>Hundertsechsundvierzig Mal – so häufig posteten YouTube-Nutzer die nationalsozialistische Losung „Alles für Deutschland“ unter einem Video eines rechten Streamers, der im April vom ersten Verhandlungstag des Prozesses gegen den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke berichtet hatte. Staatsanwalt Benedikt Bernzen will darin am Freitag zu Beginn des dritten Verhandlungstags vor dem Landgericht Halle einen „Nachahmereffekt“ erkennen: „Das belegt, dass der Angeklagte eine vergessene Parole wiederbelebt und salonfähig gemacht hat.“ (…)
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>Strafverteidiger Philip Müller aus Höckes Verteidigerteam will diesen Vorwurf nicht gelten lassen. Sein Mandant habe die Redewendung lediglich „auf einer sehr unbedeutenden Wahlkampfveranstaltung in einem Nebensatz eingebaut“. Die Staatsanwaltschaft möge selbst beurteilen, ob es sinnvoll sei, dass der Satz „durch das gegenständliche Strafverfahren einer weiteren Bevölkerungsmehrheit wieder in Erinnerung gerufen“ worden sei.
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>Dass die Parole durch den Prozess und die zugehörige Berichterstattung eine große Aufmerksamkeit erhalten hat, ist wohl unstrittig. Ob Höcke dies bewusst geplant hat, ist schwer nachzuweisen. Klar ist allerdings, dass der Strippenzieher der völkisch-nationalistischen AfD-Strömung im Laufe seiner Karriere immer wieder nationalsozialistische Sprache verwendet hat. (…)
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>In der Zeit des Nationalsozialismus prangte die Parole „Alles für Deutschland“ etwa als Schriftzug auf den Bühnen von Reichsparteitagen der NSDAP und war in Schulbüchern abgebildet. Laut dem Historiker Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, war sie „überall zu sehen“ und gehörte „zum Standardrepertoire der NS-Propaganda“.
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>Höckes Anwälte ziehen dies in Zweifel: Der Staatsrechtslehrer Ulrich Vosgerau nennt die Parole auf der [Plattform X](https://twitter.com/UlrichVosgerau/status/1785723724785746267) gar die „angebliche Losung der SA“, da sie in zwei Standardwerken nicht zu finden sei. Der SA-Ehrendolch, auf dem „Alles für Deutschland“ eingraviert war, sei „kein Allerweltsartikel, sondern wäre eine seltene und hohe Auszeichnung, die langjährigen und besonders verdienten Mitgliedern ausnahmsweise verliehen wird“. Laut dem [Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte](https://onlinesammlung.focke-museum.de/exponate/972) war der Dolch mit der Aufschrift hingegen „integraler Bestandteil der Uniform der Mitglieder der Sturmabteilung“. Die SA war eine Massenorganisation.
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>Nach 1945 wurde die Parole immer wieder von Neonazis verwendet, auch in den vergangenen Jahrzehnten. Der Soziologe Andreas Kemper, der Höcke seit vielen Jahren beobachtet, [nannte dafür in der vorvergangenen Woche zahlreiche Beispiele](https://threadreaderapp.com/thread/1783756356396171344.html). (…)
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>Höcke verfolgt den Prozess am Freitag gelassen und konzentriert. Wenn er selbst zu Wort kommt, beginnt er jedes Mal mit „Hohes Gericht“, will Respekt vor den Richtern zeigen. „Als Anerkennung der Würde der Institutionen“ wolle er bei seiner Einlassung stehen, hatte er beim vorherigen Verhandlungstag gesagt. Ganz anders klingt das, wenn er sich vor seinen Anhängern über das Verfahren äußert. Im Dezember etwa sprach er während einer Rede in Bezug auf den Prozess von einer „Intrige“ – und animierte seine Zuschauer, den Dreiklang „Alles für unsere Heimat, alles für Sachsen-Anhalt, alles für“ durch eine Handbewegung durch „Deutschland“ beenden zu lassen. Es war wieder das Ende der Rede, wie schon in Merseburg. Wenn die Losung in der Zeit des Nationalsozialismus eingesetzt wurde, war es üblich, diese am Ende von Reden einzusetzen. Die Staatsanwaltschaft hält auch das nicht für Zufall.
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>Für eine vorsätzliche Tatbegehung spricht aus Sicht der Ankläger auch ein Austausch zwischen Höcke und dem US-Unternehmer Elon Musk auf der Plattform X. In Deutschland werde „jeder Patriot als Nazi diffamiert, da Deutschland Straftatbestände hat, die es in keiner anderen Demokratie gibt“, behauptete Höcke Anfang April. Diese zielten darauf ab, „Deutschland daran zu hindern, sich wiederzufinden“, so Höcke damals weiter.
Mittlerweile weiß doch auch der letzte, dass der Bernd ein waschechter Nazi ist.
