Fachkräftelücke kostet Wirtschaft 50 Milliarden Euro

by RomanesEuntDomusX

34 comments
  1. Wenn alle die in einer anderen Altersgruppe sind als ich, einfach mal 65 Stunden die Woche arbeiten wäre das kein Problem. Das faule Pack soll nicht auf die Idee kommen nach besseren Löhnen oder Arbeitsbedingungen zu fragen /s

  2. Anders formuliert:

    Die deutsche Wirtschaft hätte erhebliches Wachstumspotential, wenn sie durch höhere Löhne mehr hochqualifiziertes Personal anlocken würde.

  3. Wie viele der betroffenen Firmen bilden selbst Fachkräfte aus und akzeptieren Quereinsteiger jenseits der 35?

    Zumindest in meinem beruflichen Umfeld ist der Recruiting-Zirkus dümmer als je zuvor. Schon die kleinste Abweichung im CV führt zum Ausschluss, es werden 5-stufige Interviews geführt und motivierte Quereinsteiger will man sowieso nicht. Achso, und selbst ausbilden will man auch nicht, weil das ist viel zu viel Aufwand.

    Der Fachkräftemangel kann da also nicht so schlimm sein.

  4. Ja ist halt mal wieder sone Arbeitgebernahe Milchmädchenrechnung. Theoretisch wenn alle vollständig ausgelastet wären könnte man den Wert erreichen. Ist aber natürlich komplett realitätsfern.

  5. Freelancer Designer & Grafiker hier.
    Guck mich derzeit um nach ner Festanstellung weil wir evtl. bald versuchen nen Kind zu bekommen und das dann halt sich sicherer anfühlt.

    Naja alle Stellenangebote bieten lächerlich niedrige Gehälter oder andere Witze wie X Überstunden sind schon mit Gehalt abgegolten. Da will scheinbar echt keiner wirklich jemand haben. Da bleib ich dann lieber Freelancer, kann ich wenigstens um 9 Uhr aufstehen wenn ich will…

  6. >Unternehmen beschweren sich seit 40 Jahren über den Fachkräftemangel. Dafür gibt es jedoch eine einfache marktwirtschaftliche Lösung: höhere Löhne. Wenn einem Unternehmen Fachkräfte fehlen, kann es das eigenständig ändern. Bietet es höhere Löhne oder auch bessere Arbeitsbedingungen an, wird es attraktiver.
    >
    >[Arbeitsökonom Simon Jäger – Spiegel Interview Quelle](https://archive.ph/KLgHM)

  7. Die Rechnung funktioniert hier so:

    Fachkraft kriegt Mindestlohn, alles was sie für ihren Hungerlohn erwirtschaftet, gibt also gut Gewinn für die Unternehmen.

    Will sie mehr als Mindestlohn oder 3-4000 brutto, ist sie schon zu teuer und man hätte gerne eine neue Fachkraft, die günstig ist.

    Am besten mit ordentlich Berufserfahrung und exakt den Anforderungen, die man gerade in der Ausschreibung stehen hat, sonst ist es ja schließlich keine passende Fachkraft.

    So kommt man in der Kalkulation dann natürlich auf 50 Milliarden „Verlust“ für die Wirtschaft, ist in der Realität aber kompletter Quatsch.

    Und das unsere Medien diese Sau immer noch durchs Dorf treiben ist absolut lächerlich.

    Die ganzen IG-Metall-Betriebe und die anderen großen Firmen hier in der Region laufen (in der Produktion) oft auf Kurzarbeit und haben generell einen Einstellungsstop.

    Unsere alten Stellen besetzen wir überhaupt nicht neu, weil nicht so viel Arbeit vorhanden ist und die Firmen froh sind, wenn sie die Leute mit den richtig guten Verträgen endlich los werden.

    Der Jobmarkt, gerade bei den Online-Portalen, ist so leer wie seit Jahren nicht mehr, Anfragen von Headhuntern gibt es auch fast keine mehr usw.

    Klar, der soziale Sektor sucht, aber das will sich (verständlicherweise) keiner antun.

  8. Es wird auch immer so bleiben / schlimmer werden, da die meisten Unternehmen
    A) scheisse bezahlen
    B) keinen Grund aufweisen, warum man gerade dort seine Lebenszeit gegen Geld tauschen soll

  9. *Mangel an billigen Fachkräften, Bildung und interner Fortbildung kostet die Wirtschaft Geld.

    Jetzt passt es.

  10. Kann mich noch an die Zeit erinnern, als viele deutsche Unternehmen Ausbildungsplätze wegrationalisierten. Das kommt davon, wenn man nur auf Quartalszahlen und die Boni am Ende des Jahres schielt…

  11. Und ich sitze hier mit meinem Dr in Physik und knapp 50 Absagen:(

  12. Bei einem BIP von 4.100 Mrd. Euro sind 50 Mrd. 1,2% . Ist mir jetzt unklar, ob man das als Rundungsfehler, Messtoleranz oder schlich als irrelevant werten soll. Bestimmt nicht als wichtig.

