Wohnungsmangel: Buschmann fordert Reform des Baurechts

by Impulseps

25 comments
  1. Dann bin ich aber gespannt, was dabei rauskommt.

    Deutschland zehrt noch an die qualitativ niedrigen aber zahlreichen Wohnungen der Nachkriegszeit.

    Neue Wohnungen dieser Art (oder zumindest mit etwas besserer Dämmung, damit man den Nachbar nicht beim Pfurzen zuhören muss) sind von niemandem der Geld und Einfluss hat erwünscht, sonst wäre das Thema längst gelöst.

    Scheint generell ein westeuropäisches Problem zu sein:

    [The Dutch housing crisis threatens the stability of an entire generation : ](https://www.reddit.com/r/europe/comments/1cm53vj/the_dutch_housing_crisis_threatens_the_stability/)

    Zitat:

    >Some factors, such as historically low interest rates and more – often smaller – households, are beyond government control. But experts say successive administrations have consistently stimulated demand while failing to boost supply.

    >“The key features of the housing crisis – rising prices, increasing inequality, shortages of affordable homes and foreign investors infiltrating the market – are the result of decades of **dubious housing policies**,” [said Gregory Fuller](https://www.rug.nl/let/onze-faculteit/actueel/nieuwsberichten-2023/opinion-the-failed-housing-policy-is-to-blame-for-the-housing-crisis?lang=en) of Groningen University.

  2. Kein schlechter Ansatz, aber ob das letztlich die Mieten von Neubauwohnungen spürbar herabsenkt?
    Sehe hier im Umkreis keine einzige (!) Neubaumietwohnung mit einer Miete *unter* 1.200,- EUR (auch bei kleinen Wohnungen) und kann mir nicht vorstellen, dass diese Preise nur mit dem Baurecht zusammenhängen.
    Solche Raketenpreis-Mieten kann sich der Großteil der Bevölkerung nicht leisten. Die Material- und Arbeitskosten wären damit auch nicht großartig geringer.

  3. Aha ZDF, Das Baurecht in dem die zahlreichen Normen, die ja anscheinend alle stören, gar nicht verankert sind? Artikel gelesen, Bauvertragsrecht. Darunter stellt man sich jetzt ein bisschen was anderes vor…

    Das rafft ja auch echt kein Außenstehender mehr, inkl. Herrn Buschmann selbst.

  4. Ich wäre ja dafür dass man die Grundsteuer fürs erst Haus abschafft, sie dafür aber für 2 und mehr Häuser deutlich erhöht. Das wäre doch auch Mal ein brauchbarer Ansatz von vielen

    Edit: meinte natürlich die Grunderwerbssteuer und nicht die Grundsteuer, Sorry.

  5. Diese Diskussion geht schon seit Jahren. Grün und Rot zeigen ganz genau NULL Interesse an dem Thema, die werden versuchen das Problem über ihre typische Mittel zu lösen, z.B. Mindestlohnerhöhung, Enteignungsgelaber oder Mietpreisbremsen.

    >Altbauwohnungen erfüllen diese Standards oft gar nicht. Trotzdem sind solche Wohnungen sehr beliebt. Das zeigt: Gutes Wohnen hängt nicht davon ab, dass jede DIN-Norm eingehalten wird

    Ganz genau so ist es, wenn Leute die Wahl haben 40% ihres Nettos zum Wohnen abzugeben oder einen niedrigeren Standard zu haben dann weiß man was sie wählen würden in einem freien Markt. Bzw. hier in dem Fall sind neu renovierte Altbau-Wohnungen wahrscheinlich sogar **teurer**.

  6. “Dafür müsse man das Bauvertragsrecht ändern. “Uns geht es um Standards, die gesetzlich nicht zwingend sind, die aber bei Neubauprojekten oft als vereinbart gelten – wie zum Beispiel in Bezug auf die Trittschalldämmung”, erklärte Buschmann.”

    Also ja Altbauwohnung haben meist schlechte Trittschalldämmung aber das ist auch einer der Punkte warum ich die meisten nicht mag, Lage und Co machen das halt wider weg aber ich finde am schall Schutz darf nicht gespart werden besonders da wir wissen das schall krank macht.

    Und bin nur leihe aber sind die Hauptproblem bei dem Thema nicht mehr auf der lokalen Ebene?

  7. Bin aktuell in Skandinavien unterwegs und hier scheint man einfach zu bauen, statt erst mal Jahre im Kreis darüber zu diskutieren. In den Städten wie Oslo und Kopenhagen baut man in den Neubauvierteln (KEIN Plattenbau!) auch einfach mal höher, was schon wieder zu mehr Wohnraum führt als diese minimalistischen 5 Stöcker bspw. in Berlin

  8. Kann mir jemand erklären, warum man bisher nichts rechtssicher auf nicht gesetzliche vorgeschriebene Dinge verzichten kann?

