
Würde Österreich wie Schweden besteuern, würden jedem knapp 300 Euro netto mehr pro Monat bleiben: Warum belasten wir Arbeit so stark?
by vitus6999

Würde Österreich wie Schweden besteuern, würden jedem knapp 300 Euro netto mehr pro Monat bleiben: Warum belasten wir Arbeit so stark?
by vitus6999
40 comments
Oder: Was machen die Schweden (und Iren und Dänen usw) eigentlich besser? Ist ja nicht so, als wären diese Länder für ihre maroden Sozialsysteme und schlanken Staaten bekannt.
Klassische VP-/FP-Logik: Steuereinnahmen des Staates beschneiden (geht zu Lasten aller), indem wir progressive Steuern generell senken (davon profitieren vor allem die Reichen).
Wie of- achso, wart amal, “Agenda Austria”. Fast übersehen…
Dafür haben sie zB 25% Mehrwertsteuer, also mal eben fast die Hälfte Unterschied einfach so weg. Und zumindest für die Österreicher die Bier trinken, dürfte mit der Alksteuer (13€ je Liter, bei uns sinds 3€) schon die 2te Hälfte weg sein ^^
Solche Statistiken kann man sich immer zurechtbiegen wie man will, hier zB indem man die Mehrwertsteuer ignoriert.
Wir haben schon sehr hohe Steuern auf Arbeit, allerdings müsste man hier Sozialleistungen und Kaufkraft mit einberechnen. Schweden und Dänemark haben ein wesentlich höheres Preis und Einkommensniveau. 13. und 14. gibt es da auch keines soweit ich weiss. Also wird die Differenz effektiv doch geringer sein.
Erstmal schon 5 auf Statistik, der Durchschnitt ist hier das falsche Maß. Sieht man ja auch am “realistischen” Jahresgehalt von fast 60000€. Damit wird natürlich der effektive Steuersatz angehoben (weil mehr in der höheren Tarifstufe).
Dazu kommt, dass in Schweden bspw. die Standard-MWSt bei 25% liegt, während sie in Österreich 20% beträgt. Allgemein kann man hier also sagen, dass für einen gescheiten Vergleich eine Kaufkraft-Normierung angewandt werden muss.
Mit diesen Anpassungen wird man hier eine ganz gute Approximation von “man bekommt, wofür man bezahlt” bekommen. Was Sinn macht, wenn man nicht glaubt, dass in Österreich Abermilliarden Euro magisch versickern UND in anderen Ländern nicht.
Ich maße mir natürlich nicht an, zu behaupten, dass diese Fehler, die das Aussehen der Grafik in Richtung “wir sollten die Steuern reduzieren und den Staat verkleinern, weil er ineffizient ist” verändern, gewollt sind. Das würde ja die Unparteilichkeit des wirtschaftsliberalen Thinktank “Agenda Austria” in Frage stellen.
Schleich dich mit der Agenda Austria.
Fick die Agenda Austria.
Ein Unterschied ist das Steuern aufgeteilt sind und einmal direkt in die Regionen gehen und einmal zum Staat (also vereinfacht man in der Steiermark 20% Lohnsteuer ans Land zahlt, in Kärnten 25% und mit der nächsten Steuerstufe kommt dann 20% Steuer an den Bund drauf)
Der Höchststeuersatz ist 55%, aber es ändert sich auch der Steuerfreibetrag je höher das Einkommen ist.
Nachteil dieses Systems ist das >100% Steuer möglich ist.
Kapitalertragssteuer ist 30% (in Österreich 25 bzw 27,5%) und gilt auf alle “Einkommen” die nicht der Einkommensteuer unterliegen
Interssant ist hier das Schweden die Vermögensteuer und Erbschaftssteuer 2007 bzw 2005 abgeschafft hat
jetzt fang ich langsam an zu glauben diese posts gegen e-mobility und die steuern indirekt kritisieren etc sind schon fast bezahlte meinungmache/bots.
