 Jahre sind fast das Maximum dessen, was im deutschen Jugendstrafrecht möglich sind.
Inhaltlich scheint der bedingte Tötungsvorsatz eher unproblematisch gewesen zu sein, da er kurz vorher fast eine Frau angefahren hatte.
Insofern halte ich (eingeschränkt von außen betrachtet natürlich) das Urteil bei gegenwärtiger Rechtslage für konsequent und überzeugend.
Ich persönlich sehe allerdings kritisch, wie großzügig man in Deutschland noch dank 105 JGG Jugendstrafrecht auf 18-21 Jährige anwendet. Die Schweiz tut das zB nicht, sondern bestraft ab 18 schlicht mit Erwachsenenstrafrecht, was ich persönlich überzeugender finde.
So hat der Täter „nur“ 9, statt mindestens 15 Jahre („lebenslang“) erhalten. Dazu die (nicht völlig unrealistische) Möglichkeit, nur 2/3 der Zeit tatsächlich absitzen zu müssen, womit er nur 6 Jahre tatsächlich in Haft wäre. Bei Mord unter Erwachsenenstrafrecht wäre eine solche vorzeitige Entlassung nach 2/3 dagegen nicht möglich gewesen.
Der typ hat absolut bekommen was er verdient hat aber die ganzen Gefühlsjuristen in den Kommentaren hier sind echt schon wieder das letzte.
In dem sub hier wird sich gerne über Populismus ereifert, dass hier ist nicht besser.
Das Gefühl das etwas besonders schlecht oder verwerflich ist, ist mit gutem Grund und zum Glück kein rechtliches Argument in Deutschland. Und hier macht sich auch nie jemand Gedanken darüber was in anderen Fällen passiert wenn wir anfangen leute für den rest ihres Lebens wegzusperren weil sie gefühlt besonders schlimm sind.
Ich kann echt immer wieder nur hoffen dass niemand der so denkt jurist wird, wobei man mit soner Denke eh nicht weit kommt im Studium.
Ach ja Jugendstrafrecht natürlich. “Natürlich darfst du alles machen was ein volljähriger Bürger darf bist ja 18. Achso hast jemanden ermordet? Ja ne bist ja quasi noch ein Kind lass mal 6 Jahre mit guter Führung machen statt Minimum 15.”
Die Höhe der Strafe finde ich absolut angemessen, wobei ich mir noch wünschen würde, dass die Person nie wieder ein Fahrzeug fahren darf.
Was ich nicht okay finde, ist die politisch motivierte Verurteilung wegen Mordes. So wird ja seit ein paar Jahren geurteilt, kam aber eigentlich nur wegen der politischen und medialen Diskussion zustande.
Besser wäre es, grundsätzlich die Strafen für Rasen, Drängeln, Schneiden, Brake Checking usw. zu erhöhen oder überhaupt erst mal einzuführen. Aber das würde ja die deutsche Autofahrerseele nicht verkraften. Lieber warten wir, bis wieder jemand totgefahren wurde, um die betreffenden Täter dann erst aus dem Verkehr zu ziehen.
Egal ob das nun viel oder wenig ist, 9 Jahre mit 21 und dein Leben ist am Arsch. Du verpasst die beste Zeit deines Lebens und wenn du raus kommst hast du wahrscheinlich nicht mehr viel. Im besten Falle noch einen Teil deiner Familie, vom Rest wird nicht mehr viel da sein.
Je nachdem wie er moralisch eingestellt ist, muss er den ganzen scheiß mit sich selbst aus machen. Ich möchte auf keinen Fall tauschen. Weder mit ihm noch der Familie des getöteten Menschen.
Was mich hier am meisten abfuckt ist das diese Typen auf so cool und erwachsen machen und dann nach Jugendstrafrecht behandelt werden.
Es ist einfach so lachhaft, dass man mit 100 durch die Innenstadt Rasen kann und immer noch davon geredet wird, dass man tote nicht in Betracht gezogen bzw. Nicht billigend in Kauf genommen habe…
ich verstehe bis heute nicht wieso ps starke motorräder altersbeschränkt sind, aber jeder 18-jährige mit amg straßenrennen fahren darf.
