Umsiedlung wichtiger Deutscher Industriebetriebe aus der SBZ und späteren DDR nach dem 2. WK in die Bundesrepublik.

by Ok_Cut4090

18 comments
  1. Leipzig hat es ja doch schlimmer erwischt als ich dachte

  2. Alles in die US-Zone bis auf die Oranienburger Kaltwalzwerke und Schott. Rhein-Main, BaWü und Bayern hatten schon viel Glück bei der Zonenwürfelei. War aber auch schon ziemlich fest aufgrund von Geographie, Sowjetunion bekommt den Osten (geographisch am nächsten zu Moskau), UK die westdeutschen Küstengebiete (bis auf Bremen/Bremerhaven) und das Ruhrgebiet, Frankreich bekommt Grenzregionen (+ Verbindung zur französischen Zone in Österreich) und die USA den Rest.

  3. …und jetzt ein Update von Unternehmen Umsiedlungen nach Norddeutschland, weil die Bergmenschen ihre Energiepolitik nicht auf die Reihe kriegen…

  4. Wurden die meisten nicht neu gegründet? Oder waren im Endeffekt eine eigene Firma ohne Verbindung zum alten Betrieb?

  5. Sachsen, vor allem Leipzig und dann auch Berlin + Umgebung wurden stark dadurch betroffen und leiden bis heute darunter. Beide Länder sind u.a. bis heute Nehmerland im Länderfinanzausgleich.

  6. Die Sowjetunion hat durch massive Reperationsforderungen, z.T in Form von Demontage der Bahn auch dazu beigetragen. Die meisten, die in den Westen geflohen sind,werden gewusst haben, was auf Sie zugekommen wäre

  7. Bundesverfassungsgericht im Kontext einer Firmenumsiedlung zu lesen, genauso wie den Deutschen Fußball Bund, ist schon sehr befremdlich.

  8. Sachsen war mal die Region mit der höchsten Bevölkerungsdichte in Deutschland. Seit 1950 ist die Bevölkerung von Sachsen jedoch kontinuierlich rückläufig und dennoch liegt die Bevölkerungsdichte mit 221 Einwohnern/km² nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Das Dreieck bestehend aus Leipzig <-> Dresden <-> Chemnitz ist auch heutzutage noch ein Bevölkerungsschwerpunkt in Deutschland.

  9. Verrückt die Geschichte der 30.000-t-Schloemannpresse die nach Russland Kamensk-Uralsky transportiert wurde und dort heute noch arbeitet:

    # Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

    “Für die Bitterfelder Forscher wird 1938 eine der größten und modernsten Leichtmetall-Forschungsanstalten der Welt, das Leichtmetall-Laboratorium in der Zörbiger Straße in Bitterfeld, eingeweiht, und für die Herstellung von leichten Flugzeugteilen werden in Bitterfeld die größten Schmiedepressen der Welt aufgebaut. Die 15.000- und 30.000-t-Schloemannpressen fertigten beispielsweise für die [Ju 88](https://de.wikipedia.org/wiki/Junkers_Ju_88) je Flugzeug 465 verschiedene [Dural](https://de.wikipedia.org/wiki/Duraluminium)- und Elektron-Pressteile, oder fertigen für die [He 177](https://de.wikipedia.org/wiki/Heinkel_He_177) und [He 219](https://de.wikipedia.org/wiki/Heinkel_He_219) Holmgurte bis zu einer Länge von 10 Metern – eine Revolution im Flugzeugbau.” ([link](https://de.wikipedia.org/wiki/Chemiepark_Bitterfeld-Wolfen)1) ([link2](https://www.facebook.com/permalink.php/?story_fbid=390090530459288&id=100083750333854))

    # Heavy Press Program

    “Eine der größten Schmiedemaschinen mit einer Kraft von knapp 30.000 Tonnen und Baupläne für eine 50.000-Tonnen-Presse fielen nach dem Krieg einer [Demontage](https://de.wikipedia.org/wiki/Demontage_(Reparation)) der Sowjets zum Opfer. ”

    ([link3](https://de.wikipedia.org/wiki/Heavy_Press_Program))

  10. Das die Sowjets wichtige Unternehmen in den Westen vertrieben haben ist bekannt.

    Trotzdem finde ich die Überschrift „Umsiedling wichtiger **Industriebetriebe**“ schon ein bisschen irreführend. Etwa die Hälfte der aufgeführten Institutionen ist kein Industriebetrieb, manche sind auch nicht besonders wichtig (etwa der Reclam-Verlag) und manche sind nicht mal Firmen (BVerfG, DFB, Deutsche Nationalbibliothek).

  11. Das ist so unendlich traurig.

    Gefühlt versteht niemand, dass das und alle einschneidenden Ereignisse zwischen BRD und DDR die deutsche Erbsünde ist und sich viele heutigen Probleme daraus ergeben 😔

  12. Wenn mal wieder jemand sich fragt, warum Berlin so wenig Gewerbesteueraufkommen hat…

  13. *Verwaltungs*sitz.

    Produktionsmittel gingen in die UdSSR.

  14. Ich glaube da wurden auch direkt ein Pixel mit umgesiedelt

  15. Was viele hier glaube auch nicht verstehen, ist dass dass eine kleine Auswahl ist. Da fehlen etliche Unternehmen.

  16. Ich habe vor einiger Zeit gelesen, wie das bei Zeiss war.
    Jena war von US-Soldaten besetzt, es war aber klar, dass es später zur sovietischen Zone gehören soll.

    Die haben alles von der Anlage mitgenommen, was ging inklusive aller Mitarbeiter, die wollten. Die haben die auf LKW geladen und sind in den Westen gefahren, da die Firma damals schon derartige Hochtechnologie entwickelt hat, dass das in keinem Fall der Sowjetunion in die Hände fallen durfte.

  17. Fun fact: Bayern hat trotz der Ansiedlung vieler ostdeutscher Firmen bis 1986 jedes Jahr Finanzausgleich kassiert. Das letzte Mal noch in den 90ern.

Leave a Reply