Den Plot kannst Du Dir nicht ausdenken: Putin erzählt seinen Landsleuten und denen die zwischen Europa und der ehemaligen Sowjetunion wackeln das Märchen von den europäischen Nazis, die deren Sprache, Religion und Volksidentität vernichten wollen. Gleichzeitig darf in Europa wie sonst nirgendwo Sprache, Religion und Volksidentität frei gelebt werden. Dann unterstützt Putin die echten Nazis wie den Höcke. Und die erzählen ihren Landsleuten das Märchen von bösen Nachbarn in der EU, den bösen “andersartigen Deutschen”, den bösen Ausländern etc. (alle die nicht zum eigenen “Stamm” gehören), die deren Sprache, Religion und Volksidentität vernichten wollen. Niemand will Sprache, Religion und Volksidentität vernichten! Wozu auch? Der Kölner bleibt immer Kölner, der Bayer bleibt immer Bayer – egal ob er Max, Mirco, Murat oder Michail heißt. Das sind doch nur Ablenkungsmanöver von dem eigentlichen Ziel, dem Erhalt der eigenen Macht! Wir Menschen brauchen uns nur als einen Stamm oder als eine Familie zu begreifen und dann wird es uns allen viel besser gehen! Alle Mittel würden in sinnvolle Kanäle fließen! Das wollen Machtmenschen wie Putin aber nicht. Steigbügelhalter wie Höcke gehören als solche angeprangert. Der Höcke weiß genau was er da macht. Er schadet uns allen in dem er Putin mit seinem Plan uns Menschen in regionale schwache Stämme zu zerteilen hilft. Er tut so als sei er Patriot, dabei verrät und betrügt er uns alle! Vor der Fassade sagt er zu den Wählern “alles für Deutschland”, hinter der 1. Fassade sagt er zu seinen Nazi-Freunden “Deutschland über alles” und hinter der letzten Fassade hält er hinter dem Rücken die Hand bei Putin auf. Sprache, Religion und Volksidentität sind ihm schei+egal! Er will Hass und Angst verbreiten um sich zu bereichern und höher im Machtapparat zu stehen.
Seine Fans wählen ihn nicht TROTZ dieser Gesinnung, sondern GENAU WEGEN ihr.
Der Bernd und rechte Gesinnung? Nein! Das kann doch gar nicht sein!!!!11slf 😱😱😱
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>Hundertsechsundvierzig Mal – so häufig posteten YouTube-Nutzer die nationalsozialistische Losung „Alles für Deutschland“ unter einem Video eines rechten Streamers, der im April vom ersten Verhandlungstag des Prozesses gegen den Thüringer AfD-Chef Björn Höcke berichtet hatte. Staatsanwalt Benedikt Bernzen will darin am Freitag zu Beginn des dritten Verhandlungstags vor dem Landgericht Halle einen „Nachahmereffekt“ erkennen: „Das belegt, dass der Angeklagte eine vergessene Parole wiederbelebt und salonfähig gemacht hat.“ (…)
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>Strafverteidiger Philip Müller aus Höckes Verteidigerteam will diesen Vorwurf nicht gelten lassen. Sein Mandant habe die Redewendung lediglich „auf einer sehr unbedeutenden Wahlkampfveranstaltung in einem Nebensatz eingebaut“. Die Staatsanwaltschaft möge selbst beurteilen, ob es sinnvoll sei, dass der Satz „durch das gegenständliche Strafverfahren einer weiteren Bevölkerungsmehrheit wieder in Erinnerung gerufen“ worden sei.
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>Dass die Parole durch den Prozess und die zugehörige Berichterstattung eine große Aufmerksamkeit erhalten hat, ist wohl unstrittig. Ob Höcke dies bewusst geplant hat, ist schwer nachzuweisen. Klar ist allerdings, dass der Strippenzieher der völkisch-nationalistischen AfD-Strömung im Laufe seiner Karriere immer wieder nationalsozialistische Sprache verwendet hat. (…)
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>In der Zeit des Nationalsozialismus prangte die Parole „Alles für Deutschland“ etwa als Schriftzug auf den Bühnen von Reichsparteitagen der NSDAP und war in Schulbüchern abgebildet. Laut dem Historiker Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, war sie „überall zu sehen“ und gehörte „zum Standardrepertoire der NS-Propaganda“.
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>Höckes Anwälte ziehen dies in Zweifel: Der Staatsrechtslehrer Ulrich Vosgerau nennt die Parole auf der [Plattform X](https://twitter.com/UlrichVosgerau/status/1785723724785746267) gar die „angebliche Losung der SA“, da sie in zwei Standardwerken nicht zu finden sei. Der SA-Ehrendolch, auf dem „Alles für Deutschland“ eingraviert war, sei „kein Allerweltsartikel, sondern wäre eine seltene und hohe Auszeichnung, die langjährigen und besonders verdienten Mitgliedern ausnahmsweise verliehen wird“. Laut dem [Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte](https://onlinesammlung.focke-museum.de/exponate/972) war der Dolch mit der Aufschrift hingegen „integraler Bestandteil der Uniform der Mitglieder der Sturmabteilung“. Die SA war eine Massenorganisation.
