Da sage noch wer, dass es keine guten Nachrichten gibt! Und es sind sogar hauptsächliche aktive Austritte (380.000) und nicht nur Sterbefälle (340.000).
Wie kommt man mit den beiden Zahlen aus dem Artikel eigentlich auf 593.000 Austritte? Zum Zeitpunkt des Todes noch schnell den Kirchenaustritt verkündet?
Ich hab nur gute Erfahrungen mit der evangelischen Kirche in meiner Region gemacht, die Leute sind echt alle korrekt. Werde aber trotzdem austreten, bin einfach nicht religiös
Die Zahlungen des deutschen Staates an die Kirchen scheinen leider nicht an die Mitgliederanzahl gekoppelt zu sein.
2024 ein neuer Rekord: Die Bundesländer werden dieses Jahr rund 618,4 Millionen € an die Kirchen zahlen (und das sind nur die direkten Zahlungen).
Dann sind wir ja alle frei fürs Kalifat, was in den Demos gefordert wurde.
Die hier alle jubeln, würden sich wundern, wenn die Kirche ihre mit Mitgliedsgeldern unterstütztensoziale Arbeit einstellt. Dann aber nicht heulen, wenn es keine Nachbarschafttreffs und weniger Krankenhäuser und Pflegedienste gibt.
Vielleicht könnten die allgemein gestiegenen Kosten etwas damit zu tun haben. Ich bin für eine Kirchengemeinschaft. Viele Leute benötigen unerwartet Halt im Leben. Sowas ist extrem wichtig.
Aber wenn die Preise schneller als die Löhne steigen, kann ich nachvollziehen, dass auch eine finanzielle Dimension in der Entscheidungsfindung mitschwingt.
Warum gibt es bei der Kirchensteuer nur schwarz weiß? Warum keinen „Zwischentarif“ für Personen, die es unterstützen wollen, aber eben nicht so viel finanziell abgeben können.
Warum darf ich nicht selbst bestimmen wie viel mein Glaube wert ist?
Kirchenmitglied-light wäre schön, wo man den Satz selbst festlegen darf, aber dann auch nicht alle Leistungsrechte der Kirche beanspruchen darf.
So oder so sollte der Gesetzgeber hier eine Renovation andenken.
Kann mal wer nen Graphen plotten der zeigt wann die christlichen Kirchen unter 5% liegen?
Noch zu wenig
Wenn ich eins in der Konfirmationszeit über den evangelischen Gott gelernt habe, dann dass er es mir verzeihen würde aus der Kirche auszutreten. Eigentlich echt chilliger Glaube, wenn man dran glaubt.
Gott sei Dank.
Bin einer dieser 593.000.
Ich hab mich 20 Jahre in meiner Kirchengemeinde dafür eingesetzt, dass die Aufarbeitung von Missbrauch in der evangelischen Kirche in NRW etwas ist, was in den Vordergrund rücken muss im Bewusstsein aller Mitglieder der Gemeinden, man muss sich der Vergangenheit stellen, um positiven Einfluss auf die Zukunft zu haben.
Dazu gehört nun mal auch die Aufarbeitung von institutionellem Totalversagen.
Jetzt mit Ende 30 hab ich einfach die Reißleine gezogen, weil sich nichts ändert. Man ist einfach nicht bereit, die notwendigen Reformen anzugehen. Über 300 Fälle sind 300 zu viel, wenn wir darüber reden, dass jedes ein menschliches Schicksal ist, das dadurch ein Leben lang gezeichnet ist.
Der Pfarrer, der mich konfirmiert hat, hatte mich angerufen und ein Gespräch angeboten. Am Ende hat er gesagt, er kann meine Argumentation nachvollziehen, aber ich solle mir das noch mal überlegen, ich wäre ein wertvoller Teil seiner Gemeinde.
Getriggert hat ihn dann aber, dass ich ihm gesagt habe, das wäre doch kein Problem. Ich komme weiter Sonntags in die Kirche und hör mir auch weiterhin seine Predigten an. Der gibt sich wirklich Mühe und hat immer aktuelle gesellschaftspolitische Themen, die er mit Glauben verbindet. Darüber hinaus ist man halt beim Kirchencafe nach dem Gottesdienst immer mit einem Ohr am Puls darüber, was die Menschen akut beschäftigt in seiner Gemeinde. Ich mag das in Zeiten von Social Media, Bubbles und Echokammern. In meiner Gemeinde gibts vom AfD Wähler bis zum senegalesischen Asylbewerber alles und dementsprechend hat man auch ein breites Spektrum an echten Menschen, die sich über das, was sie im Leben beschäftigt austauscht, anstatt sich gegenseitig anzuschreien und zu beleidigen.
Ich bleibe weiter Christ und hab meinen Glauben. Ich glaube nur nicht mehr an die evangelische Kirche. Keine Ahnung, woher er gedacht hat, ich hätte irgendwie Hausverbot im Gotteshaus, weil ich nicht mehr Mitglied der evangelischen Kirche bin.