Auf der einen Seite finde ich debattierbar, ob man das als Mord werten sollte und auf der anderen Seite finde ich es absolut skandalös, dass die Mindeststrafe für fucking Mord nicht deutlich höher liegt. Mord! 9 Jahre. Unglaublich.
Zwei Monate vor der Tat hatte er ein Aufbauseminar gehabt, das war also nicht nur ein Typ, der paar mal 30 km/h zu viel fuhr. Laut dem SWR wurde sein Bruder danach ebenfalls wegen eines Autorennens an derselben Stelle strafrechtlich verurteilt und im Mordprozess bedrohte und beschimpfte ein Zuschauer eine Zeugin, worauf der Richter sehr laut wurde. Das lässt sehr tief blicken, was das Verständnis von Richtlinien und Gesetzen beim Angeklagten und Konsorten angeht (“nicht für mich”).
Ich hoffe dieses Urteil macht Schule. Zu viele Menschen sterben durch rücksichtslose Raser.
Wegsperren. Und zwar für immer.
based HNX
Laut Bild droht ihm danach die Abschiebung.
also ich bin ja nach wie vor dafür, dass jemand, der ausgesprochen erwachsene straftaten begeht, auch ausgesprochen erwachsen bestraft werden sollte. ganz einfach. diesem ganzen resozialisierungsscheissdreck kann ich nichts abgewinnen.
dann meine meinung zum auto: abgesehen davon, das man auch mit 52ps menschen tot fahren kann, plädiere ich extrem stark für eine erwerbssperre von fahrzeugen mit mehr als 70ps. im verfahren in etwa so geregelt wie das bei motorrädern der fall war oder ist.
und dann noch: der mietwagenverleih von boliden mit mehr als 140ps sollte ebenfalls per alter wegreguliert werden. natürlich gilt beim alter dasselbe wie bei der 52ps-sache: es gibt auch 38-jährige, denen posen wichtiger ist als das leben anderer und ihr eigens. aber eben weniger.
wenn ich diese ganzen punks mit ihren bmws, mercedes und was-weiss-ich sehe, wird mir schlecht. ausnahmen bestätigen die regel.
Viel zu mildes Urteil. Warum verurteilt man den nach Jugendstrafrecht? Der Mann ist 21 Jahre alt! Er hat eine ganze Familie ZERSTÖRT. Der wird vermutlich nichtmal die vollen neun Jahre absitzen und wenn der rauskommt mit Ende 20 wird der genau die selbe Scheiße weitermachen!
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>**Das Heilbronner Landgericht hat einen 21-Jährigen Unfallverursacher zu neun Jahren Haft wegen Mordes verurteilt. Bei dem Unfall war ein Familienvater getötet worden.**
>Im sogenannten Raser-Prozess hat das Landgericht Heilbronn am Montag einen 21-Jährigen wegen Mordes zu neun Jahren Haft nach Jugendstrafrecht verurteilt. Seinen Führerschein muss er abgeben. Der Mann war im Februar vergangenen Jahres mit seinem über 300 PS-starken Auto in einer Tempo-40-Zone in der Wollhausstraße mit rund 100 Kilometern pro Stunde in das Auto eines Familienvaters geprallt. Wie ein verkehrstechnisches Gutachten ergab, hatte dieser keine Chance, den Unfall zu verhindern. Der 42 Jahre alte Mann starb noch an der Unfallstelle, seine Frau wurde schwer, die beiden Kinder leicht verletzt.
>Kurz zuvor soll der 21-Jährige fast eine Frau auf einem Zebrastreifen angefahren haben, die gerade noch ausweichen konnte. Da der Mann nach diesem Vorfall erneut stark beschleunigte, geht die Staatsanwaltschaft von einem bedingten Tötungsvorsatz aus. Der Fahrer habe den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen, heißt es.