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>Nach 1945 wurde die Parole immer wieder von Neonazis verwendet, auch in den vergangenen Jahrzehnten. Der Soziologe Andreas Kemper, der Höcke seit vielen Jahren beobachtet, [nannte dafür in der vorvergangenen Woche zahlreiche Beispiele](https://threadreaderapp.com/thread/1783756356396171344.html). (…)
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>Höcke verfolgt den Prozess am Freitag gelassen und konzentriert. Wenn er selbst zu Wort kommt, beginnt er jedes Mal mit „Hohes Gericht“, will Respekt vor den Richtern zeigen. „Als Anerkennung der Würde der Institutionen“ wolle er bei seiner Einlassung stehen, hatte er beim vorherigen Verhandlungstag gesagt. Ganz anders klingt das, wenn er sich vor seinen Anhängern über das Verfahren äußert. Im Dezember etwa sprach er während einer Rede in Bezug auf den Prozess von einer „Intrige“ – und animierte seine Zuschauer, den Dreiklang „Alles für unsere Heimat, alles für Sachsen-Anhalt, alles für“ durch eine Handbewegung durch „Deutschland“ beenden zu lassen. Es war wieder das Ende der Rede, wie schon in Merseburg. Wenn die Losung in der Zeit des Nationalsozialismus eingesetzt wurde, war es üblich, diese am Ende von Reden einzusetzen. Die Staatsanwaltschaft hält auch das nicht für Zufall.
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>Für eine vorsätzliche Tatbegehung spricht aus Sicht der Ankläger auch ein Austausch zwischen Höcke und dem US-Unternehmer Elon Musk auf der Plattform X. In Deutschland werde „jeder Patriot als Nazi diffamiert, da Deutschland Straftatbestände hat, die es in keiner anderen Demokratie gibt“, behauptete Höcke Anfang April. Diese zielten darauf ab, „Deutschland daran zu hindern, sich wiederzufinden“, so Höcke damals weiter.
(*Welt am Sonntag.* 5. Mai 2024, S. 4; online hinter Paywall: https://www.welt.de/politik/deutschland/plus251351450/Prozess-um-SA-Losung-Hoecke-habe-eine-vergessene-Parole-wiederbelebt-sagt-der-Staatsanwalt.html)
Mittlerweile weiß doch auch der letzte, dass der Bernd ein waschechter Nazi ist.
Den Plot kannst Du Dir nicht ausdenken: Putin erzählt seinen Landsleuten und denen die zwischen Europa und der ehemaligen Sowjetunion wackeln das Märchen von den europäischen Nazis, die deren Sprache, Religion und Volksidentität vernichten wollen. Gleichzeitig darf in Europa wie sonst nirgendwo Sprache, Religion und Volksidentität frei gelebt werden. Dann unterstützt Putin die echten Nazis wie den Höcke. Und die erzählen ihren Landsleuten das Märchen von bösen Nachbarn in der EU, den bösen “andersartigen Deutschen”, den bösen Ausländern etc. (alle die nicht zum eigenen “Stamm” gehören), die deren Sprache, Religion und Volksidentität vernichten wollen. Niemand will Sprache, Religion und Volksidentität vernichten! Wozu auch? Der Kölner bleibt immer Kölner, der Bayer bleibt immer Bayer – egal ob er Max, Mirco, Murat oder Michail heißt. Das sind doch nur Ablenkungsmanöver von dem eigentlichen Ziel, dem Erhalt der eigenen Macht! Wir Menschen brauchen uns nur als einen Stamm oder als eine Familie zu begreifen und dann wird es uns allen viel besser gehen! Alle Mittel würden in sinnvolle Kanäle fließen! Das wollen Machtmenschen wie Putin aber nicht. Steigbügelhalter wie Höcke gehören als solche angeprangert. Der Höcke weiß genau was er da macht. Er schadet uns allen in dem er Putin mit seinem Plan uns Menschen in regionale schwache Stämme zu zerteilen hilft. Er tut so als sei er Patriot, dabei verrät und betrügt er uns alle! Vor der Fassade sagt er zu den Wählern “alles für Deutschland”, hinter der 1. Fassade sagt er zu seinen Nazi-Freunden “Deutschland über alles” und hinter der letzten Fassade hält er hinter dem Rücken die Hand bei Putin auf. Sprache, Religion und Volksidentität sind ihm schei+egal! Er will Hass und Angst verbreiten um sich zu bereichern und höher im Machtapparat zu stehen.
Seine Fans wählen ihn nicht TROTZ dieser Gesinnung, sondern GENAU WEGEN ihr.
Der Bernd und rechte Gesinnung? Nein! Das kann doch gar nicht sein!!!!11slf 😱😱😱
Armes Bernd