Deutsche Bahn: Immer mehr Züge fallen aus

by Gandhi70

22 comments
  1. >Indirekt profitiert das Management des Staatskonzerns sogar von den Ausfällen. Fällt ein Zug aus, wird er in der Verspätungsstatistik der Bahn nicht berücksichtigt. Diese Statistik wiederum ist auch relevant für die Höhe der umstrittenen Boni, die an die Bahn-Manager ausgezahlt werden.

    Als Bahn Manager würde ich einfach alle Züge ausfallen lassen und schon hätten wir eine Pünktlichkeitsquote von 100%.
    Kann ich mich irgendwo bewerben? 5 Millionen als Gehalt würden mir da völlig reichen.

  2. vielleicht mal nicht so viel dividende ausschütten und mehr ins netz und in fachkräfte investieren

  3. Kein Wunder. Die Strafe für Ausfall ist geringer als für Verspätung. Kann mir gut vorstellen, das da der eine oder andere Manager dann lieber einen sehr späten Zug ganz ausfallen lassen will. Geld reinstecken um die Verspätung oder Ausfallquote zu verringern will aber auch keiner. Wenn mal Geld da ist stehen da die sowas von nicht durch die Autolobby finanzierten NIMBY auf der Matte um gegen Ausbau von Gleisen zu demonstrieren.

    Es ist so peinlich was aus unserer Bahn in den letzten 30 Jahren wurde. Mehr sogar wenn man sieht wie viel potential haben könnte, wenn man sich erfolgreiche Modelle ansieht oder das potential von Zusammenarbeit im Europäischen Raum nutzen könnte. Stellt euch vor: Weniger LKW auf den Autobahnen weil Güterverkehr auch durch Deutschland klappt? Zuverlässig und Günstig. Stellt euch vor ihr könntet zuverlässig, preiswert und bequem von einer Stadt zu anderen mit einen Zug fahren statt mit einen Auto. Mit Schlafwagen einmal von Rom nach Stockholm fahren. Das sogar auf deutschen Stecken. Aber ne das wäre glaube ich Böse wenn wir das machen.

  4. Das beweist, dass sie Bonuszahlungen zu niedrig waren!

  5. Wenn ich den Artikel lese, weiß ich, warum ich der Bahn den Rücken zu gedreht habe. “Ein Teil der Ausfälle ist mit der kaputtgesparten Infrastruktur zu begründen” – wer ist den für die Instandhaltung zuständig? Richtig die Bahn! Wie konnte man das den vergessen. Liegt vielleicht daran, dass die Bahn die Instandhaltung bezahlen muss und der Bund bezahlt Neubauten. Dann lassen wir mal alles kaputt gehen und bauen neu. Dann müssen WIR nix bezahlen – tolle Logik!

  6. Was mir angesichts der im grunde bekannten Probleme schwer verständlich erscheint: wozu geben die eigentlich Geld für Werbung aus, wenn das beworbene Produkt so nicht existiert? Gar nicht so lang her übrigens, da wollte die DB noch Bahnbetriebe in UK erwerben. Der Kelch ist uns immerhin erspart geblieben!

  7. Wird sich auch nix dran tun, solang die aufgeblasenen fetten Ferkel vom Vorstand sich weiter die dicksten Boni einheimsen, weil “Ein Zug der nicht kommt, der kommt auch nicht zu spät.”

    Der Fisch stinkt vom Kopfe her.

  8. Das ist ja nicht mal nur ein Problem der Bahn. Die VGF hier in Frankfurt ist mindestens genauso scheiße. Gibt bei denen auch so gut wie keine Fahrt, die nicht 5 Minuten Verspätung hat. Dafür zahle ich doch gerne saftige 7,10 EUR für ne Tageskarte.

  9. Habe schon öfter erlebt, dass ein ICE lange Verspätung hatte und dann einfach die letzten paar Haltestellen gestrichen wurden. Frage mich schon wie oft das nur gemacht wird um die Statistiken zu verbessern.

  10. Warum wird nicht mal zur Abwechslung die CDU gebashed bei solchen Themen?

  11. >Deutsche Bahn: Immer mehr Züge fallen aus

    Mehr um 22 Uhr auf Taggesthemen.