>**Verteidigung plädierte auf fahrlässige Tötung**
>Eine Anwältin der Nebenkläger hatte eine lebenslange Haftstrafe nach Erwachsenenstrafrecht und einen lebenslangen Führerscheinentzug gefordert. Die Verteidigung des Angeklagten sieht als Tatbestand lediglich fahrlässige Tötung. Ihr Mandant habe in den wenigen Sekunden bis zum Unfall nicht vorsätzlich gehandelt.
Meiner Meinung nach noch immer viel zu wenig. Wenn er 30 ist kommt er wieder raus und darf den Führerschein erneut machen.
Hätte halt vor seinem geistigen Auge einen freien Nürburgring sehen sollen.
Endlich mal. Hoffe so sehr, dass diese Art von Urteil Schule macht. Was da in letzter Zeit an Rechtsprechung abging, war ja nur noch zum Verzweifeln.
Nun bitte auch noch direkt mehrjähriger Führerscheinentzug und Auto beschlagnahmen wenn man mit 100 durch ne 40er oder 30er Zone ballert aber nur durch Glück niemanden erwischt. Der Tatbestand ist de facto derselbe.
Ich find es vorallem schockiered, dass die Anwältin des Angeklagten lediglich fahrlässige Tötung darin sieht. WER MIT RUND 100(!) DURCH NE 40ER ZONE RAST, IST DEFINITIV NICHT FAHRLÄSSIG TÄTIG!
[removed]
9 Jahre sind fast das Maximum dessen, was im deutschen Jugendstrafrecht möglich sind.
Inhaltlich scheint der bedingte Tötungsvorsatz eher unproblematisch gewesen zu sein, da er kurz vorher fast eine Frau angefahren hatte.
Insofern halte ich (eingeschränkt von außen betrachtet natürlich) das Urteil bei gegenwärtiger Rechtslage für konsequent und überzeugend.
Ich persönlich sehe allerdings kritisch, wie großzügig man in Deutschland noch dank 105 JGG Jugendstrafrecht auf 18-21 Jährige anwendet. Die Schweiz tut das zB nicht, sondern bestraft ab 18 schlicht mit Erwachsenenstrafrecht, was ich persönlich überzeugender finde.
So hat der Täter „nur“ 9, statt mindestens 15 Jahre („lebenslang“) erhalten. Dazu die (nicht völlig unrealistische) Möglichkeit, nur 2/3 der Zeit tatsächlich absitzen zu müssen, womit er nur 6 Jahre tatsächlich in Haft wäre. Bei Mord unter Erwachsenenstrafrecht wäre eine solche vorzeitige Entlassung nach 2/3 dagegen nicht möglich gewesen.
Der typ hat absolut bekommen was er verdient hat aber die ganzen Gefühlsjuristen in den Kommentaren hier sind echt schon wieder das letzte.
In dem sub hier wird sich gerne über Populismus ereifert, dass hier ist nicht besser.
Das Gefühl das etwas besonders schlecht oder verwerflich ist, ist mit gutem Grund und zum Glück kein rechtliches Argument in Deutschland. Und hier macht sich auch nie jemand Gedanken darüber was in anderen Fällen passiert wenn wir anfangen leute für den rest ihres Lebens wegzusperren weil sie gefühlt besonders schlimm sind.
Ich kann echt immer wieder nur hoffen dass niemand der so denkt jurist wird, wobei man mit soner Denke eh nicht weit kommt im Studium.
Ach ja Jugendstrafrecht natürlich. “Natürlich darfst du alles machen was ein volljähriger Bürger darf bist ja 18. Achso hast jemanden ermordet? Ja ne bist ja quasi noch ein Kind lass mal 6 Jahre mit guter Führung machen statt Minimum 15.”
Die Höhe der Strafe finde ich absolut angemessen, wobei ich mir noch wünschen würde, dass die Person nie wieder ein Fahrzeug fahren darf.
Was ich nicht okay finde, ist die politisch motivierte Verurteilung wegen Mordes. So wird ja seit ein paar Jahren geurteilt, kam aber eigentlich nur wegen der politischen und medialen Diskussion zustande.
