Es wäre so schön, wenn es keine Parteien gäbe, die man wählt, sondern nur einzelne Politiker in die jeweiligen Ämter.
Hat man mit Pistorius nicht endlich mal wen wo so ziemlich jede Person sagt „Yo, passt schon“, weil der wenigstens proaktiv versucht eine grundlegende beschissene Infrastruktur zu ändern?
Dann kann der meinetwegen auch Kanzler werden, wenn der es irgendwie schafft, dass sich die Gesellschaft nicht so sehr spaltet.
Leider isset nicht so einfach.
Nächste Legislatur “Große Koalition” mit CDU/CSU + SPD und Pistorius bleibt Verteidigungsminister. Scholz wird Gesundheitsminister.
Scholz einzige Qualifikation war und ist, nicht Laschet zu sein. Und das reicht in Krisenzeiten eben nicht.
Kanzler Pistorius…klingt gut 🙂
SPD: Einer unserer Politiker ist beliebt, weil er einfach seinen scheiß Job macht und verständlich und sympathisch vor Kameras reden kann.
Auch SPD: Das ist ein Problem
> Aber genau in diesem beherzten Auftritt habe er oft Spielregeln oder eingeübte Praxen missachtet, lautet die Klage in der SPD-Fraktion. Viele seiner Vorstöße seien intern kaum abgestimmt gewesen, nicht mal mit den sozialdemokratischen Verteidigungspolitikern. Auch deshalb, sagen Kritiker aus der SPD, fehle ihm oft die Unterstützung: Weil er sich darum in seiner Partei nicht ausreichend bemühen würde.
Drückt eigentlich alles aus, was mit der politischen Landschaft in Deutschland jegliches Vorankommen behindert.
Der Kanzler gefährdes sich und seine Position doch selbst durch sein (nicht) handeln und seiner (vergessenen) Vergangenheit.
Demnächst müssen wir noch Leute wählen die Ahnung haben von dem was sie tun…
Ist er nicht. Scholz hat ihn ausgewählt. Davor war er auf dem Weg in die Frührente von einem relativ obskuren Posten geholt. Politisch hat er keine Hausmacht auf Bundesebene. Und ein Grund wieso Scholz ihn ausgewählt hat ist, weil er eben einen bestimmten Job machen soll, aber darüber hinaus keine Ambitionen mehr hat. Im Falle von Verteidigungsministern auch gut, weil die meisten ja an dem Job scheitern und ihre Karriere ruinieren.
Da wird wieder eine Diskussion aufgebaut, die es nicht gibt.
Das “Problem” Scholz ist halt sein Führungsstil und die schlichte Realität, dass eine Dreierkoalition nahezu gleicher Parteien natürlich zu einem schwachen Kanzler führt, der keine Bastapolitik machen kann ohne die Koalition zu gefährden, die sowieso instabiler ist als einseitig gewichtete Zweierkoalitionen mit einem Steigbügelhalter als Partner.
Wird der einzige Typ der von seinem Amt etwas Ahnung hat gefährlich für alle andren?
Wenn man als Partei schon den beliebtesten Politiker des Landes vorweisen kann, wäre es wohl klug, ihn auch als Kanzlerkandidaten zu nehmen, zumal die religiös-demokratische-Union aka Konkurrenz ja wahrscheinlich einen der Unbeliebtesten auf den Kandidatensockel stellen wird.
Mit den Nieten in der SPD würde ich mich bei Verteidigungspolitik auch nicht absprechen…
Ich habe in Osnabrück gewohnt, als er Bürgermeister war – und mich schon damals gewundert, welches überregionale Interesse er weckte. Als er dann Innenminister von Niedersachsen wurde, habe ich gesagt, dass hier wohl ein Kanzler im Schnelldurchlauf aufgebaut wird. Er bringt ja auch alles mit, wie man so schön sagt, egal was man davon hält.
Die Beförderung zum Verteidigungsminister passte da nur zu gut rein – und der nächste Schritt wird wohl nicht mehr allzu lange dauern.
> Man dürfe nicht das “rechte Narrativ übernehmen”, dass nur der harte, militärische Bereich für die Sicherheit wichtig sei, sagt Sanae Abdi, die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion.
Das “Narrativ der Rechten” ist es, sich gar nicht zu verteidigen und Putin halb Europa zu überlassen. Hören die sich mal selber zu?
