In diesen zwei Bundesländern geht es an Schulen besonders ungerecht zu. Ob Ihr Kind aufs Gymnasium geht, hängt stark von Ihrem Einkommen und Bildungsgrad ab – das ist bekannt. Forscher haben nun jedoch herausgefunden: In einigen Bundesländern ist dieser Zusammenhang stärker als in anderen.

by bedbooster

17 comments
  1. tl;dr:

    Es geht um die
    >Wahrscheinlichkeit, mit der Kinder aus benachteiligten Verhältnissen ein Gymnasium besuchen gegenüber Kindern aus günstigen Verhältnissen, in Prozent

    Ideal / völlige Chancengleichheit wären 100 %
    am wenigsten ungerecht: Berlin (53,8 %) und Brandenburg (52,8 %)
    Schlusslichter: Sachsen (40,1 %) und Bayern (38,1 %)
    Bundesdurchschnitt: 44,6 %

  2. Ist ein altbekanntes Problem das niemanden interessiert weil die die es ändern können davon profitieren….

  3. Wer Geld/Background hat darf immer zu erst. Die anderen müssen immer mühselig über dem 2. Bildungsweg gehen. Zum Glück ist es wenigstens möglich.

  4. Habe nur die Schlagzeile gelesen…

    Allerdings ist mir sofort aufgefallen, dass Bayern und Sachsen gleichzeitig auch die Länder mit den qualitativ hochwertigsten Abschlüssen sind.

    Gibt es da einen Zusammenhang?

  5. Gymnasium ist doch überbewertet, bin auch auf eine kms und dann auf eine hlw gegangen und hab nen geilen tschob (gelernter Facharbeiter).

    so viel anders isses in Österreich wohl nicht, da ich auf einer Privatschule war weil die Eltern die Kohle hatten.

  6. Der Trick daran ist, dass das Geld automatisch zu den guten, fähigen und anständigen Menschen fließt, und darum müssen diese halt bevorzugt werden, also ist am Ende doch alles gerecht und im Lot. Erklärt Christian Lindner an einer obskuren Schautafel in der nächsten Folge von “Die Anstalt” im ZDF.

  7. Irgendwie kommt mir in diesem Text ein Faktor eindeutig zu kurz, die Abiturientenquote ist zwischen den Bundesländern ebenfalls stark unterschiedlich.

    Höchster Wert Hamburg mit 56,5%, niedrigster Wert Hessen mit 31,1%.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/255393/umfrage/anteil-der-schulabsolventen-innen-mit-abitur-in-deutschland-nach-bundeslaendern/

    Natürlich ändert sich die Zusammensetzung der Schülerschaft, wenn du schlicht viel mehr Leute aufnimmst, Berlin ist z.B. auf Platz 2. hinter Hamburg, Bayern und Sachsen liegen beide unter dem Bundesschnitt.

  8. Heißt das dann auch je reicher man ist desto höher ist die Wahrscheinlichkeit das man aufs Gymnasium geht oder ist das bei einem gewissen Gehalt wieder gedeckelt? Ist das dann bei einkommensschwachen auch so ?

  9. Wie machen das eigentlich Länder wo es sehr fair zugeht? Ich vermute mal die skandinavischen Länder weit vorne. Ich nehme mal an der wichtigste Faktor ist die Bildung der Eltern (Geld korelliert ja damit). Die Freizeit mit dem Kind kann ja jeder gestalten wie er will. Und es dürfte einen riesen Unterschied machen, ob ich mit keinem Kleinkind nur TV gucke oder ihm Vorlese, lesen und schreiben übe etc. Da kannst du als Staat ja machen was du willst, wenn es daheim net läuft, hat das Kind einen Nachteil.

  10. In meiner Grundschule haben die es sich damals viel einfacher gemacht :

    Deutsche : Gymnasium

    Ausländer : Hauptschule

  11. Ganz ehrlich – wie soll sich das denn bitte ändern?

    Ich habe verschiedene Bubbles erlebt.
    Bubble 1: sozialer Brennpunkt. Tendenziell schlechte Bildung, insgesamt wenig Interesse an Schule seitens der Eltern, eher 2-4 Kinder, recht früh das erste Kind bekommen.

    Bubble 2: Akademiker. Super viel Interesse an Bildung, extra Klavierstunden usw, eher 1 oder 2 Kinder, erst mit 35+ bekommen.

    Wie soll man diese beiden Schülergruppen ansatzweise unter einen Hut bekommen? Vor allem wenn auch noch häufig das Lernen der deutschen Sprache dazu kommt.

  12. Ich erinnere mich noch an die 4. Klasse. Meine damalige Mathelehrerin sagte zu mir, aus mir wird nix, ich soll aufhören vom Gymnasium zu träumen und auf die Hauptschule. Sie hatte auch die Entscheidungsgewalt. Hab dann die Aufnahmeprüfung zum Gymi machen müssen und verkackt, da zusätzlich meine Eltern das nich wollten. Bin dann trotzdem auf die Realschüler in Bayern. Tja und nun, 18 Jahre später? Bin grad im Info-Master und mach danach die Promotion. Mathe hat mir damals schon viel Spaß gemacht, aber manche denken halt anders…

    Hätten sich meine Eltern nich Jahre bis zur Trennung täglich sehr stark gestritten und mich mit reingezogen wärs auch anders gelaufen. Nicht jeder hat die gleichen Chancen

  13. Haben deine Eltern Geld auf der Bank, dann ist der Lehrer voller Dank.

  14. Bei dem Thema würde mich mal wirklich interessieren wie stark die Korrelation ist und ob eine Kausalität vorliegt. Leider wird das in solchen berichten nie erwähnt.

    Ich würde behaupten, dass die Einstellung der Eltern zur Schule 1000mal wichtiger ist als der Kontostand.

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