Wie ein antifaschistischer Slogan für einen Konflikt in der Berliner Dart-Szene sorgt

by 0711Markus

14 comments
  1. Antifaschismus als politisches Thema zu manifestieren ist aber auch irgendwie ne blöde Grundhaltung.

    Sich gegen Hass zu solidarisieren sollte doch jedem frei stehen ohne sich dabei für spezielle Parteien auszusprechen.

  2. > Immer wieder seien er und seine jetzigen Teamkollegen im Dart-Kontext Zeuge von homophoben, diskriminierenden und auch antisemitischen Kommentaren anderer Spieler geworden. Zum Überlaufen brachte das Fass ein Vorfall bei einem Turnier im Geschäftssitz des Dartverbands Berlin (DVB). “Dort brüllte ein relativ renommierter Spieler, der auch Bundesliga spielt, im Kontext der Fußball-WM ‘Scheiß Judenschweine'”, erzählt Thöring. Niemand der Anwesenden hätte auf die Äußerung reagiert und auch der Verband habe sich nach Hinweis darauf nicht darum gekümmert, sagt der 2. Vorsitzende.

    Das muss dieser unpolitische Sport sein, der vor allem immer wieder vom rechten Rand gefordert wird.

  3. Allein, das dieser Slogan, den ich übrigens echt cool umgesetzt finde, ein Problem zu sein scheint, zeigt, dass dahinter die wirklichen Probleme beginnen. “Antifaschismus als radikale Meinung”, bei Einschaltung der Presse > Ausschluss….alter Falter…richtig offen und einladende Gemeinschaft. Und leider auch keine Seltenheit in sämtlichen Sportarten.

  4. Die Polarisierung in Deutschland macht mir Sorgen. Ohne befürchten zu müssen kontrovers zu sein sollte das zeigen einer klaren Haltung gegen Faschismus in der Öffentlichkeit, gerade in Deutschland, möglich sein.

  5. Traurig wie viele Menschen sich durch gelebten Antifaschismus angegriffen fühlen…

  6.  “Uns wurde gesagt, dass uns ein Vereinsausschlussverfahren drohen würde, wenn wir das Trikot noch einmal tragen würden. Gleiches würde dafür gelten, wenn wir uns an die Presse wenden würden”, erzählt Thöring.

    Erpressung immer ein Zeichen von hoch anständigen Leuten da im Verein. /s

  7. Muss unpolitisch sein, außer es ist rechtes Gedankengut. Das ist okay, weil … war ja nur ein Scherz und das wird man ja wohl noch sagen dürfen.

    Wie schnell man die Rechten triggern kann ist echt abgefahren. Wer sind nochmal die Schneeflocken? Und vor allem: Willst du wirklich anti Antifa sein? Ist der Antifaschismus ein Problem in deiner Wahrnehmung? Bist du ganz sicher, dass deine Vorstellung von “unpolitisch” vernünftig ist?

  8. Geil, ist der Dartsport von den AfDen unterwandert.

  9. Alter, jeder der ein Bekentniss zum Antifaschismus als politische extreme Ansicht wahrnimmt hat die Grenze zu rechtsradikalem Gedankengut längst überschritten.

  10. *”Mittlerweile hat man sich dafür auch juristische Hilfe gesucht und versucht nun mit einem Anwalt eine Einigung mit dem Verband zu erzielen, damit die Trikots wieder getragen werden dürfen. Sollte dieser sich jedoch querstellen, müsste am Ende wohl tatsächlich ein Gericht entscheiden, inwieweit der Slogan und das Einstehen für Antifaschismus als politisches Statement angesehen werden können und damit gegen die Satzung verstoßen würden.”*

    Oh das könnte ja ein richtig interessantes Urteil für ganz Deutschland geben.
    Wenn da ein Gericht entscheidet das Antifaschismus (nicht die Antifa, der Begriff) politisch ist anstatt die neutrale Einstellung aller Bürger die den deutschen Rechtsstaat schützen wollen.

  11. Klassisch – antisemitische Ausrufe totschweigen, aber wehe es sagt jemand etwas gegen den geliebten Faschismus. Ich hoffe der Landesverband kriegt vor Gericht eine gepfeffert.

  12. Ich habe vor Jahren mal bei einem Amateurturnier teilgenommen und dort hatte einer der Teilnehmer “Migrant” als Aufdruck hinten auf dem Trikot und sein Teamkollege “Dr. Migrant”. Beides in einer altdeutschen Schriftart. Ich weiß bis heute nicht was damit genau gemeint sein sollte, aber es hat ziemlich rechts gewirkt.

  13. Passt zu diesen übergewichtigen, älteren, weißen Männern die Dart spielen hauptsächlich um sich zusammen mit anderen übergewichtigen, älteren, weißen Männern Bier in die übergewichtige Figur zu schütten und gleichzeitig den Stammtisch mit Stammtischparolen zu entertainen.

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