Gibt aber tatsächlich auch gute Gründe, dabei zu bleiben. Leider darf der Arbeitgeber dich immer noch aufgrund deines Glaubens diskriminieren, wenn du nicht mehr Teil der Kirchengemeinde bist. Das aus der Kirche austreten im Jahr 2024 immer noch den Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten kann, oder das man dich ganz legal nicht einstellen darf, sollte es eigentlich in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr geben.
Also Gott ist doch gechillt und es ist ihm egal, ob wir in der Kirche sind oder nicht. Gemäß der Tradition aller Religionen hat er mir das nämlich persönlich erst gesagt, also glaube ich daran und es ist wahr™.
Ach ja richtig, ich muss da jetzt auch endlich mal austreten. Danke für die Erinnerung.
Man kann ja glauben, aber viele brauchen diesen Fanclub einfach nicht.
Die Zahl könnte viel größer sein!
🎶 Keine Atempause, Geschichte wird gemacht. Es geht voran! 🎶
Wenn sie es geschafft hätten, den Kirchenaustritt, wie im OZG beschrieben, digital möglich zu machen, dann würden wir ganz andere Zahlen sehen. Viele sind einfach zu faul, um auszutreten bzw. bekommen halt keine Termine…
Gerne mehr.
wenn die online-terminvergabe beim standesamt funkionieren würde, wäre es +1…maximal 6 monate im voraus, aber nie ist ein termin frei. das ist schon seltsam /s
I’m doing my part 🫡
Die Kirche als religiöse Institution hat ausgedient, ja. Mich beschäftigt aber was die Kinder- und Jugendarbeit, die Diakonie, und vorallem die Gemeinschaftszentren für alte Menschen langfristig ersetzen soll.
31 comments
Nice
Da sage noch wer, dass es keine guten Nachrichten gibt! Und es sind sogar hauptsächliche aktive Austritte (380.000) und nicht nur Sterbefälle (340.000).
Wie kommt man mit den beiden Zahlen aus dem Artikel eigentlich auf 593.000 Austritte? Zum Zeitpunkt des Todes noch schnell den Kirchenaustritt verkündet?
Weiter so!
Nice
https://www.kirchenaustritt.de
Ich hab nur gute Erfahrungen mit der evangelischen Kirche in meiner Region gemacht, die Leute sind echt alle korrekt. Werde aber trotzdem austreten, bin einfach nicht religiös
Die Zahlungen des deutschen Staates an die Kirchen scheinen leider nicht an die Mitgliederanzahl gekoppelt zu sein.
2024 ein neuer Rekord: Die Bundesländer werden dieses Jahr rund 618,4 Millionen € an die Kirchen zahlen (und das sind nur die direkten Zahlungen).
(https://de.statista.com/statistik/daten/studie/867933/umfrage/staatsleistungen-an-die-kirchen-in-deutschland/)
Guter Anfang, immer weiter so!
Habe meinen Beitrag zu diesem Ergebnis geleistet, danke an [https://www.kirchenaustritt.de/](https://www.kirchenaustritt.de/) .
holy fucking hell. Burn in hell bastards!
ich mein: Eine gesellschaftlich sehr positive Entwicklung.
[More](https://media.giphy.com/media/v1.Y2lkPTc5MGI3NjExYW1wNnA4Zzc3M2E1b2UwZ3BrZ2w4cnNseTF2a3RqbmNqNXdrbXN3YyZlcD12MV9pbnRlcm5hbF9naWZfYnlfaWQmY3Q9Zw/HFe8qjKRQNlLQkbjXM/giphy.gif)
Dann sind wir ja alle frei fürs Kalifat, was in den Demos gefordert wurde.
Die hier alle jubeln, würden sich wundern, wenn die Kirche ihre mit Mitgliedsgeldern unterstütztensoziale Arbeit einstellt. Dann aber nicht heulen, wenn es keine Nachbarschafttreffs und weniger Krankenhäuser und Pflegedienste gibt.
Vielleicht könnten die allgemein gestiegenen Kosten etwas damit zu tun haben. Ich bin für eine Kirchengemeinschaft. Viele Leute benötigen unerwartet Halt im Leben. Sowas ist extrem wichtig.
Aber wenn die Preise schneller als die Löhne steigen, kann ich nachvollziehen, dass auch eine finanzielle Dimension in der Entscheidungsfindung mitschwingt.
Warum gibt es bei der Kirchensteuer nur schwarz weiß? Warum keinen „Zwischentarif“ für Personen, die es unterstützen wollen, aber eben nicht so viel finanziell abgeben können.
Warum darf ich nicht selbst bestimmen wie viel mein Glaube wert ist?
Kirchenmitglied-light wäre schön, wo man den Satz selbst festlegen darf, aber dann auch nicht alle Leistungsrechte der Kirche beanspruchen darf.