  12. Es ist falsch, die Schuls nur im Management zu suchen. Der Staat spart die Bahn kaputt. Das wird auch nur noch übler werden, in der Verkehrspolitik setzt sich grundsätzlich schwarz oder gelb durch. 

  13. Es ist eine Katastrophe. Muss Sonntag nur von Würzburg nach Hamburg, direkte Strecke ICE. Konstant hohe Auslastung, für manche Zeiten gibts nur noch 1. Klasse Tickets ab 200€ aufwärts, und die flexpreise sind so hoch, dass wir uns zu zweit ohne unsere BC50 eigentlich auch ein Auto mieten könnten. Das ist einfach nur noch traurig..

  14. > Indirekt profitiert das Management des Staatskonzerns sogar von den Ausfällen. Fällt ein Zug aus, wird er in der Verspätungsstatistik der Bahn nicht berücksichtigt. Diese Statistik wiederum ist auch relevant für die Höhe der umstrittenen Boni, die an die Bahn-Manager ausgezahlt werden.

    Pofalla-Wende war gestern, heute fallen sie für höhere Boni einfach direkt aus.

  15. Hätte man auch mit “immer weniger Verspätungen” titulieren können. Dieses Framing immer.

  16. Manchmal frage ich mich, wofür es überhaupt Vorstände und das Management braucht. Im Prinzip werden alle wichtigen Entscheidungen vertagt oder verschlafen, hohe Gehälter und Boni fürs Verwalten des Status Quo gezahlt und wenn doch mal jemand was verkackt, wird er unter Zahlung einer großzügigen Summe verabschiedet. Wirkliche Verantwortung trägt da niemand, aber das Geld nimmt man natürlich trotzdem gerne mit.

  17. Interessant ist die Statistik doch nur mit dem Ausfallgrund. Bloße Ausfallzahlen sind relativ nichts sagend.

  18. Ich habe gestern von Straubing nach München sechs Stunden gebraucht

    Richtung Norden (Regensburg) gab es Schienenersatzverkehr, weil irgendwas am Gleis oder der Oberleitung defekt ist. Bei Regensburg war auch wieder irgendwas, wodurch die Anschlüsse nicht gepasst haben. Manche Züge aus Tschechien sind auch ausgefallen

    Richtung Osten und Westen (Neufahrn bzw Bogen) ist die Bahn gleich ganz ausgefallen wegen Personalmangel

    Richtung Süden (Plattling) konnte man fahren, von da weiter nach München…nur hatte da plötzlich der Lokführer ein gesundheitliches Problem und musste abgeholt werden.

    Letzteres ist natürlich ein Unglück und kann mal passieren (Gute Besserung dem Lokführer!), aber die Sache ist: Der Rest muss eben flutschen, damit so ein Vorfall eine Ausnahme ist. Es passiert aber fast überall fast immer irgendwas, und der Großteil davon wäre vermeidbar.

    Als ich dann in München ankam in der Nacht, stand einfach bei fast jedem Zug irgendeine Verspätung oder Ausfall an der Tafel. Bei den Zügen, bei denen das nicht der Fall war, war trotzdem irgendwas, wie eine veränderte Waggonreihung oder das Gleis ist diesmal am anderen Ende des Bahnhofs 😀

    Und dazu ist auch das Handling im Notfall schlecht. Ich habe, als ich in Österreich lebte, mehrmals einen gesperrten Arlbergtunnel oder folgenden Pass wegen Schneesturm oder Unwetter erlebt.

    Wenn das geschieht, wenn die Bahn noch in der Nähe Innsbrucks ist, wird man in Ötztal oder Landeck aussteigen und direkt einen Postbus vorfinden. Wenn es später geschieht, wartet man dort max 30 Minuten, bis SEV bereitsteht. Und mehrere Busse auf einmal, wodurch auch alle einen Sitzplatz finden. So war es immer. In Deutschland habe ich nie so ein Notfallhandling erlebt.

  19. Letztens mit Chef geredet wie wir zum Kunden kommen.

    Bahn oder Auto.

    Da die Bahn so zuverlässig ist, fällt die weg… Also Auto

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