Karl Lauterbach: Gesundheitsminister sieht «explosionsartigen» Anstieg bei Pflegebedürftigen

by hampelmann2022

12 comments
  1. > Demografisch bedingt wäre 2023 nur mit einem Zuwachs von rund 50.000 Personen zu rechnen gewesen. Doch tatsächlich beträgt das Plus über 360.000«

    Holy Shit.

    > »Zu den sehr alten, pflegebedürftigen Menschen kommen die ersten Babyboomer, die nun ebenfalls pflegebedürftig werden«, sagte der Minister. Erstmals gebe es zwei Generationen, die gleichzeitig auf Pflege angewiesen seien: »Die Babyboomer und deren Eltern.«

    Der Zusammenbruch des ~~Pflegesystems~~ Rentensystems beginnt.

  2. Will nicht gepflegt werden. Wenn ich zu alt werde spring ich vom Dach.

  3. > »Demografisch bedingt wäre 2023 nur mit einem Zuwachs von rund 50.000 Personen zu rechnen gewesen. Doch tatsächlich beträgt das Plus über 360.000«

    > »Zu den sehr alten, pflegebedürftigen Menschen kommen die ersten Babyboomer, die nun ebenfalls pflegebedürftig werden«, sagte der Minister.

    Verstehe ich nicht. Das wäre doch demografisch zu erwarten gewesen?

    > Erstmals gebe es zwei Generationen, die gleichzeitig auf Pflege angewiesen seien: »Die Babyboomer und deren Eltern.«

    Verstehe ich ebenfalls nicht. Warum sind denn die “Babyboomer” pflegebedürftiger als jede Kindgeneration davor? Ja, sie werden älter als ihre Eltern, aber das war doch ebenfalls zu erwarten!?

  4. >Zwar machte Lauterbach deutlich, dass man das Leistungsniveau der Pflege mit dem jetzigen Beitragssystem allein nicht erhalten könne. Eine umfassende Finanzreform in der Pflege werde in dieser Legislaturperiode aber wahrscheinlich nicht mehr zu schaffen sein, sagte er. Auch eine interministerielle Arbeitsgruppe werde »wohl kaum zu einer einheitlichen Empfehlung« kommen. »Dafür sind die Ansichten der verschiedenen Ministerien beziehungsweise der Koalitionspartner zu unterschiedlich.« Die Arbeit der Gruppe sei aber eine gute Grundlage für eine große Pflegereform in der nächsten Wahlperiode. Lauterbach: »Dann muss sie aber auch kommen.«

    Lol geile Aussage. “Wir brauchen zwar ‘ne Reform, aber meine Koalition kriegt das nicht auf die Kette. Soll dann die nächste Regierung erledigen”. Echt ein Armutszeugnis für die Ampel.

  5. Patienten liegen wohl nicht ohne Grund wochenlang im Krankenhaus, auf der Suche nach einem Pflegeheimplatz. Damit werden Betten blockiert, die man eigentlich für Akut-Patienten benötigt. Die Krankenhäuser sind bereits seit Jahren mit solchen Patienten verstopft. Wirklich sehr überraschend.

  6. Pflege ist aber auch einfach eine tickende Zeitbombe in Deutschland. Jeder weiß es, aber keine Regierung möchte das Thema in ihrer Legislaturperiode angehen.

    Anscheinend steht die deutsche Pflegeversicherung kurz vor der Pleite (https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/bkk-pflegeversicherung-100.html)

    Die (nächste) Regierung hat eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Entweder die Beiträge noch weiter deutlich erhöhen (Obwohl Deutschland bei der Höhe der Abzüge auf Arbeitseinkommen bereits sehr schlecht im OECD-Vergleich dasteht).

    Oder man schickt jedes Jahr neue Milliarden € aus Steuermitteln in die Pflege. Künftige Haushalte dürften das aber kaum hergeben, die Steuerschätzung für die nächsten Jahre ist niedriger ausgefallen als erwartet und die Wirtschaft entwickelt sich ziemlich schlecht.

  7. Was eine Aktion-wenn die CDU als nächstes ran will muss die Ihrer Stammwählerschaft die Leistungen kürzen, die Rente verknappen oder die schon jetzt (aus)gebeute(l)te Mittelschicht/Unterschicht stärker ausnehmen. Selbstverständlich muss das gegenfinanziert werden. Die Kassen sind allerdings leer, man müsste andere Großprojekte komplett eindampfen-darf dann die CDU machen, egal welcher Weg gewählt wird: das gibt Stress mitm Wähler.

    *Zwar machte Lauterbach deutlich, dass man das Leistungsniveau der Pflege mit dem jetzigen Beitragssystem allein nicht erhalten könne. Eine umfassende Finanzreform in der Pflege werde in dieser Legislaturperiode aber wahrscheinlich nicht mehr zu schaffen sein, sagte er. Auch eine interministerielle Arbeitsgruppe werde »wohl kaum zu einer einheitlichen Empfehlung« kommen. »Dafür sind die Ansichten der verschiedenen Ministerien beziehungsweise der Koalitionspartner zu unterschiedlich.« Die Arbeit der Gruppe sei aber eine gute Grundlage für eine große Pflegereform in der nächsten Wahlperiode. Lauterbach: »Dann muss sie aber auch kommen.*

    Zur Wahrheit gehört aber auch das sowas nicht “auf einmal” passiert sondern schon vor ca 4-5 Jahren mal Thema war, und die demographische Entwicklung kannte man schon 30 Jahre.
    Von daher darf die CDU da gerne ran, die Koalitionspartner Grüne und SPD werden sagen das man die Bürger gerne entlasten will, die CDU als Kanzlerpartei muss sagen das leider Steuererhöhungen und Kürzungen anstehen da man in der Vergangenheit vergessen hatte das Leute älter werden.

    Allerdings gehört für mich Pflege zur Menschenwürde. Daher: es darf keine Gewinnorientierte Pflegeindustrie geben, dann könnte ich mir vorstellen das die Qualität höher wäre und die Kosten niedriger. Leihfirmen verbieten im Pflegebereich, Qualitätskontrollen, wie bei Lebensmitteln unangekündigt und Prüfung der Verbrauchsmaterialien auf günstigere Lieferanten als Arbeitskreis der Regierung.
    (ich mein…da werden einfache Mullbinden, Masken, Sanitätsartikel, Nahrung usw. extrtem teuer eingekauft weil jeder gierig ist in der Kette. Wenn der Arbeitskreis eine Nicht-Gewinnorientierte Pflegeindustrie unterstützen würde, könnte ich mir wesentlich günstigere Lieferketten vorstellen die ggf. sogar in DE angesiedelt sind-so ohne 3 Zwischenhändler um den Maximalen Kostenvorteil für den Steuerzahler zu realisieren.
    Freie Marktwirtschaft ohne eingreifen des Staates muss halt keine Moralvorstellungen haben, daher regelt der Markt von alleine auch nichts.

    Verrückte Idee?

  8. Wer darf die Party zahlen? Bestimmt die aktuelle arbeitende Generation

  9. Jetzt einen Pflegedienst gründen? Kennen einige die das machen

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