Kostenfreies Schulessen kann laut Studie Übergewicht bei Kindern reduzieren

by panicradio316

15 comments
  1. >Eine Studie zweier US-amerikanischer Forscherinnen hat nun erwiesen, dass kostenlose Schulmahlzeiten Adipositas unter Kindern reduzieren konnte.

    >Auch in Deutschland gibt es Bestrebungen, Schulkantinenessen flächendeckend kostenfrei anzubieten.

    >starteten Anna Localio und Jessica Jones-Smith von der University of Washington bereits 2013 eine Forschung zur Auswirkung von kostenfreiem Mensa-Essen.

    >Über mehrere Jahre hinweg maßen sie die Veränderungen der Fettleibigkeit von Schüler:innen an mehr als 3500 kalifornischen Schulen in ärmeren Gegenden.

    >Dabei nutzten sie einen Datensatz von mehr als 3,5 Millionen Kindern der Stufen fünf, sieben und neun und nahmen deren Body-Mass-Index (BMI), der jährlich überprüft wurde.

    >Dabei stellte sich heraus, dass Schulen, die an dem Programm für kostenlose Schulmahlzeiten teilnahmen, die Anzahl übergewichtiger Schüler:innen über die Jahre um 2,4 Prozent senken konnten.

    >”Selbst geringfügige Verbesserungen bei der Adipositasrate sind bemerkenswert, da wirksame Strategien zur Reduzierung des Übergewichts auf Bevölkerungsebene nach wie vor schwer zu finden sind”, schreiben Localio und Jones-Smith.

    >Auch in Deutschland fordern Expert:innen kostenfreies Schulessen.

    >Daten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigen, dass deutschlandweit rund 7,23 Prozent der Jungen zwischen zehn und 14 Jahren im Jahr 2021 von Adipositas betroffen waren.

    >Kostenfreie Kita- und Schulmahlzeiten sind nicht nur ein wirksames Instrument zur individuellen Gesundheitsförderung, sondern auch ein Mittel gesundheitliche Chancengleichheit zu verbessern und Ernährungsarmut zu bekämpfen”,

    >schreiben Stefanie Zore vom Verein Gesundheit Berlin-Brandenburg und Christina Rogler von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

  2. Pffff Novo Nordisk und Eli Lilly regeln… Ist doch günstiger… Zumindest, wenn man die Probleme in die Zukunft verschieben will… Schließlich zählt die aktuelle Wahlperiode und nicht die in 10 Jahren.

    Jetzt ist eine schwarze Null wichtig. Schulessenförderung abgelehnt. Ihre Landeskultus- und Finanzminister.

  3. Wieso sollten wir Geld ausgeben für etwas, wovon die gesellschaft in 20, 30, 50 Jahren jemand profitiert?

    Das ist doch keine Autobahn.

  4. Solange das Schulessen nicht so aussieht, wie an unserer Grundschule. Da gibt es in der Regel Schnitzel mit Pommes oder Wursteintöpfe oder Chicken Nuggets mit Kartoffelwedges.

    Wohlgemerkt als jeweils einziges Gericht des Tages. Als vegetarische Option gibt’s dann “iss halt nur die Beilage”.

  5. Bin schockiert, dass wenn man Kindern halbwegs regelmäßig halbwegs normale Mahlzeiten *kostenlos* hinstellt, die sich dann nicht ähnlich wie Handwerker ausschließlich von Zigaretten, Fleischkäsweck und Energy Drinks ernähren.

  6. Wenn der Söder das liest…

    Dann gibt’s nur noch Essen aus der Kirchenküche!

  7. Ich finde den EInleitungssatz schon spannend “Pommes und Schnitzel oder Gemüse mit Reis”. Ich wäre froh, wenn einige Kinder überhaupt Pommes und Schnitzel zu hause bekommen würden. Das wäre eine Verbesserung gegenüber dem Zucker-Schokogeschmack-Milchgetränk, dass es als Hauptmahlzeit mitgibt oder besser als “ich klaue/schnorre mir das Pausenbrot vom Mitschüler, weil ich solchen Hunger habe und Mama/Papa mal wieder nichts eingepackt haben”.

    Ich wäre ja eh dafür das Thema um Kindergrundsicherung sein zu lassen und von Schulessen über Schulbücher und das Busticket den Alltag der Kinder kostenfrei zu machen. Dann kommt definitiv alles beim Kind an.

  8. Wäre es möglich kostenfreies (und für den Staat sehr günstiges), gesundes und regionales Essen an Schulen anzubieten welches langfristig Deutschland sehr viel helfen wird?
    Absolut!

