Ende des G8 in Bayern: Das Abi-Schaltjahr – wer durchfällt, hat ein Problem

by GirasoleDE

10 comments
  1. Ich war der erste g8 jahrgang damals und Versuchskaninchen. Hat so gut funktioniert dass ich meinen Master letztendlich sieben Jahr später als regulär über Umwege machen konnte, weil das Gymnasium damals in allen Richtungen versagt hat.

    Gut dass damit Schluss ist.

  2. Da lobe ich mir das Hamburger Modell. Auf dem Gymnasium G8, auf der Gesamtschule G9. Es muss also gar nicht gestritten werden ob schnell oder langsam besser ist, jeder kann es für sich auswählen.

  3. Ich fand G8 eigentlich ganz gut. So hatte ich mehr Zeit mich im Studium auszuprobieren.

  4. Mal wieder wird niemand für diese dumme Entscheidung von damals zur Rechenschaft gezogen.

    Diese Möchtegernpädagogen, die diesen tollen Plan erarbeitet haben, kann man in der Pfeife rauchen.

  5. Habe das G8 damals in Bayern als sehr stressig empfunden. Wir hatten eine sehr hohe workload (viele Hausaufgaben, Hausarbeiten usw.), viele Wochenstunden und sehr lange Unterricht (bis 17 Uhr). Freizeit blieb da unter der Woche kaum bis gar nicht, vor allem für die, die eine lange Fahrtzeit zur Schule hatten. In der Oberstufe / Q-Phase war es besonders heftig.

    Die Qualität des Unterrichts hat auch unter dem strengen Zeitplan gelitten – am Ende des Schuljahres war es immer besonders stressig, weil noch der letzte Lernbereich XY durchgeprügelt wurde, ungeachtet davon, ob wir Schüler das überhaupt noch aufnehmen können.

    Und das war viele Jahre vor Corona 😀 Damals gab es schon durchgehend Kritik von den Lehrkräften am G8. Bin nicht überrascht, dass das jetzt beendet wird.

  6. Bei mir gab’s damals in Sachsen nur G8 (und dazu noch eins der schwersten Abis in Deutschland, yay). War schockiert im Studium dann zu lernen, dass das nicht überall so ist. “Wie, ihr habt 13 Jahre Schule?”

  7. Erster G8 Jahrgang von damals hier. Bei uns sind im Verlauf der 8 Jahre 25% der Leute sitzen geblieben

  8. Bin bei diesem Thema immer nicht so sicher, ob es nicht letztlich die Umstellung an sich ist (bzw. war), die G8 wie etwas ganz Schreckliches wirken lässt, das nicht funktionieren könne. Ich habe 2006 in Sachsen Abitur gemacht, etwas anderes als G8 kannte ich damals gar nicht. Ich hatte nicht das Gefühl, dass das über die Maßen stressig war, der Schultag dauerte maximal bis 15.00 Uhr, und das kam schon recht selten vor. In der Oberstufe gab es etwas über 30 Schulwochenstunden, da blieb genug Zeit für Hausaufgaben und Hobbies.

    Ich muss bis jetzt immer davon ausgehen, dass die Implementierung von G8 in den Ländern, die bis dahin nur G9 hatten, komplett vor die Wand gefahren worden ist. Am System an sich liegt es meines Erachtens nicht.

    Das Hamburger Modell, von dem ich einem Kommentar hier gelesen habe, finde ich tatsächlich ganz reizvoll. Generell sollte auch das “Sitzenbleiben” weniger destruktiv behandelt werden, erst recht in der Oberstufe.

  9. Sogar in Bayern hat man erkannt: Das zusammenstreichen von drei Schuljahren auf zwei bringt deutlich mehr Probleme als Nutzen. Na endlich.

  10. In so vielen anderen Ländern endet die Schule nach 12 Jahren. Nur in Deutschland funktioniert das mal wieder nicht. Dabei lernen die Schüler in der Zeit trotzdem nicht mehr. Eventuell ist nicht G8 das Problem, sondern der Lehrplan. Ich bin absolut froh, damals zum ersten G8-Jahrgang gehört zu haben. Noch ein weiteres Jahr hätte ich in meinem beschissenen Heimatdorf nicht ausgehalten.

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