    Die AG können auch ihre Löhne erhöhen und in Zeiten eines Arbeitnehmermarktes den Bewerbungszirkus wegdampfen.

  13. Da ich zurzeit selbst aktiv suche, muss ich immer wieder lachen, wenn ich solche Beiträge lesen muss… Kurz zu mir: Zwei Muttersprachen, Englisch mehr als fließend, zwei Auslandssemester, 1,x B.Sc. und M.Sc. an der Uni Köln in Winfo, fast 6 Jahre BE mittlerweile nach der Uni (Studentenjobs, Praktika ausgeschlossen), spezialisiert auf ein Nischenthema (Data Governance, DQ Management), höchste Zertifizierungen und mehrere Projekte mit Softwareanbietern, die zu den Marktführern gehören und ich kriege nicht einmal eine Einladung von einem Industrieunternehmen… Ich meine, ich verdiene knapp 100k in einem Kleinunternehmen und habe davor auch in Beratungshäusern gearbeitet, versuche jedoch seit einiger Zeit in die Industrie zu wechseln, weil ich keine Lust habe, in einem Kleinunternehmen zu arbeiten, wo alle 6 Monate 7-8 Kollegen entlassen werden und ich bewerbe mich wirklich nur auf Stellen, die von der Beschreibung und den Anforderungen her perfekt passen und ich bekomme nicht einmal einen fkin ANRUF! Es gibt teilweise Stellen, die seit 2 Jahren nun auf LinkedIn ausgeschrieben sind, alle zwei Wochen geupdated werden und dennoch kriege ich nicht mal einen Anruf… Ich glaube, ich habe mich bestimmt 8-mal bei Siemens beworben in den letzten 2 Jahren und habe nicht ein einziges Mal einen Anruf oder eine Einladung erhalten. Währenddessen kenne ich dann persönlich Leute, die dort mal Werkstudenten waren, ihren BWL Bachelor an ner FH in 12 Semestern fertig bekommen haben und nun dort seit 3 Jahren arbeiten… Keiner kann mir erzählen, dass dieses Land ein Fachkräfteproblem hat. In diesem Land gibt es nur ein Problem: Mangel an Arbeitgebern, die vernünftig bezahlen wollen! Ich habe mich extra aus Neugier mal bei Stepstone etc. registriert, um die Gehaltsranges einsehen zu können und ich war geschockt… Mercedes, Audi, BMW bieten 65-75k für einen erfahrenen ITler in einer Senior/Lead Position an… Ich zweifele immer noch an der Korrektheit der Angabe, weil ich mir echt nicht vorstellen kann, dass jmd mit so einem Profil hier für 75k arbeiten würde…

  14. Diese ganzen Unternehmen die jammern statt Gehalt oder bessere Konditionen zu bieten können meiner Meinung nach auch pleite gehen. Die verstehen scheinbar nicht das es ein arbeitsMARKT ist.

  15. Wir müssen echt wieder zurück zur “alten Schule”, Bewerbungsgespräch um sich kennenzulernen und um zu gucken ob man miteinander vibed und dann 1-3 Tage Probearbeiten um zu gucken ob es funktioniert.

    Dieses ganze versteifen auf irgendwelche Dinge die im CV stehen, ist so absurd geworden. “Sie haben also 1 Jahr vor ihrer Ausbildung nichts gemacht weil sie sich orientieren wollten? Das klingt aber nicht sehr motiviert danach zu arbeiten, danke für das Gespräch wir melden uns..”

    Edit: Chillt mal, habt ihr noch nie ein Probearbeiten gemacht? Man soll nicht 3 Tage 8h+ arbeiten, es geht nur darum den Arbeitsplatz kennenzulernen und das der AG sehen kann das obwohl der CV in seinen Augen komisch ist, die Person trotzdem weiß was zutun ist, ich rede nicht davon das man 3 Tage, Vollzeit, kostenlos arbeiten soll.

  16. Kann man die Fächer nicht einfach etwas leichter machen, damit man nicht so viel Kraft braucht, um sie zu öffnen?

  17. der Fachkräftemangel ist zum großen Teil ein Wertschätzungsmangel.

  18. Wir haben eigentlich nur ein Problem mit Firmen die nichts leisten wollen. Es gibt genügend Leute in präkeren Beschäftigungen, Leute die über 50 sind oder irgendwie im Bürgergeldsumpf feststecken aber wenn Firmen nichts in Weiterbildung investieren wollen, keine Anreize bieten, schlechten Lohn bezahlen und wir JobCenter haben deren Sinn es ist eher den Niedriglohnsektors zu puschen als Menschen in vernünftige Arbeit zu bringen, kann ja nichts bei rumkommen.

