Zahl der gemeldeten Attacken wegen sexueller Orientierung deutlich gestiegen

by RomanesEuntDomusX

16 comments
  1. Woher das nur kommt? Man wundert sich. Es kann ja wohl nicht an der ganzen Scheiße die AfD und auch die Union erzählen liegen. Das wäre ja verrückt wenn daraus Taten entstehen.

  2. Ich kann sowas einfach nicht nachvollziehen, wie kann die bloße Existenz von Menschen die in den Augen der Angreifer “anders” sind, diese so extrem triggern das sie Gewalt benutzen, vor allem selbst wenn man mit Menschen Probleme hat die “anders” sind, aus welchen Gründen auch immer, wie hilft es diese anzugehen oder zu attackieren. Sowas geht einfach nicht in meinen Kopf rein und mir fällt auch kein logischer Grund für sowas ein, ausser das diese Menschen, mental nicht ganz gesund sind.

  3. Unglaublich wie sich manche Menschen in das Sexualleben oder die Identität von anderen Menschen einmischen. Was geht’s es die an? Das geht niemanden etwas an, so lange alle beteiligten doch mit den stattfindenden Handlungen einverstanden sind.

    Ob der Gerd und die Inge oder Gerd und der Jürgen Spaß haben, geht den Heinz doch nix an. Erst recht nicht ob der Gerd dabei gerne einen Rock und Perücke trägt.

  4. Kann ich nicht nachvollziehen. Die sexuelle Orientierung anderer, könnte mir nicht egaler sein.
    Das ist doch ausschließlich relevant für mich, wenn ich jmd daten will und die Person steht halt nicht auf Männer ( in meinem Fall.)

    Aber Attacken auf andere jeglicher Art sind ja schon komplett gestört.

  5. Ich will doch einfach nur offen auf der Straße mit meiner Freundin rumgehen können ohne mich jedes mal umzudrehen um zu gucken wer uns sieht -_-

  6. Wundert mich leider irgendwie nicht. In weiten Teilen Deutschland, vor allem im ländlichen Raum und im generell konservativen Süden wird alles, was auch nur ein bisschen anders ist als das, was man kennt, direkt verteufelt. In Metropolen wie Köln oder Berlin sorgen Menschen, die ihren religiösen Fanatismus in dieses Land bringen, dafür, dass sich Menschen nicht sicher fühlen können.

    Ich frage mich, ob der Staat Anreize schaffen kann, Brücken zu bauen, oder ob wir als Gesellschaft auf uns allein gestellt sind.

  7. Wer sich wundert, warum- Ein Erklärungsansatz kann von dem Prinzip abgeleitet werden, dass Geschlecht Performance ist.

    Geschlecht, hier Männlichkeiten, besitzt man nicht einfach und damit ist die Angelegenheit abgehandelt; Es muss ständig dargestellt werden um Gültigkeit zu haben. Diese Darstellung ist auch für das eigene Selbstverständnis wichtig. Und nicht nur muss es dargestellt werden- Die Welt und Umfeld fordern dies auch ein, bzw. greifen diese Darstellung auch konstant an. Ihr alle kennt die Dynamik unter Männern, dass sich ständig herausgefordert wird. Dass ständig Witze gemacht werden. Dass sich ständig mit Errungenschaften gebrüstet wird.

    Diese Darstellung kann auf viele Arten und Weisen erfolgen. Zum einen kannst du gewisse Eigenschaften an den Tag legen. Wichtig ist, dass es authentisch rüber kommt. Wir alle kennen Menschen, die vorgeben etwas zu sein, was sie nicht sind und nehmen diese deshalb oft nicht so ernst, wie sie es gerne wollten.

    Aber die Attribute, die als typisch männlich gelten, sind teilweise schwer zu erreichen und/oder unzureichend definiert. Was ist männlich überhaupt genau? Es stimmt schon, dass die klassischen Geschlechterrollen und Identitäten heutzutage deutlich weniger existent und diffuser sind. (Was ich begrüße- Es kann jedoch auch eine gewisse Orientierungslosigkeit mit sich bringen.)

    Selbst die “vulgären” Eigenschaften, die mit einem Mann assoziiert werden können, sind teilweise schwer zu erreichen. Du kannst dich nicht als der krasseste Macker aufspielen, wenn du noch nie trainiert hast. Du kannst dich nicht als den geilen Checker aufspielen, wenn deine Kumpels wissen, dass du noch nie eine Frau gesehen hast. Und wenn du kein erfolgreicher Geschäftsmann bist, kannst du dich auch nicht als Mogul inszenieren.