Anzeichen eines voranschreitenden Militarismus in der Gesellschaft. Aktuell im Diskurs stark festzustellen und führt zu einer Enthemmung der Sprache.
Hat jemand den Artikel ohne Paywall?
Ich bin immer noch überrascht, wie man auf diesen Mann gekommen ist, der ausgerechnet in der aktuellen Situation die „richtigen“ Worte findet.
Wie einige schon erwähnten, hat Pistorius einige Dinge die ihm positiv ausgelegt werden könten:
1. Er ist nicht Merz
2. Er ist nicht Laschet
3. Er ist nicht Scholz
4. Er ist nicht Merkel
5. Vertritt er Positionen, die man kaum relativieren oder wegdiskutieren kann – z.B. Kritisiert er Investitionsstau und Bürokratie
6. Ist er im Stande, eigenständig zu agieren und leidet nicht unter transienter Stress-induzierter Amnesie
7. Bekommt er sein Jackett bzw. Sakko zu oder lässt es einfach lässig offen
Eigentlich ist es etwas traurig, was ein potentieller Kanzler so alles benötigt um eine Chance auf eine erfolgreiche Wahl zu haben
“Jede Überschrift, die mit einem Fragezeichen endet, kann mit einem Nein beantwortet werden.”
*Ian Betteridge*
Jeder ansatzweise SPD Politiker ist gefährlich für Scholz. Der CumEx Mist wird Olaf hoffentlich noch einholen.
Hoffentlich. Scholz war wegen Cum Ex eigentlich schon immer der falsche Kandidat. (Laschet wäre auch kein Stück besser gewesen.)
Der Einzige im Moment der soetwas wie Kompetenz ausstrahlt.
Das ist mal wieder so ein thread, wo sich der gesamte Bodensatz von reddit einfindet, um mit leerem Stammtisch-Gequatsche jedem mitzuteilen, dass sie aber auch von gar nichts irgendeinen Hauch einer Ahnung haben.
Falls sich jemand fragt, wer diese Leute eigentlich sind, die die Bildzeitung lesen… hier habt ihr sie.
24 comments
Es wäre so schön, wenn es keine Parteien gäbe, die man wählt, sondern nur einzelne Politiker in die jeweiligen Ämter.
Hat man mit Pistorius nicht endlich mal wen wo so ziemlich jede Person sagt „Yo, passt schon“, weil der wenigstens proaktiv versucht eine grundlegende beschissene Infrastruktur zu ändern?
Dann kann der meinetwegen auch Kanzler werden, wenn der es irgendwie schafft, dass sich die Gesellschaft nicht so sehr spaltet.
Leider isset nicht so einfach.
Nächste Legislatur “Große Koalition” mit CDU/CSU + SPD und Pistorius bleibt Verteidigungsminister. Scholz wird Gesundheitsminister.
Scholz einzige Qualifikation war und ist, nicht Laschet zu sein. Und das reicht in Krisenzeiten eben nicht.
Kanzler Pistorius…klingt gut 🙂
SPD: Einer unserer Politiker ist beliebt, weil er einfach seinen scheiß Job macht und verständlich und sympathisch vor Kameras reden kann.
Auch SPD: Das ist ein Problem
> Aber genau in diesem beherzten Auftritt habe er oft Spielregeln oder eingeübte Praxen missachtet, lautet die Klage in der SPD-Fraktion. Viele seiner Vorstöße seien intern kaum abgestimmt gewesen, nicht mal mit den sozialdemokratischen Verteidigungspolitikern. Auch deshalb, sagen Kritiker aus der SPD, fehle ihm oft die Unterstützung: Weil er sich darum in seiner Partei nicht ausreichend bemühen würde.
Drückt eigentlich alles aus, was mit der politischen Landschaft in Deutschland jegliches Vorankommen behindert.
Der Kanzler gefährdes sich und seine Position doch selbst durch sein (nicht) handeln und seiner (vergessenen) Vergangenheit.
Demnächst müssen wir noch Leute wählen die Ahnung haben von dem was sie tun…
Ist er nicht. Scholz hat ihn ausgewählt. Davor war er auf dem Weg in die Frührente von einem relativ obskuren Posten geholt. Politisch hat er keine Hausmacht auf Bundesebene. Und ein Grund wieso Scholz ihn ausgewählt hat ist, weil er eben einen bestimmten Job machen soll, aber darüber hinaus keine Ambitionen mehr hat. Im Falle von Verteidigungsministern auch gut, weil die meisten ja an dem Job scheitern und ihre Karriere ruinieren.