Die größten “Bruttofresser” sind halt alles Sozialabgaben. Wir haben a eigenständige, starke Sozialpartnerschaft. Auch wenn extrem viel gejammert wird, es soziale Auffangnetz is in Österreich sehr stabil und weitläufig. Wenn du des auflöst, um mehr netto vom brutto zu haben, dann müsstest entweder die gesamte soziale Sicherheit ins Staatsbudget geben oder privatisieren. Beides (Stichwort Lobbyismus) wird drauf rauslaufen, dass du von deinem höheren Nettogehalt gewinnorientierte Versicherungen bezahlen musst.
Ma braucht echt nit weit schauen: In Deutschland zB is es Usus, dass man sich private Berufsunfähigkeitspensionen anschafft, weil das offizielle System recht schlecht zahlt. Bei uns kriegst immer a zumindest halbwegs angemessene Berufsunfähigkeitspension (Ausgleichszulage ), zB auch wenn es die schon in deinen 20ern trifft.
Und klar gefällt des der Agenda Austria nicht: gegründet uA von ehemaligen Bankiers und geleitet vom Bruder vom Sepp Schellhorn (NEOS).
I see Agenda Austria, I don’t believe any of it.
# Würde Österreich wie Schweden besteuern, würden jedem knapp 300 Euro netto mehr pro Monat bleiben
ach?
die sonstigen abgaben und beiträge sind genau gleich hoch?
Cherrypicking im Steuer- und Abgabensystem um die eigenen Ansichten zu untermauern ist halt sinnlos.
Sowas kannst net herauspicken.
Du musst immer die steuerliche Gesamtbelastung anschauen und auch was dabei inkludiert ist. Stichwort Krankenversicherung und co
Sei froh dass wir nicht wie Belgien besteuern
Damit die oberen 1% mehr besitzen können. Schweden bittet die Reichen mehr zu Kassa. In Österreich will man lieber die Arbeiterinnen fürs gleiche Geld mehr hackeln lassen.
Weil wir umverteilen als gäbe es kein Morgen.
> Warum belasten wir Arbeit so stark?
Weil sich die Hackler keine 49.000 für ein zugeschnittenes Gesetz leisten können.
AT ist bei der Besteuerung von Einkommen aus Erwerbstätigkeit im Spitzenfeld und bei der von Einkommen aus Finanzgeschäften ein Schlusslicht.
Wenn du Grundstücks- und Hauspreise noch mit ins Boot nimmst sieht es in dem Vergleich noch düsterer für uns aus.
Propaganda flair für die AA vergessen ……
Vermögen stärker besteuern, Verdienst weniger, gut ist. die faulen Hund die von Beruf Sohn/Tochter sind braucht niemand.
Aber generell: Sobald was von der Agenda Austria kommt, kannsts eh kübeln. Einfach nur Dreck was die raushauen.
SPÖ wählen und die superreichen besteuern, so einfach könnte es sein
Agenda Austria, eh?
Bevor wir darüber diskutieren das soziale Auffangnetz zu entfernen, sollten wir lieber mal drüber diskutieren wie wir Konzerne dazu bewegen ihre Steuern zu zahlen und Richy McRichy ihre Vermögen langsamer wachsen lassen (z.B. durch gestaffelte Kapitalertragssteuer etc). Weil “trickle-down” economy funktioniert halt nicht. Vermögen staut sich ganz oben und wächst ungehindert jedes Jahr um 8-10%. Das ist Wert, den wir für Unternehmen erwirtschaften.
[https://www.infranken.de/ratgeber/karriere-geld/rente-oesterreich-schweiz-schweden-vergleich-deutschland-besser-beamte-aktien-system-reform-art-5763449](https://www.infranken.de/ratgeber/karriere-geld/rente-oesterreich-schweiz-schweden-vergleich-deutschland-besser-beamte-aktien-system-reform-art-5763449)
Da wird die Pension halt schon zum großen Teil durch den Aktienmarkt erwirtschaftet. Wird bei uns eh auch irgendwann kommen.