    Kann man davon ausgehen das dieses Deutschland es schaffen würde es nicht maximal zu verkacken?
    Nein.

  9. 2.4 % Reduktion sind schon gering für die verbundenen Kosten.

    Vorteile für erhöhte Konzentration und ein geringeres Stigma für Kinder aus ärmeren Familien (erhöhtes Selbstbewusstsein) dürften aber auch dazu kommen.

  10. Leider interessiert sich in Deutschland niemand für Kinder und in die Zukunft wird auch nicht investiert.

  11. Ich liebe Deutschland.

    Jede Studie die es jemals gegeben hat: “In die Zukunft investieren, selbst wenn man damit Schulden macht, ist eine extrem gute Idee”

    Politik: “Haha, nein, lass mal weiter Bürgergeldempfänger drangsalieren!!!!1111”

  12. Schwacher Artikel.

    Ich habe mir die [Studie](https://publications.aap.org/pediatrics/article/153/4/e2023063749/196881/Universal-Free-School-Meals-Policy-and-Childhood?autologincheck=redirected) kurz angeschaut. Die Überschrift des Watson-Artikels ist meiner Meinung nach irreführend. Das Übergewicht ist an diesen Schulen **nicht gesunken** (obwohl sie schon bei einem hohen Adipositasanteil von etwa einem Viertel gestartet haben), egal ob sie kostenfreies Schulessen hatten oder nicht. Sie ist an den Schulen mit kostenlosem Essen lediglich 2,4% **weniger gestiegen** als an den anderen Schulen.

    [Sieht man etwa in dieser Grafik.](https://imgur.com/a/P13R7Pv)

    Außerdem wurden in der Studie nur öffentliche Schulen in Gebieten mit niedrigem Einkommen beobachtet, wo sowieso 80% der Schüler einen Anspruch auf kostenloses oder ermäßigtes Mittagessen oder hatten. Deshalb nahm die Anzahl der Mittagessen in den Schulen nach Einführung der kostenlosem Mittagessen wo das erhoben wurde auch nur um etwa 5% zu. Dass das keinen riesen Einfluss hat versteht sich von selbst. Außerdem relativiert das natürlich auch diese Aussage aus dem Artikel.

    >„Zudem sparten die kostenlosen Schulmahlzeiten den Familien pro Kind rund 4,50 US-Dollar pro Woche und 850 US-Dollar pro Jahr. Familien könnten das gesparte Geld in gesündere Mahlzeiten daheim investieren.“

    Das gilt nur wenn man ansonsten den vollen Preis bezahlen müsste, ist hier für die allermeisten Familien also nicht der Fall.

  13. Überrascht mich nicht. Kita und Schule sind elementar für die Gesundheitsförderung.
    In der Kita hat man ja oft noch sehr strenge Regeln, was mitgebrachtes Essen angeht.
    In der Schule sieht das schon anders aus. Auf keiner meiner damaligen Schulen gab es einen Kiosk oder eine Mensa.

    Mein typisches Mittagessen war auch immer nur irgendwas aus dem Edeka Backshop oder ein belegtes Brötchen beim Bäcker. Andere sind zu BurgerKing oder haben sich ne Pizza geholt. Manchmal haben wir uns einfach nur von Keksen ernährt.

    Gesund war das auf keinen Fall. Ich kannte es aber von zuhause auch nicht besser… Deswegen glaube ich, so eine Initiative wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

  14. Hab mal ne kurze Zeit in ner Schulcafeteria gearbeitet und Essen an Grundschüler ausgegeben.

    Wer keine Essensmarke oder Geld hatte, bekam so ne kleine dessertschüssel voll Essen zum probieren.

    Die kamen fast immer wieder und haben nochmal nach mehr gefragt (und wenn niemand da war, um mich aufzuhalten, hab ich auch immer großzügig gegeben), was ich aber eigentlich nicht geben dürfte.

    Alleine das Wort “probierschüssel” hat mich so aufgeregt, das sind billige Nudeln und fertigsauce und kein feiner Käse und Lachshäppchen.

    Das schlimmste war, wie viel essen wir am Ende des Tages wegeworfen haben. Ich hätte da jeden Tag umsonst essen können und habs nicht ein Mal, der Geruch hat mich nur an die eigene Schulzeit erinnert.

    Einfach unwürdig für ein Land wo so viel Wohlstand vorhanden ist… aber leider nicht die erreicht, die ihn brauchen und verdienen.

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