Mangel an Steuerfahndern: Warum dem Staat Millionen entgehen

by GirasoleDE

17 comments
  1. Warum sollte sich der Staat nicht Millionen von Euro entgehen lassen, wenn er doch einen Bruchteil davon durch Gängelung von Sozialhilfeempfängern einnehmen kann.

  2. Und das gewisse Politiker *hust* Scholz *hust* ihre fingerchen im Spiel haben *hust cumcum und cumex *hust*

  3. Der Personalmangel trifft halt das ganze Finanzamt über sämtliche Abteilungen hinweg. Steuerfahndungsstellen sind zentriert, nicht jedes Finanzamt hat eine eigene. Insofern lassen Vorsteher ungerne ihre Leute das Amt verlassen, um zu einer Fahndungsstelle zu wechseln. Fehlt ihnen ja wieder einer in der Personalübersicht. Lieber versucht man die Leute mit attraktiven Angeboten, am Amt zu halten.

    Die Zentrierung selbst führt auch dazu, dass nicht so viele hin wollen. Wenn eine kleinere Fahndungsstelle einer größeren angeschlossen wird, bleiben neue Bewerbungen halt aus. Wer will täglich anderthalb Stunden in eine Richtung pendeln? Und in dem Alter, in dem man zumindest in Rheinland-Pfalz in eine Fahndungsstelle eintritt, hat man eben meistens schon Familie und seinen festen Wohnsitz.

  4. Da könnte der Christian doch was machen um das Finanzloch zu stopfen…

  5. Das Finanzamt schaut halt lieber ob der Michel vielleicht 3,5€ zu viel abgesetzt hat. Da befassen sie sich lieber mit Skizzen zu Arbeitszimmern usw., statt sich mit ernsthaften Problemen auseinander zu setzen.

  6. Aber Papa Lindner hat uns doch gestern erst ganz herzlich dafür gedankt, dass wir gaaaaaaanz viele Steuern erwirtschaftet haben!

    …auch wenn die Schätzungen alle hart negativ sind und Lindner keinen Handlungsspielraum für irgendwas sieht und trotzdem nochmal nach unten treten will.

    Wir können “Arbeitslosigkeit nicht immernoch mit dem Geld der Steuerzahler subventionieren”, und jetzt kramt er Monate verspätet sogar noch die Radwege in Peru aus dem Sack der AfD…

  7. Wie viele Steuerfahnder kündigen nach 10 Jahren, wenn sie alle Interna, Plausibilitätsgrenzen, Verdachtsindizien, Vorgehensweisen usw. kennen? Warum vom kargen Beamtensalär eines Finanzbeamten leben, wenn man nach Seitenwechsel viel mehr verdient? Mein Steuerberater war mal Finanzbeamter, der lacht sie verdienstmäßig alle aus.

  8. Nicht Millionen, man hat bereits errechnet das dem Staat durch Steuerhinterziehung jedes Jahr locker 100 Milliarden flöten gehen.

    Und nein das ist nicht die Schuld von Murat mit seinen Dönerbuden, sondern die von den 1% und darüber

  9. Das was Steuerfahnder finden betrifft am Ende eh nicht die super reichen. Die Steuervermeidung der Superreichen und von Konzernen ist nicht illegal. Das ist das eigentliche Problem.

    Und: Deutschland kann das Problem nicht lösen. Es ist ein globales Problem und muss auch global gelöst werden. Auch wenn einige Parteien etwas anderes versprechen wollen.

  10. *Das ist ja komisch, wie kann das denn sein, das ist ja komisch!!!*

  11. Leute. Deutschland ist DAS Land der Geldwäsche und der Schwarzarbeit.

    Aber das möchte keiner ändern, weil man ja dafür Bargeld abschaffen müsste und das kostet Wählerstimmen.

    Da über ein paar hunderte (vielleicht tausende?) Steuerfahnder zu diskutieren. Weiß ich nicht…

    Und versteht mich nicht falsch. Ich bin Finanzbeamter und möchte Steuerfahnder werden.

    P.S. – Ja, Geldwäsche bringt dem Staat Einnahmen. Die damit im Zusammenhang stehende Kriminalität, die durch unser Bargelddenken angezogen wird, kostet dem Staat aber deutlich mehr.

  12. Steuerfahndung ist in Deutschland schlichtweg nicht gewünscht. Daher wird auch nicht mehr Personal eingesetzt (was sich in diesem Fall ja sonst immer rechnen würde) und auch die Befugnisse nicht ausgeweitet. Hinsichtlich Cum-Ex und der Staatsanwältin a.D. Brorhilker wurde ja sogar aktiv in die Justiz eingegriffen. Geld fließt in Deutschland von unten nach oben und nicht andersrum!

  13. Wie wäre es mit privatisieren? Man gibt das an Wirtschaftsprüfer ab und die dürfen 10-20% der erbrachten Summe behalten.

  14. Ich habe viel Kontakt zu mehreren Steuerfahndern die sowohl in den großen Ermittlungsgruppen wie Cum Ex als auch in kleineren Ermittlungsgruppen sitzen. 

    In solchen Ermittlungsgruppen sitzen teilweise höchstens eine Handvoll Leute, Chef und Bürohilfen schon einbezogen. Der ganze Apparat ist viel kleiner als man sich vielleicht denken mag. Wir reden hierbei nicht mal über die 0815 Steuerhinterziehungen, sondern über organisierte Kriminalität bei der die Steuer nebenbei mitläuft. 

  15. Geld, was dem Staat ohnehin nicht zusteht. Also, wo Problem?

  16. Menschen sind primär egoistisch und faul, ergo, versucht man sich selbst zu bereichern (Steuerhinterziehung) und am liebsten nur das einfachste zu tun (z.B. Hans Michel vom nebenan wegen 500 Euro zu verfolgen statt Großunternehmen, die jeden Steuertrick kennen, wegen 500 Millionen zu verfolgen).

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