So oder so sollte der Gesetzgeber hier eine Renovation andenken.
Kann mal wer nen Graphen plotten der zeigt wann die christlichen Kirchen unter 5% liegen?
Noch zu wenig
Wenn ich eins in der Konfirmationszeit über den evangelischen Gott gelernt habe, dann dass er es mir verzeihen würde aus der Kirche auszutreten. Eigentlich echt chilliger Glaube, wenn man dran glaubt.
Gott sei Dank.
Bin einer dieser 593.000.
Ich hab mich 20 Jahre in meiner Kirchengemeinde dafür eingesetzt, dass die Aufarbeitung von Missbrauch in der evangelischen Kirche in NRW etwas ist, was in den Vordergrund rücken muss im Bewusstsein aller Mitglieder der Gemeinden, man muss sich der Vergangenheit stellen, um positiven Einfluss auf die Zukunft zu haben.
Dazu gehört nun mal auch die Aufarbeitung von institutionellem Totalversagen.
Jetzt mit Ende 30 hab ich einfach die Reißleine gezogen, weil sich nichts ändert. Man ist einfach nicht bereit, die notwendigen Reformen anzugehen. Über 300 Fälle sind 300 zu viel, wenn wir darüber reden, dass jedes ein menschliches Schicksal ist, das dadurch ein Leben lang gezeichnet ist.
Der Pfarrer, der mich konfirmiert hat, hatte mich angerufen und ein Gespräch angeboten. Am Ende hat er gesagt, er kann meine Argumentation nachvollziehen, aber ich solle mir das noch mal überlegen, ich wäre ein wertvoller Teil seiner Gemeinde.
Getriggert hat ihn dann aber, dass ich ihm gesagt habe, das wäre doch kein Problem. Ich komme weiter Sonntags in die Kirche und hör mir auch weiterhin seine Predigten an. Der gibt sich wirklich Mühe und hat immer aktuelle gesellschaftspolitische Themen, die er mit Glauben verbindet. Darüber hinaus ist man halt beim Kirchencafe nach dem Gottesdienst immer mit einem Ohr am Puls darüber, was die Menschen akut beschäftigt in seiner Gemeinde. Ich mag das in Zeiten von Social Media, Bubbles und Echokammern. In meiner Gemeinde gibts vom AfD Wähler bis zum senegalesischen Asylbewerber alles und dementsprechend hat man auch ein breites Spektrum an echten Menschen, die sich über das, was sie im Leben beschäftigt austauscht, anstatt sich gegenseitig anzuschreien und zu beleidigen.
Ich bleibe weiter Christ und hab meinen Glauben. Ich glaube nur nicht mehr an die evangelische Kirche. Keine Ahnung, woher er gedacht hat, ich hätte irgendwie Hausverbot im Gotteshaus, weil ich nicht mehr Mitglied der evangelischen Kirche bin.
Gibt aber tatsächlich auch gute Gründe, dabei zu bleiben. Leider darf der Arbeitgeber dich immer noch aufgrund deines Glaubens diskriminieren, wenn du nicht mehr Teil der Kirchengemeinde bist. Das aus der Kirche austreten im Jahr 2024 immer noch den Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten kann, oder das man dich ganz legal nicht einstellen darf, sollte es eigentlich in unserer modernen Gesellschaft nicht mehr geben.
Gut gut. Weiter so.
Bin auch 2023 ausgetreten nach der Aussage hier:
https://www.ekd.de/kurschus-deutschland-koennte-mehr-menschen-aufnehmen-81266.htm
Denen sollte das “D” im Kürzel untersagt werden!
Also Gott ist doch gechillt und es ist ihm egal, ob wir in der Kirche sind oder nicht. Gemäß der Tradition aller Religionen hat er mir das nämlich persönlich erst gesagt, also glaube ich daran und es ist wahr™.
Ach ja richtig, ich muss da jetzt auch endlich mal austreten. Danke für die Erinnerung.
Man kann ja glauben, aber viele brauchen diesen Fanclub einfach nicht.
Die Zahl könnte viel größer sein!
🎶 Keine Atempause, Geschichte wird gemacht. Es geht voran! 🎶
Wenn sie es geschafft hätten, den Kirchenaustritt, wie im OZG beschrieben, digital möglich zu machen, dann würden wir ganz andere Zahlen sehen. Viele sind einfach zu faul, um auszutreten bzw. bekommen halt keine Termine…
Gerne mehr.
wenn die online-terminvergabe beim standesamt funkionieren würde, wäre es +1…maximal 6 monate im voraus, aber nie ist ein termin frei. das ist schon seltsam /s
I’m doing my part 🫡
Die Kirche als religiöse Institution hat ausgedient, ja. Mich beschäftigt aber was die Kinder- und Jugendarbeit, die Diakonie, und vorallem die Gemeinschaftszentren für alte Menschen langfristig ersetzen soll.