Wennst grad in ner Rezession in Rente gehst ist halt Pech…
Und wie hier eh schon oft erwähnt andere Kostenstruktur der sozialen Abgaben, MwSt, etc.
Weil wir gerne Sozialleistungen haben und niemand die Reichen besteuern will.
Warum gibt’s hier so viel Hate gegenüber Agenda Austria? Die geben immer sehr gut an, wie sie ihre Zahlen berechnen und sind mMn einer der seriöseren Think Tanks.
Weil sich Vermögen endlich wieder lohnen muss. D’uh!
Dafür hat defakto Steuerfreies Vermögen ob Österreich. Wir sind ein Steuerparadies für Superreiche, kein Scherz!
Die ÖVP braucht die Kohle um sie an die Reichen zu verteilen
Die Tatsache, dass hier irgendwie auf Durchschnittsgehälter anderer Länder normiert (wahrscheinlich kommen nur so die schönen zahlen raus) wird macht das ganze ziemlich undurchsichtig und nichtssagend. Was ist die Abgabenquote in %.
Außerdem ist der Titel falsch. Hier wird nicht geschaut wie viel mehr wir mit Österreichischem Gehalt hätten wenn wir das schwedische Steuersystem nehmen, sondern wie viel mehr/weniger in absoluten Mengen(!) der durchschnittliche Schwede Steuern zahlt verglichen mit dem durchschnittlichen Österreicher.
Weil Steuern auf Kapitalerträge niedrig bleiben müssen, damit die Reichen immer reicher werden während der Michel die Zeche zahlt. Ich habe keine Ahung, warum der Durchschnittsbürger die hohe Steuerlast auf Arbeit hinnimmt, weil die Medien erklären, dass eine Kapitalssteuererhöhung den Michel auch belasten würde. Macht mich immer wieder traurig.
Agenda Austria übernimmt dann die Gegenfinanzierung bei der Lücke in den Sozialausgaben nehme ich an? Oder muss ich dafür dann >300€ privat abdrücken damit ich die gleiche Leistung habe wie jetzt?
>Warum belasten wir
Damit wir den FPÖVP Milliardärs Habschis die Steuerzahlermillionen in den Oasch schieben können. Und die Huren-der-Huren-der-Reichen wie die ÖVP Propagandaschleuder Agenda Austria wollen natürlich auch dafür bezahlt werden, dass sie uns hauptberuflich veroaschen.
Ich hab mittlerweile den Eindruck dass von der Agenda Austria wirklich null Behauptungen kommen, die einer Überprüfung stand halten, die erzählen nie die ganze Wahrheit sondern immer nur schöngefärbt im Sinne von Arbeitgebern.
Wo wäre da Liechtenstein wohl
Wer sich über Steuer aufregt ist entweder reich oder hat das System nicht kapiert
Ich bin mir halt nicht sicher wie sinnvoll es ist da den Durchschnitt zu nehmen, wenn man rechnen will wie viel einem “normalen” Arbeitnehmer bleibt. Der Median scheint mir da sinnvoller.
Außerdem erscheint mir 4.077,- Euro ein bisschen viel. Ich hab zwar jetzt mit einer schnellen Google Suche nur die Zahlen für 2022 gefunden (Post verwendet 2023) und nur für alle Arbeitnehmer, nicht nur für Singles. Da sind der Durchschnitt 2.790,- und der Median 2.568,- Euro. Kann mir aber schwer vorstellen dass Singles so viel mehr im Durchschnitt verdienen.
Ich verstehe nicht ganz wie hier berechnet wird. Es wird jeweils pro Land das durchschnittliche Einkommen genommen aber dann die Belastung in Euro Unterschied angezeigt. Zusätzlich wird hier in Österreich das durchschnittliche Einkommen auf 4000€ gesetzt, laut Ak Betrug das 2022 2700€.
Das macht für mich nicht wirklich einen Sinn.