  19. Fachkraft, die.

    “Ein ökonomischer Begriff für eine 20-jährige Person mit 30 Jahren Berufserfahrung, arbeitet für Mindestlohn oder besser noch als Scheinselbständiger für weniger, braucht keinen Urlaub und keine bezahlten Krankheitstage, tut ohne zu murren, was man ihr sagt, und bringt dem Chef jeden Morgen Kaffee, den sie natürlich aus Liebe zum Unternehmen auch selbst bezahlt.”

    Komisch, dass es die nur so selten gibt. Will nicht jeder eine solche Fachkraft werden? /s

  20. Wenn die Fachkräfte dann aber auch wieder 50mrd € kostet wird auch geweint…

  21. Durch Einwanderung ist der Fachkräftemangel nicht zu beheben. Der Markt ist global, ganz Europa will die gleichen.

    Die einzige Möglichkeit sind mehr Kinder, fertig aus Ende.
    Die Leute hier wollen nicht noch mehr Migration aus vollkommen befremdlichen Kulturen.

  22. Erst nicht mit der Zeit gehen und sich anpassen wollen, aber dann rumheulen das Fachkräfte fehlen. Sind bestimmt die Bürgergeld Bezieher und Frührentner schuld!

  23. Es gibt einen Fachkräftemangel nach billigen Arbeitskräfte. Wenn der Fachkräftemangel nach billigen Arbeitskräfte gestillt wird, bedeutet es zeitgleich, dass Arbeitnehmer weniger verdienen. Wozu Arbeitnehmer lohngerecht bezahlen, wenn es andere für billiger machen würden?
    Die Wirtschaft sollte eher die Arbeitskräfte besser bezahlen und Geld in die Ausbildung stecken.

  24. Was für eine lustige Formulierung…. “kosten”…… und was ist mit “verdienen”
    .. so kann man auch ein problem erschaffen und einrahmen….. was kommt als nächstes…. “Arbeitnehmer kosten der Wirtschaft Milliarden “…. wie sehnt man sich die Zeit der leibeigenen herbei….

  25. Soll die Wirtschaft die halt auch ausbilden und nicht nur nach fertigen suchen. Könnte klappen …

  26. Vielleicht fängt man erstmal damit an, den Fachkräften, die wir haben, das Arbeiten zu ermöglichen. Und das fängt dann z.B. mit besserer Kinderbetreuung an. Die Personaldecke in den Kitas ist so dünn, dass bei einem krankheitsbedingten Ausfall sofort Notbetreuung oder früheres Abholen ausgerufen wird. Gott bewahre, eine Erzieherin wird schwanger, dann bricht dort das ganze System auseinander. Das wird dann notdürftig mit Bundesfreiwilligendienstlern irgendwie aufgefangen. Jeder in meinem Freundeskreis stöhnt darüber. Auch heute wieder “bitte Kinder bis 14 Uhr abholen wegen Personalmangel”, wie soll man das auf Dauer mit zwei Vollzeit arbeitenden Eltern machen?

  27. Ich schließe daraus, dass die Fachkräftenachfrage höher ist, als das Fachkräfteangebot. Wenn die unsichtbare Hand des Marktes mit Masturbieren fertig ist, dann wird die das schon regeln. /s

  28. Fachkräfte.

    Die Wirtschaft pienst rum weil sie durch den Mindestlohn und das Bürgergeld keine Skl* mehr für besch* Löhne findet.

    Denn deren Gewinne kommen oftmals nur durchs auspressen von Mitarbeitern.

    Das ganze wird auch noch schlimmer wenn diw Blackrock Marionette Kanzler werden sollte.

  29. Solange mich Recruiter auf LinkedIn anschreiben, wo mein vollständiger Werdegang lückenlos einsehbar ist, und mich dann bitten vor dem ersten Gespräch doch bitte noch einen Lebenslauf zu schicken, kanns alles so schlimm nicht sein. Bonuspunkte wenn ich nen Lebenslauf schicken muss *und* zusätzlich nochmal alles in so ne Kack-Bewerbungsmaske sortieren muss, die null komma null zu meinen bisherigen Stationen passt und ich alles son bisschen wurschteln muss. Wenns nicht um sowas wichtiges gehen würde, würd ich mich glatt weigern.

  30. Ach ja ich soll hochmotiviert sein, am besten schon jahrelange Berufserfahrung haben (mit z.B. Anfang 20), und natürlich nichts kosten.

    Ja ne ist klar…

    Ach und nicht zu vergessen, diesen lächerlich verkomplizierten und aufwendigen Bewerbungsablauf mitmachen bei vielen Firmen. Perfekt auf die Stelle muss man natürlich auch passen keinerlei Abweichungen egal wie klein ist gestartet.

  31. Hä? ich dachte seit 2015 sind doch Millionen Fachkräfte nach Deutschland gekommen, wo arbeiten die alle nach 9 Jahren?

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