Besser wäre es, grundsätzlich die Strafen für Rasen, Drängeln, Schneiden, Brake Checking usw. zu erhöhen oder überhaupt erst mal einzuführen. Aber das würde ja die deutsche Autofahrerseele nicht verkraften. Lieber warten wir, bis wieder jemand totgefahren wurde, um die betreffenden Täter dann erst aus dem Verkehr zu ziehen.
Egal ob das nun viel oder wenig ist, 9 Jahre mit 21 und dein Leben ist am Arsch. Du verpasst die beste Zeit deines Lebens und wenn du raus kommst hast du wahrscheinlich nicht mehr viel. Im besten Falle noch einen Teil deiner Familie, vom Rest wird nicht mehr viel da sein.
Je nachdem wie er moralisch eingestellt ist, muss er den ganzen scheiß mit sich selbst aus machen. Ich möchte auf keinen Fall tauschen. Weder mit ihm noch der Familie des getöteten Menschen.
Was mich hier am meisten abfuckt ist das diese Typen auf so cool und erwachsen machen und dann nach Jugendstrafrecht behandelt werden.
Es ist einfach so lachhaft, dass man mit 100 durch die Innenstadt Rasen kann und immer noch davon geredet wird, dass man tote nicht in Betracht gezogen bzw. Nicht billigend in Kauf genommen habe…
ich verstehe bis heute nicht wieso ps starke motorräder altersbeschränkt sind, aber jeder 18-jährige mit amg straßenrennen fahren darf.
Auf der einen Seite finde ich debattierbar, ob man das als Mord werten sollte und auf der anderen Seite finde ich es absolut skandalös, dass die Mindeststrafe für fucking Mord nicht deutlich höher liegt. Mord! 9 Jahre. Unglaublich.
Zwei Monate vor der Tat hatte er ein Aufbauseminar gehabt, das war also nicht nur ein Typ, der paar mal 30 km/h zu viel fuhr. Laut dem SWR wurde sein Bruder danach ebenfalls wegen eines Autorennens an derselben Stelle strafrechtlich verurteilt und im Mordprozess bedrohte und beschimpfte ein Zuschauer eine Zeugin, worauf der Richter sehr laut wurde. Das lässt sehr tief blicken, was das Verständnis von Richtlinien und Gesetzen beim Angeklagten und Konsorten angeht (“nicht für mich”).
Ich hoffe dieses Urteil macht Schule. Zu viele Menschen sterben durch rücksichtslose Raser.
Wegsperren. Und zwar für immer.
based HNX
Laut Bild droht ihm danach die Abschiebung.
also ich bin ja nach wie vor dafür, dass jemand, der ausgesprochen erwachsene straftaten begeht, auch ausgesprochen erwachsen bestraft werden sollte. ganz einfach. diesem ganzen resozialisierungsscheissdreck kann ich nichts abgewinnen.
dann meine meinung zum auto: abgesehen davon, das man auch mit 52ps menschen tot fahren kann, plädiere ich extrem stark für eine erwerbssperre von fahrzeugen mit mehr als 70ps. im verfahren in etwa so geregelt wie das bei motorrädern der fall war oder ist.
und dann noch: der mietwagenverleih von boliden mit mehr als 140ps sollte ebenfalls per alter wegreguliert werden. natürlich gilt beim alter dasselbe wie bei der 52ps-sache: es gibt auch 38-jährige, denen posen wichtiger ist als das leben anderer und ihr eigens. aber eben weniger.
wenn ich diese ganzen punks mit ihren bmws, mercedes und was-weiss-ich sehe, wird mir schlecht. ausnahmen bestätigen die regel.
Viel zu mildes Urteil. Warum verurteilt man den nach Jugendstrafrecht? Der Mann ist 21 Jahre alt! Er hat eine ganze Familie ZERSTÖRT. Der wird vermutlich nichtmal die vollen neun Jahre absitzen und wenn der rauskommt mit Ende 20 wird der genau die selbe Scheiße weitermachen!