    Männlichkeit kann aber auch durch Abgrenzung von “Unmännlichkeiten” dargestellt werden. Das ist relativ niedrigschwellig in dem Sinne, dass du nicht harte Arbeit leisten musst um dich zu inszenieren.

    Abweichende sexuelle Identitäten werden oft als unmännlich empfunden. Eine Person, die du homosexuell liest, zu beschimpfen, stellt für dich und dein Umfeld deutlich dar, dass du männlich bist.

    Kombiniere diesen Darstellungsdruck mit oft ungünstigen Lebenssituationen, mangelnder emotionaler Fürsorge und männlichen Gruppendynamiken und es kommt zu Angriffen. (In denen dann Individuen und die Gruppe auf sehr brutale Art und Weise ihre Männlichkeit und ihre Stärke darstellen können.)

    Das mag für manche schwachsinnig klingen; Aber eine Identität zu haben, etwas auf die man sich stützt, ist wichtig für den Menschen. (Für einen selbst aber insbesondere auch in Umfeldern, in denen ein Mangel an dieser oder jener Identität sanktioniert wird.)

    Und ich glaube es lässt sich schon beobachten, dass es gerade den Menschen, die aktiv übergriffig oder gewalttätig gegenüber Menschen werden, an festen, haltgebenden, Identitäten fehlt. Deswegen klammern sie sich an etwas was “niedrigschwellig zugänglich” ist- Die Männlichkeit. Oder auch mal die Nationalität. Gab es nicht einmal den Spruch: “Wenn du auf nichts stolz sein kannst, kannst du auf dein Land stolz sein.” ? Selbes Prinzip mit Männlichkeiten/Geschlecht. Es ist etwas, auf dass sich jeder beziehen kann, was jedem verfügbar ist- Aber eben trotzdem auch dargestellt werden muss.

  8. Ich gehe öfters auf CSDs, letztes Wochenende war ich in Limburg an der Lahn. Ich wurde noch nie so oft angefeindet wie dort. Der Ton wird immer rauer und schlimmer, immer ablehnender und aggressiver. Furchtbar. Ich hatte T-Shirt, kurze Hose und meine Ace-Fahne um, und mir wurde ins Gesicht gesagt, dass ich widerwärtig sei. Ein anderer nannte den Protestmarsch “Schwuchtelparade”.

  9. Wobei sich auch mehr Leute lautstark zu ihrer Sexualität äußern als früher. Ich frage mich ob die Tatenzahl auch im Verhältnis dazu gestiegen ist. Schwierig zu erfassen vermutlich, aber sollte nicht unerwähnt bleiben

  10. > Betroffene aus Scham oder Misstrauen gegenüber der Polizei Straftaten teilweise nicht melden

    Ich würde keine bis auf die schwersten Straftaten der Polizei melden. Bei den Strafen, die den Verbrecher “drohen” ist es bloß verschwendete Zeit. 

  11. Hab ein Mädchen angeguckt, werde jetzt eingesperrt.

  12. Als meine damaligen Freundin und ich händehaltend durch den Park spaziert sind, kam uns ein kleines Kind entgegen und beäugelte uns eine Weile. Als die Mama (?) hinterherkam, hat sie das Kind ziemlich forsch von uns weggedreht.

    Ich hoffe nach wie vor dass das nur Zufall war und nichts mit uns zu tun hatte, aber es hat mich in dem Moment sehr verletzt 🙁

    (edit: das war natürlich kein verbaler/physischer Angriff wie im Artikel oben beschrieben, aber war trotzdem nicht schön)

  13. Das hängt jetzt aber nicht zusammen mit der hetze einer bestimmten Partei gegen alles und jeden der ihnen nicht “Arisch” genug ist. Ne kann ja nicht sein an deren spitze sitzt doch selbst eine lesbische Frau /s

  14. Das wird noch viel schlimmer.
    Die Ära der Freiheit und individuellen Entfaltung neigt sich dem Ende zu.

  15. Wenn man den Artikel genau liest, stellt man fest, dass das eigentlich eine gute Nachricht ist. Natürlich nicht die Übergriffe, dafür gibt es keine Entschuldigung. Aber dass immer mehr Menschen so etwas auch anzeigen, anstatt zu sagen “das bringt ja nichts”, ist ein positiver Trend. Ebenso, dass inzwischen die Polizei solche Vorfälle ernst nimmt. Die Dunkelziffer mag immer noch hoch sein, sie war aber unter Garantie in der Vergangenheit deutlich höher.

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