Da wird wieder eine Diskussion aufgebaut, die es nicht gibt.
Das “Problem” Scholz ist halt sein Führungsstil und die schlichte Realität, dass eine Dreierkoalition nahezu gleicher Parteien natürlich zu einem schwachen Kanzler führt, der keine Bastapolitik machen kann ohne die Koalition zu gefährden, die sowieso instabiler ist als einseitig gewichtete Zweierkoalitionen mit einem Steigbügelhalter als Partner.
Wird der einzige Typ der von seinem Amt etwas Ahnung hat gefährlich für alle andren?
Wenn man als Partei schon den beliebtesten Politiker des Landes vorweisen kann, wäre es wohl klug, ihn auch als Kanzlerkandidaten zu nehmen, zumal die religiös-demokratische-Union aka Konkurrenz ja wahrscheinlich einen der Unbeliebtesten auf den Kandidatensockel stellen wird.
Mit den Nieten in der SPD würde ich mich bei Verteidigungspolitik auch nicht absprechen…
Ich habe in Osnabrück gewohnt, als er Bürgermeister war – und mich schon damals gewundert, welches überregionale Interesse er weckte. Als er dann Innenminister von Niedersachsen wurde, habe ich gesagt, dass hier wohl ein Kanzler im Schnelldurchlauf aufgebaut wird. Er bringt ja auch alles mit, wie man so schön sagt, egal was man davon hält.
Die Beförderung zum Verteidigungsminister passte da nur zu gut rein – und der nächste Schritt wird wohl nicht mehr allzu lange dauern.
> Man dürfe nicht das “rechte Narrativ übernehmen”, dass nur der harte, militärische Bereich für die Sicherheit wichtig sei, sagt Sanae Abdi, die entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion.
Das “Narrativ der Rechten” ist es, sich gar nicht zu verteidigen und Putin halb Europa zu überlassen. Hören die sich mal selber zu?
Anzeichen eines voranschreitenden Militarismus in der Gesellschaft. Aktuell im Diskurs stark festzustellen und führt zu einer Enthemmung der Sprache.
Hat jemand den Artikel ohne Paywall?
Ich bin immer noch überrascht, wie man auf diesen Mann gekommen ist, der ausgerechnet in der aktuellen Situation die „richtigen“ Worte findet.
https://archive.ph/2024.05.19-124828/https://www.zeit.de/politik/deutschland/2024-05/boris-pistorius-widerstand-spd-verteidigungspolitik-bundeswehr/komplettansicht
Wie einige schon erwähnten, hat Pistorius einige Dinge die ihm positiv ausgelegt werden könten:
1. Er ist nicht Merz
2. Er ist nicht Laschet
3. Er ist nicht Scholz
4. Er ist nicht Merkel
5. Vertritt er Positionen, die man kaum relativieren oder wegdiskutieren kann – z.B. Kritisiert er Investitionsstau und Bürokratie
6. Ist er im Stande, eigenständig zu agieren und leidet nicht unter transienter Stress-induzierter Amnesie
7. Bekommt er sein Jackett bzw. Sakko zu oder lässt es einfach lässig offen
Eigentlich ist es etwas traurig, was ein potentieller Kanzler so alles benötigt um eine Chance auf eine erfolgreiche Wahl zu haben
“Jede Überschrift, die mit einem Fragezeichen endet, kann mit einem Nein beantwortet werden.”
*Ian Betteridge*
Jeder ansatzweise SPD Politiker ist gefährlich für Scholz. Der CumEx Mist wird Olaf hoffentlich noch einholen.
Hoffentlich. Scholz war wegen Cum Ex eigentlich schon immer der falsche Kandidat. (Laschet wäre auch kein Stück besser gewesen.)
Der Einzige im Moment der soetwas wie Kompetenz ausstrahlt.
Das ist mal wieder so ein thread, wo sich der gesamte Bodensatz von reddit einfindet, um mit leerem Stammtisch-Gequatsche jedem mitzuteilen, dass sie aber auch von gar nichts irgendeinen Hauch einer Ahnung haben.
Falls sich jemand fragt, wer diese Leute eigentlich sind, die die Bildzeitung lesen… hier habt ihr sie.