  9. Ist das nicht Ländersache?

    Wäre eigentlich eine gute Möglichkeit sich einen großen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Bundesländern zu erzeugen. Bezahlbarer Wohnraum lockt inländische und ausländische Arbeitskräfte an.

  10. Er kann ja mal geywitz fragen ob sie Lust das das Ministerium mit ihm zu tauschen. Oder noch besser mit Wissing.

  11. Vielleicht sollten Grundbedürnisse nicht in privater Hand sein.

    Eigenheime sind zu Teuer und nur die wenigsten werden sich ein eigenen Haus bauen können. Ich bezweifle dass da eine Reform groß etwas ändern wird. Abgesehen davon werden Wohnungen gebraucht und nicht Einfamilienhäuser.

    Und Unternehmen bauen nur Häuser/Wohnungen wenn es sich lohnt und nicht wenn Leute Wohnungen brauchen.

  12. Nachdem der Typ es auf EU-Ebene verhindert hat, dass wir “Nur Ja heißt Ja” bekommen, darf der gar nichts mehr fordern

  13. Ich übersetze: Wir müssen es den Reichen leichter machen, Immobilien zu erwerben.

  14. Bezahlbarer Wohnraum, bis weeeit in die ökonomische Mitte der Gesellschaft hinein, kann nur entstehen, wenn dahinter keine Renditen wuchern müssen. Entsprechend löst sein Anliegen vermeintliche Probleme für eine Zielgruppe, die nicht daran interessiert ist, das tatsächliche Wohnungsproblem in Deutschland anzugehen, geschweige denn zu lösen. On top subventioniert und bestärkt der Staat mittels Wohngeld und Co diesen Kreis, der ohne diese Subventionen längst hätte umdenken müssen und staatlichen Wohnungsbau wieder hätte anschieben können.

  15. >Altbauwohnungen erfüllen diese Standards oft gar nicht. Trotzdem sind solche Wohnungen sehr beliebt. Das zeigt: Gutes Wohnen hängt nicht davon ab, dass jede DIN-Norm eingehalten wird.

    Wohnraums ist biebt. Jeder intelligente Mensch würde lieber in einer identischen Neubauwohnung wohnen.

    Eben gerade wegen den neuen Standards. Im Sommer schmelzen und im Winter erfrieren, enorm hohe Nebenkostenabrechnung, man hört jeden Nachbar atmen etc.

    Das machen die hohen Decken und der retro Parkettboden nicht wett.

  16. Mit der Einfamilienhausliebe in Deutschland wird das nichts mit dem Wohnungsmangel. Mehrfamilienhäuser bei denen eine 2-Zimmer-Wohnung über 250k€ kostet geht auch an der Realität vorbei

  17. Wieviele von den Dingen die unsere Politiker in deren Amtszeit fordern, werden dann auch umgesetzt? Gefühlt meistens nur die schlechten Forderungen.

  18. Tatsächlich mal ein vernünftiger Punkt, aber halt nicht das Einzige was gemacht werden müsste. Bürger- und Behördenbeteiligung einschränken wäre genau so wichtig.

  19. … Oder man könnte *tatsächlich* etwas dafür tun, dass wieder Wohnraum für Normalverdiener geschaffen werden kann.

    Buschmann sollte sich schleunigst mit Geywitz zusammensetzen und die Neue Wohnungsgemeinnützigkeit vorantreiben.

    Rumdoktern an Bauvertragsrecht und Trittschalldämmung verringert vielleicht minimal die Baukosten und freut Bauträger- mehr oder gar ausreichend leistbarer Wohnraum entsteht dadurch aber nicht solange nur der private Markt baut.

  20. >Altbauwohnungen erfüllen diese Standards oft gar nicht. Trotzdem sind solche Wohnungen sehr beliebt. Das zeigt: Gutes Wohnen hängt nicht davon ab, dass jede DIN-Norm eingehalten wird.

    Das zeigt erstmal gar nichts, weil wirklich jede Ranzwohnung dutzende bis hunderte Interessenten anzieht.

  21. Radikalpopulistisch frag ich mich eh, warum man Wohnraum beseitzen darf, indem man selber nicht wohnt?

  22. Weniger Luxus bauen aber damit findet die FDP ja auch keine Wähler

  23. >wie zum Beispiel in Bezug auf die Trittschalldämmung

    … Wohnung, aber permanenter Lärm weil keine Dämmung oder wie? Hilft beim Wohnungsmarkt, Lebensqualität ist aber ehr wenig.

    Mag beim Bauen billiger sein. Lärm hat aber viele gesundheitliche Folgen. Also kostet das an anderer Stelle wieder mehr. Applaus.

    >Altbauwohnungen erfüllen diese Standards oft gar nicht. Trotzdem sind solche Wohnungen sehr beliebt.

    Ein Sofa als Schlafplatz ist zurzeit beliebt. Das hat original 0 mit den Standards zu tun.

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